Weihnachtsansprache

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Bundespräsident Joachim Gauck hat angesichts von Wut und Ängsten nach den Anschlägen des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zu einem weiter menschlichen Miteinander aufgerufen und vor dem Schüren von Feindbildern gewarnt.

Gerade in Zeiten terroristischer Attacken sollten wir die Gräben in unserer Gesellschaft nicht vertiefen, weder Gruppen pauschal zu Verdächtigen noch Politiker pauschal zu Schuldigen erklären“, beschwichtigte Gauck laut vorab verbreitetem Text in seiner Weihnachtsansprache. Das bedeute nicht, auf Auseinandersetzungen über den rechten Terror oder über weitere Sicherheitsmaßnahmen zu verzichten. Es gelte aber, Augenmaß und die Achtung vor dem politischen Gegner zu bewahren.

Schnitt. Oder hat er es so gesagt?

Dass wir alle hier sind, ist auch eine Botschaft an alle islamistischen Verächter unserer Demokratie. In meiner Antrittsrede als Bundespräsident habe ich denen zugerufen: Euer Hass ist unser Ansporn! … Wir sind die Vielen! Wir zeigen, wie wir in diesem Land leben wollen, nämlich respektvoll und friedlich. Wir sind verschieden. Aber wir gehören zusammen. Und wir stehen zusammen, um allen, die von islamistischer Gewalt bedroht sind, zu sagen: Ihr seid nicht allein.

Wie sicher kann ich mich fühlen in diesem Land? Warum ist es mehrere Tage lang nicht gelungen, den Täter zu fassen? … Warum haben wir dem, wovor AfD und Pegida gewarnt hatten, so wenig Bedeutung beigemessen? Es sind Fragen, die sie gestellt haben und die uns alle angehen.

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