Medusa

Schlangenkönigin

Wer hat es gesagt? No. XXIII. Wer sprach die bedeutungsschwangeren Worte über die Vernichtung einer fast schon lange verbotenen Miniaturpartei?

Die Bürgermeister wissen, dass sie die Schlange sind, die die NPD vernichten wird.

Auflösung:  Winfriede Schreiber, Leiterin des brandenburgischen Verfassungsschutzes

Verunsicherung

Denunziant

Wer hat es gesagt? No. XXII. Wer sprach entsetzt, bestürzt und betroffen über erlittene Erfahrungen, die er lediglich anderen Menschen angedeihen lassen möchte?

Man ist verunsichert und weiß nicht, wer in das Leben eingegriffen hat. Man weiß nicht, wer, was, wann beobachtet. … Gibt es Wanzen, sind das Telefon, der Computer manipuliert? … Ich bin erschreckt, dass ich angefangen habe, Freunde und Bekannte latent zu verdächtigen. Das ist eigentlich das Schlimmste, dass ich niemandem mehr vertrauen kann. … Dieser Verlust an Sicherheit ist das Allerschlimmste. Dass ich in mein Haus gehe und denke: Verdammt, irgendjemand hört mir jetzt zu, wie ich mit meiner Freundin, meiner Mutter spreche. Und das wird aufgezeichnet. Und ich ertappe mich dabei, dass ich Gespräche abbreche, weil ich denke, das keiner wissen soll, dass ich vielleicht diese oder jene Emotion habe.

Auflösung: André Aden

Internet entdeckt!

Kirchweyhe totgetreten

Daß Rechtsextremisten ein bißchen blöde sind, wissen wir dank unermüdlicher Aufklärung der Massenmedien nicht erst seit gestern. Daß sie aber dennoch, 24 Jahre nach dessen Erfindung, das Internet entdeckt haben, ist alarmierend. Der Qualitäts-Journalistin Vanja Budde ist es nach mühevoller, investigativer Recherchearbeit gelungen, das Geheimnis aufzudecken und zu beantworten, was wir uns schon immer fragten, nämlich wie Neonazis eigentlich ihren „Nachwuchs ködern“:

Technisch läuft da ganz viel übers Internet. Jugendliche, die im Netz zum Beispiel “Todesstrafe für Kinderschänder” googeln … werden auf Facebook gezielt angesprochen.

Möglicherweise hat die braune NS-Untergrundarmee, nicht nur wegen der Namensgleichheit, ähnliche Möglichkeiten wie die US-Internetstasi NSA, Datenströme von Google abzugreifen und einzelnen Personen zuzuordnen, um diese dann auf Facebook ausfindig zu machen. Das Schlimmste aber ist, daß, sozusagen als kausaler Zusammenhang, Wissenschaftler „nicht erst seit Thilo Sarrazins kruden Thesen“ beobachten, „dass Ausländerfeindlichkeit zunehmend gesellschaftsfähig wird.

So hätten ein paar Dutzend Rechte im niedersächsischen Kirchweyhe versucht, einen Gedenkmarsch für einen von türkischen Kopftottretern ermordeten Jugendlichen zu initiieren. Doch sie „grölten vergeblich: Gegen die Demonstration der Rechten setzte sich ein breites Bündnis mit einer Mahnwache zur Wehr.“ Da hat der Totgetretene aber so richtig Glück gehabt, daß er nicht zu perfiden Zwecken mißbraucht werden konnte!

Vanja Budde ermittelte, daß besonders „Jungs und Mädchen, die mit Bierdosen an der Bushaltestelle im Dorf herumlungern“, gefährdet sein können. Deshalb sollen zukünftig in Dörfern keine Bierdosen mehr in der Nähe von Bushaltestellen verkauft werden. Außerdem wird „der niedersächsische Verfassungsschutz das Thema Islamfeindlichkeit in der nächsten Zeit auch zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit machen.

Doch da kommen schwierige Aufgaben auf die Behörde zu, wie sie „jeden zweiten Deutschen“ der „den Islam als Bedrohung empfindet“, überwachen soll. „Praktisch bedeutet das eine intensivere Internetrecherche – und dafür braucht es Personal. Gut, dass Kapazitäten frei werden, da Niedersachsens Verfassungsschutz die generellen Beobachtungen der Partei ,Die Linke‘ einstellt.

Wie man „intensivere Internetrecherche“ betreibt, kann wiederum die NSA ihren bundesdeutschen Kollegen näher erläutern. Denn Verfassungsschutz und BND haben ihre Überwachungssoftware Xkeyscore nach eigenen Angaben noch „nicht im Dauereinsatz“. Mit diesem Programm „lassen sich einzelne Rechner problemlos anzapfen: In den Geheimdienstzentralen kann dann in Echtzeit mitverfolgt werden, was der Nutzer macht.“ Ist das nicht schön? Betreutes surfen – nie mehr allein im Internet!

Bild oben: Der Totgetretene von Kirchweyhe hätte auch bei der Mahnwache gegen Rechts mitgemacht, wenn er noch könnte.

Antiduldungseinheit

Ist Ihnen die kleine Religionsgemeinschaft mit dem langatmigen Namen „Die Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ bekannt? Wenn nicht, ist das nicht weiter schlimm, wenn Sie sich aber für diesen Verein engagieren, kann es passieren, daß Ihnen die Antiterroreinheit GSG 9 auf’s Dach steigt.

So geschehen bei einem Polizeihauptmeister der Inspektion Rosenheim, welcher nach einer uns zugespielten Gegendarstellung „auf seinem Fahrrad auf dem Rückweg vom Kindergarten … von zwei Polizeibeamten angehalten und auf offener Straße durchsucht“ wurde. Daraufhin stürmte die Antiterroreinheit mit Maschinenpistolen das Haus, in welchem sich die verdutzte Ehefrau mit ihren 2 Jahre und 4 Monate alten Kindern befand.

Ein Mädchenmörder? Ein Kinderschänder? Ein Kopftottreter? Nein, der Mann sei Ende vergangenen Jahres erstmals dem für seine dubiosen Schredderaktionen bekannten Verfassungsschutz aufgefallen. Er habe sich „aktiv“ in der zwar zugelassenen, aber als rechtsextremistisch klassifizierten Gruppe „engagiert“.

Die Medien schlagzeilten „Eliteeinheit GSG9 stoppt rechten Polizisten“ und „Nazi-Beamter ergibt sich“, leider ohne einen einzigen Hinweis auf eine Straftat des Beamten mitzuteilen. Gesucht wurde eine Waffe, mitgenommen allerdings Familienfotos, Speichermedien und Romane. Aus dem Umfeld des Polizeihauptmeisters hieß es später: „Eine Waffe wurde bei der Hausdurchsuchung nicht gefunden, weil keine existierte. Der Betroffene hatte lediglich eine Waffenbesitzkarte, auf der jedoch noch keine Waffe eingetragen war.

Bundespolizeipräsident Dieter Romann begründete den zwar teuren, dafür aber rechtsstaatlich um so skurrileren Einsatz der Antiterroreinheit so: „Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, daß wir keine Rechtsradikalen in unseren Reihen dulden.“ Tja, in solchen Fällen ist der Einsatz der bewaffneten Antiduldungseinheit wohl gerechtfertigt!

Der Clou des NSU

Das SPEIGEL berichtet:

Ein mutmaßlicher Terrorhelfer in Staatsdiensten – die Nachricht markiert den vorläufigen Tiefpunkt in einer Affäre, die das Vertrauen in den deutschen Sicherheitsapparat in der Öffentlichkeit inzwischen gegen null sinken lässt. Immer neue Enthüllungen um verschwundene, zurückgehaltene oder eilig vernichtete Akten zum Umfeld der Neonazi-Zelle kosteten bereits den Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, sowie seine Länderkollegen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt das Amt.

Das war nur der vorläufige Tiefpunkt. Die Abwärtsspirale dreht sich weiter.

Also wieder ein staatlich alimentierter Sprengstoffhändler, diesmal für das Thüringer Trio der Zwickauer Terrorzelle. Angeblich aber sind seine Straftaten verjährt. Verschwörungsinsider meinen dazu: “Jaaa, dann kann er gegen Bares viel erzählen! Etwa auch, daß er Paulchen Panther entführt und der braunen Untergrundarmee als Geisel übergeben habe.” Wir halten die Sprengstoffbeschaffung aber für nicht unbedingt abwegig. Auch der “Sprengstoffbeschaffer” (Die Zeit) für die Münchener Synagogenbombardierung anno 2003, Didier Magnien, soll Geheimdienstagent gewesen sein.

Perfide gewieft war der NSU aber doch! Vorgeblich ging es nur um kleine Dönertürken, aber der ausgeklügelte braune Plan sah anders aus: Posthum sollten die Köpfe aller Geheimdienstbonzen rollen (wer ist der Nächste im russischen Roulette?) und dann die ganze BRD ins Wanken geraten. Das ist der Clou des NSU – nach seinem infernalen Abgang dem “verhaßten System” endlose Tiefpunkte zu verschaffen.

Wer hat es gesagt? No. IX

Wer teilte mit, wie er Präsident eines Geheimdienstes wurde?

Es war an einem Tag nachts um 23 Uhr, da brachte eine mir unbekannte Person eine Ernennungs-Urkunde vorbei, in einem gelben Umschlag. Es war dunkel, ich konnte sie nicht erkennen. Ich war außerdem betrunken.

Auflösung:

TOM

Wie PPQ berichtet, haben die braunen NSU-Täter posthum weitere Opfer auf dem Gewissen, unter anderem den Verfassungsschutz-Chef Heinz Fromm:

Während die letzte überlebende Angehörige der NSU sämtliche Belege für die Aktivitäten der … [NSU] bei einer heißen Vernichtungsaktion im Terrorhauptquartier in Zwickau sorgfältig so gelagert hatte, dass keine wichtigen Teile beschädigt wurden, schredderte der Verfassungsschutz kurz nach der Kapitulation des Terror-Trios sämtliche Unterlagen zur “Operation Rennsteig”. Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm hat jetzt aus den vernichteten Akten die Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Es könne der Fromm nicht in Frieden fahnden, wenn es seinen Mitarbeitern nicht gefällt.

Doch nicht nur der der Fromme, sondern auch Thüringens Verfassungsschutz-Chef Sippel wurde von den NSU-Mördern aus dem Amt geschossen. Derweil geistert jener V-Mann-Führer, der während eines Dönermordes am Tatort weilte und bei welchem später Schußwaffen und scharfe Munition gefunden wurden, immer noch unbescholten durch die Lande. Ein Internet-Kommentator meint:

Nun muß nur noch diese Beate Z. Selbstmord verüben, dann ist diese ganze Geschichte wasserdicht und kann in die Geschichtsbücher eingehen, wie der Apothekerkindermord von Sebnitz, das Inderlynchen in Mügeln, die Jungfrauenschändung in Mittweida, das Mannichlmassaker von Passau, der große Türkenbrand in Ludwigshafen, das Grusinierverbrennen in Möhlau und all die anderen erschütternden Moritaten, die belegen, daß der Schoß noch fruchtbar ist, der soche Verbrechen gebiert.

Ja, furchtbar fruchtbar ist der Schoß noch! Erst jetzt wurde öffentlich, daß nicht nur der rosarote Paulchen Panther mit den Dönerterroristen unter einer Decke steckt. Auch Kater Tom aus der beliebten Zeichentrickserie “Tom und Jerry” soll mit dem braunen Netzwerk sympathisieren. Die Abbildung zeigt ihn beim Entbieten des strafbaren Hitlergrußes.

Kreative Terrorismussimulanten überlegen allerdings, ob die Figur auch für die Salatfister eine Hauptrolle im nächsten Bekennervideo spielen könnte, etwa als TOM (Terror-Organisation Muselmann). Schließlich begünstigen ein wechselnder innerer Feind und eine diffuse Bedrohungslage die Domestizierung der Massen.

Gummineger

Eine Momentaufnahme aus Graz: Dort werden Gummineger verkauft. Wozu die gut sind und was man mit denen machen kann, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Bemerkenswert auch die zwei Buchstaben auf dem Haltestellenschild: HH. Unbedarfte Besucher müssen annehmen, daß der Bus von hier in die Hansestadt Hamburg fährt. Doch der Verfassungsschutz Brandenburg fand heraus, daß die Kennzeichnung HH für 88 – einen verbotenen Gruß – steht, den Nazis zwangsläufig zelebrieren, sobald ihnen diese Buchstabenkombination unter die Augen kommt.

Und so etwas müssen die Gummineger nun Tag für Tag erdulden, ohne daß ihnen jemand zu Hilfe eilt!

Zahlenmagie

Die Mathematik ist eine Art Spielzeug, welches die Natur uns zuwarf
zum Troste und zur Unterhaltung in der Finsternis.“ [1]
Jean-Baptist le Rond d’Alembert

Hatten wir erst kürzlich über die gruselige Dunkelziffer berichtet, welche brutal über Sachsen schwappt und alles in den Abgrund reißt, so wurden wir vom Zahlenmagie-Board Politplatschquatsch darüber informiert, daß die zivilcouragierte Gesellschaft nun endlich mutige Gegenmaßnahmen ergriffen und insbesondere im benachbarten Brandenburg Nazizahlen auf Autokennzeichen verboten hat.

Hierzu gibt es vom Verfassungsschutz Brandenburg eine Broschüre, in welcher die schlimmsten Zahlen- und Buchstabenkombinationen verzeichnet sind: die 18 – das ist klar – ist jene Zahl, mit der Adolf Hitler seine Mordaufträge unterschrieb; demnächst sollen auch die 15 (Adolf Eichmann), die 107 (Joseph Goebbels) und die 132 (Martin Bormann) abgeschafft werden. Die 88 dürfte ebenso einleuchtend sein, da die Menschen unter Hitler sich immer „Achtundachtzig!“ zubrüllen mußten, um nicht ins KZ zu kommen. KZ ist übrigens auch verboten, so wie SS, während über 1919 (ebenfalls SS) wegen der in jenem Jahre gleichfalls stattgefundenen Novemberrevolution noch heftig debattiert wird.

Aber natürlich auch die Zahl „14“. Vierzehn Worte soll ein amerikanischer Neonazi namens David Lane irgendwann einmal in seinem Leben in einem Satz untergebracht haben, was so schwerwiegend ist, daß die Zahl 14 verboten werden muß. Eine Kommission von Rechtsextremismusexperten forscht mittlerweile zusammen mit dem Lehrstuhl für NS-Linguistik der Ruhruniversität Bochum, wieviele Worte, Silben und Buchstaben Nazis üblicherweise in ihren Sätzen verwenden, um Vorschläge für weitere Zahlenverbote unterbreiten zu können.

Verboten ist auch die 28, was für BH steht – Blut und Hehre – und darauf hindeutet, daß Frauen demnächst keine BH’s mehr tragen dürfen. Wegen der Radikalität der Nazis (radix = Wurzel) sind auch Zahlen wie 324, 7744, 196, 784 zu meiden, die – durch die Wurzel (des Bösen) gezogen – Ungeheuerliches zutage fördern.

Die Expertenkommission „Periodensystem abschalten“ hat zudem festgestellt, daß das erste und achte Element des Periodensystems Wasserstoff und Sauerstoff für Adolf Hitler stehen – aber nicht nur das: Als Verbindung H2O seien diese Elemente für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich, weshalb sie aus dem Bewußtsein gelöscht werden sollten. Doch wie löscht man Wasser? Natürlich, mit Feuer!

Wie berechtigt die Zahlenverfolgung ist, zeigt die Dunkelziffer rechter Gewalt: Verzweifelt sucht die nach dem Passauer Lebkuchenmord gebildete Schlangennazi-Aufspüreinheit immer noch nach einem braunen Volkswagen mit der Karosserienummer 788562 – diese bildet sich aus 14194116 (NSDAP) geteilt durch 18 (AH). Vermutlich wurde der Lebkuchen mit diesem Wagen zum Tatort gefahren.

Als nächstes soll die Entnazifizierung der Telefonnummern vorgenommen werden. Es sei ein Unding, daß Millionen Fernsprechteilnehmer Tag für Tag rechtsextrem wählen!

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Unerwünscht

In Zukunft, also im 20. Jahrhundert, werden diejenigen in einer Gesellschaft die eigentliche Macht ausüben, die fähig sind, ihre Sprachregeln in der Gesellschaft durchzusetzen. Dann ist die Wahl der Begriffe und der Sprache kein Nebenkriegsschauplatz, sondern dann wird der Kampf um die Sprache zur entscheidenden Schlacht.” [1]
Friedrich Nietzsche


Gleich drei Bündnisse wollen zeigen, dass die Rechten in der Elbstadt nicht erwünscht sind. [2] Es war ein klarer Sieg der Demokraten … Überall in der Stadt sah man Menschen mit weißen Rosen am Revers, und selbst unter einer Leuchtschrift, die seit den Tagen der DDR „Dresden grüßt seine Gäste“ verkündet, hing am Samstag ein Transparent mit der Aufschrift: „…auf Nazis verzichten wir!“ [3] Die „braunen Horden“ seien unerwünscht, rief die Bürgermeisterin den Menschen zu. Vereinzelt kam es zu Gewaltausbrüchen. [4]

Der Verfassungsschutz Thüringen konstatierte bereits vor 10 Jahren, daß „,Sprachschöpfungen’ großen Stils stets ein konstitutives Merkmal totalitärer Ideen“ wären, und „dass sich bei allen ideologischen Unterschieden übergreifende inhaltliche Gemeinsamkeiten ausmachen lassen“. Die „große Gemeinsamkeit“ bestünde „im Inhaltlichen, nämlich darin, dass sich … über jede ideologische Divergenz hinweg deutliche Freund-Feind-Definitionen finden (,wer nicht für uns ist, ist gegen uns’), die zudem eine eindeutige, zwar unterschiedlich formulierte, im Kern jedoch gleichlautende Botschaft zum Umgang mit unliebsamen Zeitgenossen transportieren. Die Botschaft lautet: bekämpfen, vernichten.“ [5]

Hannah Arendt, die „Begründerin der modernen Totalitarismusforschung“, nennt als eines der charakteristischen Merkmale totalitärer Ideologien „die Bildung einer eigenen Sprache zur Abgrenzung nach außen und zur Homogenisierung nach innen.“ Diese Erkenntnis ist weder auf eine rechte oder linke Massengesellschaft beschränkt, sondern war und ist seit jeher Herrschaftsinstrument. Jede Gesellschaft bzw. ihre Machtelite hat ihren Duktus, ihre Euphemismen und Dysphemismen, um das aus der eigenen Sichtweise heraus definierte „Gute“ und „Böse“ für die Massen begreifbar zu machen. Allerdings weckt der Mißbrauch der Sprache durch eine Psychomacht genauso Widerstände, wie sie willige Anhänger findet.

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