Solidarität

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Um Terroristen, Grapschern, Dieben, Meuchlern und anderen Fachkräften das Handwerk zu erleichtern, hatte die Obrigkeit alle Grenzen abgeschafft. Aber bei der Solidarität kennt sie noch welche. Das Brandenburger Tor nicht wegen jeder zur Gewohnheit werdenden Lappalie anzustrahlen, spart außerdem Strom und ist gut für das Klima.

Nachtrag 8.4.17: Und nun noch in den Farben Schwedens … wenn diese Tor-Anstrahl-Frequenz weiterhin exponentiell steigt, dann flackert (resp. flaggert) das Brandenburger Tor in einigen Jahren so fröhlich wie ein Kinofilm und alle Fans von „Bunt statt braun“ können beglückt zuschauen.

Nachtrag 10.4.17: Ägypten darf auch nicht fehlen.

Nachtrag 11.4.17: Fußballfahnen natürlich ebenso nicht. Heute die vom Dortmunder BVB.

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Die Russen wieder!

Merkel Hitler Vernichtung

In deutschen Nichtregierungsorganisationen wurde lange gemutmaßt, daß die Aufforderung der Bundeskanzlerin an 2 Milliarden Fluchtwillige der Dritten Welt, sie könnten ohne Obergrenze (also unbegrenzt) in die BRD einrücken, im Sinne der US-Administration die Destabilisierung Europas herbeiführen solle. Daß vor allem junge, kriegserfahrene und islamische Männer einmarschieren und erste Leuchtzeichen eines Bürgerkrieges durch die Silvesternächte deutscher Großstädte lohten, schien diesen Aspekt zu bestätigen.

Doch nun hat das investigative E-Mail-Portal GMX im Auftrag der Deutschen Presseagentur (dpa) herausgefunden: Die Russen sind schuld! „Will Russland mit gezielter Propaganda die Kanzlerin schwächen und Deutschland systematisch destabilisieren?“ Den Führer diskreditieren und seine Gefolgschaft verunsichern – das hatten wir alles schon einmal. Feindpropaganda, früher wurde sie als Flugblatt (im wahrsten Sinne) vom Himmel abgeworfen oder als Feindsender ausgestrahlt, heute tummelt sie sich im leider nicht mehr einzudämmenden Internet, auch wenn sich die Kahane-Stasibrigade bei der Löschung mißliebiger Nachrichtenkanäle große Mühe gibt.

So hatte die investigative BRD-Wahrheitspresse fünf Tage lang versucht, das von tausenden „Refugees“ und anderen Migranten in den Kölner, Hamburger usw. Silvesternächten an Frauen verübten sexistischen Pogrome zu vertuschen. Doch vergeblich, nicht nur „im russischsprachigen Internet schlugen die Gerüchte hohe Wellen“. Die Bundesregierung prüft nun, „inwieweit es sich um eine gezielte Kampagne handelt“ und will den BRD-Auslandsgeheimdienst untersuchen lassen, ob die russische Regierung dahintersteckt.

Seit den Übergriffen (hui, „Übergriffe“ waren es nur, sic!) von Köln in der Silvesternacht“ werde die BRD „in russischen Medien verstärkt als ein Land dargestellt, das kurz vor dem Zusammenbruch steht.“ Dabei hat die Führerin befohlen: „Wir schaffen das!“ Der Endsieg ist sicher! Und wer daran zweifelt, ist ein Gefolgsschädling – er schadet dem merkeltreuen Gefolge!

Wurde jahrelang in den BRD-Medien Putin als Despot und Rußland als Autokratie verunglimpft, die sich in außenpolitische Konflikte einmischt, so darf’s andersherum nicht sein. Wer despektierliche Nachrichten über unsere Kanzlerin oder ihre Utopie von Europas rassischer Neugestaltung streut, ist als Feind zu brandmarken! Gefährlich ist neben dem Internet natürlich auch die Propaganda ausländischer Feindsender: „Die großen (russischen, sic!) Fernsehsender beeinflussen zudem auch viele der etwa 2,3 Millionen Menschen in Deutschland, die aus der früheren Sowjetunion stammen.“ Und nicht nur die!

Aber wie sich doch die Zeichen gleichen: Keine Reichskristallnacht, aber eine Bundesbumsnacht, verübt von der alimentierten Merkeljugend, wobei sich spätere Historiker streiten dürfen, ob das Pogrom angeordnet war oder nicht. Feindsender im Rundfunk, Hetze gegen Rußland, bröckelnde Appeasementpolitik des Westens, Durchhaltepropaganda im Innern und erstaunlich ergebene Untertanen, die später wieder von nichts gewußt haben werden, einen schwachen ideologischen Bundesgenossen, diesmal nicht im Süden, sondern mit Schweden im Norden usw. usw.

Wenn das in diesen Bildern so weiter geht, kann man sich die Zukunft ausmalen: Die Forderungen der expansiven Ostpolitik, im Warthegau und woanders „Refugees“ anzusiedeln, werden von den dortigen Völkern geblockt. Schließt die BRD mit Rußland einen Nichtangriffspakt und überfällt das besonders widerborstige Polen? Sicherlich nicht mit der belustigenden Bundeswehr, die Geschichte wird wohl anders ablaufen.  Und doch dank der selbstgewählten deutschen Sonderstellung in Europa, des mangelnden Widerstandes im Innern, der rassistischen Großmannspolitik und der imperialistischen Machtarroganz der Führerin ähnlich. Am Endsieg zumindest darf – wieder mal – gezweifelt werden. Natürlich nur heimlich.

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Gratismut

Medien Gülle

Über den Gratismut jener Leute, die von den Auswirkungen eines westeuropäisch-russischen Krieges nicht betroffen wären, schreibt Albrecht von Lucke in der Freitag in einem überaus lesenswerten Artikel.

Ein gewaltiger Riß würde „zwischen der Meinung der Mehrheitsmedien und jener der Mehrheitsbevölkerung“ in der Frage der Krimkrise liegen. Heute rasseln „nicht mehr die Militärs mit dem Säbel … sondern schneidige Leitartikler und Großkommentatoren in den Schreibstuben. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ihr sehnsüchtiger Ruf seit 1989 – ,Gebt uns ein Feindbild‘ – wurde endlich erhört.

Dahinter verbirgt sich weit mehr als der Konflikt zwischen harten Putin-Gegnern und angeblich allzu weichen Putin-Verstehern; es geht in Wahrheit um den Gegensatz zwischen einer Weltsicht vom journalistischen Feldherrenhügel aus und einem tief historisch geprägten Denken, das die Qualen der Geschichte – das millionenfache Morden des letzten Jahrhunderts – noch gut in Erinnerung hat. Wie keine anderen Völker in Europa sind dadurch Deutsche und Russen – als Täter und Opfer – miteinander schmerzhaft verbunden.

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Das Ostblock-Board Politplatschquatsch führt an, wie die Propagandaträger mit zweierlei Maß messen und wie vergleichbar die heutige Agitation mit jener vergangener Epochen ist. „Propaganda allerorten, welche billige Parole eines Tages gültige Geschichtsschreibung sein wird, zeigt erst die Zeit.

Ein Überblick bei Friedensblick.

Bild oben: Die Leitmedien bestellen ihren Acker, allerdings findet nicht jeder die Ergüsse lecker.

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Schwarzer Prinz

Schwarzer Prinz.