Wühlarbeit

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Des Brezels Frau Ke, anno dunnemal ganz taff bei Podiumsdiskussionen und überall, stammelte während ihrer Weihnachtsansprache 2016, daß es nur so verwundern konnte. Hatte man ihr zugesetzt? Gut, vielleicht waren es auch nur Hormonschwankungen, welche die Feinmotorik beeinträchtigen, welche aber nach einigen Monaten wieder verflattern.

Was jedoch seitdem vonstatten geht, ist das gezielte Diskreditieren der zunächst hoffnungsvollen Alternative von innen her nach dem Prinzip, verbrannte Erde zu hinterlassen. Induzierte Flügelkämpfe zwischen gleichermaßen wichtigen Konservativen und Liberalen sollen den Blick auf das gemeinsame Wollen vernebeln. Möglicherweise – und dieser Begriff impliziert natürlich nur eine Vermutung – ist das Ziel, die Partei bis zum September unter die 5-Prozentmarke zu drücken.

Wer Höcke mit Hitler vergleicht und begnadete Redenschreiber hintergaunert, übernimmt und untermauert die Agitprop einer niederträchtigen Medienmafia, die Ausdünstungen bezahlter Worthülsenexperten und die Wühlarbeit parteipolitisch mißbrauchter Geheimdienste. Womöglich winkt nach getaner Arbeit ein Pöstchen in einer mit einem blauen Auge davon gekommenen Partei, begründet mit dem Argument, in einer dann entweder völlig zerstrittenen Loser-Miniaturpartei oder einer doch noch etwas kräftigeren so dargestellten Nazifaschohitlerrabaukentruppe hätte ein ambitioniertes Traumpärchen mitsamt seinen Gefolgshanseln ja doch keine Zukunft.

*Verschwörungstheorie on* Alles läuft rechtzeitig wieder nach Plan und die Einkäufer dürften sich der Entwicklungen freuen. Den anderen bleibt zu hoffen, daß des Prinzenpärchens Handwerk alsbald gelegt ist und diesem angesichts eines doch noch rechtzeitig mißlungenen Wühlens auch die Erfolgsprämie verwehrt bleibt. *Verschwörungstheorie off*

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Nachtrag: Die Erklärung Michael Klonovskys lasen wir erst kurz nach unserer oben diktierten Vermutung – welche damit, zumindest in ihren Symptomen, bestärkt wird.

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Insiderwissen

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Woher wußten die das alles nur? Bereits zwei Jahre vor dem Berliner Weihnachtsmarktterror ahnten Personen, die mit Pegida & Co. verbandelt sind, daß in Deutschland Terroranschläge drohen würden. Doch nicht nur das: AfD-Mann Pretzell twitterte eine Stunde nach dem Anschlag „Es sind Merkels Tote!“  und zog einen Bezug zu dem islamistischen Terrorakt von Nizza – einen Tag, bevor offiziell verlautbart wurde, daß ein Flüchtling von Merkels Gnaden und IS-Aktivist aus Tunesien die Tat ausführte.

Zwei Stunden nach dem Anschlag twitterte Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann, interne Polizeiermittlungen deuteten auf einen tunesischen Verdächtigen hin. Da hatten die Sicherheitsbehörden gerade einen kleinkriminellen Pakighanen geschnappt und der Tat bezichtigt.

Nachdem die fein säuberlich platzierten Ausweise des Ansi-Anis gefunden wurden, ebenso, wie nach den Terroranschlägen nach Nizza und New York, wußten in diversen Foren und Kommentarspalten mehrere Personen, daß der mutmaßliche Terrorist nicht lebendig gefangen wird (damit er nicht plaudern könne), genauso, wie nach den Terroranschlägen nach Nizza und New York.

Und so kam es auch: Bei einer Routinekontrolle in Mailand grölte der Anis Ansi Amri noch einmal ein letztes „Allahu Akbar“, schoß um sich und wurde selbst erschossen. Daraufhin entflüchtete die Seele des Flüchtlings zu den 72 Jungfrauen und die Frage bleibt: Woher haben diese Rechtspopulisten ihr Insiderwissen?

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Moderatoren

… haben es auch nicht immer einfach.

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