Matheprüfung

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Rechenaufgabe in der Matheprüfung eines Bremer Gymnasiums: „Ermitteln Sie anhand dieses Beispiels aus der Werbung, wie viele Tage eine Woche hat.

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Kein Ali im Team

Zombies Teilhabe

Keiner will einen Ali im Team haben“, zitiert das Fachblatt für behindertengerechten Nachrichtenkonsum, der Schulspiegel, einen Personalverantwortlichen der freien Wirtschaft. Für eine Studie „Diskriminierung am Arbeitsmarkt“ sollten steuergeldfressende Soziologen „herausfinden, daß bei gleicher Qualifikation der Bewerber mit typisch deutschem“ Namen gegenüber einem mit türkischem Namen gewinnen würde. „Wir haben es in Deutschland mit einem ernsthaften Diskriminierungsproblem zu tun“, meldete der Studienleiter Jan Schneider dementsprechend dienstbeflissen, dabei auf eine Vergrößerung des Forschungsbudgets und eine Verlängerung der Bezuschussung schielend.

An fast 2000 Unternehmen wurden vergleichbare Bewerbungen mit den Fiktivnamen Lukas Heumann, Ahmet Aydin, Tim Schultheiß und Hakan Yilmaz gesendet. Warum zwei türkische Namen, aber keine japanischen oder norwegischen? „Um eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu erhalten, muss ein Kandidat mit typisch deutschem Namen durchschnittlich fünf Bewerbungen schreiben, ein Bewerber mit türkischem Namen sieben.“ Dabei deute sich sogar dort „eine Diskriminierung an“, wo sie „statistisch nicht signifikant“ ist. In der ideologisch motivierten Wissenschaft genügt es schließlich, wenn mittels esoterischer Kaffeesatzdeuterei die Planvorgaben erfüllt werden.

Eigentlich „sollten Unternehmen und Politik gerade jetzt“ Diskriminierung verhindern, so Studienautor Jan Schneider, „wo sie doch ständig über Fachkräftemangel klagen. Wo diskriminiert wird, entgehen den Ausbildungsbetrieben geeignete Bewerber.“ Blindlings Kooperationen und Allianzen zu bilden, das jedoch widerspricht allen über Jahrtausende empirisch ermittelten Erfahrungen, nach der intuitiv angewendete Diskriminierung genau dazu dient, den Frieden sozialer Gefüge zu erhalten und – in den härteren Fällen – Disziplinierungen durchzuführen, um Normstandards für die Verortung des eigenen Kollektivs zu definieren.

Statistisch signifikant ist in jedem Fall, daß Migranten krimineller resp. gewalttätiger sind, als Deutsche, und daß Araber und Türken in diesem Bereich besonders fachkräftig sind. Und nachvollziehbar ist: Je höher die Wahrscheinlichkeit, daß der einer Gruppe zuzuordnende Kandidat den Betriebsfrieden stört, desto eher wird er abgelehnt. Die Forscher hätten übrigens auch in eine von zwei ansonsten völlig identischen Bewerbungen zweier völlig identischer Personen eine NPD-Funktionärskarriere einschmuggeln können. Wir vermuten auch hier – ohne aufwendige Forschung – ein ungeheures Diskriminierungspotential.

Der Schulspiegel beklagt, daß Diskriminierung „leider nicht neu“ sei. Dicke Kinder bekämen häufiger schlechte Noten, ebenso Ronnys, Kevins und Justins. „Auch das Elternhaus der Schüler fließt in die Benotung mit ein, je gebildeter die Eltern, desto besser die Note der Schüler.“ Diese Zusammenhänge waren freilich schon vor 60 Jahren bekannt, als man die Kausalitäten noch woanders verortete: Je gebildeter die Eltern, desto tendentiell besser die weitervererbte Intelligenz und die elterliche Fürsorge. Je dümmer die Eltern hingegen, desto dümmere Vornamen für die Kinder und desto größer die Nachlässigkeit bei Ernährung und Körperertüchtigung.

Aus empirischen Erfahrungen abgeleitete Vorurteile sind eine anthropologische Konstante, welche sich seit Jahrtausenden bewährt hat, auch wenn das Ideologen und deren alimentierten Soziologen nicht in ihr synthetisches Weltbild paßt. Vorurteile sind heutzutage allerdings leichter manipulierbar, da die Anpassung menschlicher Verhaltensmuster an die moderne Technik mit ihren medial vermittelten Erfahrungswelten nicht Schritt hält. Vorurteile lassen sich also vor allem mittels audiovisueller Indoktrination leicht in beliebige Richtungen dressieren. Und das nutzen Machthaber weidlich aus.

Bild oben: Zombies kennen keine Diskriminierung. Sie lassen alle anderspigmentierten Mitzombies an der Beute teilhaben und im Team partizipieren.  Das ist vorbildlich – nun sollten sich endlich auch die letzten Menschen einer Zombie-Willkommenskultur befleißigen!

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Bereicherung

Frisches Blut

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat in einer Studie einen hohen Anteil an Akademikern unter den Einwanderern ausgemacht. Zwischen 2001 und 2011 sollen etwa 29 Prozent der Zuwanderer im arbeitsfähigen Alter einen Hochschulabschluß gehabt haben. Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien wiesen immerhin noch einen Akademikeranteil von 24,5 Prozent auf, während dieser Anteil in der BRD-Bevölkerung nur 18,7 Prozent beträgt.

In den PISA-Studien schlägt sich die überproportionale Intellektualität der Migranten leider nicht nieder. Im Gegenteil, es häufen sich in jenen Gebieten und Regionen die schlechteren Prüfungsergebnisse, wo die meisten Einwanderer wohnen und/oder wo linke Landesregierungen die Bildungspolitik bestimmen. Sozialismus und Migrantismus führten nach bisherigen Erkenntnissen zwangsläufig zur Verblödung.

Als besonders positiv beschreibt die Studie, dass rund zehn Prozent aller erwachsenen Zuwanderer einen Hochschulabschluss in einem sogenannten MINT-Fach hätten – also in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Gerade hier sind Fachkräfte schon heute und in Zukunft besonders gefragt, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Unter den Rumänen und Bulgaren liege der Anteil mit gut acht Prozent zwar etwas niedriger, aber immer noch höher als in der Gesamtbevölkerung mit sechs Prozent.

Wer beantwortet die sich daraus ergebende Frage, wie es sein kann, daß das Volk mit dem dümmeren Personal aus Weltkriegstrümmern heraus Flugzeuge, Autos und Hochtechnologie entwickelt, während das besser gebildete seit Jahrhunderten von Ackerbau und Viehzucht lebt?

Natürlich“, so lautet die Antwort des Xenokraten, „wandern vorrangig die besser Gebildeten aus diesen Ländern ab, damit dort auch in Zukunft Ackerbau und Viehzucht betrieben werden und im demographisch zerrütteten Einwanderungsland frisches Humankapital die Sozialkassen füllt.“ Aber hatten wir nicht in der Schule gelernt, daß (Neo-)Kolonialismus und Sklaverei etwas überaus Schändliches seien?

Und könnte man den dräuenden Fachkräftemangel nicht damit beheben, daß – angesichts einer Nachfrage nach Naturwissenschaftlern und Ingenieuren – deren seit Jahren stagnierendes Gehaltsniveau angehoben wird, um auch den ein oder anderen überflüssigen Sozialwissenschafts-, Kunst- oder Gender-Studiosi zu animieren, etwas Brauchbares zu erlernen? Oder herrscht überhaupt kein Fachkräftemangel, sondern lediglich ein Lohndrückermangel?

Wie sinnvoll ist es, die BRD-Sozialkassen füllen zu lassen von Zigeunern, Ziegenhirten und Maurergesellen mit Baumhochschulzertifikat, um dann Milliarden Euro Entwicklungshilfen und EU-Ausgleichszahlungen in die rumänischen und bulgarischen Armenhäuser zu transferieren?

Und wie lange soll das so weiter gehen, daß sich das fette deutsche Rentnerheer von mehr und mehr Millionen importierten Arbeitssklaven pampern läßt, während sich die rudimentären Reste des eigenen Nachwuchses mit ihrem Schwulsein oder dem Gameboy beschäftigen? Wäre es nicht höchste Zeit, den völlig überholten „Generationenvertrag“ endlich aufzulösen?

Strunzdumm

Verdummungsfunk

Die Gleichstrommedien in Rundfunk und Presse käuen einheitlich das erschreckende Ergebnis der neuesten PISA-Studie wieder: „Jeder sechste Erwachsene liest wie ein Zehnjähriger.

Nun wurde allerdings nicht der Standard-Zehnjährige definiert. Eigentlich müßte man dazu schlagzeilen: „Jeder sechste Zehnjährige liest wie ein Achtjähriger“ und „Jeder sechste Zehnjährige liest wie ein Zwölfjähriger“.

Oder aber „Jeder sechste Achtjährige liest wie ein Sechsjähriger“ oder „Jeder zwanzigste Erwachsene liest wie ein Siebenjähriger“ oder „Jeder millionste Erwachsene liest wie Wolfgang von Goethe“ oder oder oder.

Was soll uns das sagen? Daß nicht alle Menschen gleich intelligent sind? Daß man Erwachsenen mit einem IQ unter 85 das Wahlrecht entziehen müßte? Oder daß selbst Kinder ab 10 Jahren bereits an allen Wahlen teilnehmen könnten, weil sie auch nicht dümmer wählen, als jeder sechste Erwachsene?

Bildungsklau

Eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hat, kann darum noch nicht singen.
Sprichwort


Als wir die Spickzettel des „StudentInnenRates“ der Universität Leipzig lasen, welche für StudentInnenproteste den Demonstranten zur Verfügung gestellt wurden – denn zwischen Schillers „Handschuh“ und dem Satz des Pythagoras ist sicherlich kein Platz mehr im Kopf -, waren wir zutiefst erschüttert über die ernsthaften Anliegen der StudierendInnen.

Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“ Der Spruch könnte implizieren, daß seine Rufer einstmals Bildung besessen haben. Wer hat sie gestohlen und wohin ist sie verbracht worden? War es die Mafia und wird die Bildung jetzt auf einem russischen Schwarzmarkt feilgeboten? Und wo wurde sie geklaut? In einem Kiez-Café oder bei einem lustigen StudierendInnenfest oder während einer Vorlesung, bei der die StudentInnen ihren unschuldigen Rausch ausschliefen? Dabei meinte einst Goethe selbstsicher: „Das Edle zu erkennen, ist Gewinst, der nimmer uns entrissen werden kann.

Der zweite Spruch gibt keine Antwort: „Bildung ist ein Menschenrecht, keine Ware!“ Tatsächlich? Ernährung wäre doch dann wohl ein noch viel fundamentaleres Menschenrecht. Diese dürfte dann also auch nichts kosten? Sollte man also, analog zum Bildungsstreik, für kostenloses Essen in einen Hungerstreik treten? Was wäre weiterhin Menschenrecht? Feine Villen? Partys? Rauschgift? – Weiter im Text: „Bildung krepiert, weil Dummheit regiert!“ Wieso ist die Bildung krepiert? Kopfschuß oder Hirnschlag? Zum zweiten Teil der Parole könnte man aus Brechts Kälbermarsch zitieren: „Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“.

Hu-Hu-Humankapital“ ist eine Parole für die Stotterer. Jene, die bereits ganze Sätze zu äußern imstande sind, können „Wenn ich groß bin, werd’ ich Humankapital!“ brüllen. Haben die etwas anderes erwartet? Etwa, daß sie ihr Leben lang vor der Spielekonsole sitzen dürfen und Mami Cheeseburger mit Cola serviert? Nein, Mami will auch mal ihre Ruhe vor verzogenen Gören haben und Papi Staat, im Idealfall das Organisationsinstrument der ihn unterhaltenden (steuerzahlenden) Bürger, zückt irgendwann die Peitsche, um das Geld wieder einzutreiben, das er für die gameboyspielenden Kiddies in Form von Schulen (Bildung), Polizei (Ordnung), Militär (Sicherheit) usw. vorgestreckt hat.

Geben und Nehmen, so ist das nun einmal, auch wenn man als bundesdeutsches Kind den Eindruck gewinnen könnte, Geld und Wohlstand seien ein Perpetuum Mobile, das man den Kapitalisten nur aus ihren Villen wegnehmen und an alle verteilen müßte, um selbst ein Leben lang auf der kreativen Haut liegen zu dürfen, anstatt brutal ausgebeutet zu werden. Angesichts dieser Verfügungsmasse sozialromantischen Lumpenproletariats müßte selbst den karrierefähigen Studenten die Hoffnung im Halse stecken bleiben: „Wenn ich groß bin, werde ich Humankapitalist!“

Weiterhin soll das zukünftige Humankapital skandieren: „Bildung für alle, und zwar umsonst!“ Man hat tatsächlich manchmal den Eindruck, daß die jahrelange Schulausbildung für StudierendInnen umsonst war. Viele weisen rudimentäre Defizite auf, wenn sie in die Universitäten abgeschoben werden, nur damit sie die Arbeitslosenstatistik niedrig halten. „Bildung für alle, sonst gibts Krawalle!“, das ist schon eine Losung für die Revolutionäre unter den Bildungssüchtigen. Mit etwas schlechterer Rechtschreibung dahingestolpert klingt „Ein Land was an Studenten spart, begibt sich auf ’ne Todesfahrt!“ resigniert und depressiv. Allerdings kann man sich die Todesfahrt nur schwer vorstellen, wenn jenes Gros von StudentInnen, die schon an der Orthographie scheitern, eine ordentliche Berufsausbildung erhielten.

Das von den StudierendInnen zu rufende „Könnt ihr die Schreie der Bildung nicht hören?“ ist allerdings ein Oxymoron zu anderen Brüllern. Die Bildung wurde doch geklaut, wie soll man da ihre Schreie noch hören können? Oder meinen die Protestierer ihre eigenen Schreie während der Demonstration? Dann wären sie wohl die Bildung in persona und würden demnächst geklaut? Nun, wir wissen es nicht, vielleicht wissen es jedoch die Autoren der „Generation Doof“.

Sicherlich gibt es viele Kritikpunkte am Bildungssystem, ja, sehr viele sogar. Aber ob es gerade jene sind, die von den Intellektuell_innen des Leipziger StudentInnenRates postuliert wurden? Und: Wenn dies das Niveau des StudentInnenRates ist, wie hoch ist dann erst jenes der Leipziger StudentInnen? Vielleicht aber haben auch nur die vielen anderen Studenten keine Stimme, weil sie sich auf ihr Studium konzentrieren. Denn wie mahnte Johann Gottlieb Fichte so treffend: „Bildung geschieht durch Selbsttätigkeit und zweckt auf Selbsttätigkeit ab.

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Begabungsförderung

Nicht die Bildung dient der Wirtschaft, sondern diese wäre weder aufgekommen
noch stände sie in Blüte ohne die Bildung.

Theodor Ballauff / Hubert Hettwer


Zwei interessante Veröffentlichungen vom 2. Februar greifen das Problem von Bildungsgerechtigkeit und Bildungsrückgang auf. So moniert Eva Kühne in der Schülerzeitung „Blauen Narzisse“ [2], daß derzeit die „komplette Nivellierung der Herkunftsunterschiede“ im Mittelpunkt stünde. „Die Studentenzahlen sollen erhöht werden, um Bildungsgerechtigkeit zu garantieren. Um das zu erfüllen, soll das Studium vereinfacht werden. Möglichst viele sollen studieren. Das eigentliche Ziel der ,Humankapitalsteigerung’ (was für ein Unwort!) wird damit jedoch vollkommen verfehlt.

Es sei nicht unbedingt vorteilhafter, „wenn Massen mittelmäßig Ausgebildeter eine Volkswirtschaft antreiben, anstelle einer ausgewählten, gründlich ausgebildeten Gruppe. Nicht jeder ist für eine bestimmte Ausbildung bestimmt und bringt die entsprechenden Qualifikationen mit.“ Gleich darauf wird allerdings festgestellt: „Noch ist es dem deutschen Bildungssystem nicht gelungen, Chancengleichheit in der Schulbildung herzustellen. Folglich kann bei Studienantritt nicht von einer gleichen Qualifizierung aller Bewerber ausgegangen werden.“ Inwieweit „Chancengleichheit in der Schulbildung“ automatisch zur „gleichen Qualifizierung aller Bewerber“ führt, steht jedoch im Raum. Dazu müßten auch erst einmal alle Menschen ein gleiches Begabungspotential besitzen.

Heike Schmoll stellt in der FAZ richtig fest: „Der Staat kann nicht ,begaben’, er kann und muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich Begabungen unabhängig von Milieus entfalten können. Aus purer Verzweiflung darüber, dass Begabungen nicht umverteilt werden können, haben sich Bildungspolitiker oft genug dazu entschlossen, die Schwachen zu begünstigen und die Talentierten zu benachteiligen. Das Niveau wird gesenkt, die Begabten sind unterfordert und die weniger Talentierten nicht ausreichend gefördert, weil die Chancen ungleich genutzt werden.“ [3] Die unprofessionelle Bildungsalimentierung, verbunden mit der Predigt von der Gleichheit aller Menschen, führe zu einer Erwartungshaltung, die allzu oft in Resignation ende: „Schon in der Aufklärungszeit schoben die Bauern eine schlechte Ernte lieber auf den lieben Gott und das ungünstige Wetter als auf ihren Anbau. Es gelang deshalb nicht, sie zur Eigenverantwortlichkeit zu ermutigen. An die Stelle von Leistung und Verpflichtung waren Forderung und Erwartung getreten.

Nun ist zum Fragenkomplex Begabung und Begabungsförderung, begründet in den Anforderungen einer industriellen Technokratie, im letzten Jahrhundert viel geschrieben worden, wobei die ökonomischen mit den massenideologischen Sichtweisen nicht unbedingt korrelieren. Eine gute Zusammenfassung zum Themenkomplex der Begabungsforschung bietet das Buch „Begabungsförderung und Schule“ von Theodor Ballauff und Hubert Hettwer aus dem Jahre 1967. Die beiden Autoren machten es sich zur Aufgabe, Beiträge auszuwählen und zusammenzustellen, die es erlauben, den damaligen Stand der Forschung, bezogen auf die Schule, in ihrer historischen Entwicklung zu verfolgen und verschiedene Aspekte der Begabungstheorie zu beleuchten.

Die Sammlung beginnt mit einem Aufsatz des Psychologen William Stern, dem Erfinder des Intelligenzquotienten, aus dem Jahre 1916. Stern plädiert für die Betreibung einer Menschenökonomie. Diese bedeute eine „den Fähigkeiten entsprechende Verteilung der Menschen auf die Berufe, die Verwertung jeder Begabung an derjenigen Stelle des nationalen Schaffensprozesses, an der sie ihr Bestes leisten kann … Für die deutsche Wissenschaft aber ergibt sich daraus die Forderung, die Erkenntnis jenes geistigen Nationalschatzes an Begabungen in die Wege zu leiten und für die pädagogischen und Berufseignungsfragen nutzbar zu machen.“ Die moderne Psychologie müsse Begabungsforschung und Begabungsdiagnose betreiben.

Diese Sicht ist auf den Aspekt einer nationalen Begabungsförderung fixiert. Die Globalisierung ermöglicht heute durch Flexibilisierung und Mobilisierung des Humankapitals jedoch auch Begabungsimporte, mit deren Forcierung die Ausgaben für das nationale Bildungswesen gesenkt werden können. Konkurrierende Wirtschaftsgebilde treten dann in einen Wettstreit um die Begabten aus der ganzen Welt, deren Ausbildung sie zumeist nicht finanzieren wollen, und vernachlässigen dabei die Förderung des eigenen (nationalen) Begabungsreservoirs.

Aus der gleichen Zeit des ersten Weltkrieges datiert ein Beitrag von Wilhelm Hartnacke, dem späteren vorübergehenden Bildungsminister Sachsens, der zwischen 1933 und 1935 einen besonders harten numerus clausus einführte. Damit stand er dem im Nationalsozialismus postulierten Gedanken einer klassenlosen Volksgemeinschaft entgegen, was zu seiner Absetzung führte. Hartnacke geht auf die Begabtenverteilung in den sozialen Schichten ein und konstatiert eine Ungleichverteilung: In höheren Kulturschichten wären deutlich mehr Begabte als in den unteren Schichten vorzufinden. Er spricht sich gegen eine Einheitsschule aus und gegen die Übernahme von Schulmodellen aus Amerika, Skandinavien oder der Schweiz: „Ich finde nicht, daß man uns den Erfolg unserer deutschen Schule in der Welt bisher nachgemacht hat.“ Das ist aus einer 90 Jahre späteren Perspektive heraus eine interessante Feststellung, weil nach dem Siegeszug der „68er“ und den bald darauf folgenden katastrophalen Ergebnissen der PISA-Studien über ein schlechtes deutsches Schulsystem debattiert und Teile des angelsächsischen Studiensystems eingeführt wurde.

Der dritte Beitrag stammt vom Erziehungswissenschaftler Heinrich Roth aus dem Jahr 1952. Roth war Verfechter eines dynamischen Begabungsbegriffes, der nicht nur die Vererbung von Intelligenz- und Lernleistungen betrachtet, sondern auch auf deren Beeinflussung durch Umweltbedingungen und gezielte pädagogische Förderung Bezug nahm. In seinem Beitrag trennt er zunächst den Begabungsbegriff von der Intelligenz und kritisiert: „Die Begabungsforschung der Psychologie hat sich auf die Intelligenzforschung verengt.“ Intelligenz sei lediglich das, was der Intelligenztest messe. Dieser untersuche „die Fähigkeit, mit neuen Situationen fertig zu werden“, also eine „intelligente Anfangsleistung neuen Aufgaben gegenüber“, aber nicht die mögliche Endleistung. Begabung könne sich „nur in der Aneignung, Beherrschung und Vollendung tatsächlicher Leistungsformen unserer Daseinsbewältigung und Kulturbetätigung dartun“, bei ihr komme es auf die „Aneignung bestimmter Leistungsformen eines Faches, auf ihre Steigerung bis zur freien Verfügbarkeit, ja bis zur produktiven Anwendung echten neuen Aufgaben gegenüber“. Sie sei eine „Hinordnung auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld“. In etwa 80 Prozent der Fälle würde sich jedoch eine hohe Intelligenz mit hoher Begabung, die sich in Lebensleistung äußere, decken. Roth nimmt an, „daß hohe Intelligenzquotienten gleichzeitig ein Anzeichen für ein hohes seelisches Gesamtniveau überhaupt“ wären.

Als Fazit aus Roths bemerkenswerter Analyse bliebe also festzuhalten, daß jene, die sich in neuen Situationen anpassungsfähig und flexibel zeigen, bei Intelligenztests überdurchschnittlich abschneiden, während jene, die tiefgreifend und schöpferisch denken oder handeln, nicht unbedingt einen hohen Intelligenzquotienten aufweisen müssen. Die Begabungsentfaltung wiederum wäre von der Lebenssituation abhängig. So fragte bereits der Pädagoge Georg Reichwein süffisant, wie sich Begabungen, die das heutige Leben verlangt, des Wirtschaftsorganisators oder des Ingenieurs, des Fliegers oder Gewerkschaftsorganisators, im Mittelalter ausgewirkt hätten. Zu resümieren wäre auch, daß auf die Erfordernisse einer sich schnell und umgreifend ändernden globalen Welt dressierte Menschen oder Menschengruppen hohe Intelligenzquotienten aufweisen können, aber deswegen nicht zwingend schöpferisch begabt sein müssen.

Sinniert Roth im weiteren über den pädagogischen Einfluß der Entfaltungsmöglichkeiten von Begabung, geht der Psychologe Otto Engelmayer in einem Aufsatz aus dem Jahr 1953 tiefer auf den Begabungsbegriff ein. Im Rahmen von Veranlagungen wäre „Belastung“, eine Erbkrankheit oder ein geistiger Defekt das Gegenteil der körperlichen, geistigen oder gemütsmäßigen Begabung. Begabungen stünden der relativ fixen Konstante von Intelligenzquotienten schon deswegen gegenüber, weil sie sich „im Rahmen der gesamten Persönlichkeitsentwicklung in einem ständigen Werdeprozeß zu individuellen Leistungsstrukturen entfalten, ausbauen, umschichten, aber auch verfallen, verkümmern oder entarten können“. Sich auf Hartnackes sozial bedingte Begabungsverteilung beziehend stellt Engelmayer fest: „Die relativ höchste Zahl der Hochbegabten ist bei den ,Oberschichten‘ zu finden; die absolut größte Zahl aber wird von den Mittel- und Unterschichten gestellt. Auch heute noch ist demnach das ,Volk‘ das Reservoir der Begabten.“ Eine Begabungsförderung muß demnach auch die unteren Schichten umfassen, um dieses Reservoir auszuschöpfen, allerdings bleibt hierbei zu berücksichtigen, daß Aufwand und Erfolg miteinander korrelieren.

Engelmayer unterscheidet genauer in praktische Begabung, wie sie unabhängig der Intelligenz in allen Berufsständen vorkommen kann, in theoretische Begabung, historisch und sprachlich oder naturwissenschaftlich-technisch, und in musische Begabung. Zu unterscheiden wäre auch die Allgemeinintelligenz von der Sonderbegabung. Intellektuelle Begabungsrichtungen würden sich nicht vor dem 13. Lebensjahr herausschälen, während musische und praktische Begabungen wesentlich früher aufträten. Der Psychologe zitiert amerikanische Studien, die sich einerseits auf die Milieubedingungen getrennt aufgewachsener eineiiger Zwillinge beziehen, welche größere Streuungen des Intelligenzquotienten aufwiesen als jene, die zusammen aufwuchsen, und die andererseits konstatierten, daß „die durchschnittliche Begabungshöhe der westlichen Kulturvölker im stetigen Abbau begriffen sei.“ Der Verlust würde „mit 2 bis 3 IQ-Punkte pro Generation beziffert“. Diese Feststellung wurde vor kurzem auch von dem Intelligenzforscher Volkmar Weiss empirisch nachgewiesen und populärwissenschaftlich postuliert.

Wie oben bereits festgestellt, so könnte aus heutiger Sicht entgegnet werden, daß gerade die schnellebige Zivilisation mit ihrem fortdauernden Anpassungsdruck den Intelligenzquotienten eigentlich dressieren, das Gedeihen von Begabungen aber behindern müßte. Auf diesen Aspekt geht der Sozialpsychologe Albert Huth in seinem Aufsatz von 1956 ein, der angesichts der bei damaligen Jugendlichen diagnostizierten körperlichen Wachstumsbeschleunigung und geistigen Entwicklungsverzögerung feststellte, sie hätten zu viele Wahrnehmungen und zu wenig Anschauungen: „Es dringen so viele Sinneswahrnehmungen auf sie ein, daß nichts wirklich verarbeitet werden kann; alles bleibt flüchtig und ungenau.“ Auch würden die Begabungen innerhalb von Schulklassen immer weiter streuen, was für Unbegabte wie für Begabte gleichermaßen ungünstig wäre. Diese Streuung würde sich mit zunehmendem Alter der Schüler verstärken.

Der Psychologe Karl Mierke geht auf den Anteil des individuellen Interesses auf Konzentrationsfähigkeit ein und damit auf den Willen zum Erkenntnisgewinn, welcher Begabungspotentiale fördert. Es bestünde „ein Kausalverhältnis zwischen Interesse und Leistung. … Wertgewichtige und konstante Interessen sind immer auch eine inhaltvolle und impulskräftige Komponente der persönlichkeitseigentümlichen Begabung; denn sie tragen den Bildungs- und Selbstbildungsprozeß.“ Die Erweckung und Pflege echter Interessen sei von zentraler pädagogischer Bedeutung. Es müsse eine Psychohygiene entwickelt werden, in welcher ein Jugendlicher „die leistungsfordernde Gesellschaft nicht als Feind und die sich zum Leistungsprinzip bekennende Schule nicht als Tyrann“ empfinden dürfe.

Der Sozialanthropologe Karl Valentin Müller beschreibt den Sinn der Begabungsforschung als Ziel, Begabungsreservoirs nutzbar zu machen. Begabung sei „eine nur in gewissen Grenzen entfaltbare Gabe der Natur, die den Menschen, die in eine Gesellschaft hineingeboren werden, nur in sehr unterschiedlichem Maße zuteil wird. Da den Bemühungen der Gesellschaft um Entfaltung von derartigen Anlagen verhältnismäßig enge Grenzen gesetzt sind, da es andererseits aber für jede wirtschaftlich-gesellschaftliche Hochleistung und deren Erhaltung in erster Linie auf das Vorhandensein und Zusammenwirken genügend vieler hochbegabter und begabter Menschen ankommt, ist die Frage nach dem Begabungspotential für jedes Volk und jede Wirtschaft unter allen Umständen vordringlich.

Müller beschreibt auch hinsichtlich der damaligen sowjetischen Besatzungszone, in welcher den sozialen Unterschichten gleiche oder sogar bessere Aufstiegsmöglichkeiten als den Oberschichten eingeräumt wurde, daß die Begabungspotentiale dennoch ungleich verteilt blieben. Der Grund läge auch in „unterschiedlicher Einsicht und Opferbereitschaft der Eltern“ in Bezug auf die Ausbildung ihrer Kinder. Er warnt einerseits „vor einer Überschätzung der noch zu hebenden Begabungsschätze, andererseits vor einer zu weit getriebenen Verschulung und einer Berechtigungs-Zwangswirtschaft; wir dürfen nie vergessen, daß wir um eines gesunden öffentlichen und kulturellen Lebens willen dankbar sein müssen dafür, gute Begabung und tapfere Charaktere mit und ohne schulische Ausbildung in allen Lebensbereichen anzutreffen, als unerläßliches Ferment eines freien Gemeinwesens.

Der Psychologe Wilhelm Arnold versucht, Begabungsminderung und Begabungsverschiebung empirisch nachzuweisen. So sei innerhalb von 40 Jahren zwar die manuelle Geschicklichkeit und die organisatorische Befähigung der Jugend leicht gestiegen, die Bereiche der Sprache, der Formgestaltung, der Auffassungsgabe, des Arbeitstempos und vor allem der Aufmerksamkeit einschließlich Konzentration und Sorgfalt jedoch defizitär. Überaus treffend ist das von Arnold gezeichnete Charakterbild des technokratischen Menschen:

Das Zeitalter der Technik prägt den Menschen nach der ihm eigenen Stilidee; es ist nicht der Stil des idealistischen Philosophen oder des meditierenden Gläubigen, nicht der des belletristischen Genießers oder des genügsamen Einsiedlers. Der Lebensstil des Menschen der Zahl und Technik ist gekennzeichnet durch Nüchternheit, Sachlichkeit, Fleiß und bekenntnisarme Toleranz. In diesem Lebensstil entwickelt sich unsere Jugend. Die soziale Konsequenz ist zunehmende Individualisierung bei gleichzeitiger großer Anfälligkeit für Massensuggestionen. Die Spezialisten verlieren die Übersicht und das abwägende Urteil; sie urteilen zwar in Sachlichkeit und Genauigkeit, aber befangen in ihrer persönlichen Enge.

Er widerspricht ebenfalls der „gelegentlich aus sozialpolitischen Gründen“ vertretenen Auffassung, „daß die Begabungen quer durch alle sozialen Stände hindurch dieselben seien.“ Im Gegenteil sei „Begabung zu einem erheblichen Teil erbabhängig und zu einem geringeren Teil bildungsmilieuabhängig. … Das bedeutet nicht, daß es nicht auch begabte Arbeiterkinder gäbe und etwa auch unbegabte Akademikertöchter und –söhne, wohl aber, daß die Schwerpunktverlagerung der Begabungskapazität mit einer bestimmten sozialen Schichtung zusammenhängt.

Der zweite Teil des Buches geht intensiver auf organisatorische und institutionelle Maßnahmen zur Begabungsförderung ein, so wird die „Schule für das Jahr 2000“ entworfen und die „Begabtenförderung als politische Aufgabe“ postuliert. Im dritten Buchteil werden Aufsätze zu „Begabtenauslese und Elitenbildung“ im Schulwesen vorgestellt, unter anderem die Aspekte „Förderung oder Auslese“ oder das „Das Eliteproblem und die höhere Schule“ angerissen; ein Themenbereich, den wir bereits zur Diskussion stellten.

Gerade angesichts des von selbsternannten Bildungsbürgern als „Bildungs-Ungerechtigkeit“, „Bildungskatastrophe“ und „Bildungsmisere“ postulierten Abbildes des bundesdeutschen Bildungssystems bietet das Buch ernüchternde und aufklarende Einblicke in die Bildungsforschung zu einer Zeit, als Studenten vermehrt daran gingen, weniger ans Studieren denn ans Demonstrieren zu denken. Heute bilden sie die Elite, die auch das Bildungssystem bestimmt. Das uns vorliegende Buchexemplar wurde – symptomatisch – im Jahr 2001 aus dem Inventarverzeichnis des Staatlichen Rhein-Gymnasiums Sinzig ausgeschieden.

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Wohlstandszauber

Wenn wir nicht bis 2050 mindestens 50 Millionen Zuwanderer aufnehmen,
wird es uns nicht gelingen, unseren Status zu halten.
“ [1]
Dr. Martin Pape, Wirtschaftsforscher


brd_kollaps

Ein Szenario, das niemanden mehr vom Hocker reißt: „Deutschland wird sich in den kommenden Jahren beispiellos verschulden. Die öffentlichen Haushalte machen bis zum Jahr 2013 neue Schulden in Höhe von insgesamt 509 Milliarden Euro.“ [2] Bei wem denn, bei der Bad-Bank? Wie funktioniert das eigentlich, wirft man in einen schwarzen Kasten einen Schuldschein über 509 Milliarden Euro, um sich danach die Summe von der Gelddruckerei ausblättern zu lassen? Verpfändet man Volksvermögen und wenn ja, an wen? Nimmt man das Geld langfristig über Steuereinnahmen wieder ein? 509 Milliarden Euro machen immerhin pro BRD-Bewohner über 6.000 Euro, also etwa 12.000 Euro pro Steuerzahler in den nächsten dreieinhalb Jahren.

Die das überhaupt nicht juckt, feiern bei CSD-Paraden, in Partykellern oder auf Mallorca ihre individuelle Freiheit, welche ihnen von den Massenmedien vermittelt wird. Die einen sind optimistisch: Was 60 Jahre lang gutging, wird noch mindestens 940 Jahre halten. Andere resignieren, decken sich mit Konserven, Waffen und Goldbarren ein und warten auf den bereinigenden Krieg oder totalen Finanzkollaps. Die Armen versuchen an Alimentierungsleistungen mitzunehmen, was noch geht. Die Besitzenden, Fleißigen und Erfolgreichen packen vorsorglich ihre Koffer oder sind bereits geflüchtet, so wie dereinst aus der DDR.

Dr. Martin Pape, Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung und Medien, bietet der Masse einen Hoffnungsschimmer zum „Erhalt des Status“ und inszeniert sich als Zauberlehrling [3], wenn er 50 Millionen importierte Arbeitskräfte aus aller Welt die Rente der Spaßgeneration erschuften lassen will:

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!

Ob die in Betracht Gezogenen dem Herrn Dr. Pape den Mittelfinger entgegenstrecken oder ihm freudestrahlend für ein paar echte deutsche Bratwürste den Palmwedel schwenken werden, ist noch unklar. Die Option, von Versprechungen geblendet aus dem afrikanischen Dschungel auf den mitteleuropäischen Schuldenberg zu klettern, um dort in absehbare Verteilungskämpfe und ethnischen Konflikte gerissen zu werden, ist nicht mehr die Verlockendste, wie die rückläufigen Immigrationszahlen belegen.

Immerhin besitzen Pape & Co. bereits jetzt schon ein ganzes Heerlager jener Menschen, die den wirtschaftlichen Status der 68er-Versagergeneration erhalten sollen. Berlin, jene Stadt mit den linkesten Wählermassen und der ausuferndsten kommunalen Verschuldung, das Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote und Kriminalitätsrate, die Stadt, die beim Ausländeranteil so an der Spitze steht, wie sie bei den PISA-Bildungstests am Ende der Skala zu finden ist, verdeutlicht Dr. Papes Rekrutierungspotential in dem Migrantenanteil der Schulen. Dieser lag „in Nord-Neukölln bei den Erstklässlern noch vor kurzem bei 75 Prozent, ist aber jetzt … bei 83 Prozent angekommen. Selbst in Süd-Neukölln – Britz, Buckow, Rudow – sind nur noch 60 Prozent der Erstklässler deutscher Herkunft.“ [4] Für die Sprachförderung der zukünftigen Steuerzahler gibt „die finanziell klamme Stadt … schon 50 Millionen Euro aus“. Wieso eigentlich? Sollten zukünftige Kloputzer, Müllsortierer und Kanalarbeiter unbedingt deutsch sprechen können? Müssen sie trotz genügend vorhandener Dolmetscher als Hartz-IV-Empfänger die Behördensprache beherrschen? Oder als Handtaschenräuber und Komaschläger ihr Opfer in grammatikalisch einwandfreiem Hochdeutsch beleidigen?

Man kann als promovierter Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung unterentwickelten Drittweltflüchtlingen und anderen afrodeutschen Mitbrüdern viel Naivität und Blödheit zutrauen. Daß diese aber für ein wohlstandsverwöhntes Rentnerheer als Steuer- und Arbeitssklaven freiwillig malochen werden, mag die süße Traumvorstellung einer Generation sein, die das Erbe der Vorfahren mit vollen Händen verschleuderte und der anmaßenden Meinung ist, der Honig fließe ewig aus dem Himmel.

Ach das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen. …
Wärst du doch der alte Besen!

O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh’ ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

… Herr, die Noth ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.

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