Bruderhilfe

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Es ist der grandioseste Erfolg des bundesrepublikanischen Inlandsgeheimdienstes seit der kompletten Schredderung der NSU-Akten: Die Dingfestmachung eines moslemischen Salafisten, der einen brutalen Terroranschlag im bunten Köln plante.

Der gebürtige Spanier mit Che-Guevara-Tätowierung und gutem Draht zum Obersalafister Mohamed Mahmoud konvertierte erst vor zwei Jahren zum Islam und bewarb sich vor einem halben Jahr bei der Bundesverfassungsschutzbehörde. Dort wurde der völlig unauffällige Migrant mit Kußhand eingestellt, trug Dienstgeheimnisse zusammen, chattete diese in die Islamistenszene weiter und radikalisierte sich während seiner Arbeitszeit.

Als er dann einen Anschlag auf seine Arbeitsstätte, die BfV-Zentrale in Köln, plante, da solch ein Terrorakt – so schrieb er seinen Salafisterfreunden – „sicher im Sinne Allahs“ sei und er „zu allem bereit sei, um den Brüdern zu helfen“, wurde er von einem Arbeitskollegen verpetzt, der sich im gleichen Terroristenchat herumtrieb und womöglich im Nachbarbüro saß. Und so gelang dem Verfassungsschutz der Coup, einen Terroristen zu schnappen, ohne dafür außer Haus gehen zu müssen. Das ist im Sinne der Einsparung öffentlicher Gelder in den Behörden sehr löblich.

Bild oben: Bei einer Pressekonferenz vor der Kölner BfV-Zentrale widersprechen Behördenmitarbeiter vehement, daß der angestellte Terrorist von seinen Kollegen früher hätte enttarnt werden können. Er sei unter ihnen überhaupt nicht aufgefallen.

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Deserteure und Rattenfänger

Wir werden fertig mit diesen Rattenfängern.
Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister, über die Neonazi-Szene


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Wie manch einem Leser bekannt sein dürfte, untersagte Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch im Jahr 2008 seinen Beamten, „anlässlich der Fußball-EM Deutschlandfahnen an ihren Dienstfahrzeugen anzubringen, um die Neutralitätspflicht zu wahren“ [2], hißte aber dafür während der Christopher-Street-Day-Woche die Regenbogenfahne vor dem Berliner Polizeipräsidium und ließ alle regenbogenkritischen Polizisten zum Rapport antanzen. [3] Als wäre dies nicht genug des Sinnbildes der Schlußphase einer dekadenten Zivilisation, so zeigte der Volkshauf– oder nennen wir ihn lieber Pöbel – bereits am 1. Mai letzten Jahres, was von solchen Autoritäten zu halten ist. Als Glietsch, der Stratege des „Prinzips der Deeskalation“, sich mitten im Kreuzberger Kiez „ein Bild von der Lage machen wollte, rasteten einige Linksextremisten völlig aus. Sie warfen Steine auf den 60-Jährigen, auch Flüssigkeiten wurden geschleudert. Dann flogen auch Stühle und Tische in die Richtung von Glietsch. Feuerwerkskörper explodierten. Die eingesetzten Polizeibeamten brachten ihren Chef hektisch zu einem Gruppenwagen. Die Chaoten warfen nun sogar mit Fahrrädern nach dem Auto. Doch Glietsch konnte in Sicherheit gebracht werden. Er kam mit dem Schrecken davon, blieb unverletzt.“ [4] Verstärkung erhielten die Berliner Randalierer seinerzeit von „Hamburger Antifas“ und „Jugendlichen mit Migrationshintergrund“.

Im Vorfeld des diesjährigen Aufmarsches zum „Tag der Arbeit“ im proletarischen Arbeiterviertel Berlin-Kreuzberg warf der Organisator der „Revolutionären 1.-Mai-Demonstration“, Mitglied der Linkspartei und Bezirksverordneter in Lichtenberg, Kirill Jermak, den geschlossenen Einheiten der Polizei „teilweise faschistischen Korpsgeist“ vor, während Jan Schiesser von der „Antifaschistischen Revolutionären Aktion“ die Berliner CDU warnte, einen Informationsstand im Kiez aufzubauen: „Wir fassen diese Aktion als reine Provokation auf“. Der Kreuzberger CDU-Abgeordnete Kurt Wansner zeigte sich immerhin mutig: „Es gibt keinen Grund für uns abzutauchen. Wer sich provoziert fühlt, kann auch vorbeigehen. Seit wann entscheidet der Mob, ob ich auf der Straße stehe oder nicht?“ Der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Frank Henkel meinte: „Ich frage mich, wie weit die Maßstäbe in unserer Stadt schon verrutscht sind, dass die bloße Anwesenheit einer demokratischen Partei als ‚Provokation‘ gewertet wird, die in bestimmten Kreisen gewalttätige Aktionen hervorrufen“. Er warnte zudem vor No-Go-Areas für Angehörige demokratischer Parteien. „Wir dürfen nicht vor linken Schlägertrupps weichen, die meinen, mit Gewalt Andersdenkende von den Straßen Kreuzbergs vertreiben zu können.“ [5] Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch aber wich erneut und verbot den Informationsstand der Christdemokraten. CDU-Innenpolitiker Robbin Juhnke sprach daraufhin „von einer ,Bankrotterklärung des Rechtsstaats’ und forderte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) auf, keine ‚No-go-Areas für Demokraten’ zuzulassen.“ [6]

Der Innensenator Körting seinerseits wollte sich am am letzten Dienstagabend in einer Berliner Kneipe verlustigen, „als sich in der Grünberger Straße etwa 15 bis 20 schwarz gekleidete Personen versammelten. Wie ein Augenzeuge berichtete, entschloss sich Körting angesichts der sich bedrohlich nähernden Gruppe, das Lokal rasch zu verlassen. Da die gepanzerte Limousine des Senators und das Begleitfahrzeug des Landeskriminalamtes etwas entfernt geparkt waren, musste Körting von seinen Personenschützern zu Fuß in Sicherheit gebracht werden. Der Abmarsch sei ,zügig’ erfolgt, bestätigte eine Sprecherin des Senators.“ [7] Wieder in Sicherheit, packte Körting der Mannesmut des Sittenwächters. So klagte er bezüglich der linksextremistischen Mai-Krawalle: „Das ist wie bei Sexualdelikten: Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es anderen leichter, auch mitzumachen.

Die Bilanz des diesjährigen „revolutionären 1. Mai“ waren nicht nur ein verwüsteter Kiez und 273 verletzte Polizisten, sondern auch 50 Verletzte im „Friendly Fire“: „Nicht nur Polizisten waren, wie es deren Gewerkschaft beklagt, ,zur Steinigung freigegeben’. Verzweifelt versuchten einige Veranstalter, den Steinhagel schon vor dem Ende der traditionellen ‚Revolutionären Demonstration’ zu stoppen. ‚Ihr trefft die eigenen Leute!’ Nicht einmal das hielt die Chaoten von ihren Massen-Straftaten ab. Über 50 Demonstranten hätten mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gemusst.“ [9] Kollateralschäden der Revolution.

Blick nach Westen: In Köln soll ein Deserteursdenkmal entstehen, was den zuständigen „Denkmalentwickler“ (Künstler) zu der Feststellung veranlaßte, Deserteur wäre man bereits, „wenn man nicht mitlacht, wenn andere lachen“ [10]. Das Lachen dürfte auch Glietsch und Körting vergangen sein, während sich die Randalierer in die Fäustchen kichern. Dabei wäre ein solches Denkmal auch für Berlin zu empfehlen, nämlich für Glietsch und Körting. Denn wer bei jeder Gelegenheit selbst desertiert, der wird auch den Deserteur als Heroere verehren.

Hingegen zeigte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Vorfeld des 1. Mai ein hohes Maß fachlicher Kompetenz, innenpolitischen Überblicks und haarscharfer Wahrnehmungsfähigkeit. So hatte Schäuble angesicht einer NPD-Demonstration in Ulm „vor der Gewaltbereitschaft der rechten Szene gewarnt. ,Sie greift zur Gewalt, schreckt vor nichts zurück’, sagte der CDU-Politiker der Südwest Presse in Ulm. ,Wir nehmen die Lage ernst, aber es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Wir werden fertig mit diesen Rattenfängern’, versicherte der Innenminister.“ [1] Das Lagebild war dann folgendes: „Bei einem Aufmarsch von rund 1000 Neonazis ist es am Freitag in Ulm zu schweren Angriffen von militanten Linken gekommen. Steine und Wasserflaschen flogen, mehrere Polizisten und zahlreiche Demonstranten wurden verletzt. Auch ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur dpa ist unter den Verletzten. Die Gewalt sei nach ersten Erkenntnissen ausschließlich von militanten Linken ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. ,Mir sind keine Straftaten bekannt, die aus dem rechten Spektrum kamen.’“ [11] Aber das macht nichts, denn: Wer Ratten fängt, der frißt am Ende auch Menschen!

Schäuble mußte bislang noch nicht wie sein Kollege Körting vor Linksextremisten flüchten, erhält aber dafür Morddrohungen von den Jüngern Allahs. Während der Innenminister eine Islamkonferenz für in Deutschland lebende Muslime initiiert, werden die Teilnehmer von Islamisten ohne handfeste Belege als „Söhne von Affen und Schweinen“ bezeichnet. Unter das Foto Schäubles & Co. setzten die Muselmanen laut Zeitungsberichten den Koranvers: „Schlachtet sie ab! So wird Allah sie durch eure Hand bestrafen und demütigen und euch gegen sie helfen und den Herzen eines gläubigen Volkes Heilung bringen.“ Der Verfassungsschutz beschwichtigte, daß die entsprechenden Koranstelle richtig übersetzt heiße: „Bekämpft sie…“. [12] Na also, nochmal Glück gehabt. Man sollte Islamisten also eine vom Verfassungsschutz kontrollierte Koranübersetzung zukommen lassen und danach mit ihnen, zusammen mit den Linksextremisten, weiterhin den Schulterschluß gegen die „rechten Rattenfänger“ üben.

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