Hetzjagden

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Fast jeden Tag fragen wir Dr. Google nach neuesten Erkenntnissen bzgl. der mysteriösen „Hetzjagd von Dresden“, bei welcher kurz vor Weihnachten 500 vermummte PEGIDA-Schläger grölend unschuldige Migranten jagten und in der innerstädtischen Centrum Galerie randalierten. Einige orientalische Märchenerzähler bezeugten die Vorkommnisse so detailliert, daß mehrere Gazetten der sogenannten „Lügenpresse“ im Brustton heftiger Empörung über den Vorfall berichteten: „Unstimmigkeiten im Bild der gewaltfreien Demonstranten“, „Kipping warnt vor rechtem Mob“, „Rassistische Hetzjagd“ oder „Schwere Vorwürfe gegen Dresdner Polizei“.

Aber es still geworden, nachdem die Sächsische Zeitung in ihrer letzten Meldung zum Thema Unstimmigkeiten in den Zeugenschilderungen eingestand und als Beweis nur ein mit zwei Messerstichen malträtierter PEGIDA-Demonstrant heranziehbar war. Die Polizei wollte zwar ermitteln, scheint aber nach der Durchsicht der in der Galerie positionierten Überwachungskameras in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein.

Dafür aber gibt es neue Schlagzeilen: „Dresden – Wie es Andersfarbigen ergeht“, „Flüchtlinge besorgt über wachsende Fremdenfeindlichkeit“, „Wir sehen den Hass in den Augen der Menschen“ oder „Tausende gedenken des erstochenen Asylbewerbers“. Der Grund: In einer Plattenbausiedlung verblutete der Einwanderer Khaled B. nach Messerstichen, während zeitgleich das islamisierungskritische Bürgerbündnis PEGIDA nur wenige Kilometer entfernt friedlich u. a. für eine menschenwürdige Unterbringung echter Kriegsflüchtlinge (Pos. 3 ihres Positionspapieres) demonstrierte.

Wie der angeblich in Eritrea geborene Khaled B. in die BRD kam, ist unklar. Entweder über ein sicheres Drittland, in dem er hätte Asyl beantragen müssen, oder als „Boat People“ über die Nordsee. Mehrere Hundert Linksextremisten instrumentalisierten das Ableben des vermeintlichen Asylanten bereits für tränenreiche Mahnwachen und brandschatzende Zusammenrottungen.

Da die Wahrscheinlichkeit auch in Sachsen um das Mehrhundertfache (wenn nicht gar Mehrtausendfache) größer ist, Opfer von Migrantengewalt zu werden, als von Nazigewalt, gehen wir auch in diesem Fall von einem Streit unter Siedlern aus. Es sollte uns wundern, wenn wir diesmal nicht Recht behielten.

Nachtrag 22.01.2015: Immer diese bestätigten Vorurteile: „… ein Mitbewohner des jungen Mannes aus Eritrea im Verhör bei der Mordkommission ein Geständnis abgelegt …

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Bildungsbürger

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Neue Erkenntisse aus dem VEB Wissenschaftskombinat Dresden: Auf der Suche nach den in der sogenannten „Lügenpresse“ angeprangerten  dumpfbackigen Rassisten-Losern aus Dresden tauchten mutige Wissenschaftler für eine Milieustudie mit hunderten Fragebögen in die sogenannte „komische Mischpoke“ (Özdemir resp. Göbbels) der „Neonazis in Nadelstreifen“ (NRW-Innenminister Jäger),  „Chaoten“ (Bundespräsident Gauck) und „Rattenfänger“ (Sachsens Innenminister Ulbig). Was sie herausfanden, ist phänomenal:

Der typische Pegida-Demonstrant ist demnach 48 Jahre alt, männlich, aus Sachsen, gut ausgebildet und verfügt über ein für sächsische Verhältnisse leicht überdurchschnittliches Einkommen. Nur 2 Prozent seien ohne Beschäftigung oder arbeitssuchend. Der Anteil der Rentner liegt bei 18 Prozent. Fast die Hälfte sind Arbeiter oder Angestellte. Beamte sind kaum darunter (3 Prozent).

Die Beamten müssen, schon von Amts wegen, bei den staatlichen Gegendemos aufmarschieren. 28 Prozent der PEGIDA-Teilnehmer hätten nach dieser Untersuchung einen Hochschulabschluß, 16 Prozent das Abitur. 70 Prozent der befragten Demonstrationsteilnehmer sind Steuerzahler und führen als Hauptmotiv für die Teilnahme an PEGIDA-Demonstrationen nicht „niedere Instinkte“ oder „perversen Fremdenhaß“ an, sondern in erster Linie eine generelle „Unzufriedenheit mit der Politik“ und an zweiter Stelle Kritik an „Medien und Öffentlichkeit“.

36 Prozent gaben an, aus Dresden und Umgebung zu kommen. Weitere 38 Prozent kommen aus anderen Teilen des Freistaats. Der Anteil von Teilnehmern aus anderen ostdeuten Bundesländern liegt bei nur 9 Prozent. Aus dem Westen reisten 6 Prozent der Befragten zum Demonstrieren an.

Bleiben noch 11 Prozent Teilnehmer übrig, die entweder aus dem Ausland kommen (leider keine Prozentangabe) oder diese Aussage verweigerten. Die von den Gleichstrommedien synchron orchestrierte Ausländerfeindlichkeit scheint bei PEGIDA also doch nicht sehr ausgeprägt zu sein.

In den Befragungen kommt die Wahrnehmung einer tiefen Kluft zum Ausdruck: zwischen den Massenmedien, der veröffentlichten Meinung und der etablierten Politik auf der einen Seite und den Problemen des Bürgers und dem “Willen des Volks” auf der anderen Seite.

Die Mopo24 schlagzeilt nun: „Die Wahrheit über PEGIDA“. Die durch das „Unwort des Jahres“ gedemütigte, weitgehend gleichgeschaltete „Lügenpresse“ will nun in sich gehen, zukünftig etwas weniger Hetze gegen die PEGIDA-Demonstranten betreiben und wenigstens tendentiell einige Fünkchen Halbwahrheiten häppchenweise in den Lokalteilen berichten, wenn irgendwann Weihnachten auf Ostern fallen sollte.

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Staatsdemonstration

Es war eine wunderbare Volksfeststimmung an der Frauenkirche: Auf der Bühne spielten die Band „Umbrella“ und Roland Kaiser. Zwischen Reggea und Schnulze wurde die Schweigeminute für die indirekt von PEGIDA ermordeten Pariser Lügenpreßler absolviert, aber die Störung der Unterhaltungsshow währte nur kurz. Als sie zu Ende war und der Generalsekretär des Sächsischen Staatsrates, Stanislaw Tillich, seine begeisternde Rede über Verfassungspatriotismus, Toleranz und Demokratie begann, rollten LINKE und MLPD ihre Parteifahnen ein und die Reihen lichteten sich stark.

Der Veranstalter zählte insgesamt „über 250.000 Bürger und Gäste der Stadt, welche an der Staatsdemonstration teilnahmen oder gern teilgenommen hätten, wenn sie an diesem Sonnabend Nachmittag nichts Besseres zu tun gehabt hätten. Bei der letzten Staatsdemo, welche an einem ungünstigen Montag Abend stattfand, und bei der statt halbprominenten Musikern von staatlich bezahlten Aufbläsern nur hohle Luftballons verteilt wurden, kamen trotz gemeinsamer Mobilisierung mit Linksextremisten lediglich etwa 9000 Personen.

Eine Teilnehmerin berichtet begeistert, daß sie die Aufforderung, an dem via Staatsmedien stark beworbenen und mittels Event-Agenturen detailliert durchorganisierten Aufmarsch teilzunehmen, durch eine Email der Schule bekam, auf die ihre kleine Tochter geht. Die Schule positioniere sich eindeutig gegen Pegida, hieß es darin und die Email, „legte einem nahe, heute nach Dresden zu dieser Veranstaltung zu gehen“. Die Email sei sehr förmlich gewesen „und klang, als ob sie an alle Schulen Sachsens oder in der Nähe Dresdens verschickt worden sei.“ Nicht nur die Kombinatsleiter des VEB Wissenschaft und die SED-Bezirks- und Kreisleiter, nein, alle Organe der Partei- und Staatsführung versendeten ebenfalls Schreiben mit eindringlicher Bitte um Teilnahme. „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“, fast so ähnlich lautete denn auch das Motto der Kundgebung.

Mehr als 40 Busunternehmen seien aus Gründen der Kostenverschleierung dezentral beauftragt worden, um Mitarbeiter von Kommunen, kommunalen Firmen und kommunal gesponserten Vereinen freiwillig und kostenlos zum Schaulaufen zu bringen. Dies sei eine hervorragende Idee, so Teilnehmer Ronny Luschke (MLPD), um auch den mittellosen Menschen des Freistaates die Teilnahme an dem Kostenlos-Konzert zu ermöglichen.

Einige Schattenseiten sollen trotz der bei allen toleranten und demokratischen Menschen gezeigten riesigen Begeisterung über das gelungene Volksfest nicht verschwiegen werden. So gelang es einigen vom kapitalistischen Ausland gesteuerten Rowdys, die friedliche Staatsdemonstration für ihre „niederträchtigen“ (Tillich) Zwecke zu mißbrauchen. Die Betriebskampfgruppen wollen nun den oder die Hetzer ermitteln, „wenn es sein muß, mit der Waffe in der Hand!

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Wer ist das Volk?

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Dresden hatte der Apparat zunächst nicht beachtet: Als er seine Kräfte mobilisierte, PR-Agenturen orderte, Luftballonbläser einkaufte, Darsteller der Unterhaltungsindustrie oder Funktionäre der Wissenschaftsbetriebe öffentlich parieren ließ, mediales Dauerfeuer organisierte usw. usf., da war es in der Elbmetropole bereits zu spät. Der stetig wachsende Bürgerprotest hatte irgendwann eine Teilnehmerzahl überschritten, welche die herrschende Nomenklatura auch mit allen Anstrengungen nicht mehr überbieten konnte: Seit Wochen sinkt die Zahl der Gegendemonstranten mit jeder Veranstaltung und erreicht mittlerweile nur noch etwa ein Fünftel der PEGIDA-Demonstranten. Das ist überaus erstaunlich angesichts der logistischen Möglichkeiten, welche den Machthabern immer noch zur Verfügung stehen.

Daraus konnten Lehren für andere Städte gezogen werden: Gleich im Ansatz wurden die Kräfte für die Sache der Obrigkeit derart gebündelt und potentielle X-GIDA-Demonstranten durch die im Vorfeld psychisch wirksame Propaganda und später die schiere Masse an zusammengetrommelten Untertanen derart eingeschüchtert, daß Organisatoren bzw. Teilnehmer der Montagsdemonstrationen resignieren könnten. Diese schwierige Ausgangsbasis war bspw. auch für Berlin zu erwarten:

Höchstens 300 Bärgida-Demonstranten sind gekommen. Die Gegenveranstaltung nahe des Roten Rathauses kommt auf 5000, sagt die Polizei. Dort drängen sich Antifa, Gewerkschaften, Politiker von Linkspartei, Grünen und SPD und übertönen mit ihren Sprechchören das Mikro der Bärgida. “Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht, überall.” Oder: “Haut ab, haut ab.”

In bewährter Bürgerkriegsrhetorik jubiliert auch ein Kölner Ableger des Pressekartells:

Eine recht kleine „Kögida“-Schar auf der einen, ein beeindruckendes Bollwerk, das das Bündnis „Wir stellen uns quer“ mobilisieren konnte, auf der anderen Seite.

In vielen Städten ließ die an Menschenimporten monetär partizipierende Obrigkeit die Beleuchtung öffentlicher Gebäude ausschalten, so vom Kölner Dom, vom Fernsehturm und dem Brandenburger Tor in Berlin, von der Semperoper oder der gläsernen Manufaktur in Dresden. Ziel dabei war, beeindruckende Foto- oder Filmaufnahmen von oppositionellen Demonstrationen vor bekannten Bauwerken zu unterbinden und die Bürgerproteste gespenstisch wirken zu lassen.

Offensichtlich ist es allerdings so, daß die getreuen Untertanen der Obrigkeit in jeder Stadt nur ein einziges Mal in beeindruckender Zahl mobilisierbar sind. Konnte die Propaganda bei dem ersten Auftritt der Münchener MÜGIDA noch 12.000 Islamisierungswillige vermelden, die einem verlorenen Häuflein von „drei Dutzend“ (SZ) Islamisierungskritikern gegenüberstanden, so schrumpfte die Zahl eine Veranstaltung später auf 1.500, während die MÜGIDA – immerhin ob widrigster Verhältnisse – sich auf niedrigem Niveau auf „lediglich etwa 60 Personen“ (SZ) verdoppelte.

Die gern als „Schwanzvergleiche“ abqualifizierten Zahlenabgleiche sind für die Massenpropaganda wichtig und werden dazu benötigt, einen weiterhin bestehenden Herrschaftsansprach über die „Bevölkerung“ zu legitimieren, auch und gerade auf der Straße. Symptomatisch etwa sind Meldungen wie diese:

Die Pegida-Demonstranten in Dresden wollen nicht weniger als das Volk sein. Es ist zum Heulen, wie kümmerlich sie ihre Gemeinschaft begründen.

… oder die vorzeitige Vermeldung des Endsieges:

Das Volk hat gezeigt, was es von Pegida hält: nämlich gar nichts. … Denn das echte Volk hat gezeigt, wo es steht: Auf der Seite der Weltoffenheit, nicht auf der von Angst und Ressentiment. Pegida kann nicht mehr den Anspruch erheben, eine Volksbewegung zu sein. Allenfalls handelt es sich um ein lokales Phänomen in Dresden. Pegida ist geschlagen.

Diese Machtarroganz hätten aber auch die Bezirksorgane der DDR-Presse äußern können (und haben sie sicher auch). Als der Ruf „Wir sind das Volk“ am 2. Oktober 1989 zum ersten Mal erschallte, waren die Rufenden gegenüber den gleichfalls auf der Straße stehenden Vasallen des Regimes eindeutig in der Unterzahl:

Bei der montäglichen Demonstration hatten die Uniformierten über ihre Lautsprecherwagen verkündet: “Hier spricht die Volkspolizei!” Die seinerzeit noch viel kleinere Menge hatte erwidert: “Wir sind das Volk.”

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Bild oben: Mehrere Hundert Demonstranten am 4. September 1989: Fast ausschließlich stiernackene Männer zwischen 25 und 35 („Hooligans“).

Bild unten: Mehrere Zehntausend Demonstranten am 9. Oktober 1989: Vorwiegend Männer zwischen 30 und 60 („Wutbürger“) .

Inhaltliche Weiterführung im Beitrag  „Machtvoller Ruf“.

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Krummdolch

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Das sind Zustände wie im Sebnitzer Freibad, vor Mannichls Lebkuchenhäuschen oder in Rebeccas Hinterteil: Unter Rufen wie „scheiß Kanaken“ und „Wir sind das Volk“ sollen, wie erst jetzt bekannt gemacht wurde, nach der PEGIDA-Demonstration am 22.12.2014 „30 bis 50 Erwachsene im Alter von etwa 25 bis 40 Jahren sehr entschlossen und sichtbar bewaffnet“ eine Hetzjagd auf jugendliche Migranten veranstaltet haben, welche in der Dresdner „Centrum Galerie“ – gelegen zwischen dem Demonstrationsplatz an der Semperoper und dem Dresdner Hauptbahnhof – „abhängen und shoppen“ (LIZ) wollten. (Das „shoppen“ dürfte sich um 20:25 Uhr, als sich der Vorfall ereignete, allerdings schwierig gestaltet haben, denn die Geschäfte der Galerie schließen bereits um 20:00 Uhr.)

Die „sehr breiten und kräftigen“ Angreifer seien vermummt gewesen, hätten „teilweise Mützen und Schals mit dem Dynamo-Emblem getragen und seien mit Teleskop-Schlagstöcken, Elektroschockern, Reizgas und Messern bewaffnet gewesen.“ Sie seien „mit Teasern und anderen Tatwerkzeugen wie Schlagstöcken vorgegangen“, hätten eine Blutspur von 5 Verletzten hinterlassen, „darunter ein 15-jähriges Mädchen, welches aufgrund einer asthmatischen Erkrankung nicht fliehen konnte.“ Zwei angeblich Angegriffene mit den Decknamen Can und Cem berichterstatten im Internetportal addn.me der linksextremistischen Dresdener Antifa:

Die PEGIDA Leute haben die ganze Zeit ihre Parole “Wir sind das Volk” gerufen. Und dann kamen hunderte dazu und die haben uns alle zuammen gejagt, mit Waffen, Tasern, so normalen Tasern die du in der Hand hast und Schusstasern (Elektroschockpistole Anm. d. Red.) und Schlagstöcken sind die alle auf uns zugerannt. Die haben dann welche KO geschlagen und elektrogeschockt. … Deutschlandfahnen hatten sie auch dabei. …. Als die “Wir sind das Volk” gerufen haben, kamen die aus allen Ecken. … Es waren überall PEGIDA-Leute. … Es waren aber auch viele ältere Leute dabei. 30 bis 40-Jährige. Väter waren sogar dabei.

Ein friedlich speisende arabische Familie – ein Mann, eine Frau und zwei Kinder – verschwanden gemäß dieses Augenzeugenberichtes während der Hetzjagd spurlos, „zwei Araber sind auch umgefallen wie Bäume“ und es strömte „überall Blut von dem Überfall“. Geholfen habe niemand, vor dem Einkaufszentrum hätten hingegen „ganz normale Bürger gestanden, die noch Beifall klatschten“.

Als wir aus der Centrum-Galerie rausgerannt sind, haben uns noch ein paar PEGIDA Anhänger gedroht, dass wir wegrennen sollen, aber die uns eh finden werden. Das waren aber dann wirklich ältere. Das waren keine Hools, das waren 50 bis 60-jährige, so normale Bürger, die bei PEGIDA mit dabei sind.

Im Polizeibericht liest man nichts von diesem brutalen Naziüberfall, sondern erfährt lediglich von einem von der Demonstration heimgehenden PEGIDA-Anhänger, der vor dem Kaufhaus mit zwei Messerstichen kulturbereichert wurde. „Desweiteren war er geschlagen und getreten worden. Der Verletzte wurde in ein Dresdner Krankenhaus gebracht.“ Die Linksextremisten von addn.me resp. ihre angeblichen Interviewpartner machen dafür ebenfalls PEGIDA-Anhänger verantwortlich:

Am Hauptbahnhof soll es dann nochmal zu einem Angriff auf Araber gekommen sein. Da sind ja viele, weil es dort einen arabischen Markt gibt. Dort gab es einen Messerwurf durch die Hools, haben wir gehört, und dabei soll ein Junge am Bein verletzt worden sein. Das war aber wohl ein Migrant. … Bei uns hatte niemand ein Messer. Also wir haben keine Waffen bei uns gesehen. Keiner hatte Messer, Taser oder sonstwas dabei. Weil wir haben uns ja auch nicht getroffen, um jemanden zu überfallen, sondern ganz normal, um dort einzukaufen und abzuhängen.

Die Polizei verhaftete dennoch neun der Migranten, welche in den Medien als Überfallene dargestellt werden. Die migrantische Asthmatikerin bequemte sich zwei Tage später zur Polizei und zeigte ein blaues Veilchen vor. Der Beamte lehnte jedoch die Aufnahme einer Anzeige angeblich mit der Begründung ab, sie „hätte sich die Verletzungen selbst zufügen können.

Derweil warnt der SPD-Jugendverband „Juso“ vor einer Verharmlosung von PEGIDA: „Diese Vorfälle zeigen, welches Gewaltpotenzial in den Reihen von Pegida steckt. MigrantInnen und Flüchtlinge fühlen sich in Dresden nicht sicher.“ Auch für den Grünen-Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann sind die widersprüchlichen Beschreibungen der multikulturellen Straßenkinder „der endgültige Beweis, dass Pegida-Anhänger auch vor offener Gewalt und regelrechten Hetzjagden nicht zurückschrecken“. Soweit, so fadenscheinig.

Interessant sind die Verbindungen zwischen dem im linksextremen Milieu verbandelten Kulturbüro Sachsen e.V. und der „überfallenen“ Migrantengruppe. Die Kulturbürokraten coachen die Migrantentruppe nicht nur bei dem jüngsten Vorfall, sondern drehten mit einigen von ihnen vor einem Jahr den Agitprop-Streifen „Wenn wir reden … Akzeptanz ist keine Pflicht, sondern selbstverständlich“. Gefördert wurde diese Sendung durch die steuerfinanzierte Amadeu Antonio Stiftung.

Nachtrag: Es werden immer mehr brutale Mördernazis. Die Sächsische Zeitung schreibt aktuell:

„Die Centrumgalerie war voll mit vermummten Leuten. Es waren um die 500 Mann“, schildert ein anderer Jugendlicher die Geschehnisse. Die „Hooligans von der Pegida-Demo“, wie die mutmaßlichen Opfer die Gruppe beschreiben, hätten dort sämtliche Etagen eingenommen, Parolen gegrölt und randaliert. Während Passanten geklatscht hätten, sei die Polizei untätig geblieben. „Die haben nur zugeschaut und die Pegida-Anhänger in Schutz genommen.“

Der Chef der externen Sicherheitsfirma, die von der Centrumgalerie beschäftigt wird, weist die Vorfälle jedoch als „an den Haaren herbeigezogen“ zurück. „Es hat hier keine Hunderte Hooligans gegeben, und es ist auch nichts zu Schaden gekommen. Das hätte man ja am Tag darauf auch gesehen. Hätte es so einen Vorfall gegeben, wäre das auch bei der Dienstübergabe besprochen worden.“ Lediglich vor der Centrumgalerie sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen – was sich wiederum mit dem Polizeibericht und dem massakrierten PEGIDA-Anhänger deckt.

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Deutliche Worte

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Mit deutlichen Worten hat Thomas de Maizière (CDU) die sogenannte „Pegida”-Bewegung gegen eine angebliche „Islamisierung des Abendlandeskritisiert: Die Bezeichnung „Patriotische Europäer” sei „eine Unverschämtheit”, sagte de Maizière am Rande des CDU-Bundesparteitages in Köln im Interview mit dem Sender Phoenix. Jede neue Bürgerrechtsbewegung habe bei ihm gnädigst anzufragen, welchen Namen sie tragen darf. Für Organisationen, welche der Obrigkeit zuwider sind, wären Titulierungen wie „Großdeutsche Schlägertruppe“ oder „Nationalsozialistischer Untergrund“ weitaus geeigneter. Bei der Erfindung von Wortschöpfungen könne auch der Bundesverfassungsschutz erfahrungsgemäß gute Dienste leisten.

Wir haben keine Gefahr der Islamisierung des Abendlandes”, so der Bundesinnenminister. Zwar sei Mohammed der beliebteste Vorname für neugeborene Jungen in England, Wales, Offenbach, Brüssel, Rotterdam, Oslo, Malmö, Amsterdam oder Mailand, aber in Sachsen liege der Ausländeranteil noch bei 2,2 Prozent. Deshalb sollten die Dresdener abwarten, bis bei ihnen Zustände wie in Pforzheim oder Duisburg herrschen. Erst bei einem Ausländeranteil von über 50 Prozent dürften Bio-Deutsche auf die Straße gehen und zeigen, ob sie Mehrheiten hinter sich vereinen können.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rief die etablierten Parteien zu einer gemeinsamen Gegenwehr gegen die wütenden Untertanen auf: „Auch im politischen Meinungskampf gibt es Grenzen.“ Diese wären eindeutig überschritten, wenn „Islamfeinde und Rechtspopulisten“ das Grundgesetz zitieren und nur politisch Verfolgten Asyl gewähren wollen oder sich gegen islamistische Gewalt aussprechen. Die Interpretation des Grundgesetzes dürfe nicht dem einfachen Volk überlassen werden.

CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach warnte vor einer Teilnahme an Pegida-Demonstrationen. Jeder könne für oder gegen etwas demonstrieren, sagte der Bundestagsabgeordnete, jedoch sollte sich niemand „für politische Ziele instrumentalisieren lassen“, welche die Obrigkeit „nicht teilt“. Bosbach forderte zudem eine bessere Aufklärung über die wahren Absichten der Kundgebungen. Den Veranstaltern gehe es um die gezielte „Verankerung radikaler Ansichten in der Mitte der Gesellschaft“. Das haben diese zwar nirgendwo geäußert, aber die Mondmännchen hätten ihm so etwas letzte Nacht ins Ohr geflüstert.

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Lehren von 1989

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Die DDR-Regenten verfügten nicht über eine moderne Disziplinartechnologie gegenüber aufmüpfigen Bürgerrechtsbewegungen, weswegen ihnen bei den Montagsdemonstrationen im Wendeherbst 1989 das Heft aus der Hand genommen werden konnte.

Es mangelte ihr an staatlich alimentierten, paramilitärischen Einheiten, die – ähnlich der südamerikanischen Todesschwadronen – gewalttätige Schmutzarbeit übernehmen, einen sich organisierenden, friedlichen Protest mit Krawallen begleiten und damit der staatlichen Schutzmacht Möglichkeiten zum Einschreiten liefern.

Zwar verfolgte auch die DDR eine Desinformationsstrategie, indem sie die friedlichen Demonstranten als „Rowdys“ und „Faschisten“ titulierte, allerdings verfing diese angesichts der auch in der DDR allgegenwärtigen westlichen Informationshoheit nicht. Einzelfälle von Ausschreitungen durch die Montagsdemonstranten wurden durch die DDR-Staatspropaganda allerdings ausgenutzt. Zudem befanden sich unter den Protestierern eingeschleuste Stasi-Mitarbeiter, die zumindest zu Beginn der Protestzüge diverse Aktionen durchführen konnten.

Die DDR-Propaganda versuchte, mittels Ermahnungen und Warnungen durch Honoratioren und Betriebsleiter, ihre von Lohn und Brot Abhängigen zu disziplinieren und zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt gegen die Oppositionellen zu heucheln. Wortführer der Bürgerrechtsbewegung wurden als Kriminelle diskreditiert.

Es war also seitens der Montagsdemonstranten notwendig, eskalierende Kräfte innerhalb der eigenen Formation zu bändigen und selbst zu disziplinieren. Ein friedlicher Protest muß sich zwar zwangsläufig immer einer Gewalt beugen, welche sich über Menschenrecht setzt, strahlt aber letztendlich machtvoller aus.

Wichtig war, die Informationshoheit der Machthaber zu brechen. Auch ohne orchestrierende Begleitung der Westmedien konnte die Protestbewegung vor allem dadurch anwachsen, daß Kollegen, Bekannte und Freunde durch Gespräche außerhalb des staatsmedialen Einflußbereiches animiert wurden, an den Protestzügen teilzunehmen.

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