Doppelmißbrauch

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Gregor Gysi (Die LINKE) gilt als der intelligenteste Kopf der intelligenten Linken. Jetzt hat er Mißbrauchs-Kausalketten konstruiert, welche vor allem diejenigen beeindrucken, die zur Reflexion weniger befähigt sind. Gysi polemisiert:

Nach den Anschlägen von Würzburg und Ansbach grassiert das gefährliche Gefühl, jederzeit und überall Opfer eines Terroranschlags werden zu können. Dabei missbrauchen die Attentäter häufig den Namen des Islam für ihre Taten. Die AfD missbraucht wiederum diese irrsinnigen Angriffe, um sie dem Islam als Religion und allen Geflüchteten zuzurechnen. Zum Beispiel fragte Frauke Petry hämisch: „Würzburg, Reutlingen, Ansbach … ist Deutschland nun bunt genug, Frau Merkel?“ Das politische Konzept der AfD ist also bei Lichte betrachtet ein Missbrauch des Missbrauchs. Erst dadurch kann die AfD unsere offene Gesellschaft angreifen.

Man kann sicherlich die Frage stellen, wo denn die Grenze zwischen Gebrauch und Mißbrauch absteckbar wäre und ob es sich in dem gysischen Traktat um Mißbrauch des Mißbrauchsvorwurfs handelt. Bezögen wir die krude Wahrnehmung auf die Terrortaten des ominösen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), dann käme folgender Erguß zustande:

Nach den Anschlägen von Nürnberg und Köln grassiert das gefährliche Gefühl, jederzeit und überall Opfer eines Terroranschlags werden zu können. Dabei missbrauchen die Attentäter häufig den Namen des Nationalsozialismus für ihre Taten. Die Linke missbraucht wiederum diese irrsinnigen Angriffe, um sie dem Nationalismus als Weltanschauung und allen Rechten zuzurechnen. Zum Beispiel meinte Gregor Gysi hämisch: „Zehn Morde, ohne es zu merken. Das funktioniert nur beim Rechtsextremismus. Linke Gruppen werden viel genauer überwacht.“ Das politische Konzept der Linken ist also bei Lichte betrachtet ein Missbrauch des Missbrauchs. Erst dadurch kann die Linke unsere offene Gesellschaft angreifen.

Gysis Dialektik der einseitigen Beschwichtigung und des über zwei Ecken konstruierten Vorwurfs ist also leider etwas plump und hilflos – vor allem durchsichtig. Aber schließlich geht es um seinen und seiner Genossen Futtertröge.

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Slapstick

sahra-wagenknecht

Worin liegt der Unterschied zwischen den Antifa-Tortenwürfen auf Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Beatrix von Storch (AfD)?

Sahra Wagenknecht hat ihre Torte selbst bezahlt.

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Ödepussy

CDU Merkel Deutschland

Lange galt der Ödipuskomplex als maßgebliche Ursache für das Wahlverhalten der Bundesbürger: Das Stimmvieh wählt sich eine Führerfigur, die sie eigentlich als lächerlich empfindet, bei der sie dennoch das Gefühl entwickeln kann, sich unterordnen zu dürfen. Psychoanalytiker der Universität Reemtsmagen haben jetzt allerdings festgestellt, daß bei der letzten Bundestagswahl eine neuartige psychosoziale Störung das Abstimmungsverhalten beeinflußte: der Ödepussy-Komplex.

Dieser äußere sich in dem Wunsch, nicht mehr zu einer Rotwein schwenkenden Vaterfigur mit sonorer Stimme aufblicken zu wollen, sondern zu einer bleichen Gouvernante mit eisigem Blick. Deren Symbol sei nicht der ausgestreckte Mittelfinger (Penis), sondern die Handvulva; nicht das eindringende, vorwärtsstürmende Element, sondern das behütende, umschirmende.

Während dessen zeitigt das skurrile Wahlergebnis erste Auswirkungen auf Politiker der Verliererparteien. So mußte die sächsische Landtagsabgeordnete Julia Bonk, einst „schönstes Gesicht des Sozialismus“ (Neues Deutschland) und schärfste Konkurrentin Angela Merkels um den Thron, sogar in eine Bonner Klapsmühle zwangseingeliefert werden.

Nachdem sie bei einer antikapitalistischen Aktion einen Taxifahrer um dessen Mindestlohn prellte, wurde sie wegen „Eigengefährdung“ in die LVR-Klinik Bonn, einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, verbracht. „Es ist nicht das erste Mal, dass sich Behörden Sorgen um Bonks Verfassung machen. Am 19. Juli wurde sie in einem Zug aus München von der Bundespolizei in einem desorientierten Zustand aufgegriffen und in die Uniklinik Ulm gebracht.

 Die laut einer spanischen Internetzeitung „schönste Politikerin der Welt“ (20 minutos) forderte bereits kurz nach ihrem Einzug ins sächsische Landesparlament, „Jugendlichen vom vierzehnten Lebensjahr an den Konsum von Rauschgift zu erlauben. Schließlich könne doch auch jeder selbst entscheiden, ob er von einer Brücke springen wolle.

Zustimmung erhielt sie in der Vergangenheit auch von drogenliberalen Politikern der FDP und den haschisch-affinen Grün_innen, von denen viele nach dem bitteren Wahlausgang ihrer Pfründe verlustig geworden sind. Die Polizei bittet daher um Mithilfe, falls desorientierte Personen mit gelben Krawatten oder Sonnenblumenaufklebern in der Nähe von Brücken gesichtet werden.

Ewigmorgige

Wir predigen Wein, aber wir trinken ihn auch.“ [1]
Klaus Ernst, Proletenfürst

Die Sozialistische Einheitspartei hat verfügt: Wenn die Garde des Proletariats von ihrem schweren Einsatz für die Rechte der Ärmsten der Gesellschaft ausruhen muß, so sollte ihr nicht mehr nur eine schäbige Datscha in Wandlitz zur Verfügung stehen, sondern sie darf in Sportflitzern oder 1.-Klasse-Abteilen zum Hummerschlemmen oder auf ihre Almhütten fahren. Schließlich muß die Avantgarde der Ewigmorgigen vorbildlich aufzeigen, was die ausgehungerten Proleten nach dem Sieg des Kommunismus zu erwarten haben: bedingungslose Grundeinkommen, Paläste der sozialen Gerechtigkeit und für jeden einen Porsche.

Derweil hat der Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff von der SED-Blockpartei CDU, die bereits bestehenden Vorzüge des realexistierenden Sozialismus in seinem Bundesland gepriesen: „Wir haben die beste Kleinkinderbetreuung der Welt.“ [2] Nun könnten Ewiggestrige entgegnen, das sei in einer Region, welche nach dem Vatikanstaat die geringste Geburtenrate der Welt aufweist [3], keine besondere Leistung.

Doch sollten alle MütterInnen, die im Land der Frühaufsteher tagtäglich in der Produktion für die enorme Wirtschaftskraft Sachsen-Anhalts werken, sich bewußt werden, daß sie irgendwann durch harte Fronarbeit und ohne nervende Bälger am Busen den Sieg des Kommunismus herbeiführen werden, der am Ende der Geschichte im satten, glücklichen Hospizkollektiv Einzug hält, in der Gemeinschaft der Ewigmorgigen, in welcher jedem MenschIn das Recht auf Bürgergeld, einen Wohnpalast und einen Porsche verheißen wird, um genüßlich Hummer schlemmen und auf Almhütten reisen zu können.

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Luxus und Reichtum

Denn wenn, am Grunde haftend, ich von unten her
Das Droben spähte, fänd’ ich’s nie.
“ [1]
Aristophanes, griech. Komödiendichter


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Wer die Plakate der Linkspartei betrachtet, fühlt sich sofort wohlig benommen: „Reichtum für alle!“ in dicken Lettern. Das ist doch endlich eine realistische Forderung im Gegensatz zu den lauen Versprechen, 1, 2 oder gar 4 Millionen Arbeitsplätze für die bundesweit 3,472 Millionen offiziell registrierten Arbeitslosen [2] zu schaffen, was insbesondere im Fall der von Frank-Walter Steinmeier (SPD) versprochenen 4 Millionen Stellen bedeuten könnte, daß manch ein Arbeitsloser in Zukunft zwei Arbeitsplätze erhält und 16 Stunden am Tag schuften müßte. Ob jeder der Alimentierten dies wirklich wünscht, ist allerdings offen.

Reichtum für alle!“ wäre aber nach planerfüllender Umsetzung eine Option, nach der man nicht mehr arbeiten bräuchte, denn wer reich ist, kann sich auf die faule Haut legen. Dann aber käme Plan B zum Tragen, ein perfider Taschenspielertrick, den kürzlich auch das Umverteilungs-Board Politplatschquatsch enttarnt hatte und über den Plan des Linksparteihauptmannes Gregor Gysi orakelte, er wolle „die Armut per Gesetz und Regierungsantritt einfach abschaffen. Nichts mehr oder weniger als ein ,steuerpolitisches Perpetuum Mobile’ schwebe ihm vor, verriet der gewiefte Taschenspieler unserem kleinen Schwarze-Kassen-Board. ,Linke Tasche, rechte Tasche, das kennen Sie doch’, augenzwinkerte Gysi ironisch und ließ im Anschluss neue Plakate drucken: ,Reichtum besteuern!“ [3]

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Nach der einleuchtenden Formel „Reichtum für alle!“ plus „Reichtum besteuern!“ ergäbe sich also „Alle besteuern!“ Die Neureichen hätten in der wiederauferstandenen DDR demnach nicht lange Freude an ihrem Reichtum, da dieser über Steuern abgeführt würde, um damit neuen Reichtum zu finanzieren. Tatsächlich ein Perpetuum Mobile, das in Internetkommentaren für das einfache Wahlvolk so erläutert wird: „Luxus für alle muß nicht wissenschaftlich erklärt werden, sondern nur praktisch. Jeder druckt sich sein Geld selber. Ist doch klar, daß die Kapitalistenschweine solche Geheimtips für sich behalten.“ [4]

Die SPD, die bislang nur mit ihren 4 Millionen Arbeitsplätzen zu punkten versuchte, welche – versteckt in florierenden Unternehmen – förmlich auf den SPD-Wahlsieg lauern, mußte verständlicherweise nachziehen. Denn der Wähler weiß: Reichtum ist besser als Arbeit! So postulierte die Vorsitzende der Jungen Sozialdemokraten, Franziska Drohsel, in einem Interview [5] als Nummer 3 ihrer wichtigsten politischen Forderungen: „Luxus für alle!“ Der Weg dahin ist einfach, Ziel Nr. 1, die „Überwindung des Kapitalismus“, erfülle bereits dieses dritte Ziel. Fazit: Sozialismus bringt Luxus!

Wer jedoch nicht glauben will, daß der Kapitalismus so gut wie überwunden ist, der lasse sich von Frau Drohsel belehren, daß dessen Untergang bereits beim letzten Bundeskongreß der Jungen Sozialdemokraten per Ukas beschlossen wurde: „Der letzte Juso-Buko hat das Ende des Kapitalismus eingeläutet. Viele in der Partei werden begeistert sein, andere werden sich dem Schicksal fügen müssen.

Auf die Frage: „Wie alt sind Sie? Wie alt ist Ihr Parteivorsitzender? Und wo sehen Sie sich in seinem Alter?“ antwortet Franziska Drohsel denkbar wortkarg: „29. 69. Im Sozialismus.“ Ja, tatsächlich, 40 Jahre. Exakt die Zeit, welche der realexistierende DDR-Sozialismus benötigte, um „Reichtum für alle!“ und „Luxus für alle!“ umzusetzen. Mit einer Einschränkung, und hier sind wir bei Drohsels Forderung Nr. 2: „Offene Grenzen“. Die Menschen hätten also immerhin die Möglichkeit, mit dem ihnen zugedachten Reichtum außer Landes zu flüchten, bevor Gysis Steuerfahndung kommt.

Hier aber schließt sich wieder der Kreis, und die Forderung „Offene Grenzen“ ist mit der Forderung nach 4 Millionen Arbeitsplätzen durchaus kompatibel: Die fehlenden 528.000 Arbeitslosen werden einfach über die offenen Grenzen aus dem Ausland importiert, damit auch sie am „Luxus für alle“ teilhaben können.

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Antifa-Kader sorgt sich um NPD

Die NPD darf nicht pleite gehen.
Denn dann würden auch bei den Opferberatungsstellen Arbeitsplätze gestrichen.
“ [1]
Volkmar Wölk, Antifaschist

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"Jean Cremet" (hinten rechts) als Gast in sächsischer Schule

Interessante Ansichten über die bundesdeutsche Partei NPD äußert der langjährige Antifa-Kader „Jean Cremet“ in der antideutschen Tageszeitung Jungle World:

Dass die NPD aber demnächst Konkurs anmelden muss, das darf nicht sein. Denn dann droht der Verlust von Arbeitsplätzen. Dabei geht es nicht um die Arbeitsplätze bei der NPD, obwohl ein Konkurs zweifellos dazu führen würde, dass auch eine Reihe von Arbeitsplätzen bei der Partei wegfallen würde. Vor allem aber hätte der Ruin der NPD – der derzeit einzigen ernsthaften Wahlpartei der extremen Rechten – relativ schnell die Folge, dass die Förderprogramme unter Labeln wie »Weltoffenheit«, »Demokratie« und »Toleranz« eingestellt würden.

Auch dies würde zunächst lediglich bedeuten, dass die wirkliche Lage endlich realistisch betrachtet werden kann. Denn die »Demokratiezentren« und Ähnliches sind eben kein Ausdruck einer funktionierenden Zivilgesellschaft, sondern Deckmäntel für das Versagen des Staats. Der »Aufstand der Anständigen« ist gescheitert, der »Aufstand der Zuständigen« hat gar nicht begonnen. Vom zu erwartenden Arbeitsplatzabbau wären aber auch die Mobilen Beratungsteams und die Opferberatungsstellen betroffen. Diese sind die einzigen unabhängigen Instanzen, an die sich die Opfer von Nazigewalt wenden können. Selbst wenn es sonst keinen einzigen anderen Grund gäbe, dürfte die NPD schon allein deshalb nicht in Konkurs gehen.

Das Pseudonym Jean Cremet ist der Name eines französischen Stalinisten und KP-Funktionärs und wird von Volkmar Wölk benutzt [2]. Dieser wurde in den „Antifaschistische Nachrichten“ als dem „BundessprecherInnenrat der VVN-BdA“ zugehörig bezeichnet [3] und ist nicht nur ständiger Autor des „Blick nach rechts“, sondern auch Mitarbeiter der sächsischen LINKE-Landtagsabgeordneten und Feministin Kerstin Köditz aus Grimma. Kerstin Köditz trat 1989 der SED bei, publizierte im „Verbrecher Verlag“ [4] und ist mittlerweile Sprecherin für Antifaschistische Politik der Linksfraktion.PDS in Sachsen und ebenfalls Mitglied der vom Verfassungsschutz beobachteten VVN-BdA. [5]

Die Kinder- und Jugenderziehung Volkmar Wölks, der einst von den Grünen zur Linkspartei konvertierte, warf vor einigen Jahren Fragen auf. So hatte er in Vertretung der verhinderten Kerstin Köditz bei einer Podiumsdiskussion des Wurzener „Netzwerk für Demokratische Kultur“ (NDK) im Gymnasium St. Augustin einer 15-jährigen Schülerin Rassismus vorgeworfen, als diese sich ausländerkritisch äußerte. Wölk hielt die Schilderungen von schlechten Erfahrungen mit Ausländern, von bösen Blicken und angedrohten Schlägen, die es in Wurzen gäbe, „für ein klares Feindbild eines ,harten Kerns’“. Tatsächlich glaube er nicht, daß von Ausländern eine Gefahr für deutsche Jugendliche ausgehe, dafür fände er in der Straftäterstatistik keine Bestätigung.

Auch NDK-Mitarbeiter Stephan Meister wollte unter den Jugendlichen „rassistische Tendenzen“ ausgemacht haben. Er behauptete später sogar, daß man den Eindruck habe, ein Mädchen in der Gruppe habe eine politische Schulung der NPD hinter sich, nur beweisen könne man es nicht. Die Regionalpresse stellte „sich angesichts solcher Äußerungen auch die Frage, ob es dem NDK und dem Sprecher der Linken wirklich um ein offenes Diskussionsangebot für die Schüler ging, oder ob sie angetreten waren, nach demokratiefeindlichen Tendenzen unter den Gymnasiasten zu suchen und sie anzuprangern.“ [6]

Auch mit der „Feindpresse“ scheint Wölk auf Kriegsfuß zu stehen: Als auf dem Marktplatz in Grimma bei einer sogenannten „Aktion gegen Rechts“ im März 2008 der Pressevertreter der regionalen Zeitschrift „Der Buchheimer“ Personen interviewen und Fotos machen wollte, wurden die Interviewpartner von Wölk genötigt und der Pressevertreter von Wölks Ordnern bedrängt. Diese stellten sich demonstrativ immer wieder vor den Reporter, wenn dieser Fotos von der Veranstaltung machen wollte. [7]

Ihren „Aufstand der Zuständigen“ zeigten Teilnehmer nach einer von Kerstin Köditz angemeldeten Antifa-Demonstration „Schöner Leben ohne Naziläden“ im sächsischen Pirna am 27. November 2004: Die Antifaschisten plünderten unter Parolen wie „Bambule, Randale, Linksradikale!“ im Anschluss an ihren Aufmarsch in Leipzig und Dresden Geschäfte, zerschlugen Taxis und Schaufensterscheiben und verprügelten Polizisten und Passanten. Der ebenfalls an der Demonstration teilnehmende persönliche Referent der PDS-Abgeordneten, VVN-BdA-Kader Volkmar Wölk, stellte daraufhin süffisant fest: „Es marschieren nicht nur Chorknaben mit.” [8]

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