Der Pate

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Das ist zivilgesellschaftliches Engagement, wie wir es auch hier im Blog oft anempfahlen:  Wer Menschen aus aller Welt in seiner Gegenwart wünscht, entweder, weil er sein Helfersyndrom zu befrieden wünscht oder in seiner Community als ganz besonders weltoffen gelten oder einfach nur andere Haustiere als Kinder, Hunde oder Katzen haben will, der soll diese auf eigene Kosten importieren, unterbringen, verpflegen, alimentieren usw. Er könnte sich damit Anwartschaften erwerben, die sich aus den (später) tatsächlich geleisteten Rentenbeitrags- oder Steuerzahlungen seiner Schützlinge speisen.

Nicht nur, daß damit die Aufnahmebereitschaft entgegen dem von der Obrigkeit ausgerufenen Willkommensdiktum auf eine tatsächlich vorhandene Basis gestellt wird, so zwänge diese Vorgehensweise auch zu einem verantwortungsvollen Handeln sowohl bei potentiellen Bürgen als auch bei Asylanwärtern: Wer tatsächlich verfolgt wird und geflüchtet ist, wird seinen Gastgebern dankbar sein und Gegenleistungen im möglichen Rahmen bieten, sei es auch nur durch die Bereitstellung der Arbeitskraft im Haushalt des Gastgebers. Dieser wiederum wird seine Gastfreundschaft vom Benehmen des Gastes abhängig machen.

In Hessen scheint es zumindest Ansätze dieses Bürgschaftsystems zu geben. Die Bürgen unterschreiben „eine sogenannte Verpflichtungserklärung“ und verpflichten „sich damit, für den Lebensunterhalt der Flüchtlinge aufzukommen“, also „die Kosten für die Menschen tragen.“ Nun allerdings gibt es für die Paten ein „böses Erwachen“ – hatten sie doch insgeheim gehofft, die Kosten ihres privaten Faibles „Fernstenliebe“ dennoch dem Steuerzahler aufbürden zu können.

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Umvolkung

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Eine CDU-Bundestagsabgeordnete benutzte den Begriff „Umvolkung“, der gemäß Zwangsgebührenfunk ein „Nazi-Begriff“ sei:

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Die ARD-Tagesschau belehrt: „Der Begriff wird heute von Rechtsextremisten benutzt, um die Migrationspolitik zu kritisieren.“ Erschrocken darüber, vielleicht auch solche wortpolizeilich gefährliche „Rechtsextremisten“ zu sein, durchforsteten wir das eulenfurz-Archiv. Pfuh, Glück gehabt, nur einmal taucht der Begriff auf, in einem Zitat. Als ordnungsgemäße Sprachbürger schließen wir uns daher der Ansicht eines Kommentatoren an:

Ich teile die Ansicht bzw Einschätzung von Frau Kudla nicht, frage mich aber welches Vokabular denn erlaubt gewesen wäre für unsere politische Klasse. Bringt doch einfach mal ein Langenscheidt Wörterbuch raus, welche Wörter benutzt werden dürfen die nicht auch schon von den Nazis missbraucht wurden.

Ob der gemäß Obrigkeits-Speech als „demografischer Wandel“ euphemisierte Bevölkerungsaustausch als planmäßige Umvolkung zu klassifizieren sei, weil sie von Institutionen positiv begleitet wird, während diesbezügliche Kritiker stigmatisiert werden, bleibt dahingestellt. Etwas Statistik zum ethnischen Wandel sowie Perspektiven zu Zukunftsentwicklungen.

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Bild oben: Immer mehr Moslems in Potsdam: Die Moschee platzt aus allen Nähten, die Anhänger Allahs beten vor der Tür. „Umvolkung“ und „Islamisierung“ sind und bleiben aber „Hate-Speech“ aus der Nazizeit.

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Arbeitssklaven

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Die kasernierten Fremden sollen zukünftig Grünanlagen pflegen, in Sozialkaufhäusern und Vereinen mitwirken oder den Betrieb in den Erstaufnahmeeinrichtungen aufrecht erhalten. Die Tätigkeit wird von der Kommune zugewiesen – die „Teilnahme“ [sic!] ist dann „verpflichtend und kann mit Leistungsentzug sanktioniert werden“. Der Import billiger Hilfsarbeiter zur Unterschreitung des Mindestlohnniveaus scheint sich damit zu rentieren:

Für das laufende Jahr bekommt Hessen vom Bund rund 5,5 Millionen Euro, im kommenden Jahr rund 16,6 Millionen Euro. Davon können … pro Jahr mehr als 7.000 Asylbewerber beschäftigt werden. Pro Stunde verdienen sie 80 Cent.

Rechnet man das aus, dann können diese teilnehmenden Asylforderer ab 2017 rund um die Woche inkl. Sonn- und Feiertagen acht Stunden für 6,40 Euro am Tag arbeiten. Bei einer Fünftageswoche müssen sie fast 11,5 Stunden am Tag maluchen, für dann 9 Euro Entgelt am Tag. Wen wundert es, daß sich Manchester-Kapitalisten aller Couleur angesichts dieses fleißigen, billigen und unerschöpflichen Sklavenangebotes die Finger lecken.

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Bild oben: Negerboy Mbumba träumte von einer Zukunft als Atomphysiker mit Kurzarbeit, Villa, Frauen und schnellen Autos, so wie er es aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ kennt, die er auch in Kenia via Smartphone empfangen konnte. Nun darf er erst einmal die Fäkalien vom letzten Christopher Street Day (Bild unten) und die Kondome von Bernd und Dieter wegräumen, die auch gern Sklaven wären, diesbezüglich aber immer noch gegen masochophobe Diskriminierung und Unterprivilegierung ankämpfen müssen. 

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Der AfD-Wähler

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Kurz nach der Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin begrüßen wir im eulenfurz-Studio Prof. H.-J. Flunker von der Humboldt-Universität Berlin. Er hat seit etwa 10 Jahren die AfD im Visier und ihre Wähler erforscht, er hat auf diesem Gebiet promoviert und gilt daher als ausgewiesener Rechtspopulismus-Experte. Guten Tag, Herr Flunker.

Prof. Flunker: Guten Tag.

eulenfurz: Herr Flunker „Der AfD-Wähler – das unbekannte Wesen“ … Aber so unbekannt ist er uns gar nicht mehr, oder?

Prof. Flunker: Wir wissen über ihn, daß es sich um einen adipösen, männlichen Hauptschüler zwischen 40 und 60 handelt, arbeitslos, bewegungsunfähig, wohnhaft auf dem platten Land in einem DDR-Plattenbau, welcher bei Facebook Haßkommentare abläßt, Putin verehrt, Pornos glotzt und unsere öffentlich-rechtlichen Medienanstalten verabscheut.

eulenfurz: Also den Inbegriff eines kulturlosen Rassisten?

Prof. Flunker: Exakt so, wie man ihn sich vorstellt: bleich, kariös, mit Bierflasche und Mundgeruch, von Haß und Neid und Achselschweiß gezeichnet, aber unfähig, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

eulenfurz: Früher hat der aber doch tendentiell Die Linke gewählt?

Prof. Flunker: Die hat ihn quasi zivilisiert, so wie den Gorilla in einem Zoo. Nun ist er frei.

eulenfurz: Aber er war früher schon Rassist?

Prof. Flunker: War aber eingehegt von den Forderungen der Linken, auch mit den Ärmsten und Gebrechlichsten der Welt den Wohlstand der Reichen zu teilen, also mit den Millionen Greisen, Frauen und Kindern, die da – durch zum Glück offene Grenzen – zu uns kommen, um gemeinsam mit ihnen bedingungsloses Grundeinkommen, Kurzarbeit, Eigenheim und schnelle Autos zu erhalten, also mit von einer sozialeren Welt zu partizipieren.

eulenfurz: Wer soll das bezahlen, Grundeinkommen, Autos, …?

Prof. Flunker: Beispielsweise die FDP-Wähler. Die haben genug Geld und die werden immer mehr!

eulenfurz: Stimmt, für Einwanderung sind die ja auch …

Prof. Flunker: … aber die wollen an der Grenze in nützlich und unnütz selektieren, und so geht man mit Menschen nicht um. Oder um mit der Kanzlerin zu sprechen: „Dann ist das nicht mehr mein Land!“ Schließlich sollen die syrischen Facharbeiter die Renten der treuen SPD- und CDU-Wähler erarbeiten.

eulenfurz: Gut, wir wissen also, daß der durchschnittliche AfD-Wähler minderbemittelt und niederträchtig ist. Das Führungspersonal aber besteht doch vornehmlich aus Akademikern und Unternehmern. Wie paßt das zusammen?

Prof. Flunker: Das sind die Rattenfänger, so wie 1933. Chefhetzer Goebbels hatte auch einen Doktortitel.

eulenfurz: Und Sie sind Professor?!

Prof. Flunker: Aber ich bin auf Grund meiner zuverlässigen Zuarbeit für zivilgesellschaftliche Initiativen in meine wissenschaftliche Anstellung gekommen.

eulenfurz: Ah ja. Zurück zum AfD-Wähler. Der hat ja seinen humanistischen Gegenpart…

Prof. Flunker: … genau: Die urbane, hochintelligente, schlanke, vegane, junge Studentin der Sozialwissenschaften, blond und hübsch mit großen, blauen Kulleraugen und einem weiten Herz. Die hat betuchte Eltern aus gutem Hause, wählt grün und trinkt Bionade, feiert locker auf multikulturellen Partys bei DJ Bombo, lächelt immer und raucht nur manchmal einen Joint. Sie genießt das Leben und benötigt keine Vorurteile zum Glücklichsein. Im Zweifelsfall weiß sie, daß sie nicht den Flüchtlingen die Schuld geben darf, wenn sie von einem Refugee vergewaltigt wurde, sondern dem deutschen Patriarchat, also dem Vater des typischen AfD-Wählers.

eulenfurz: Ein AfD-Polemiker würde jetzt wohl zerknirscht behaupten: Was weiß die denn schon vom Leben, vom Steuerzahlen, vom Abgehängt-Sein, vom Konkurrenzkampf um bezahlbare Wohnungen und Kindergartenplätze oder einfach nur vom Wunsch nach geringeren Abgabenlasten der Tüchtigen und gesichertem Alimentierungswunsch der Abgehängten? Der reagiert doch eher abfällig, wenn es um die urbanen Eliten und ihr angebliches Abgehobensein geht.

Prof. Flunker: Sehen Sie, da hat er schon wieder Vorurteile, der beschränkte AfD-Wähler. Er kommt an das, was chic und schön ist – nämlich vegan zu essen und dabei Tiere zu schützen, jungen Flüchtlingen den Lieblingsteddy zu schenken, bei moderner Kunst in verzücktes Staunen zu geraten oder zum Kultur-Urlaub zu den Eingeborenen Balis zu fliegen – einfach nicht heran. Der hockt lieber mit fettigem Haar und halbleerem Bierkasten vor der staubigen Reihengarage seines Wohnblocks, verbrennt Trabireifen und Penny-Werbung und vertilgt ein Eisbein nach dem anderen.

eulenfurz: Aber ist es nicht so, daß doch die Abgehängten am ehesten Grund hätten, gegen das Establishment zu wählen, während die Erfolgreichen, die von ihm profitieren, keinen Grund zu dessen Abwahl haben? Von daher ist die Wählerverteilung doch verständlich, oder? Im NS waren doch die feschen Jungmädels auch die treuesten Hitler-Anhänger_innen, …

Prof. Flunker: … also hören sie, dieser Vergleich verbietet sich wohl …

eulenfurz: … der auch Vegetarier war und die Welt vom angeblich Bösen befreien wollte, quasi als Verführer …

Prof. Flunker: … halt, halt, halt! Soziologisch mag das stimmen, aber diesmal ist die Kanzlerin wirklich für das Gute! Pionierehrenwort!

eulenfurz: Gut, abgenommen. Wie aber, um doch noch einmal darauf zurückzukommen, erklären Sie sich den Wandel des CDU-, SPD- oder Linken-Rassisten zum AfD-Rassisten?

Prof. Flunker: Er hat sich offenbar jahrelang versteckt und wittert nun Morgenluft.

eulenfurz: Haben die teuren Programme gegen Rechts versagt?

Prof. Flunker: Welche meinen Sie, die Fernsehprogramme?

eulenfurz: Die auch …

Prof. Flunker: Das ist uns unerklärlich. Seit Einführung der Demokratieabgabe zur barrierefreien Lieferung von Regierungspropaganda hat sich das Problem nur noch verschärft, da sind wir ratlos. Anstatt nun erst Recht dankbar zu sein für das Unterhaltungsangebot und den Anweisungen der Regierung zu folgen, wenden sich gerade und insbesondere die Minderbemittelten ab und wählen das, was sie nicht wählen sollen. Keine Strategie verfängt da.

eulenfurz: Aber Sie sind doch der Rechtspopulismus-Experte schlechthin. Was machen wir also gegen die tumben Feinde unserer Demokratie?

Prof. Flunker: Als erstes natürlich jeden Auffälligen bei unserer unermüdlichen Tugendwächterin Anetta Kahane melden, um das Weitere kümmert sich dann Genosse Heiko. Aber nicht nur auf den Nachbarn oder den Kollegen muß man achten, sondern auch und vor allem auf sich selbst: Habe ich wirklich verinnerlicht, was unsere Kanzlerin Merkel auf dem letzten Parteitag gefordert hat? Arbeite ich in meinem Betrieb fleißig für die Erfüllung des Jahresplanes, die Steuereinnahmen zu erhöhen? Was will ich in meinem Kollektiv an politischer Weiterbildung leisten? Kann ich mich bei der Betriebswandzeitung engagieren, vielleicht mit einer Bilderreihe von Mister Obama? Habe ich heute schon ARD und ZDF gesehen und dem Wort zum Sonntag geglaubt? Gebe ich alles dafür, dem großen „Wir-schaffen-das!“ zum seligmachenden Endsieg zu verhelfen? … Und vieles mehr! … Der Glaube an die Wunderwaffe der Kanzlerin wird das Unmögliche möglich machen und das AfD-Untermenschentum ausmerzen helfen!

eulenfurz: Danke, Herr Prof. Flunker, das waren mahnende Schlußworte. Prof. H.-J. Flunker von der HU Berlin, Rechtspopulismus-Experte, Interviewfachkraft und Untermenschenforscher, war heute bei uns im eulenfurz-Studio. Wir danken Ihnen!

Prof. Flunker: Ich habe zu danken.

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Bild oben: Bereits vor Jahrzehnten begann die Züchtung von zukünftigen AfD-Wählern in Plattenbrutbauten. Hier beim Festung-Europa-bauen im Sandkasten.

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Echte Marktlücke

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Die berüchtigte Dame von der Stasi-Stiftung beschwört erneut diffuse Ängste: „Neonazis haben in Usedom und Rügen dafür gesorgt, dass internationales Publikum, Menschen mit Migrationshintergrund da nicht hinfahren.“ Der erste Satz auf der entsprechenden Wikipedia-Seite lautet allerdings: „Bei den Inlandsreisen ist Mecklenburg-Vorpommern das meistbesuchte Reiseziel und hat zugleich das stärkste Wachstum ausländischer Gäste.“ Aber das reicht der Stasifrau nicht: „Das wäre ja eine echte Marktlücke, stellen Sie sich einmal vor, die Türkischstämmigen aus Berlin würden an die Ostsee fahren.

Das ist wirklich noch eine Marktlücke, gewisse Großstadtklientel an die Küste zu lotsen: Die Rauschgiftdealer vom Görlitzer Park auf den Zeltplatz von Koserow, die Halsabschneider vom RAW nach Zingst, minderjährige Handtaschenräuber nach Peenemünde, Silvester-Rapefugees zum Bahnhof Saßnitz oder FKK-Belästiger unter „Allahu akbar“ und „Fickificki“ zum Strand von Binz. Und dann gäbe es endlich soviel ausgebreitete Müllhaufen und Fast-Food-Reste, wie am Alex und im Tiergarten. Der bereits seit Jahren trotz der NPD boomende Tourismus an der Ostsee würde plötzlich in ungeahnte Höhen klettern …

Schön blöd von den Usedomern“, meint die taz. Die Stasi antwortet: „Ja. Mit einer Ausdifferenzierung des Publikums hätten wir perspektivisch auch die entsprechenden Märkte dort. Wenn man das öffnete und gezielt unsere gesellschaftliche Vielfalt ansprechen würde, dann gäbe es das auch.“ Urlaubsflair wie in Duisburg-Marxloh oder Bonn-Bad Godesberg – das zöge in jedem Fall zahlende Gäste aus aller Welt an.

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Dämpfer

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Ein „Erfolg mit Grenzen“ und ein „Dämpfer für die AfD“, so schlagzeilt die Wahrheitspresse. Sie bläst damit in das gleiche Horn, wie Forsa-Chef Manfred Güllner, Deutschlands fachkundigster Umfrage-Experte, welcher vor einem halben Jahr prophezeite, die AfD werde ein Fremdenfeinde-Potential von „einem Zehntel aller Wahlberechtigten … nie ganz ausschöpfen, insofern hat sie ihre Schallmauer erreicht. Viel mehr ist nicht drin.

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin erhielt sie jedoch aus dem Stand 14,2 Prozent. Die Millionenmetropole weist dementsprechend gemäß Güllner einen überproportional hohen Anteil an Fremdenfeinden auf, der nur durch einen überproportionalen Anteil von Fremdenliebhabern aus anderen Regionen der BRD bundesweit auf ein Zehntel aller Wahlberechtigten kompensiert werden könnte.

Forsa-Güllner, der seine Praktikanten gern Bundestagswahlen mit Kommunalwahlen abgleichen läßt, seien für seine Äpfel-Birnen-Vergleiche die Gewinne und Verluste der Parteien zwischen Bundestagswahl 2013 und Landtagswahl 2016 für Berlin in Prozent aufbereitet: CDU (-38 %), SPD (-12 %), Linke (-16 %), Grüne (+24 %), Piraten (-52 %), FDP (+86 %), AfD (+ 190 %).

Im folgenden Duktus könnte die chinesische Presse den Wahlausgang in Berlin für ihre Leserschaft formulieren:

hongkong-demokratiebewegung

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Bigotterie

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Auch der Club Berghain im Berliner Bezirk Friedrichshain möchte auf der AfD-Erfolgswelle schwimmen, so wie vor zwei Wochen die Amateurkakophonikerin Jennifer Rostock „8 bis 18 Uhr: Wählen gehen, Rechtspopulisten verhindernfordert der Laden im ehemaligen Heizkraftwerk, in welchem von Sonnabend 24 Uhr bis Montagmorgen eine Remmidemmipartie für kulturell Verwahrloste stattfindet.

Auch andere Berliner Clubs wie Goldengate, Yaam und SchwuZ machen gegen Rechtspopulisten mobil. Sie hatten in den vergangenen Tagen hunderte Plakate gegen die AfD geklebt mit Slogans wie „Tanz dich frei von deinen Vorurteilen. Wähle nicht AfD“ oder „Isolation ist keine Option. AfD auch nicht.“ Zu den Initiatoren gehört Jens Schwan, der den „Zug der Liebe“ Ende Juli mitorganisiert hatte. Die Parade versteht sich auch als politische Demonstration für mehr Gerechtigkeit und eine sozialere Flüchtlingspolitik.

Vielleicht sollte sich die AfD im Gegenzug für eine sozialere Club-Politik einsetzen: Eintritt frei, keine Gesichts- und Kleidungskontrollen mehr beim Zutritt, Personenmenge ohne Obergrenze, Essen und Getränke frei, W-Lan ebenso, Beherbergungen und Taschengeld für alle Gäste. … Dann könnten sich die Clubbetreiber auch endlich von ihren „Vorurteilen“ freitanzen – hey, ihr schafft das!

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