Kanzlerin beleidigt

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Im norddeutschen Waren an der Müritz ist ein unflätiges Flugblatt gegen unsere Führer*in gefunden worden. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Grund der Ermittlungen ist „ein Zettel, der … am CDU-Wahlkreisbüro in Waren angebracht worden war.“ Darauf stand handschriftlich geschrieben: „Danke Merkel für diese tödliche Politik du Hure“. Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg nahm umgehend die Ermittlungen auf.

Prostitutions-Experte Prof. Dr. Emilio Pimperdick von der Uni Bielefeld meinte hierzu gegenüber unserer Zeitung: „Viele Menschen glauben, man dürfe Personen bestimmter Milieus einfach duzen. Dem ist aber nicht so – das ‚Sie‘ gehört zum höflichen Umgangston in jedem Gespräch!

Um dieses schreckliche Verbrechen aufzuklären, sollen sich alle Zeugen, die den Duzer beim Duzen beobachtet haben, sofort an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter Tel. 0395 5582-2224, die Internetwache der Landespolizei unter http://www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle wenden. Als Belohnung winkt das Eiserne Merkelkreuz.

Bild oben: Unsere Bundeskanzlerin steht in direktem Austausch mit der beflissenen Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg und verlangt die Dingfestmachung des gefährlichen und womöglich mit einem Kugelschreiber bewaffneten Terroristen.

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Happy Birthday

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Heute feiern bundesweit tausende MUFL’s (Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge) ihren 18. Geburtstag, in Bayern ganze 65 Prozent aller dort lebenden MUFL, in Sachsen sind es 250 Geburtstagskinder und in Thüringen 140. Whow, wird das ‘ne große Geburtstagsparty!

Nach ihrer Flucht vor sicheren Drittstaaten stellten Unzählige der Alimentierungswilligen an der BRD-Grenze überrascht fest, „sie hätten auf der Reise ihren Pass verloren oder nie einen besessen. Ihr Geburtsdatum würden sie nicht kennen, nur das Alter. Die Angabe dazu schwankte in der Regel zwischen 15 und 17 Jahren. … Die Behörden notierten bei der Einreise der Einfachheit halber den 1. Januar 1999 als Geburtstag. Auf dem Papier werden viele dieser Jugendlichen also an Neujahr 2017 volljährig.

Der Minderjährige Mehmet B., welcher wegen seines Fluchttraumas bereits ergraute Schläfen und ein schütteres Oberhaar hat, möchte in der MUFL-Kaserne Gießen IV für alle anderen die Geburtstagstorte anschneiden. Anis A., der Junge mit dem opulenten Vollbart, freut sich jetzt vor allem darauf, nun auch seine „Missis Merkel“ wählen zu können – der dafür notwendige Paß wurde ihm bereits zugestellt.

Auch Bakschasch A. ist heute in Geburtstagsfeierlaune. Ihm wurde vor zwei Tagen in Aussicht gestellt, daß er seine zwei Frauen und sieben Kinder via Familiennachzug nach Alemania holen darf. Der nun auch endlich erwachsene Ali H., der 15 Jahre in syrischen Kerkern verbringen mußte und dem von Assads Schergen beide Nieren ausoperiert wurden, nur weil er ein Spottgedicht auf den brutalen Diktator verfaßt hatte, hofft vor allem, daß bei allen Geburtstagskindern nach den nächtlichen Grapschpartys noch genug Durst herrscht: „Wir bereichern wolle deutsche Land und Fraue mit Islam! Allahu Akhbar!“.

Bild oben: Am 1.1.2017 feiern die Söldner des II. MUFL-Pionierbataillons Gießen ihren 18. Geburtstag.

Lieder für alle

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Refugee Express

Um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, hatte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Juni vorgeschlagen, Geflüchtete mit staatlichen Darlehen beim Erwerb eines LKW-Führerscheins zu unterstützen. Nachdem sich leider am vergangenen Montag in Berlin herausgestellt hat, daß tragische Fahrfehler trotz intensiver Nachschulungen nicht gänzlich auszuschließen sind, hat Bundeskanzlerin Merkel jetzt eine neue Idee.

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Haß aus Haßloch

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Eine SPD-Frau namens Haß aus dem pfälzischen Städtchen Haßloch hat sich schwarz geärgert. Über den ehemaligen Radiomoderator Elmar Hörig, der vor 35.000 Facebook-Followern ungehörigen Humor sendet.

Hörig, ein gelernter Lehrer, hetzt nämlich gegen entkleidete Schokoladen-Weihnachtsmänner. Und das gefällt der rheinland-pfälzischen SPD-Landtagsabgeordneten Giorgina Kazungu-Haß, die sich immer noch mit irgendwelchen Wurzeln aus Kenia abschleppt, überhaupt nicht: „Ich möchte einfach nicht, dass Menschen, die so viele Follower haben wie Elmar Hörig, ungestraft ihr rechtes Gedankengut verbreiten können.“ Deswegen hat sie Hörig zunächst bei Facebook angeschwärzt, und dann, als ihm von Mark Zuckerberg eine weiße Weste bescheinigt wurde, Strafanzeige bei der Maasi erstattet.

Die seit Jahren an Leserverlusten leidende FAZ empört sich mit der Haß-Frau, daß „viele der heute 40-Jährigen“, die an den Radiomoderator „noch immer gerne zurückdenken“, nunmehr umso „fassungsloser“ darüber wären, „was aus ihrem Idol geworden ist.“ Obwohl er schon früher ungebührlich auffiel, „hielten viele Fans weiter zu ihm. Anderthalb Jahrzehnte später aber müssen sie leider feststellen: Es waren nicht die Sender, die humorlos waren.

Kurz nach Veröffentlichung des FAZ-Artikels hat Elmar Hörig bereits 37.200 Follower und damit innerhalb eines Tages prozentual etwa so viel Zugewinn zu verzeichnen, wie die FAZ innerhalb eines Jahres an Absatz verliert. Humor wäre, wenn sie trotzdem lacht.

Bild oben: Frau Haß aus dem Haßloch empfindet die Abbildung als „Hate-Speech“.

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Nazicodes

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Reichsbürger

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Die Reichsbürgerbewegung durchschüttert die Medien. Ein Phänomen, das bislang kaum jemand wahrgenommen hatte, schockiert die ganze Bundesrepublik und vor allem die vielen Millionen an ihre Fernsehapparate angeschlossenen Menschen. Eine Gruppe, die am Betroffendsten ist, sollte allerdings nicht aus dem Blickfeld geraten: Die Anarchisten. Anarchistenführer Carlos Nagler von der Hamburger APPD (Anarchistische Pogo Partei Deutschlands) meint zerknirscht: „Unglaublich, die haben uns die Show gestohlen!

Bislang seien die Anarchisten, welche als links und punkig gelten, als die radikalsten Staatsverneiner bekannt, doch so extrem wie die Reichsbürger hätten sie es nie getrieben. „Wir wären nie auf die Idee gekommen, unseren Personalausweis abzugeben, schließlich haben wir den immer gebraucht, um Bier in der Kaufhalle zu bekommen.“ Auch der Gedanke, sich selbst Pässe eines Phantasiereiches auszustellen, sich als König, Kaiser oder Minister und den Kleingarten als Staatsterritorium, als selbstverwaltete, von der BRD autonome Kommune zu deklarieren, war ihnen völlig fremd. „Wir sind schon auch immer abhängig von den Almosen des Staates, also der arbeitenden Spießer. Die haben uns sogar die Hafenstraße geschenkt.“ Von daher gäbe es für revolutionäre Anarchisten seit Urgedenken eine Symbiose mit dem ansonsten verhaßten System.

Daß die Reichsbürger als „rechtsextrem“ gelten, ist für Carlos Nagler irritierend. „Das sind eigentlich Autonome, und die werden ja von den BRD-Medien sonst auch immer ,Aktivisten‘ genannt, selbst wenn sie militant sind.“ Trotzig fügt er hinzu: „Und im übrigen darf man nie vergessen, daß August Bebel, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Ernst Thälmann auch Reichsbürger waren.“ Zudem sei die Zerschlagung von Staat und Nation Kernanliegen des Neomarxismus. Aber so pfiffig, sich selbst als Staat zu deklarieren und damit in radikale Konfrontationsstellung zum „machthabenden Verwaltungsapparat und dessen Personal“ zu gehen, die BRD mit Hinweis auf höchstrichterliche Urteile und das Völkerrecht für illegitim zu erklären, war bislang niemand aus der bundesweiten Anarchistenszene. „Da galt immer nur: Wer am meisten säuft und eine Frisur wie Claudia Roth hat, ist am Radikalsten.

Für Carlos Nagler steht nun fest: „Der Personalausweis kommt weg – mir fällt erst jetzt auf, daß ich mit diesem als ,Personal‘ ausgewiesen werde.“ Er will jetzt den Freien Stadtstaat Hamburg (FSSH) ausrufen, Stadtbürgerpässe für seine Mitstreiter drucken lassen, keine Steuern mehr an die „BRD GmbH“, wie er sie nennt, zahlen sowie eine richtige Verfassung formulieren, die sich doch auch schon am Grundgesetz orientiert. „Wichtig aber ist uns der geänderte Passus der Menschenwürde, für uns gehört da zwingend ,Freibier für alle‘ mit dazu. In der Präambel soll auch stehen, daß Arbeit scheiße ist.“ Damit hofft er, die rechtsextreme Reichsbürgerbewegung weit links zu überholen. Schließlich gab es auch zu früheren Zeiten nicht nur rechtsextreme Reichsbürger.

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