Denkmal der Schande

Wer noch nicht einmal die Begrifflichkeit eines „Denkmals der Schande“ von einem „das Denkmal ist eine Schande“ zu unterscheiden befähigt ist, sollte besser auf’s Moralisieren verzichten.

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Extremistenfunk

Personen aus dem linksextremistischen Milieu dürfen dem von Zwangsgebühren finanzierten Staatsfunk ungeniert zuarbeiten oder sind in diesen als Journalisten oder „Experten“ involviert. Insbesondere in der Propagandasparte gegen die konservative oder rechte Opposition sind sie die Tonangeber in den sogenannten „öffentlich-rechtlichen“ Medien. Über Gegenrecherche zeigen sie sich freilich nicht sehr beglückt:

Vor wenigen Wochen erschien im Kopp Verlag ein Enthüllungsbuch über den Linksextremismus in Deutschland und dessen Unterstützung durch Politik und Medien. Das Buch „Der Links-Staat – Enthüllt: Die perfiden Methoden der Antifa und ihrer Helfershelfer in Politik und Medien“ des Autorenduos Christian Jung und Torsten Groß wurde flankiert durch zwei Dokumentarfilme mit hochbrisanten Fakten zur Thematik. Beleuchtet werden insbesondere die Verbindungen linksextremer Mainstream- und GEZ-Redakteure ins Antifa-Lager und ein allzu unkritischer Umgang der öffentlich-rechtlichen Sender mit Personen aus dem linksextremen Spektrum. Um diese Informationen und Hintergründe der Öffentlichkeit vorzuenthalten, greift der mit GEZ-Gebühren finanzierte betroffene Bayerische Rundfunk den Kopp Verlag nun mit urheberrechtlichen Nebenaspekten (Verletzungen des Urheberrechts bei Zitaten) an … [weiterlesen]

Nachtrag 15.01.2017: WDR im Extremismus-Sumpf

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Tagesspeigel

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Seitdem seitens der Machthaber Gesetzesinitiativen gegen Fake-News im Gespräch sind, hält sich die von ihren Verächtern sogenannte „Lügenpresse“ mit offensichtlichen Fake-Nachrichten spürbar zurück. Die Kreation eines illusionären Feindbildes wird eher in die Science-Fiction-Unterhaltung verlegt, wie beispielsweise in das Krimi-Format „Tatort“ oder in Horror-Romane der Trivialliteratur wie „Die Sippe“ oder „Braune Erde“.

Da die Realität offenbar kaum Greifbares zur Verleumdung und Diskreditierung von Andersdenkenden hergibt, werden linke Wahrnehmungsblasen kurzerhand mit auch als solcher deklarierter gruseliger Anti-Rechts-Fiction aufgefüllt, um – wenn man sich schon nicht an Fakten berauschen kann – wenigstens noch die Unterhaltung zu haben, zumal sich der kreative Utopienverfasser dabei nicht strafbar macht (Kunstfreiheit).

Eine andere Nische für Wahrheitsberichterstattung ist die Kriminalisierung und damit Stigmatisierung eines politischen Gegners auf denkbar einfachste Weise: Irgendein Hansel stellt – am besten anonym – eine Strafanzeige gegen einen Mißliebigen und die Medien berichten, ganz ohne Fake-News basteln zu müssen, über diese. So titelte jetzt der Tagesspiegel: „Schwere Vorwürfe gegen AfD-Vize Andreas Kalbitz“.

Und das klingt für die Leser des linken Kampfblattes wie eine Bestätigung des eigenen Weltbildes über mädchenbegrapschende rechte Antänzer: „Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft Ermittlungen gegen den AfD-Landesvize in Brandenburg Andreas Kalbitz. Er soll teils minderjährige Parteinachwuchskräfte sexuell belästigt haben.“ Der Grund: Irgendjemand hat anonym Anzeige erstattet. Der vierfache Familienvater mit konservativem Sozialisationshintergrund soll sich „teilweise noch minderjährigen Jugendlichen sexuell genähert“ haben. „Wir, die Eltern eines Mitgliedes der Jungen Alternative, sind empört.“ Jaja, betroffen und auch ein Stück weit traurig.

Diese Fake-Anzeigen sind aber überaus effektiv: Kalbitz ist mit dem Sammeln eidesstattlicher Versicherungen und dem Stellen einer Verleumdungsklage beschäftigt, die Staatsanwaltschaften beschäftigen sich mit möglichen rechten Lustmolchen, während Rapefugees ungestört den öffentlichen Raum bewichsen, und die Wahrheitspresse kann den Dreck zum Werfen aufgreifen, ohne dabei auch nur eine einzige Fake-News ausgeheckt zu haben.

Aber ist dieses spannende Modell demokratischer Debattenkultur nicht auch für die Gegenseite nutzbar? Nein! Niedertracht und Haß sollten dort bleiben, wo sie hingehören: Bei den Heuchlern!

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Nachtrag: Unabhängig unserer Schlußfolgerungen kommt das Medienkritikboard PPQ anhand des Beispiels Trump zu einem ähnlichen Resumee neuer Medienleitlinien: „Die angeblichen Enthüllungen. Wiegen schwer“.

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Tatort Staatsfunk

Es ist unfaßbar, daß der Kopf dieser vom hl. St. Verfassungsschutz überwachten „Konträren“ unserem geliebten Staatsfunk Lügen unterstellt. Doch seht selbst und empört euch!

Aus Protest gegen die konträren Tatortleugner, alkoholisierten Muslim*innenbegrapscher, rassistischen Friseusenmörder und raffinierten Milchmädchenverführer rufen wir alle Menschen dazu auf, Zivilcourage zu zeigen und heute Abend ab 18 Uhr ARD oder ZDF einzuschalten und den Fernseher ans Fenster zu stellen, auf daß das dunkle Land in dieser Zeit hell von der Wahrheit erleuchtet werde!

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Fake Fiction

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Der neue Tatort aus Frankfurt. Wie immer innovativ. Mit dieser Folge betritt man ganz neues Genre-Terrain. In der „Fake Fiction“ besteht die Challenge darin, Ereignisse des Zeitgeschehens mit möglichst umgedrehten Vorzeichen zu inszenieren. Nicht ganz einfach, aber hier glänzend umgesetzt. Und so wird das gemacht:

Kommissar Brixens Mitbewohnerin, gespielt von der transsexuellen Schauspielerin Zazie de Paris, bietet ein paar Flüchtlingen vorübergehendes Asyl in ihrem gemeinsamen Haus, ohne des Kommissars Einverständnis einzuholen. Der findet das irgendwie blöd, also daß er jetzt auf dem Sofa schlafen muß und morgens nicht ins Bad kommt, und es passiert, was passieren muß: „Scheißflüchtlinge“ rutscht es ihm raus. Der Deutsche, und ist er auch ein cooler Kommissar, ist nah am Rassismus gebaut. Aber er merkt’s dann schon auch selber (und mit ihm die ebenfalls rassistischen Zuschauer), denn die Flüchtlinge sind damit beschäftigt, obsessiv Deutsch zu lernen, Wasserpfeife zu rauchen und richtig gut zu kochen. Sie sind nicht böse (!) und wollen niemandem, der schon länger hier lebt, etwas wegnehmen. Und so entsteht ein schönes Gruppengefühl im Lauf des Films.

Unter den Flüchtlingen ist auch eine junge Muslima. Außerhalb des Hauses trägt sie den Hijab, aber die transsexuelle Identität ihrer neuen Hausmutter stellt für sie natürlich kein Problem dar. Eigentlich würde sie gerne bei der Polizei arbeiten. Bei einem ihrer solitären, nächtlichen Patrouillen (Scharia-Police?) wird sie Zeugin eines Verbrechens. Sie verfolgt die Täterin, bis sie an ein paar richtig üble Typen gerät: Es sind, richtig geraten, Barbourjacken tragende, bayerisch sprechende blonde Deutsche. Eine allseits bekannte Problemgruppe. Und es kommt wie es kommen muß: Die Jungmänner begrabschen die Muslima ungebührlich („Was versteckst’n da? Na laß doch ma’ sehn’!“) und schlagen sie zusammen. Wir haben noch nicht so oft von solchen Vorfällen gelesen in der Presse, eher von anderen. Aber es könnte jeden verdammten Tag passieren, irgendwo da draußen. Ein mutiger Film, der inspiriert ist vom Konjunktiv, weniger vom Indikativ.

Dann ist ein neuer Abteilungschef am Start. Er hat nichts zu tun, weder als Polizist noch als Figur in dem Plot, also gibt man ihm ein Faible für Poesie. In den unpassendsten Situationen rezitiert er also Ernst Jandl. Jandl!! Mensch, wenn das mal nicht ausgefallen und skurill ist! Toll! Dabei schlägt man glatt zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Drehbuchteam beweist seinen feinen Geschmack und der denkfaule Zuschauer begreift: hier geht es um SPRACHE!!, hier geht es um IDENTITÄT!! Aber eigentlich geht’s um NIX!!

NULLKOMMANIX!! Ein ironisches Spiel. Eben Fake Fiction.

A propos Identität. Die Identitären hat man natürlich auch in petto. Über die hat man immerhin schon mal auf Spiegel-Online gelesen. Sie sind hier, Überraschung, verkappte Nazis, die vor nichts zurückschrecken. Sie mögen die Schwarzen nicht. Nicht weil sie Drogen verkaufen oder sich illegal in Frankfurt aufhalten (was in zwei Nebensätzen thematisiert wird), sondern weil sie ethnisch nicht reinpassen. Die Identitären sind in diesem Film blonde Mädchen. Das macht Sinn, weil so ziemlich alle Identitären aus der indikativen Welt der Wirklichkeit unter Frauenmangel leiden und eher dunkelhaarig sind. Jedenfalls schrecken die Kongruenten (hihi, so heißen sie im Tatort) vor nichts zurück, um ihre faschistoide Ideologie durchzusetzen. Außerdem singen sie gern im Chor. Das ist spießig, das ist peinlich, aber vor allem ist das auch ein bißchen faschistisch.

Zum Fall. Jemand hat einen Molotowcocktail in ein Friseursalon geworfen, eine junge Deutsche kam ums Leben. Gegenüberstellung, Fingerabdrücke, Motiv, alles spricht gegen einen dunkelhäutigen Migranten, den man bereits festgesetzt hat. Aber das ist Kommissarin Janneke irgendwie zu billig. Die Sorge ist auch groß, dass die Medien Wind davon bekommen. Man will ja den Haß nicht noch mehr anstacheln. Also auch, wenn es „sehr weit hergeholt scheint“, aber der Chef weist an, noch einmal in alle Richtungen zu ermitteln. Die Kommissarin geht nochmal auf Nazijagd und kommt mit einer abstrusen Theorie zurück. „Das sind doch Vermutungen“, sagt ihr Chef. Die Kommissarin insistiert, sie hat so ein Gefühl. Aber ihr spielverderbender Vorgesetzter verlangt tatsächlich nach Beweisen.

Zwischendurch belehrt die Kommissarin das von rechtem Gedankengut verführte deutsche Mädchen, mittlerweile hauptverdächtig: „Mensch, die Hautfarbe und die Nationalität haben doch gar nichts mit Gut und Böse zu tun“. Wow! Diese grandiose Einsicht fällt unangenehm auf, aber nur, weil sie einen tatsächlichen Wirklichkeitsbezug aufweist. Ich finde aber, diesen Fauxpas kann man den Autoren schon verzeihen, haben sie mit dieser Tatort-Folge ansonsten Fake Fiction vom Feinsten abgeliefert, quasi genre-definierend.

In der Umsetzung war einzig der deutsche Humor authentisch: krampfig, ein bißchen Slapstick, etliche unbeholfene Sprachspiele. Deutsche Alternativrealitäten lassen sich eben einfacher erfinden als ein guter Witz.

[Quelle, hier sprachlich leicht korrigiert]

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Gut & Böse

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Andreas Speit wieder einmal, aus vollem Halse. Das Ergebnis kann man in der taz bewundern, jenem Fachjournal für Erbrochenes, das im letzten Jahr erstaunlicherweise nur 6 Prozent seiner Leser verlor.

Bereits vor 13 Jahren trieb der Mann mit dem sympathischen Pornobalken und dem Charme eines DDR-Volkspolizisten aus den 1980er Jahren in dieser Gazette sein Unwesen und verbreitete Fake-News, daß die dritte Strophe des Deutschlandliedes verboten sei. Ansonsten verdient er sich seine Lorbeeren als selbsternannter Demokratieaufklärer und ist gern gesehener Referent bei der linksextremistischen Autonomen Antifa.

Putzig ist, daß er seinen Publikationskumpel Gideon Botsch, sozusagen als „externen Experten“, ein paar dünne Alarmismus-Allgemeinplätze absondern läßt. Die hätte Speit zwar vielleicht selbst auch noch zusammenbekommen, aber womöglich hat er in der Journalistenschule gelernt, daß ein Traktat auf diese Art etwas glaubwürdiger wirkt.

Unter dem Bild einer martialischen Glatzkopftruppe schreibt er: „Erzogen in einem Jugendbund? Teilnehmer einer Nazi-Demo.“ Er hätte auch ein Foto von IS-Kämpfern nehmen und kommentieren können: „Erzogen in der Merkeljugend?“ Aber mit Bildern hat er es nicht so, bebilderte er doch früher schon Berichte über angebliche rechtsextreme Umtriebe mit Fotos christlicher Pfadfinder, so daß er sich von denen anhören mußte: „Bitte recherchieren Sie in Zukunft qualitativ hochwertiger und ziehen Sie nicht irgendwelche anderen Bünde in Angelegenheiten, die nichts miteinander zu tun haben.

Besonders kübelt er in seinem jüngsten Traktat über eine Irmhild S., was dazu verleitet, eine Suchmaschine zu bedienen. Fündig wird man sogleich auf der Kriminellen-Plattform Indymedia, auf welcher von anonymen Maskierten über ein „Outing“ unter dem Motto „Für Rassismus gibt’s nur Saures“ gegen die junge Frau berichtet wird, unter anderem mittels der fingierten und an ihre Nachbarn via Flugblättern adressierten Behauptung, sie wäre „eine gefährliche Rassistin“.

Die von den Linksextremisten mitgelieferten Bilder sprechen dabei für sich und sollten nicht zur postfaktischen Verwechslung führen: Oben sind die Bösen und unten die Guten!

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Fake-Fakes

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Kaum ist der Begriff der „Fake News“ in der Welt, werden solche auch en masse produziert. So berichtete etwa die Tagesschau – das staatsnahe Nachrichtenmagazin Nr. 1 – über das Ableben einer Schauspielerin Kim Fisher. Kim Fisher aber ist keine Schauspielerin, sondern Staatsfunkmoderatorin und zudem quicklebendig. Außerdem ist „Kim Fisher“ nur der Fake-Name für Kerstin Poetke. Das mitgelieferte Bild ist auch nicht ihres. Die Moderatorin bestritt auf Nachfrage, verstorben zu sein.

Dach ganz grotesk wird es, wenn die Quantitätsfakepresse über mazedonische Fake-News-Fabriken berichtet, in denen viel Geld und dicke Autos mit der Erstellung von falschen Anti-Clinton Nachrichten verdient werde. Daß diese krude Story selbst gefaked ist, hat nun das Fake-New-Aufspürboard PPQ nachvollziehbar offengelegt.

Fake-News über ominöse Fake-News-Fabriken und reiche Fake-News-Produzenten – skurriler geht es wirklich kaum.

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