Flüchtlingsumfrage

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50 Prozent der Deutschen sind laut einer Umfrage unter 1000 Bundesburgern dafür, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, aber 95 Prozent der Leser der T-Online-Nachrichten (derzeit 51.000) zählen sich nicht zu. Das ist bedenklich und erschüttert uns zutiefst. Zur Umfrage.

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Deutschlandfahnen

Ressentiments

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Das sind nachvollziehbare Überlegungen, welche der Journalist und Lügenpresse-Kritiker Michael Klonovsky in sein Tagebuch diktierte:

Der Souveränitätsmangel, mit welchem diejenigen unserer Medienvertreter auf den „Lügenpresse“-Plakatismus reagieren, die sich offenbar angesprochen fühlen, hat weniger mit dessen allmählich recht klotzigem Wahrheitskern zu tun, als vielmehr mit dem Auflagen- und Bedeutungsschwund sämtlicher in ihrer Selbstwahrnehmung immer noch hochbedeutender Zeitungen und Magazine dieses Landes. Die Wahrscheinlichkeit, dass in zehn Jahren noch ein einziges der großen BRD-Blätter existiert, würde ich nicht höher veranschlagen als die, dass Borussia Dortmund in diesem Jahr absteigt und zugleich die Champions League gewinnt – es sei denn, sie werden alimentiert. Auf den aus vielerlei Gründen sinkenden Schiffen der sogenannten Qualitätspresse suchen viele aufgescheuchte Redakteure und Redaktricen nach Rettungsbooten, weshalb sie sich mit ihren Beiträgen immer williger bei Parteien und Verbänden (und in der Wirtschaft) andienen und deren Positionen immer aggressiver ins Leserland tröten. Die Insel, von der sie inzwischen träumen – sofern sie sich nicht rechtzeitig aufs Altenteil retten können –, ist der von den Bürgern zwangsalimentierte Staatsfunk; andere mögen hoffen, dass eine oder zwei Gazetten im Moment des Konkurses verstaatlicht und die Redakteure verbeamtet werden, weil die Bundesregierung nach dem Zusammenbruch des Journalismus am Markt wenigstens pro forma so etwas wie einen potemkinschen Medienpluralismus aufrechterhalten will.

Zum blöden Gefühl, die Deutungshoheit über das Tagesgeschehen an das basisdemokratische Internet verloren zu haben, gesellt sich bei vielen Journalisten die schiere Existenzangst. Kleinbürger mit Abstiegsängsten suchen bekanntlich Sündenböcke und neigen zu aggressivem Verhalten; in Krisensituationen schlagen sie sich sofort und umstandlos auf die Seite des je Stärkeren. Man muss die Ängste dieser Menschen und ihre dumpfen Ressentiments ernstnehmen.

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Reisewarnung

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Durch die sogenannte „Lügenpresse“ geistert die Meldung einer Reisewarnung eines Untergremiums des  U.S. Department of State, in welcher US-Bürger auf  „mögliche Gefahren im Zusammenhang mit Demonstrationen“  der islamisierungskritischen Pegida-Bewegung  hingewiesen werden. Wortwörtlich wird in dem Bulletin festgestellt, daß die Demonstrationen und Gegendemonstrationen zu Verkehrsstörungen in einigen Städten führen können.

Was in der pluralistischen Presselandschaft einheitlich verschwiegen wird: Die Unterorganisation für Diplomatensicherheit fügt als Begründung an, daß die Demonstrationen zwar „paceful“ (friedlich) inspiriert seien, aber beim Aufeinandertreffen in Gewalt ausarten könnten. Das Schweigen im Blätterwald wird seinen Grund darin haben, daß demnach die Reisewarnung in der von BRD-Behörden praktizierten zeit- und ortsnahen Zulassung von Gegendemonstrationen geschuldet, aber nicht direkt der friedlichen PEGIDA-Bürgerbewegung anzulasten ist.

In den offiziellen Travel Warnings des U.S. Department of State existieren keine Einträge für Germany, aber unzählige für islamische Länder. Allerdings, und das verschweigt die Lügenpresse ebenso in trauter Einheitlichkeit, gibt es eine handfeste Reisewarnung für Europa, und zwar wegen möglichen islamistischen Terrors durch den IS oder Al Kaida. Die US-Behörden meinen, daß die Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen in Europa durch Kriegsrückkehrer aus Syrien und dem Irak größer geworden sei. Zudem gäbe es eine ständige Bedrohung in Europa von islamistischen Einzeltätern, die Anschläge planten.

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Wirr ist das Volk

Es war nichts anderes zu erwarten, als daß die gleichgeschalteten Müllstrommedien das Absacken ihrer Gegendemonstrantenherde auf zwei Drittel der Mannschaftsstärke der Vorwoche als grandiosen Erfolg zu verkaufen wissen, während sie die Verdreifachung der LEGIDA-Demonstranten als schändliche Niederlage dieser Bürgerbewegung verwursten. Schließlich hatten alle so schön Hand in Hand gearbeitet: Die Dunkelmänner der Stadtbonzokratie ließen die Lichter öffentlicher Gebäude ausschalten, alimentierte Schlägerbanden prügelten im Schutze der Nacht auf mögliche Demonstrationsteilnehmer ein, Terrorgrüppchen verübten Anschläge auf Bahnstrecken, moralinbesoffene Kindersoldaten bewarfen Polizisten mit Steinen, die Kulturschickeria übte sich in clownesken Statements, Funk- und Presse orchestrierten die totalitären Willkürmaßnahmen und extremistischen Terrorakte wohlwollend bis verzerrend.

Und sie scheinen nach den mißglückten Versuchen der Inszenierung eines 500-köpfigen PEGIDA-Naziüberfalls in der Dresdner Centrum Galerie sowie der gescheiterten Instrumentalisierung des von seinem Kumpanen abgestochenen Refuckys Khaled B. als angebliches „Rassismusopfer“ endlich in Leipzig ihre rechte Gewalttat gefunden zu haben: Ein sogenannter „Journalist“ will von angeblichen „LEGIDA-Nazis“ überfallen worden sein. Irgendeine Zeitung zeigte dazu als Beweis das Foto einer Kamera mit fehlendem Batteriefachdeckel; mehr Bilder konnten zu dem von Hunderten anwesenden Photographen sehnsüchtig erwarteten Gewaltakt leider nicht geliefert werden. Womöglich arbeiten die Angestellten des Adobe Photoshop noch an dem eindeutigen Material.

Wenigstens die eine selbstgerechte Großstadtschickeria mit realitätsfernem Quark fütternde taz sorgte für einige Schenkelklopfer. So berichtet sie über jenen besonders schlauen Gegendemonstranten, welcher die LEGIDA-Leute mit der Bettlakenaufschrift „Wirr ist das Volk“ zu provozieren suchte. Zum Leidwesen der taz amüsierte sich eine Dame jedoch lediglich köstlich: „Die können ja noch nicht mal richtig deutsch, die schreiben ‘wir’ mit zwei r“. Nun ja, wer sich heutzutage noch von der synchron bellenden Lügenpresse zu einer „Gegendemo“ aufwiegeln läßt, dem ist schließlich jegliche Debilität zuzutrauen.

Auch aus Dresden gibt es Neues: Nach dem Roland-Kaiser-Konzert vor einigen Wochen, das etwa 18.000 herangekarrte Gewerkschaftsmitglieder, kommunale Angestellte, MLPD-Fahnenträger, verdonnerte Schulklassen sowie Verwandte und Bedienstete der Obrigkeit an einem Sonnabendnachmittag in deren Arme trieb (was freilich 25.000 Menschen nicht davon abhielt, am Montagabend wieder mit PEGIDA zu spazieren), will die Stadt nun schwerere Geschütze auffahren. Zeitgleich zur PEGIDA-Demo soll der für seine spitzen Schreie bekannte Schlager-Oldie und Journalistenschläger Herbert Grölgeleier sein Stelldichein geben. Der SPIEGEL jubelt frenetisch: „Fast 1800 Menschen haben für die Kundgebung bereits zugesagt. ‚Da kann man wieder Hoffnung schöpfen: Dresden ist wunderbar‘, ist ein Kommentar unter dem Facebook-Eintrag der Veranstalter.“ Na, wenn das nichts ist angesichts der strudelartig schwindenden Klientel!

So weit, so belustigend. Beschämend allein ist, daß der sein Piratensender-Image pflegende russische Staatsfunk nur verwackelte und verwaschene Bilder einer Großkundgebung aus dem „verfeindeten Ausland“ liefern kann, auf welcher unter dem Beifall einer zehntausendköpfigen Menge zum Frieden mit Rußland aufgerufen wird.

Nachtrag 23.01.2015: Wir haben bei LEGIDA bzgl. des angeblichen Angriffs auf Journalisten nachgefragt und erhielten folgende Antwort: „Wir haben schon mehrmals Aufgerufen uns Beweise zukommen zu lassen – Fotografen wurden angegriffen und es gibt kein Foto, schon seltsam. Foto einer kaputten Kamera, eine Tonbandaufnahme und ein Foto von rennenden Vermummten ist bis jetzt alles.

Tagespropaganda

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In Abwandlung des Spruches: „Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“:

Trau keiner Zeitung, für die du nicht selbst gelogen hast!

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Olaf Sundermeyer

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Olaf Sundermeyer ist ein sogenannter Rechtsextremismusexperte. Einer von vielen, die es schwer haben im Show-Biz, die von einer Gefahr leben, welche es zu beschwören und heiß zu halten gilt, auch wenn sie in der Praxis kaum auftritt. Immerhin wirft die Hysterie-Industrie gegen Rechts doch einige Tantiemen ab, vor allem Steuer-Euro, die im Schattenboxen gegen die „rechte Gefahr“ von Ministerien jährlich im Millionenbudget ausgeschüttet und umverteilt werden, um letzten Endes in linksextremistischen Kanälen zu versickern.

Das erste Mal begegnete uns Sundermeyer im staatlichen Bezahlfernsehen, in einer der unsäglichen Talg-Shows, in welcher er sich bei einer langweilenden Anti-Pegida-Diskussion von einer AfD-Frau als subalterner Volltrottel vorführen ließ. Wir dachten damals: „Mein Gott, was für eine Blindniete!“ Aber gut, das Niveau des Bezahlfernsehens ist sowieso unterirdisch, und solange wir uns der Abgabe einer Propagandasteuer verweigern, haben wir an diesen widerwärtigen Fernsehformaten lediglich ein mediensoziologisches Interesse.

Zur „alten Tante FAZ“, gemeint ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung, hatten wir allerdings eine innigere Bindung, da uns diese in Jugendjahren gerade im Feuilleton hin und wieder mit hochwertigem Lesegenuß erfreute. Als allerdings die Tante auf die korrekte Schreibung gebrochener Lettern in ihren Überschriften verzichtete, verzichteten wir auf die Tante und ließen sie seit Jahren unbeachtet links liegen.

Umso erstaunter waren wir, daß uns der sogenannte Experte Sundermeyer in eben diesem Feuilleton der FAZ zufällig wieder begegnete (ein lesenswerter Blog verwies darauf), und zwar mit einem unterirdischen „Statement“ über den nicht unbedingt anspruchsvollen russischen Auslandssender RT deutsch. Der einem illegalen Piratensender gleichende Fernsehkanal bat den Darsteller, sich als Naziexperte interviewen zu lassen.

Diesen plagten jedoch Gewissensbisse, denn der Sender, obschon er explizit links ist, wird doch von Rußland finanziert, gegen welches momentan die Propagandageschütze des Westens gerichtet sind. So sicherte sich der „Journalist“ bei allen möglichen Autoritäten ab und war sich später nicht zu blöde, diesen lächerlichen Vorgang im Feuilleton der FAZ ausführlich darzulegen:

Ich frage Kollegen, ob ich meine journalistische Integrität verliere, wenn ich die Einladung annehme. Die Resonanz ist recht eindeutig: „Yes“ (BBC); „ja, oder du nutzt die Gelegenheit, denen zu sagen, was du von ihnen hältst“ (Netzwerk Recherche); „ja“ (rbb); „schwierig“ (NDR); „sehr schwierig“ (Deutsche Welle); „die Frage ist nicht, wer dich eingeladen hat, sondern was du sagst!“ (WDR). Ein Radiokollege empfiehlt, das Gespräch aufzuzeichnen, um es im Nachgang zu thematisieren. Ein Weiterer sagt: Lehne doch ab mit dem freundlichen Hinweis, du kämest gerne, wenn es gelte, „über rechtsradikale Tendenzen in russischen Stadien, Politik und Gesellschaft“ zu reden.

Sundermeyer, immerhin, geht trotzdem. Als Rechtsextremismusexperte muß man schließlich immer im Rampenlicht stehen, ansonsten ist es mit dem lukrativen Expertendasein schnell vorüber. Dann kommen andere, die wie die Hyänen zwielichtige Studien zitieren, den Mut gegen eine Schimäre beschwören und oberlehrerhaft Moralinsäure verspritzen. Ex-Experte Toralf Staud kann ein Lied davon singen, der mußte irgendwann auf einen anderen fahrenden Zug aufspringen und verdient nun als Klimaretter seine trockenen Brötchen.

Sundermeyer geht also ins Rampenlicht, versagt aber einmal mehr vor den Raffinessen einer Frau:

Die junge Moderatorin will mich unbedingt auf das Minenfeld der ethnischen Konflikte zwingen. Ich soll wohl Klage gegen die albanischen Nationalisten führen. Ich flüchte mich in Allgemeinplätze.

Schaut dumm aus der Wäsche, faselt sinnlose Sätze.

In diesem Augenblick entscheide ich, keiner Einladung von „RT deutsch“ mehr nachzukommen, und jedem zu empfehlen, es ebenso zu halten, der auf seine journalistische, politische oder wissenschaftliche Integrität Wert legt.

Integrität? Nun ja. Ein Kollege hatte ihn schließlich gewarnt – sich im Einheitsbrei der gewohnten Paradigmen dialektische Bälle zuzuwerfen, sei für schlichte Gemüter bewältigbar, links oder rechts querzudenken allerdings intellektuell anspruchsvoll. Was der Kollege sagt und Sundermeyer bedenkenlos publiziert, ist allerdings auch eine interessante Deutung, die ihren Platz im Absurditätenkabinett einer verlotterten Nomenklatura verdient:

In „RT deutsch“ sieht er eine Gefahr für die Pressefreiheit. Der Sender nutze die Medienfreiheit, um den unabhängigen Journalismus zu diskreditieren und eine durchaus wachsende Medienverdrossenheit noch anzustacheln, meint er. Ich teile diese Einschätzung.

Ob nun RT deutsch oder „Journalisten“ wie Sundermeyer Schuld daran tragen, daß die FAZ zwischen 2013 und 2014 ganze 13,6 Prozent ihrer Leserschaft verlor und weiter im Sturzflug ist, sei dahingestellt. Allerdings dürften die sinkenden Absätze in einen Teufelskreis führen: Es kann nur noch billiges, unbegabtes Personal geordert werden, das flachen Einheitsquark absondert, geistig überfordert ist und sich nach allen Seiten hin absichert, wenn es einen auch nur ansatzweise investigativen Schritt wagt.

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