Herzliches Beileid

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Was sind Grüne?

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War es früher der Kindermund, der Wahrheit kund tat, so ist es im technologischen Zeitalter der Internetriese Google, welcher unbefangen und unbeschwert daherplappert. Algorithmen und logische Verknüpfungen führen dabei häufig zu nachvollziehbaren Ergebnissen.

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Völlig geschmacklos

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Auf der Seite eines AfD-Kreisverbandes bei Nürnberg ist es nach einem Facebookpost zum Eklat gekommen“, behauptet die Neue Osnabrücker Zeitung. Ein nicht verifizierter AfD-Kreisverband warb mit dem Porträt der NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl, Mitglied der Gruppe „Weiße Rose“, mit dem Zitat: „Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ‚regieren‘ zu lassen“ und der Behauptung „Sophie Scholl würde AfD wählen“. Ob sie das würde, wissen wir nicht, aber wir wissen auch nicht, ob sie es nicht würde.

Das Problem an diesem Post: Zum einen gilt Sophie Scholl als Ikone des Widerstands. Sie steht für Freiheit und Offenheit und passt deshalb aus Sicht vieler nicht zu den Vorstellungen der AfD von geschlossenen Grenzen und zur Islamkritik der Partei. Zum anderen stilisiert sich die AfD mit diesem Post selbst zum Widerstandskämpfer. Und die amtierende Bundesregierung wird mit dem verbrecherischen NS-Regime gleichgesetzt.

Setzte sich Sophie Scholl tatsächlich für offene Grenzen und die Einführung des Islam in Deutschland ein? Belege dafür gibt es nicht. Es finden sich allerdings auch keine Schriftstücke oder Aussagen, in welchen Sophie Scholl die eklatanten Rechtsbrüche Merkels und ihrer Mitarbeiter kritisiert oder die Stigmatisierung politischer Gegner in der späten Bundesrepublik anprangert. Möglicherweise ließe sich Sophie Scholl heutzutage sogar von der Stasimitarbeiterin Anetta Kahane dafür bezahlen, im Internet kritische Meinungen ausfindig zu machen und zu denunzieren.

Daß „die amtierende Bundesregierung mit dem verbrecherischen NS-Regime gleichgesetzt“ wird, läßt sich zwar aus dem Zitat nicht erkennen, aber – ein Schelm, der Böses dabei denkt – diese Interpretation sei den #Aufschreiern geschenkt, sie werden sich dabei schon etwas gedacht haben.

Selbst die Nürnberger AfD distanzierte sich mittlerweile von dem Facebookpost und dem eigenen Kreisverband  AfD Nürnberg-Süd/Schwabach: „Wir sind derzeit dabei, juristisch prüfen zu lassen, ob und wie wir gegen die Betreiber aktiv werden können. Des Weiteren distanzieren wir uns ausdrücklich von diesem völlig geschmacklosen Post“.

Was die Nürnberger AfD nun im Einzelnen geschmacklos findet, die Aussage Scholls oder deren mögliches Wahlverhalten, ließ sie offen.

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Russische Bots

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Es ist viel von diesen U-Booten im Internet die Rede, welche – von Putin ferngesteuert – die Kommentarspalten fluten, um gegen unsere Führerin zu hetzen und einer Partei wie der AfD zur Macht zu verhelfen, welche mit Rußland in Frieden und Freundschaft leben will. Pfui!

Nun lasen wir aus Langeweile unter einem Beitrag des Magazins Focus zum ThemaTrachtenverein verweigert AfD-Politikerin die Mitgliedschaft“ auch die Kommentare und fanden gar nicht die gewohnte Kritik an totalitärer werdenden Zuständen von 99 Prozent der Kommentatoren vor, sondern auch vermehrt Beiträge von Merkelfans.

Wir zählten die ersten Kommentare durch und kamen bei 28 Kommentaren auf 19 kritische Kommentare von 19 verschiedenen Kommentatoren und 9 merkeltreue Kommentare von 2 Merkelfans in ein und demselben Stil.

Das gibt zu denken! Sind die Russen technisch fortgeschrittener als die Bundesrepublikaner? Immerhin können die russischen Bots nicht nur verschiedene Namen, sondern auch unterschiedlichsten Duktus und simulieren eine Sprache, die von gehoben bis einfach (inkl. geschickt eingestreuten Rechtschreibfehlern) alle Schichten des deutschen Volkes abzubilden imstande ist, während die deutschen Bots offenbar immer nur auf Textbausteine mit den üblichen Propagandafloskeln zurückgreifen.

Führerin, werfen Sie bitte all unsere Techniker für den Endsieg an die Agitationsfront! Damit wir Moskau einnehmen und den tumben russischen Bären mit unseren hyperintelligenten Bots zu Boden werfen!

Bild oben: Ein fieser russischer Bot diskreditiert unsere gefestigte Demokratie als „linke Diktatur“. Hinter diesem bösen Kommentar stecken Putin und die Weltverschwörung! Schutz vor derartigen Robotermeinungen bieten nur Alu-Hüte, die bei jedem Internetbesuch getragen werden sollten.

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Sensibelchen

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Das Medium könnte empfindsames, feinfühliges Material beinhalten. Seien Sie daher beim Besichtigen der Medieninhalte bitte besonders rücksichtsvoll und zuvorkommend. Danke!

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Fake-News

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Immerhin wissen wir jetzt, warum der Begriff „Fake-News“ zwei Jahre nach Etablierung des Wortes der „Lügenpresse“ in den Think-Tanks der Nomenklatura ausgeheckt und plötzlich über alle Medienkanäle in die Hirne der Propagandakonsumenten gepflanzt wurde.

Die recht populäre AfD hatte vor einigen Monaten behauptet: „Jetzt kommt heraus, dass das Umweltministerium mehrere Millionen Steuergelder in den Clinton-Wahlkampf gesteckt hat.“ Hat es wohl doch nicht. Es hatte lediglich Millionenbeiträge an eine „Clinton Foundation“ überwiesen, die sich für Projekte in der Dritten Welt engagiert und mit der die Clintons, ohne daran Geld zu verdienen, lediglich ihr ramponiertes Kriegstreiber-Image aufpolieren. Insoweit leistete das BRD-Umweltministerium nur indirekte Wahlkampfhilfe.

Offiziell nicht als Fake-News bezeichnet werden Falschmeldungen über die AfD. So hattedie Linke in einem Flyer unwahre und unvollständige Informationen verbreitet, wonach die AfD im Gegensatz zu den Linken gegen mehr Volksentscheide sei.“ Ganz ohne Bemühung einer Fake-News-Floskel wiesen die Richter auf eine „Entscheidung des Bundesgerichtshofs“ hin, wonach auch die Verbreitung unvollständiger Tatsachen „unzulässig und damit rechtswidrig“ sei. „Fake News“ sind also lediglich neue Schläuche für alten Wein.

Oppositionskräfte dürften dankbar sein, daß den Think-Tanks kein anderer Begriff eingefallen ist. Während der Vorwurf der „Lügenpresse“ lediglich einseitig geäußert werden kann, da die Rechtspopulären über kein nennenswertes Pressewesen verfügen, ist der Kampfbegriff der Fake-News in der neudeutschen Debattenkultur beliebig verwertbar, im Zweifelsfall auch gegen Diskutanten, die (vermeintliche) Forderungen der AfD verzerrt weiterverbreiten („Frauen an den Herd“, „Abschaffung des Mindestlohnes“, „Alle Ausländer raus“, „Auf Flüchtlingskinder schießen“ usw.).

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Bild unten: Klassischer Fall von Fake-News – Putin organisiere Rapefugee-Partys wie die zur letzten Jahreswende in Köln

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Werbeboykott

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Unter vielen oder allen unserer Beiträge sehen unsere Leser irgendeine Werbung, die vom Bloganbieter WordPress eingeschoben wird. Wir wurden von dieser Praxis erst einige Jahre nach Blogbetrieb überrascht, nachdem sich ein Häuflein Stammleserschaft ansammelte.

Könnte uns bitte jemand auf die Schwarze Todesliste #kein-geld-für-recht der Werbeagentur Scholz&Friends setzen, damit wir unsere Reichweite erhöhen können und die lästige Werbung abgeschaltet wird? Danke!

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