Sympathieverkettung

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50.000 Lebewes_innen waren für den Anti-AfD-Aufmarsch angesagt. „Mehrere Tausend“ – ein Polizeisprecher nannte die Zahl 6.500 – kamen. „Tausende protestieren friedlich“, schlagzeilt beispielsweise RP ONLINE. Es wurden auch nur mehrere Polizisten verletzt.

Man stelle sich vor: Bei einer PEGIDA-Demonstration hätten sich einige Hundert Rowdys zum Randalieren abgekoppelt und mehrere Polizisten verprügelt. Ob die Sächsische Zeitung dann ebenfalls geschlagzeilt hätte: „Tausende protestieren friedlich“? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten.

Warum bedeutend weniger kamen als angekündigt? Möglicherweise waren sie doch von einer Ansage Michael Klonovskys berührt:

Wenn ein paar Nafris ihren Weibern elanvoll an die Wäsche gehen, stehen die braven Kölner mit angelegten Ohren daneben und schauen ergriffen zu. Aber wenn die AfD tagt, rotten sie sich in hellen Haufen zusammen, um gegen die einzige Oppositionspartei dieses Landes zu protestieren.

Was für eine Heldenstadt ist doch unser großes, heiliges Kölln!

Selbstredend macht gerade ihr Kuschen vor echten Kriminellen, gegen deren Import sie nicht protestiert und an die sie Teile ihrer Stadt verloren haben, unsere Engagierten in ihrem zivilgesellschaftlichen Meutenmut erst so richtig scharf; es handelt sich um eine reine Ersatzhandlung von Courage-Simulanten, denen die eigene Feigheit mindestens unterbewusst peinlich ist.

Ginge von der AfD auch nur die geringste Gefahr aus, wir hörten keinen Mucks von diesen Wichten.

Mit diesen knappen Worten wäre der Psychoanalyse des Duckmäuser- und Untertanentums Genüge getan. Es sei aber auch angemerkt, daß nach der Nafri-Silverstervergewaltigungsparty vor mehr als einem Jahr sich immerhin um die 5.000 Menschen zusammenfanden, um nach einigen von Presseleuten initiierten Böllerwürfen ihre Gegendemonstration untersagt zu bekommen. Korrigiert man über die gewohnten Zahlenmanipulationen, so werden es heuer soviel Anti-Meinungsfreiheitsdemonstranten gewesen sein, wie seinerzeit Anti-Vergewaltigungsdemonstranten.

Nebenbei erfährt man aus der Wahrheitspresse, daß der bayerische AfD-Chef Petr Bystron vom für ihn zuständigen Landesverfassungsschutz beobachtet wird. Begründet wird das damit, daß Bystron angeblich mit der Identitären Bewegung sympathisiere. Diese wiederum wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil es angeblich „personelle Überschneidungen“ zwischen „Identitären und Rechtsextremisten“ gäbe. Die Identitären weisen schon seit Längerem jeden Extremismus von sich, bekennen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und fordern die Wiedereinführung des Rechtsstaates, unter anderem durch die Ausweisung von illegal Eingewanderten oder die Eindämpfung des radikalen Islamismus.

Galt in den besseren Zeiten des Mittelalters noch, daß, wenn man ein Bekenntnis abgegeben hatte, die Gnade des Herrschers erhielt, so ist das heute anders: Es gilt der Verdacht, der jedem übergestülpt wird, welcher den Machthabern irgendwie im Wege stehen könnte. Andererseits sollte man sich auch von einer romantischen Vorstellung mittelalterlichen Edelmutes nicht trügen lassen: Wenn einige Untertanen in kohlhaas’scher Dickköpfigkeit konsequent auf die Umsetzung einer alten kaiserlichen Bulle verwiesen, Ihro Majestät aber mittlerweile eine ganz andere Agenda verfolgt und die Bulle nach Gutdünken neu auslegt, so wären die Querulanten gewißlich ebenfalls in Ungnade gefallen. Hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Obrigkeit und Untertanen funktioniert die realexistierende Demokratie also offensichtlich ähnlich, wie andere unaufgeklärte Zeitepochen vor ihr.

Wenn man die Kausalketten von Beobachtung und Stigmatisierung fortführt, so ergibt sich folgendes Bild: Die Identitären werden überwacht, weil sie angeblich mit dem Rechtsextremismus sympathisieren, ein AfD-Chef wird überwacht, weil er angeblich mit den Identitären sympathisiert. Konsequenterweise wird demnächst jeder überwacht, der mit Petr Bystron sympathisiert, dann werden die überwacht, die mit Bystrons Sympathisanten sympathieren usw. usf.

Eine inhaltliche Erklärung mit dezidiertem Hinweis, welche Grundsätze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung die Betroffenen vermutlich aggressiv-kämpferisch beseitigen wollen, also warum sie überhaupt überwacht werden, erübrigt sich mit der Sympathieverkettung. Deutschland im Jahr 2017.

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Wühlarbeit

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Des Brezels Frau Ke, anno dunnemal ganz taff bei Podiumsdiskussionen und überall, stammelte während ihrer Weihnachtsansprache 2016, daß es nur so verwundern konnte. Hatte man ihr zugesetzt? Gut, vielleicht waren es auch nur Hormonschwankungen, welche die Feinmotorik beeinträchtigen, welche aber nach einigen Monaten wieder verflattern.

Was jedoch seitdem vonstatten geht, ist das gezielte Diskreditieren der zunächst hoffnungsvollen Alternative von innen her nach dem Prinzip, verbrannte Erde zu hinterlassen. Induzierte Flügelkämpfe zwischen gleichermaßen wichtigen Konservativen und Liberalen sollen den Blick auf das gemeinsame Wollen vernebeln. Möglicherweise – und dieser Begriff impliziert natürlich nur eine Vermutung – ist das Ziel, die Partei bis zum September unter die 5-Prozentmarke zu drücken.

Wer Höcke mit Hitler vergleicht und begnadete Redenschreiber hintergaunert, übernimmt und untermauert die Agitprop einer niederträchtigen Medienmafia, die Ausdünstungen bezahlter Worthülsenexperten und die Wühlarbeit parteipolitisch mißbrauchter Geheimdienste. Womöglich winkt nach getaner Arbeit ein Pöstchen in einer mit einem blauen Auge davon gekommenen Partei, begründet mit dem Argument, in einer dann entweder völlig zerstrittenen Loser-Miniaturpartei oder einer doch noch etwas kräftigeren so dargestellten Nazifaschohitlerrabaukentruppe hätte ein ambitioniertes Traumpärchen mitsamt seinen Gefolgshanseln ja doch keine Zukunft.

*Verschwörungstheorie on* Alles läuft rechtzeitig wieder nach Plan und die Einkäufer dürften sich der Entwicklungen freuen. Den anderen bleibt zu hoffen, daß des Prinzenpärchens Handwerk alsbald gelegt ist und diesem angesichts eines doch noch rechtzeitig mißlungenen Wühlens auch die Erfolgsprämie verwehrt bleibt. *Verschwörungstheorie off*

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Nachtrag: Die Erklärung Michael Klonovskys lasen wir erst kurz nach unserer oben diktierten Vermutung – welche damit, zumindest in ihren Symptomen, bestärkt wird.

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Eil Merkel!

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Erinnert sich noch jemand an die „Front deutscher Äpfel“. Das waren von Politik und Medien gepämperte Spaßmacher, die vor einigen Jahren mit gefälschten NS-Fahnen (statt des Hakenkreuzes zeigten die einen Apfel) irgendwelchen NPD-Demonstrationen hinterhertrotteten. Lang ist’s her! Sang und klanglos sind sie abgetreten, ihrem Führer gefolgt.

Aber nun sie sind offenbar wieder auferstanden aus Ruinen, mit neuem Elan huldigen sie jetzt der GröKaZ, unserer Führerin Merkel. Seltsamerweise ohne weiteres Echo aus den Zwangsabgaben- und Wahrheitsmedien, lediglich RT-deutsch sendete eine Live-Übertragung von der heutigen „Eil Merkel!“-Demonstration. Ach ja, und die BLÖD-Zeitung merkt am Ende eines Jubelperserberichtes etwas verkniffen an:

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Aus etwa zweihundert Personen werden „einige Dutzend“ und aus einer gebrochenen deutschen Druckschrift eine „Runenschrift“. Ginge es um eine Gegenveranstaltung zur recht populären AfD, würde die Wahrheitspresse auch überregional schlagzeilen: „Hunderte Gegendemonstranten protestieren kreativ gegen …“ und heute-show oder extra3 oder wie die Regierungskomikformate alle heißen würden sich vor Schenkelklopfern und nassen Höschen nicht mehr einbekommen.

Aber sei’s drum: Es ist wunderschön, daß die „Front deutscher Äpfel“ wieder für deutsche Faschistenführer aufmarschiert, und wenn sie weiter so wächst wie bisher, dann kann die GröKaZ mit ihrem treuesten Gefolge im September einen fulminanten Reisparteitag abhalten. Und wenn nicht sie, dann die Type mit der Schnapsnase. Ein hundertfach durch die Straßen hallendes „Heil Schulze!“ ist eines GröKaZ mindestens ebenso würdig.

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Radikalisierung

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Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der Identitären Bewegung“, schreibt Die Welt und postet das Konterfei eines schwer gezeichneten Mannes. Auf dem lastet die Bürde, die Rechts- und Verfassungsbrüche der Machthabenden zu  ignorieren und jene Minderheit zu stigmatisieren, welche Verfassung und Rechtsstaatlichkeit wieder eingesetzt wissen will. Dabei ist anzunehmen, daß auch er ursprünglich nur ein korrekter Verwaltungsbeamter im Dienst der Bürger sein wollte und seinen Job mit dem Anspruch antrat, die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen.

Inwieweit wird sich die zunehmende Radikalisierung der Identitären bemerkbar machen? Werden deren Protestbanner jetzt noch größer und greller? Rufen sie auf ihren Demonstrationen noch lauter als früher nach sicheren Grenzen? Werden sie jetzt noch intensiver Heidegger und Jünger zitieren?

Zeitgleich zur Radikalisierungsbeschwörung – das liest man freilich nur in der österreichischen Presse – wurde ein aus der BRD stammender Steinewerfer identifiziert, der anläßlich einer in Wien stattfindenden friedlichen Demonstration der Identitären aus einer „Gegendemonstration linker Aktivisten“ heraus einen Stein in „die als rechtsextrem eingestufte Gruppe“ der Identitären geworfen hatte. Der schwerverletzte „Extremist“ überlebte auf einer Intensivstation, gegen den blutlüsternen „Aktivisten“ wird wegen Mordversuchs ermittelt.

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Die kriminellen Strukturen, in welchen sich derart mordlüsterne „Aktivisten“ tummeln, werden von machthabenden Parteien und Verbänden finanziert und gefördert. Doch auch nach dem linksextremistischen Mordversuch forderten und fordern die Identitären absolute Gewaltlosigkeit bei allen ihren plakativen Aktionen. Die „zunehmende Radikalisierung der Identitären Bewegung“ dürfte also trotz aller blutiger Provokationen ein Wunschgespinst interessierter Kreise bleiben.

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Böser Höckler

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Höcke, Höcke, Höcke“ nazitelt die Beutegermanin Mely Kiyak in Erdogans neo-osmanischem Magenblatt Dü Zeitak. Der AfD-Verbrecher stolpert schon wieder über eine braune NS-Verharmlosung, indem er dem vor mehr als 70 Jahren verblichenen Hitler unterstellt, dieser wäre nicht zu 100 Prozent böse gewesen, sondern nur zu 99 Prozent. NS-Verharmlosung der übelsten Sorte ist so etwas!

Wir prüfen, was dran ist an den Vorwürfen:

Hitler war Veget-Arier!

Wer sein Essen in essenswert und essensunwert selektiert, ist ein Rassist. Im Vegetarier steckt bereits der böse Arier!

Hitler war Hundefreund!

Aber er hatte nur reinrassige Schäferhunde, gendergerecht hätte er mindestens ebenso einen kastrierten LTSBI-Dackel halten müssen und eine Ziege, die sich als Hund fühlt!

Hitler war Österreicher!

Österreicher sind böse Leute, die wohnen hinter den Bergen und bohren Löcher in den Käse. Löcherkäse aber ist Beschiß: Sieht nach viel aus und es ist wenig drin!

Hitler baute Autobahnen!

Schon wegen dieses Begriffes mußte Eva Hermann ihren Hut nehmen. Hätte Hitler keine Autobahnen gebaut, wäre Eva heute noch hochdekorierter Propagandalautsprecher der ARD.

Hitler machte den 1. Mai zum Feiertag!

Das machte dieser Hitler nur, um Martin Schulz eins auszuwischen. Denn an Feiertagen kann Martin keine EU-Sitzungsgelder einstreichen.

Hitler war Katholik!

Katholizistenführer warnen zwar vor der AfD, waren aber im NS dicke dabei, die Herrschaftsstrukturen zu unterstützen, so wie heute.

Hitler hatte nur ein Ei!

Das ist unfair gegenüber Mutti Merkel, die hat gar keine Eier!

… wie man es auch dreht und wendet, an dem Hitler ist nichts Gutes zu finden. Höcke hat also den Hitler verharmlost und gehört deswegen vor den Volksgerichtshof zum kurzen Prozeß! Heil Merkel!

Bild oben: Hitler liebte Neger nur, weil sie so schön braun waren, wollte ihnen aber keine Sozialhilfe gönnen. Hier mit Jesse Owens, der erhielt noch nicht mal Bleiberecht, nur eine Goldmedaille.

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Dauert noch

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Es ist für den Staatsfunk ein schwieriges Unterfangen, regimetreue Bots laufende Jubelkommentare unter die Propagandameldungen absondern zu lassen, um der zwangszahlenden Konsumentenschaft Paroli zu bieten. Zwar sitzen in den Gender-Fakultäten der Universitäten genügend steuergeldbezahlte Trolls, die den ganzen Tag herrschende Ideologie ins Internet verströmen könnten, doch sind diese den in sozialen Medien randalierenden Pegida-Dumpfbacken intellektuell meist unterlegen. Die Schließung der Kommentarfunktion für das Zahlvieh sollte aber nur ein vorübergehendes Problem sein, denn schon bald können sich Kohorten von Neodeutschen aus Afrika als billige Kommentar-Skribenten betätigen.

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Der Ausstieg

Dr. Maximilian Krah ist Rechtsanwalt und lebt in Sachsen. Er selbst beschreibt sich als eingeborenes CDU-Mitglied und trat bereits 1991 in die Junge Union ein. Nach über 25 Jahren in der Union entschied er sich für den Austritt aus der Partei und stellte kurz darauf den Antrag für eine Mitgliedschaft in der AfD. Gegenüber RT erläutert Dr. Krah seinen Schritt und erklärt warum er und die ebenfalls aus der CDU ausgetretene Erika Steinbach nur die Spitze einer viel größeren Bewegung sind.

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