Eierdiebe

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Bochum, eine der schönsten und buntesten Städte der BRD, hatte sich für seine Kinder eine besonders liebe Osterüberraschung einfallen lassen: „In einem Park hatte die Stadt Bochum 5000 Ostereier versteckt. Doch Diebe stahlen sie am frühen Morgen – alle. Zurück blieben untröstliche Kinder.“ Viele Kinder verließen weinend den Stadtpark.

Vermutet wird, daß das gesamte Eierkontingent von jenen mitgenommen wurde, die wertvoller als Gold sind, und von einigen Kommentatoren darob als „Goldhasen“ bezeichnet werden. Sicherlich, das Land hat sich verändert, aber wie würde Fräulein Göring sagen: „Das ist gut so.

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20 Antworten

  1. Das Beispielbild gefällt mir außerordentlich gut, es wurde sofort gespeichert. Martha hat eigentlich alles was zum Thema gesagt werden muß gesagt. Demnächst werden dort wohl Überwachungskamera eingesetzt, vermutlich brauchen die Bochumer generell mehr Überwachung, man sollte dafür eine Überwachungssteuer einführen. Außerdem sollten die Bochumer noch mehr im Internet kontrolliert werden, damit sie diesen Mundraub nicht für Hate-Speach mißbrauchen. Vermutlich haben die Bochumer die Eierdiebe nicht vernünftig integriert und vom Osterfest ausgeschlossen.

  2. „Die Kinder sind traurig und viele Bochumer wütend, wie auf dem Stadtportal bei Facebook zu lesen ist: „Schade, dass sich Erwachsene ihre Taschen vollgestopft haben und für die Kleinen nichts mehr zu finden war.“

    Bevor hier jemand auf falsche Gedanken kommt: Schuld waren die Erwachsenen.
    Über ein Wahlrecht ab einem Alter von fünf Jahren sollte unverzüglich diskutiert werden.

  3. Irgendwie schimmert in dem Artikel ein Generalverdacht gegen Diebe und Erwachsene durch. Man kann aber hoffen, die Eltern enttäuschter Kinder haben es ihren Sprösslingen richtig erklärt. Wer zu spät kommt, weil er zu spät aufsteht, den bestraft das Leben.

    Was mich zur Frage bringt, ob es ein Eiersammellimit gab? Wir gehen ja hier unberechtigterweise davon aus, moralische Erwägungen hielten einen beim Eiersuchen davon ab, jedes gefundene Ei mitzunehmen. Ich für meinen Teil wurde aber nie von solchen Bedenken geplagt und konnte die auch nicht bei Nichten und Neffen feststellen, als die im Eiersuchalter waren. Die mitgenommene Menge wurde nur durch die mitgeführten Behälter begrenzt. Und die Anzahl der zu findenden Eier.

    Wenn was herrenlos im Wald liegt, warum soll es da verkommen? Weil es eventuell noch andere Sucher geben könnte? (Schaut mal, wenn die Pilze schießen, wie moralisch die mit ihren KIepen und Messern hantieren.)

    Jetzt kann sich ungefähr jeder ausmahlen, was das für ein Tollhaus wird, sollte tatsächlich mal eine Krise eintreten, mit stockender Versorgung u.ä.. Die, die schon länger hier leben, könnten dann mit dem kategorischen Imperativ kommen, der würde sie aber nicht satt machen.

    • Ja, ein weng komisch ist’s freilich, wenn’s bei einer Kneipeneröffnung Freibier gibt, „solange der Vorrat reicht“, dann darf man sich – wenn man eine Stunde zu spät kommt – auch nicht wundern, daß man eine trunkene Horde antrifft und die Fässer bereits leer sind.

      • Natürlich macht es unsereinen betroffen und ein stückweit auch traurig, wie tief die Erwartungsmentalität sich in denen, die bereits länger hier leben, festgesetzt hat. Sozial gerecht wäre es gewesen, wenn an jeder Eierversteckstelle ein Helfer gestanden hätte, der das entnommene Ei nachfüllt. Denn was ist mit denen, die erst spät aufstehen, trödeln oder anderweitig unabkönmmlich sind? Steht denen nicht auch ein verstecktes Ei zu? So wurde hier wieder einmal der Sozialdarwinismus befördert. Und wo es hier MUFL gibt, denen schon die Bärte über den Nabel wuchern, muß man annehmen, daß in aller Frühe Kinder mit LKW anrollten, um eine üppige Mahlzeit zu sammeln. Vielleicht für einen Hochzeitskorso?

  4. Scheiß auf die Bunten nicht nur Eier.
    Oder waren da schon Küken drin?
    Polizei-Einsatz an Ostern: Familie will Schafe im Garten schlachten – zwei Tiere tot
    http://www.focus.de/regional/koeln/koeln-polizei-einsatz-an-ostern-familie-will-schafe-im-garten-schlachten-zwei-tiere-tot_id_6968482.html

    Wer bunt sein will, liebt auch rotes Blut von gemeuchelten Schäfchen. Gell!!

  5. Es wird sich hier um ein Mißverständnis handeln. Die Schokoeier wurden bestimmt bereits von einem ehrlichen Finder zusammen mit einer Brieftasche mit 100.000 EUR auf der nächsten Polizeiwache abgegeben.

    • @Elbgermane

      Genau! Die nächste Schlagzeile lautet also: „Flüchtling findet 5000 Ostereier.“

  6. Wer nicht an den Osterhasen glaubt, könnte sich durch bunte Eier im Park, beleidigt gefühlt haben können, derweil er sie dezent entfernt haben könnte, was für seine Tolleranz spricht.

    Es wurden zumindest keine Eiersuchenden MenschInnen überfahren. Man kann also feststellen, dass sowohl Osterhasenungläubige, als auch Osterhasengläubige, gelernt haben miteinander gewaltfrei auszukommen. Das ist ein Fortschritt und setzt ein Zeichen für eine bunte, tollerante, vielfältige Gesellschaft, in der es selbstverständlich sein sollte, das Häschengläubige und Eiergläubige gut miteiander leben können.

  7.  „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe das erste! Ei“

    Es folgt der Standardsatz unserer Behörden:
    Wir lassen uns unsere Lebensart nicht verändern.

  8. Ich weiß wer es war: Die Zerstörer des Neuen!! Wütende und miefige Frührentner nämlich! Die sind so drauf da „nicht mehr Teil der produktiven Gesellschaft“:
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163720910/Ein-Aufstand-von-Verhinderern-und-Zerstoerern-des-Neuen.html

    Kulturkritik für Anfänger. Lesedauer 5 min., Brechdauer 10 min.

    • Arbeit für alle den ganzen Tag, zu einem Lohn, der gerade für Miete, Essen und Kleidung reicht, und niemand kommt auf dumme Gedanken! „Geh´ lieber arbeiten“, rief früher der Arbeiter dem Studenten zu. Heute sollte es der noch nicht so lange hier Lebende dem Frührentner zurufen.
      Vielleicht würde der dann nicht mehr wählen, was er immer gewählt hat.

  9. Die Petry zieht sich zurück und Horst Mahler ist auf der Flucht, mit solchen Nachrichten beginnt der Tag doppelt so schön!

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