Zeichensprache

zeichensprache.jpg

… war irgend etwas Besonderes dazwischen?

.

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13 Antworten

  1. zwischen Hieroglyphenschrift und den des schreibens nicht mehr mächtigen Benutzern der angloamerikanischen Zeichensprache bestehen nur noch rudimentäre Unterschiede. Waren die Ersteren noch der Meinung, sie äusserten Heiliges und plagten sich mit noch feuchten Tontafeln, tippen die Heutigen mit dicken Fingern ein einziges vorinstalliertes Bildchen an, um ihren ganzen erbärmlichen Gemütszustand jedem X-beliebigen, auch den daran Uninteressierten, mitzuteilen.
    Doch, ja, dazwischen gab es eine Blüte der Zivilisation.

    Wie sagte Erich Kästner zu passend:

    Die Entwicklung der Menschheit Vortrag

    Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
    Behaart und mit böser Visage.
    Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
    Und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
    Bis zur dreißigsten Etage.

    Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
    In zentralgeheizten Räumen.
    Da sitzen sie nun am Telefon,
    Und es herrscht noch genau derselbe Ton
    Wie seinerzeit auf den Bäumen.

    Sie hören weit. Sie sehen fern.
    Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
    Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
    Die Erde ist ein gebildeter Stern
    Mit sehr viel Wasserspülung.

    Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
    Sie jagen und züchten Mikroben.
    Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
    Sie fliegen steil in den Himmel empor
    Und bleiben zwei Wochen oben.

    Was ihre Verdauung übriglässt,
    Das verarbeiten sie zu Watte.
    Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
    Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
    Dass Cäsar Plattfüße hatte.

    So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
    Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
    Doch davon mal abgesehen und
    Bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
    Noch immer die alten Affen.

  2. Hochkultur und die Lachlinie welche für satirische Anmerkungen genutzt wurde, wenn man den Buch „England – Nürnberg – Spandau : Ein Schicksal in Briefen“ Glauben schenken darf.

    • „dem Buch“

      Die Buchstaben auf meiner Tastatur haben leider nicht die Breite meiner Finger berücksichtigt!

  3. LOL! 😆😂👍🏻👍🏻
    Im Vergleich zu ägyptischen Hieroglyphen ist unsere Zeichensprache 💩

  4. Apropos Angliszismen:

    Das gabs aber schon 1996 von der Modeschöpferin Jil Sander:

    „Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine givingstory. Man muß contemporary sein, das future Denken haben. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit den neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen muß. Aber die audience hat das von Anfang an supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese refined qualities mit spirit eben auch appreciaten. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.“

    Quelle: Jil Sander im FAZ-Interview vom 22. März 1996,

    • Sehr guter Vortrag, da gibt es ein Bravo, auch wenn die AFD nicht meine Partei ist. Bei der Landtagswahl werde ich sie aber trotzdem, mangels Alternative wählen. Und dann werde ich vier Jahre sehr genau hinschauen und deren Arbeit beobachten.

  5. Willkommen in der Fremde (….im eigenen Land)

  6. Worte, die man nicht spricht – sprechen kann/darf – kann man auch nicht mehr denken…

  7. Der Postillon muß hier mitgelesen haben, guck mal was ich dort gefunden habe:

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