Beschwichtigungen

beschwichtigungssignale

Nach der schrecklichen Bluttat von Georgensgmünd, bei welcher ein sogenannter Reichsbürger einen Polizisten erschoß, tobten die medialen Netzwerke. Linkspopulisten mißbrauchten diesen eigentlich regional beschränkten Einzelfall, um bundesweit pauschalisierend gegen Reichsbürger zu hetzen. Einige Hetzer und Hasser taten sich mit unflätigen Worten gegen die Reichsbürgerbewegung hervor und ergingen sich in Hatespeech. Dann aber endlich schalteten sich maßgebliche Politiker mahnend und beschwichtigend ein:

So bitter es ist: Solche abscheulichen Morde gab es schon, bevor der erste Reichsbürger seinen Bundespersonalausweis bei einer Behörde abgab. Wir werden nach solchen Gewaltverbrechen – egal, wer sie begeht – keine Anti-Reichsbürgerhetze zulassen.
   Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender

Solche Grausamkeiten werden leider von Bundes- wie Reichsbürgern begangen, das ist leider kein neues Phänomen.
   Julia Klöckner, stellvertretende CDU-Vorsitzende

Das ist ein schrecklicher Mord, und wenn sich herausstellen sollte, dass es ein Reichsbürger war, dann ist das absolut zu verurteilen.
   Angela Merkel, Kanzlerin

Abscheuliche Gewalttat in Georgensgmünd führt zu Generalverdacht gegen andere Reichsbürger. Das ist eines Rechtsstaates unwürdig.
   Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Vorsitzender

Wir dürfen nicht vergessen, wir reden von der möglichen Tat eines Reichsbürgers, nicht einer ganzen Gruppe von Menschen, die wie er Reichsbürger sind.
   Steffen Seibert, Regierungssprecher

Professor Björn Winzig, Direktor des Trübinger Instituts für Kriminologie, stellt fest, daß die Annahme, Reichsbürger seien gewaltbereiter, sich mit Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) nicht belegen ließeZieht man reichsbürgerspezifische Straftaten ab und nimmt man die richtige Vergleichsgruppe, nämlich Bundesbürger mit Doppelpaß, dann sind Reichsbürger sogar weniger kriminell als Bundesbürger.“ Vorverurteilungen und Pauschalisierungen wären demnach unangemessen.

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4 Antworten

  1. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg, Christian Streich, sprach sich in einer emotionalen Rede gegen Reichsbürgerhass und für mehr Zivilcourage aus:

    Die Generalverurteilung von Menschen gibt es solange, wie es Menschen gibt. Wir kennen das aus diesem Land sehr gut. Damals waren es die Juden. Und jetzt gibt es einen Mann, der was ganz Schlimmes gemacht hat, einen Reichsbürger. Und jetzt sind es die Reichsbürger oder Rechten. Ich habe nicht gedacht, dass es innerhalb so kurzer Zeit da hinkommt, wo es ist. Man muss große Angst haben„, so der Trainer.

    Jetzt kommt es darauf an, wie diese Gemeinschaft in diesem Land auftreten wird. Was auch gesellschaftlich toleriert wird … Wenn ich höre, was Leute sagen dürfen – diese Leute wären vor einigen Jahren gesellschaftlich degradiert gewesen. Jetzt wollen wir mal sehen, was weiter passiert und ob die Mehrzahl der Bevölkerung sich dem widersetzt und aktiv dagegen vorgeht … Das heißt für alle anderen, sich zu bekennen. Und wer das nicht tut und sich nicht klar bekennt, der trägt eine Mitverantwortung, wenn es in die andere Richtung geht. Also ich habe Angst, wenn ich diese Entwicklung sehe. Ich habe meine Kinder. Ich habe besonders Angst um die.

    Dann wollen wir mal für ihn hoffen, daß seine Kinder nicht von Reichsbürgern vergewaltigt und ertränkt werden!

  2. Bei den Reichsbürgern dürfte es so um 1/3 reine politische Spinner geben, die auch an diesen Unsinn (wie: „Die Brd ist kein Staat!“ usw.) glauben.

    Aber 2/3 und mehr sind dissoziale Leute, die ihre ganz egomanen Probleme wie Schulden, Steuerbetrug, Konkurs, Unterhalt usw. so abwälzen, Verpflichtungen grobest mißachten, im Internet steht genug davon, daß dieser Staat gar kein Recht habe, sie zu belangen, weil er selbst illegal sei.

    Das Groteske daran ist, daß es dann so Fälle gibt wie das satirisch echt gute Nazi-Großmaul Diplom-Ingenieur Dennis Ingo Schulz (Berlin), der sogar Stütze von diesem negierten Staat nimmt!!

  3. Hat Diabola Merkel eigentlich auch der von einem Reichsbürger vergewaltigten Studentin in Freiburg einen Besuch abgestattet
    oder liegt hier ein Fall von Apartheid vor,
    dass nur die Opfer eines Böllerangriffs auf eine Moschee in Dresden in den Genuss eines Besuchs der Raute kommen?

  4. Sorgen bereiten uns auch logorrhoische Deppen, welche sich der Weisheit voll dünken, aber eine Satire als solche nicht erkennen.

    Mal sehen, wer sich die Jacke anzieht.

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