Demokratiebankrott

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Schämt sich die AfD für ihre eigenen Mitglieder?“, fragt die Wahrheitspresse süffisant und moniert, daß die Kandidatenkür der AfD bei ihrem Landesparteitag in Kehl unter Ausschluß der Medien stattfand. Dabei hatten die Propagandaabteilungen gehofft, aus den Vorstellungsreden von etwa einhundert Mitgliedern einige aus dem Kontext gerissene Stammelsätze oder diskreditierende Ausführungen weiterverwursten zu können.

Demokratisch sei das nicht, schimpften die Medienvertreter, welche bei ihrem Bundespresseball AfD-Vertreter explizit nicht eingeladen hatten. AfD-Gegner skandierten vor dem Parteitagsgebäude: „Meinungsfreiheit, Pressefreiheit“ und eine grüne Landeschefin meckerte über „abstruses Demokratieverständnis“ der AfD: „Ohne Pressefreiheit ist unsere Demokratie bankrott.“ Aber niemand nahm der Presse die Freiheit, dann eben über andere Dinge zu berichten, etwa über in Pobacken geritzte Hakenkreuze oder in Sebnitzer Schwimmbädern ertränkte Ausländerkinder.

Die skurrile Kandidatenkür eines SPD-Kreisverbandes in Rheinland-Pfalz wird hingegen nicht bemängelt, sondern bewundert. Dort suchten die Sozialpsychopathen per Stellenanzeige einen Kandidaten für die Bundestagswahl 2017:

Hinter verschlossenen Türen wurde Runde für Runde gecastet und ausgewählt, am 25. November kürt eine Delegiertenkonferenz den Sieger aus den drei verbliebenen Bewerbern.

Da darf dann die Presse gewiß dabei sein. Die 115 anderen Bewerber wird man leider nicht kennenlernen und es gäbe sicherlich auch kein Interesse, die unter diesen sich potentiell befindlichen Andersbegabten, Stotterer und Minderbelichteten in einer heute-show vorzuführen oder ihre persönlichen Daten auf den Listen gewaltaffiner Extremisten zu sortieren.

Welches der beiden Verfahren demokratischer ist, mag jeder für sich entscheiden – ob die verschlossenen Türen bei einem geheimen SPD-Casting oder die basisdemokratische Vorstellung und Abstimmung von Delegierten unter Ausschluß einer stets negativ berichterstattenden Güllepresse und von als Journalisten verkleideten Linksextremisten.

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3 Antworten

  1. Die SPD ist frustriert, für Doppelt Rot Grün auf Bundesebene reicht es nicht und die CDU möchte am liebsten Schwarz, Grün, Gelb, dafür wird es vermutlich auch nicht reichen. Also wird es eine Neuauflage von Schwarz, Rot geben. Beide Parteien verlieren immer mehr am eigenen Profil (sic!) und gleichen sich immer mehr an. Das könnte der Todesstoß für die Sozialdemokraten sein. Daher sind sie zur Zeit so hysterisch und kämpfen mit schmutzigen Tricksereien, Beleidigungen und mit verbaler (Antifa-Jusos) und nonverbaler Gewalt gegen die AFD.

  2. Das Freiraum Magazin hat dieses Thema aufgegriffen:

    „Wenn jemand Nazis aufrichtig hasst (wie ich es tue) und sich dementsprechend äußert, muss er dann Herrn Kauder zufolge dafür bestraft werden? Darf man die Roten Khmer für ihre Massenmorde hassen? Wenn nicht, warum ist das nicht legitim? Ist Hass auf Rassisten genauso schlimm wie der Hass ebendieser Rassisten auf ihre gehasste Gruppe? Eine Antwort darauf gibt es nicht und kann es nicht geben.

    Da jede beliebige Idee jemanden verletzen oder jemanden dazu bringen kann, Hass zu empfinden, bedeutet das, dass jede Idee vom Staat verboten werden kann. Das wird also in Zukunft der Maßstab für eine Straftat: Jemand hat eine bizarre emotionale Reaktion auf etwas und wird dafür bestraft.

    Herr Kauder räumt ein, dass die sozialen Netzwerke beanstandete Inhalte entfernen, aber dies in der Praxis völlig undurchsichtig sei. Natürlich – wenn ein so undefinierter Begriff wie „Hass“ als Kriterium fungieren soll, was gelöscht werden muss und was nicht, gibt es keine objektiven Maßstäbe. Es gibt keine objektive, rationale Anwendung für ein willkürliches und irrationales Prinzip.“

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