Falsch zitieren

Falsch zitieren oder Zitate fehldeuten kann schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Davon dürfte der ehemalige Erfolgsautor Akif Pirincci ein Liedlein singen können, der bei einer Rede zynisch andeutete, daß heutige Regenten unliebsame Untertanen (zu denen er sich selbst zählt) wohl „leider“ nicht mehr in ein KZ stecken könnten. Ihm wurde daraufhin vom Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vorgeworfen, daß er bedauere, „daß die KZs nicht mehr in Betrieb sind“. Verlage kündigten ihm, seine wirtschaftliche Existenz war ruiniert.

Doch es trifft auch welche von Pirinccis Gegenseite, die nach ungenau wiedergegebenen Aussagen böse Facebook-Kommentare erleiden müssen und deshalb auf Zuspruch aus Staatsfunk und Wahrheitspresse sowie die Unterstützung der Justiz angewiesen sind. Der durch Zwangsgebühren am Leben gehaltene Deutschlandfunk fühlte mit:

Stephanie von Berg sitzt für die Grünen im Parlament. Eine Partei wie jede andere sei die AfD nicht, erklärt sie. Im Frühjahr hatte sie zu spüren bekommen, was ein ihr untergeschobenes Zitat auf der Facebook-Seite der AfD anrichten kann. „Es sei doch gut, wenn die Deutschen in Deutschland bald in der Minderheit seien“ – das hatte die Grünen-Politikerin zwar nicht gesagt. So wurde sie aber der AfD in Hamburg zitiert.

Das stimmt, so hat sie es nicht gesagt. Deshalb sei ihr hier eine Lanze gebrochen und die Passage im Original wiedergegeben:

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren,

unsere Gesellschaft wird sich ändern. Unsere Stadt wird sich radikal verändern. Ich bin der Auffassung, dass wir in 20, 30 Jahren gar keine ethnischen Mehrheiten mehr haben in unserer Stadt.

Das ist auch das, was Migrationsforscher und Forscherinnen sagen: wir werden in einer Stadt leben, in der es – einfach gesagt – dass unsere Stadt davon lebt, dass wir ganz viele verschiedene Ethnien haben – ganz viele Menschen – dass wir eine superkulturelle Gesellschaft haben.

Das ist das, was wir haben werden in der Zukunft. Und ich sage Ihnen auch ganz deutlich, gerade in Richtung rechts: das ist gut so!

Am Skurrilsten aber sind die Frontlinien: Hier eine staatlich gehegte Blondine von baltendeutschem Landadel, welche eine superkulturelle Gesellschaft in einer ehemals deutschen Hansestadt gut findet, dort ein geächteter Schriftsteller mit türkischem Migrationshintergrund, der ein deutsches Deutschland bewahren möchte.

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9 Antworten

  1. Was ich von den Degenierten von und zu Rotz an der Backe so halte, habe ich wohl schon gelegentlich einmal angedeutet… Loriot vielleicht ausgenommen.

  2. Lieber Fasch zitieren als von Berg.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Fasch

  3. Ihr Namensvetter Sybille ist vom selben Schlage, sie spricht sich gegen europäische Kinder aus. Nach ihrer kruden Meinung wäre es von den Europäern höchst unmoralisch, angesichts der Überbevölkerung eigene Kinder zu bekommen. Es gäbe ja schließlich genügend Dritte Welt Kinder, welche man adoptieren könnte.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/ueberbevoelkerung-wir-fressen-uns-gegenseitig-auf-kolumne-a-1117523.html

    Vermutlich haben Berg und von Berg eines gemeinsam, getauft sind die nicht!

  4. Also wegen des Schlußsatzes und der vielfachst mitgeteilten Haltung der eklehfaten GRÜNEN-PädoPartei ist sie doch sinngemäß!! (wie bei dem umstrittenen Zitat von Trittin auch) richtig zitiert, daß sie es gut findet, wenn die Deutschen aussterben.
    +
    DIE GRÜNEN werden jeden Tag weniger, und das ist gut so!!

  5. Wird Zeit für ein christliches Blöckflötenkonzert,
    mit passender Armlänge Abstand.

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