Pegida-Effekt

iris-gleicke

Die Gazette Die Welt fragt die Ostbeauftragte der Regierung, Iris Gleicke, ob das mediale Dresden-Dauerbashing á la „fremdenfeindlich, dumpf, rassistisch“ denn endlich spürbare Effekte zeitigen würde und greift dabei nach jedem Strohhalm: „Neuerdings gibt es sogar für Kurzentschlossene Karten für die Semperoper. Früher war die über Wochen ausverkauft. Ein Zeichen dafür, dass das Bildungsbürgertum Dresden seit den unappetitlichen Vorgängen am Tag der Deutschen Einheit meidet?“ (Hinweis: Die Semperoper hatte sich mehrfach an Protesten gegen Pegida beteiligt, unter anderem mit LED-Anzeigen, bunten Fahnen auf dem Vorplatz oder Videoprojektionen.)

Iris Gleicke meint dazu: „Die Leute vom Dresdner Tourismusmarketing haben mir schon im Februar gesagt, dass es eine Art Pegida-Effekt gibt und weniger Besucher kommen. Mir haben außerdem bereits Menschen geschrieben, dass sie Dresden zwar lieben, aber zurzeit nicht dorthin fahren wollen. Und es ist ja auch nachvollziehbar, dass man Orte meidet, an denen die Stimmung nicht gut ist oder schnell umschlagen kann.

Die vom Dresdner Tourismusmarketing angeblich im Februar 2016 getätigten Aussagen sind seltsam, lag der Rückgang der Touristenzahlen in Dresden zwischen 2015 und 2014 mit minus 3,0 Prozent doch ähnlich dem von ganz Sachsen mit minus 3,2 Prozent. (Dafür stieg der Dresden-Tourismus in den Vorjahren 2012 bis 2014 mit + 10,0 % ggü. ganz Sachsen + 0,5 Prozent überproportional an. Entgegen dem Trend stieg der Anteil ausländischer Gäste in Dresden auch 2015 um 10 Prozent.) Erwähnt werden sollte aber auch, daß seit Juli 2015 in der Stadt eine „Bettensteuer“ für Hotelbetten erhoben wird, dank welcher die Übernachtungen um 5 Prozent bis 10 Prozent teurer geworden sind.

Dennoch gab es im ersten Quartal 2016 für die Landeshauptstadt bei den Übernachtungen einen Zuwachs von + 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Sachsen gesamt + 3,9 Prozent), was aber vor allem daran gelegen haben soll, daß Ostern dieses Jahr in den März fiel (dementsprechend schlecht schnitt der April 2016 ab). SPD-Gleicke will den Pegida-Effekt jedoch schon im Februar mitgeteilt bekommen haben. Sachsen-Tourismus stellt dahingehend aber fest, daß bereits „der Januar und der Februar … über den Vorjahresmonaten“ lagen.

Das seit 2 Jahren andauernde Dresden-Bashing der Massenmedien scheint sich zumindest in der Tourismusbranche kaum auszuwirken, so sehr sich das die Regenten zur Abstrafung des „ungehorsamen Packs“ auch wünschen. Eine Umfrage ergab kürzlich, daß in den neuen Bundesländern „für 32 Prozent … Dresdens Ansehen in den vergangenen beiden Jahren gestiegen“ sei, lediglich „für 14 Prozent ist es gesunken“. In der Alt-BRD sei das Verhältnis dagegen umgekehrt: „Dort sehen mehr Menschen einen Imageverlust für die sächsische Landeshauptstadt (30 Prozent) als einen Gewinn (18 Prozent).

Vor allem Spanier, Polen und Chinesen zeigen sich von der innerdeutschen Negativkonstruktion eines „fremdenfeindlichen Dresdens“ gänzlich unbeeindruckt – ihre Besuche steigerten sich um das Doppelte bis Anderthalbfache. Es sind insbesondere junge Grünen-Anhänger*innen aus den alten Bundesländern, die an einer irrationalen Dresdenphobie leiden.

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11 Antworten

  1. Wo bekommen die bloß immer solche Beauftragtinnen her?

    • Normalerweise als akademischen Auswurf der vielzuvielen Geisterwissenschafter. Im vorliegenden Fall ist es eine fleißige Parteiarbeiter*in, die mit einem Posten belohnt wurde.

  2. mein letzter besuch dresdens war in diesem jahr einmal auf dem trödelmarkt am elbufer, nach jahren mal wieder. es hat sich viel geändert: horden von negern und orientalen, mehr plastikschrott als antiquitäten, warnung vor taschendieben. nein, dort zieht es mich nicht mehr hin, da kann kann ich genauso gut im ruhrpott flanieren.

  3. Die Semperoper war immer maßgeblich ganz vorn in der Antipegidafront:
    https://www.google.de/search?client=opera&q=Semperoper+pegida

    Dass die Kartennachfrage rückläufig ist, wird wohl eher an der Inkompetenz des politisierenden Intendanten und / oder seiner Gefolgschaft liegen Qualität anzubieten.

  4. An der Semperoper wird derweil hart daran gearbeitet, dass möglichst niemand mehr kommt. Beispiel : Musiktheater ab 13 Jahre, Uraufführung am 16.10., Machwerk übernommen vom ehemals bürgerlichen, heute linksextremen Hamburger Thalia-Theater, Handlung laut Internetseite der Semperoper :

    Sommer im Freibad: Gerber steht auf Hanna. Hanna scheint nicht abgeneigt. (…) Augenscheinlich belanglose Ereignisse rund um einen Freibad-Sommer schildert Beyeler in artifiziell rhythmisierter Sprechweise und gibt ihnen damit die Bedeutung, die sie im Leben der Jugendlichen tatsächlich haben. Für die Eröffnung der Spielstätte Semper Zwei fasst Komponist Ali N. Askin die mitreißende Sprache Beyelers in heutige Töne (…).

    Biodeutsche, eingestanden belanglose Probleme im Freibad werden in der Oper endlich voll realistisch von einem Mihigru-Komponisten thematisiert ! Toll ! Was sollte man auch sonst für Probleme in einem Freibad im Deutschland unserer Zeit thematisieren ? Das ist Kulturmarxismus in seiner schönsten Form. Aber das bezahlt ja der Staat. Wenn das Publikum wegbleibt ist eben Pegida schuld, wer sonst.

    https://www.semperoper.de/spielplan/stuecke/stid/the-killer-in-me/60816.html

  5. Moin,

    ich möchte gerne, falls erlaubt, Werbung für den Videoblog von „Der dritte Blickwinkel“ machen. Frank dürfte einigen Lesern dieses Blogs durch seine verschiedenen Musikprojekte oder durch die Videoreihe „Multikulti trifft Nationalismus“ bekannt sein.

    Der dritte Blickwinkel – Folge 1: Motivation

    Vielen Dank!

    Adebar

    (Liebe Leser, seit doch Bitte so lieb und verbreitet das obige Video, habt Dank! Adebar)

  6. Fehlerteufel: seid,seid,seid,seid,

  7. In MV gehen wegen der AfD derzeit die Zahlen der Ostseebadenden massiv zurück. Kaum noch jemand geht ins Wasser, aus Angst, jemand von der AFD könnte neben ihm auftauchen. Aber das hätten sich die Dunkeldeutschen vorher überlegen müssen.

  8. Werter Karl Eduard,

    Das wurde jüngst in der Ostsee aufgenommen, von Anetta Kahane😉

    https://de.sputniknews.com/videoklub/20160720311629087-walhai-gopro-video/

    Schau Dir die Pracht in dem kleinen Videomitschnitt bitte an, dann erahnst Du, warum Anetta – stellvertretend für ihre Volksgenossen (richtig gelesen, den mit Glauben haben diese Genossen nichts gemein) – die Weißen Menschen, die Arier, ausgerottet wissen will.

  9. Werter Adebar,

    Dein obiger Eintrag hat es bei vitzli zum Leitartikel gebracht🙂

    Reklame

    Das Video enthält gute Vorschläge, was man tun kann.

    https://vitzlisvierter.wordpress.com/2016/10/19/reklame/

  10. Was die fette Iris für Zukunftschancen sieht:

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