Linke Gewalt

Die Neue Zürcher Zeitung resümiert: „Extremistische Gewalt in Deutschland nimmt zu, meist jedoch gerät nur die politisch motivierte Kriminalität der Rechten in den Blick. Ist die Öffentlichkeit auf dem linken Auge blind?“ und hantiert mit Statistiken rechter und linker Straftaten.

Allerdings wurde die Zählweise rechter Straftaten über die Jahre hinweg mehr und mehr angepaßt, um diese auf einer gewissen Höhe zu halten. So erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke im Staatsfunksender rbb, in seinem Bundesland habe es hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten erneut Änderungen gegeben. „Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.“ So erhält beispielsweise auch das im Schulklo gemalte Hakenkreuz eines Erstkläßlers die Weihen politischer Motivation.

Interessant ist auch die Rechtfertigungsstrategie linker Gewalt, welche dementsprechend in Medien und Gesellschaft verharmlost würde:

Ihrem Selbstverständnis nach ist linke Gewalt immer Gegengewalt. Argumentativ bringt das den Linken in eine komfortable Lage, denn er sagt: Ich wehre mich doch bloss. Um Notwehr zu reklamieren, ist eine konkrete Notwehrsituation gar nicht nötig.

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6 Antworten

  1. „Ihrem Selbstverständnis nach ist linke Gewalt immer Gegengewalt. Argumentativ bringt das den Linken in eine komfortable Lage, denn er sagt: Ich wehre mich doch bloss. Um Notwehr zu reklamieren, ist eine konkrete Notwehrsituation gar nicht nötig.“

    Wo haben die das her? … *such* … *aha, hier* … ER, der Unaussprechliche, sprach davon. Wollte den Terror durch Gegenterror (heute „Gegengewalt“) zu brechen. Damals war der Terror kommunistisch, heute sind es gefährliche Terrorfensterscheiben und -autos der verbürgerlichten Arbeiterklasse oder der pazifistischen Polizei. Diese Plagiatoren stellen sich in eine Linie mit dem Unaussprechlichen, Karl-Theodor Guttenberg und Anette Schavan.

  2. Für diesen Erkenntnisgewinn hat die Neue Zürcher Zeitung, aber sehr, sehr lange gebraucht. Ich durfte 1985 das erste Mal Bekanntschaft mit der Kommune machen, Anlaß war eine Demonstration der Roten für Günter Sare, welcher durch verkehrten Heldenmut oder durch Drogeneinfluß unter einem Wasserwerfer geriet.
    Kurze Haare und geputzte Stiefel waren für die Rotfront so provokativ, daß sie uns zu einem tapferen Rückzuggefecht zwangen.
    Außer kaputten Biergläsern und zerstörter Billard Koe erlitten wir und die Flucht-Gaststätte keinerlei Verluste. Die Medien regionale Tageszeitung fabrizierten daraus einen Skinheadüberfall auf Demonstrationsteilnehmer.

    Wir sehen es hat sich nichts geändert, es ist höchstens schlimmer geworden!

  3. Ein wenig zu mosern nehme ich mir heraus, von wegen „Linke Gewalt“. In Ordnung, wir wissen und sind uns wohl einig, wie das gemeint ist.
    Aber die Begriffe von politisch links und rechts werden nicht nur falsch gebraucht, meist genau gegenteilig falsch, sondern auch auf Kasperletheaterniveau in der Bedeutung von gut und böse. Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind …

    OT: Habe vorhin mit einem reichshauptstädtischen Bauarbeiter jeder eine halbe Maß gezecht, vorsichtig das Gespräch auf Zyanidvergiftungen und den Umgang mit den entsprechen Leichen gebracht, und konnte erfreut bemerken, daß ich gar keine weiteren Ausführungen mehr zu machen brauchte.

    • Das ähnlich Erlebnis hatte ich kürzlich mit einen albanischen Handwerker, den mir die Hausverwaltung geschickt hatte. Er fragte mich wie, ich es denn so mit IHN halte und ob ich schon sein Buch gelesen hätte. Es entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch, welches beim Zentralrat für Schnappatmung gesorgt hätte.

  4. „… Argumentativ bringt das den Linken in eine komfortable Lage, denn er sagt: Ich wehre mich doch bloss. Um Notwehr zu reklamieren, ist eine konkrete Notwehrsituation gar nicht nötig.“

    Diese Karikatur bringt es auf den Punkt (der Täter ist austauschbar): http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_PolitKari080926_Gewalt_Antifa_Einzelfallgerechtigkeit_Linke.html

  5. Ich hab was Schönes zum Thema gefunden:

    Vollständiger Text: http://mobil.derstandard.at/2000045516816/Ahmad-Mansour-Ein-Kind-mit-Kopftuch-ist-Missbrauch?ref=article

    Dank an Kolja Bonke für dieses Fundstück!

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