Gegüllere

screen00000

Was auch Forsa-Chef Manfred Güllner güllert, er trifft doch immer meilenweit am Ziel vorbei:

Manfred Güllner … erklärte, „wie zuvor schon in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zog die AfD auch in Berlin massiv Wähler an, die zuvor ihr Kreuz bei der NPD oder anderen rechtsextremen Parteien gemacht hatten.“ Dieser Trend sei „auch auf Bundesebene zu registrieren“.

Genau genommen ist diese Aussage zwar nicht falsch, aber doch sehr einseitig und oberflächlich. Die NPD hatte zwischen den beiden Abgeordnetenhauswahlen in den Jahren 2011 und 2016 in Gesamtberlin 7.830 Erststimmen und 21.788 Zweitstimmen verloren, wohin, das ist unklar. Selbst unter der Annahme, daß 22.000 Ex-NPD-Wähler geschlossen zur AfD gewandert wären, die 2016 in Berlin insgesamt 231.325 Zweitstimmen erhielt, so läge die Zuwanderung durch ehemalige NPD-Wähler weit unter der Zuwanderung durch frühere Nichtwähler, CDU-Wähler oder SPD-Wähler und in ähnlicher Größenordnung wie bei ehemaligen SED- und Piratenwählern. Infratest dimap zumindest weist eine NPD-Zuwanderung erst gar nicht aus.

Güllner oder die ihn zitierende Wahrheitspresse versucht den Nachrichtenkonsumenten dahingehend zu vergüllern, daß der AfD-Aufstieg vorrangig mit der Zuwendung ehemaliger Rechtsextremisten zu tun habe. Gülle-Manni, das ist falsch!

Immerhin hat sein Institut die AfD bei jetzt bundesweit 14 Prozent platziert. Vor sieben Monaten noch orakelte der selbsternannte Meinungsforscher, die AfD werde ein Potential von 10 Prozent „nie ganz ausschöpfen, insofern hat sie ihre Schallmauer erreicht. Viel mehr ist nicht drin.

Eines dürfte klar sein: Als Nostradamus geht dieser Astrologe nicht in die Annalen ein!

.

 

Advertisements

4 Antworten

  1. hatte dort die NSDAP vor nicht allzu langer Zeit 40 Prozent. Da sind wohl ein Drittel der vormaligen NSDAP Waehler uebergelaufen. Das waere eine Schlagzeile gewesen, die kachelt.

  2. Politische Farbenlehre

  3. Zum obigen Artikel fügt sich vitzlis Artikel Demokratie harmonisch ein, weswegen ich auf ihn an dieser Stelle verweisen möchte. Im Strang wird gegenwärtig insbesondere von der Prügelattacke auf einen Dorfchef in Schleswig-Holstein berichtet und herzhaft diskutiert 😉

    Pfadangabe – Tantchen hat dazu im Strang einiges notiert 🙂

    https://vitzlisvierter.wordpress.com/2016/10/01/demokratie/#comment-37998

  4. Hier schütten die Rotgrünroten aus dem FR-Milieu auch Verbal-Gülle aus:

    http://frblog.de/blogtalk-mertens/

    Mögen Sie anständige konservativ-patriotische Demokraten?

    Dann werden Sie sich bestimmt freuen, anonyme Post von ihnen zu bekommen, die so aussieht:

    Foto eines ev. Gutmensch-Publizisten

    Das ist Klaus Philipp Mertens aus Frankfurt auf den Schreibtisch geflattert, dessen Name vielen von Ihnen ein Begriff sein wird. Mertens schreibt regelmäßig Leserbriefe an die FR und wird im Leserforum veröffentlicht. Gelegentlich kommentiert er auch hier im FR-Blog. Er ist Vorsitzender des gemeinnützigen Frankfurter Kultur- und Literaturvereins Pro Lesen e.V. in Frankfurt-Sachsenhausen.

    Zu einer Veranstaltung dieses Vereins im städtischen Bibliothekszentrum Sachsenhausen waren die Bender-Brüder aus Limburg eingeladen, was offenbar der Grund dafür ist, dass Verein und Bibliothek das Interesse der oben genannten „anständigen Demokraten“ erregte. Viele von Ihnen werden von jener Geschichte aus Limburg gehört haben, die man als Provinzposse abtun könnte, wenn da nicht der Verdacht im Raum stünde, dass städtische Behörden auf dem rechten Auge blind sein könnten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: