Bumerang Boateng

homo-gaulandensis

AfD-Vize Alexander Gauland äußert sich zum Medienhype bzgl. seiner Aussage zu einem Unterschichten-Star (Fußtopballer), den manche Leute nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollten, wäre er nicht so ein hochbezahlter Balltreter.

„Ich hatte vorige Woche ein als vertraulich klassifiziertes Hintergrundgespräch mit zwei ‚FAZ‘-Redakteuren“ … Im Mittelpunkt hätten Auseinandersetzungen im Bundesvorstand sowie der „ungebremste Zustrom raum- und kulturfremder Menschen nach Deutschland“ gestanden und wie sich dieser Zustrom auf das Heimatgefühl vieler Menschen auswirke.

„Ich kann heute nicht mehr sagen, wer zuerst den Namen Boateng in den Mund genommen hat – ich bilde mir ein, es war einer der beiden ‚FAZ‘-Redakteure, da mir der Name wie auch der Fußballsport weitgehend fremd sind“, schreibt Gauland

„Dabei mag das Zitat von der Nachbarschaft gefallen sein.“ Er habe dem keine Bedeutung beigemessen, da das Gespräch nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen sei. „Leider haben die Journalisten sich nicht an die Abmachungen gehalten, mir aber auch nicht irgendwelche Zitate zur Autorisierung vorgelegt.“ Bei der Autorisierung handelt es sich um eine freiwillige Praxis, die in dieser Form nur in Deutschland üblich ist.

Gauland kritisierte in der Mail zudem die Textüberschrift („Gauland beleidigt Boateng“). Dies sei durch keinen Satz gedeckt, und erst dadurch hätten „die ansonsten richtigen Aussagen den Dreh ins Fremdenfeindliche, Rassistische bekommen“.

Gauland fügte an: „Dabei ging es mir nur um eine Beschreibung von Gefühlen, die wir alle überall in unserer Nachbarschaft wahrnehmen und die sich nicht dadurch vermindern, dass wir sie heuchlerisch nicht zur Kenntnis nehmen. Streng genommen habe ich nicht Herrn Boateng beleidigt, sondern diejenigen, die vielleicht nicht in seiner Nachbarschaft leben wollen, wenn er nicht ein berühmter Fußballstar wäre. Doch mit einer solchen Differenzierung kommt man bei einem Medienhype nicht mehr durch.“

Gauland bedauerte, „dass der Partei objektiv durch den Bruch aller Regeln ein Schaden entstanden ist“. Er könne sich „nur bemühen, diesen Schaden durch Nachfolgegespräche möglichst kleinzuhalten“.

Ein Leser kommentiert den merkelschen Dünnpfiff, welcher zum Hype über einen Regierungssprecher in den Äther geblasen wurde:

Wirklich deplorabel ist aber (nachdem man seit gestern die caveats der Schlagzeile bekannt) die Äusserung unserer Bundeskanzlerin und ihres Nachrichtensprechers. Aufgrund der unklaren Nachrichtenlage von heute morgen wäre es ein Zeichen von Klugheit (ach wie komm ich darauf) gewesen, den Mund zu halten und nicht – diesmal stimmt der Vorwurf des Populismus (bzw. AgitProp) wirklich – sich auf diese Weise beim ggw. Informationsstand zu Wort zu melden. Si tacuisses, Mutti.

Ein weiterer Leser faßt zusammen:

Die Verzweiflung muss gewaltig sein. Anders kann man sich diese völlig irrationale, fast schon tollwütige, Reaktion von Seiten der AfD-Gegner nicht mehr erklären. Wäre dieser Satz von JEDEM ANDEREN Politiker gesagt worden, wäre ihm Applaus und Bestätigung ob der Richtigkeit der Aussage sicher. Nämlich die, dass ebendienjenigen, die nicht neben Boateng wohnen wollen die Rassisten sind. Die FAZ hat sich im übrigen mit Hilfe einer durch Vertrauensbruch ergaunerten Schlagzeile und der in diesem Zusammenhang absolut schwachen journalistischen Leistung selbst ins Abseits manövriert und sich damit auf die gleiche Stufe wie Stern und Spiegel gebracht.

Im Übrigen ist man noch lange kein Rassist, nur weil man unter seinesgleichen wohnen möchte. Oder ist auch derjenige ein verabscheuungswürdiger „Familist“, der es bevorzugt, mit seiner Familie in einer Wohnung zu leben, aber nicht mit beliebig Dahergelaufenen in einer großen Turnhalle?

Wenn man die Leserkommentare durchliest, so bleibt zu resümieren, daß der ganze Gauland-Hype nurmehr bei den Bornierten und geistig Zukurzgekommenen verfängt und die größer werdende Anzahl an Reflektierten und Hinterfragenden durch diese von der Hetzpresse betriebene Kontextlösung, Sinnverdrehung und Skandalisierung eher noch anwächst.

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Screenshot FAZ-Karikatur: Hätte, hätte, Fahrradkette – würde eine Karikatur mit einem Homo Boateng mit Knochen im Schopf vor weißem Publikum mit einer Sprechblase „Sie nennen sich Menschen“ von der AfD vertrieben, täte sich die Hetzpresse vor Schnappatmung kaum mehr einkriegen. So herum aber ist alles in bester Rassismusordnung.

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8 Antworten

  1. Hach Kottchen – was ’n bemitleidenswertes Verleumdungs-Opfer aber auch … (schluchz, Tränewegwisch)

    „Im echten Leben ist Gauland nämlich Mitglied der geheimen Freimaurerloge Rotary Club. Und wie es sich für einen „waschechten“ Rechtspopulisten gehört, ist Gauland Mitbegründer des Stiftungsrates Jüdisches Museum Berlin. In den Medien liest man davon leider nichts, es paßt offenbar nicht in das Bild, welches von Gauland in den Medien gezeichnet werden soll.“

    http://presseluegenclub.blogspot.de/2016/03/die-gewollte-alternative-und-ihre.html

    So ist’s recht! Laßt Euch immer wieder neue Ammenmärchen über diese Mischpoke und ihren Leidensweg als „aufrechte, deutsche Patrioten“ und „bemitleidenswerte Opfer böswilliger Verleumdungen“ auftischen – und schenkt ihnen immer schön brav Eure Wählerstimmen, damit Euer „Protest“ ohne Umwege wieder dem Machtkartell zugeführt werden kann! 😀

    Derweil vollführe ich ein paar Freudentänze vor meinem Auto und rufe voll Entzücken:
    „Ein Mehrtürer! Ein Mehrtürer!“
    – ist auch nicht viel bescheuerter.

    ____

    „Wir haben immer gesagt: Zu Deutschland gehören sehr wohl Millionen Menschen islamischen Glaubens, die bei uns leben, friedlich integriert. Eine davon ist jetzt Landtagspräsidentin – so what?“
    Der baden-württembergische AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen

    http://www.der-dritte-weg.info/index.php/menue/1/thema/69/id/6407/akat/1/infotext/Muhterem_Aras_zur_Landtagspraesidentin_in_Baden-Wuerttemberg_gewaehlt/Politik_Gesellschaft_und_Wirtschaft.html

    Hach …. herrlich! 😀

    AfD forever!!! http://cosgan.de/images/smilie/konfus/a075.gif

  2. Ich möchte übrigens auch um’s Verrecken nicht neben Jeromes krimineller Ghetto-Gängsta-Verwandtschaft (bspw. seinem einschlägig vorbestraften Bruder Kevin-Prince) wohnen!

    Weisswasischmein, Alda?

  3. Hier meint Nils Heinrich:
    http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-kabarett/audio-nils-heinrich-gauland-weiss-was-rechte-wollen-100.html

    Ausser in den ganz pöhsen Jahren vor mehr als 70 Jahren hat es in diesem Land niemals eine Zeit gegeben, in der es so lebensgefährlich war, eine andere Meinung zu haben als die des Systems. Die gegenwärtigen Machthaber können wahrlich stolz aus sich sein.

    • Comedy des Staatseinheitsfunks, und dann noch derart infantil und billig, sowas gereicht als Absonderlichkeit für die zukünftigen Geschichtsbücher. Dagegen verblassen sogar die dummhetzenden Plattitüden von Streichers „Stürmer“. (Immerhin, das sei angemerkt, mußte niemand für den „Stürmer“ zwangsweise eine „Demokratieabgabe“ zahlen.)

  4. Die lieben Neger und Halbneger werden bestimmt eine besser Welt erschaffen als wir zur Zeit durchlaufen. Nehmen wir Detroit, Chicago und sonstige Schwarzen Ghettos als Paradebeispiel für ein frohes Zukunftsbild.

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