Normopathie

vergroessern

Man möchte meinen, daß der Führer_innenthron wankt, liest man sich durch die mutigeren Ableger der Lückenpresse: Da führt der Focus die despektierliche Sprach- und Stilanalyse einer Merkelpredigt durch, das Journal Cicero sieht die Despotin im „Ego Modus“, die Huffingtonpost läßt einen renommierten Psychiater über Merkels fanatischen Narzissmus sinnieren und einen Historiker über ihren gefährlichen antieuropäischen Isolationskurs.

Während ihres Fernsehgespräches mit Anne Will fiel die Egomanie Merkels auch sprachlich an der Häufigkeit des von ihr verwendeten Wörtchens „Ich“ auf. Der Cicero zählte mit:

Inklusive der Spielarten mein/mir/mich, fiel dieses Wörtchen 257 Mal. Das ist bei einer Gesamtdauer von … 59 Minuten und 48 Sekunden ziemlich  genau alle 14 Sekunden, und dabei ist die Redezeit von Anne Will mit eingerechnet, die man eigentlich abziehen müsste. In der Nettoredezeit von Frau Merkel dürfen wir also von einem etwa zehnsekündigen Intervall ausgehen.

In diesem Ichismus der tönernen Kanzlerin manifestiere sich ein majestätischer Unterton und „eine − zumindest in demokratisch verfassten Gesellschaften − ins demokratisch Problematische spielende Selbstbezogenheit einer Regierungschefin im elften Jahr ihrer Macht. … Die nächste Stufe wäre dann die Verwendung der dritten Person Singular statt der ersten.

Der Focus-Redakteur Alexander Kissler  merkt an, daß die sich über Gesetze willkürlich hinwegsetzende Führerin Merkel sich wie ein Seelenheil verkündender Laienprediger vermehrt einer religiös verdichteten Sprache bediene und mit Pathosformeln arbeite:

Das aufgeblasene Ich ist die öffentliche Letztinstanz, ist das Großsubjekt, dessen Glaubensappell wie in jeder Predigt das Zentrum aller Rede bildet. Immer und immer wieder, etwa jede zehnte Sekunde, muss das Ich sich zur Sprache bringen, damit es nicht verkümmert. Ein launischer König ist dieses Ich; wo es verschwindet, hat es augenblicklich nichts zu melden. Es braucht die Selbstfeier, die Litanei, die Dauerpräsenz.

Doch auch Glaubens- und Bekenntnisformeln habe die Führerin en masse abgesondert: „Ich glaube, dass wir auf einem Weg sind, und ich kämpfe für diesen Weg“, „ich glaube, dass ich Deutschland diene, (…) wenn ich mich mit vollem Einsatz in diese Sache hineinbringe“, „ich glaube, (…) wir können stärker aus dieser Herausforderung herauskommen, als wir in sie hineingegangen sind“ oder „es zweifelt ja keiner an dieser Logik, leider glauben so viele nicht dran“. Kissler resümiert:

Wer scheitert, scheitert demnach nicht an mangelnder Einsicht, sondern an mangelndem Glauben. Und wer zweifelt, der hat den Sieg nicht verdient. Kaum anders setzen Erweckungsprediger die Sprache ein und sich in Szene. Folgerichtig endete Merkel mit einem Credo in eigener Sache: „Deshalb wünsche ich mir möglichst viele, die mit dran glauben. Dann kann man auch Berge versetzen.

Hans-Joachim Maaz, Psychoanalytiker und ehemaliger Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle, diagnostiziert bei Merkel ein „narzißtisches Grundproblem“, ein „künstlich aufgeblasenes Selbstbild“ sowie ein „Selbstwertdefizit, eine Minderwertigkeit und eine Unsicherheit“. Es sei zu befürchten, daß ihr „ein psychischer oder psychosomatischer Zusammenbruch bevorsteht„, weil „sie den Bezug zur Realität verloren hat“.

Jörg Baberowski, Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin, stellt fest, welche geopolitischen Auswirkungen die selbstzufriedene merkelsche Despotie hat: „Nicht einmal in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Deutschland so isoliert wie heute. …Deutschland hat keine Verbündeten mehr. … Die Kanzlerin glaubt, was sie tue, sei eine moralische Großtat. In den anderen europäischen Ländern hält man die deutsche Politik für romantischen Größenwahn, der alle teuer zu stehen kommen wird.“ Der Historiker zieht in der Huffingtonpost ein vernichtendes Fazit: „Deutschland hat seine Rolle als führende europäische Nation verspielt. Es ist für seine Nachbarn unberechenbar und zu einem Sicherheitsrisiko geworden.

Nach jahrelanger Verblendungspropaganda sei aber auch ein Großteil des deutschen Volkes psychotisiert, meint im Cicero der Psychoanalytiker Maaz, der den Merkelschen Narzißmus auch ihrem Gefolge und den sogenannten „Gutmenschen“ zuschreibt:

Wenn ich unsere gegenwärtige hochexplosive gesellschaftliche Krise als „narzisstische Normopathie“ verstehe, komme ich zur möglichen Deutung eines verhängnisvollen Zusammenspiels: Da ist Angela Merkel, die mit der unkontrollierten Öffnung der Grenzen und den naiven und anerkennungsbedürftigen Selfie-Gesten eine unverantwortliche Botschaft in die Welt gesetzt hat, die nur sie als Ausdruck ihrer Bedürftigkeit zu verantworten hat. Da sind die Vertreter und Akteure einer Willkommenskultur, mit der man Anderen, aber auch sich selbst Gutes tut, ohne die Verantwortung für die Folgen tragen zu müssen und zu können. Da ist die Mehrheit einer schweigenden Bevölkerung, die zwar schimpft, hetzt und sich vor allem sorgt, aber nicht den offenen Protest wagt – die Schuld der Mitläufer ist in allen pathologischen Gesellschaften ein ungelöstes bis unverstandenes Problem.

Da ist die politische Klasse, die aus Gründen des Machterhalts (CDU) Kritik an der Kanzlerin dämpft, aber mit zehnminütigem Beifall bemüht ist, die Schwäche der Kanzlerin zu überklatschen, (jeder sollte mal versuchen, zehn Minuten zu applaudieren, um die Abnormität dieses Verhaltens zu erspüren) oder die SPD, die ihre eigene Regierungsposition nicht gefährden möchte oder um die eigene Ideologie („Multikulti“ bei den Grünen beziehungsweise die „soziale Ungerechtigkeit“ bei den Linken) nicht infrage stellen möchte. So entsteht auch unter demokratischen Verhältnissen eine „narzisstische Normopathie“, die mit „Wir schaffen das!“ einen Größenwahn mehrheitlich akzeptiert, mit „Es gibt keine Obergrenze!“ die Realität verleugnet und mit abwertenden Diffamierungen aller Kritiker bemüht ist, diese zum Schweigen zu bringen.

Narzissmus bedeutet Selbstüberschätzung der eigenen Möglichkeiten, Abwertung jeder kritischen Position, Empathielosigkeit gegenüber realen Sorgen und Ängsten und falsche Verheißungen zur Beschwichtigung geahnter eigener Bedenken. Mit einer narzisstischen Problematik werden immer tief verankerte psychosoziale Bedürftigkeiten und Sehnsüchte kompensiert und abgewehrt. Äußere Erfolge sollen einen Mangel an seelischer Zufriedenheit und sozialer Anerkennung ersatzweise befriedigen. …

Die Regierungspolitik ist verantwortlich für die zunehmende Krise in der Gesellschaft. Politisches Handeln ist narzissmusgesteuert und politische Verantwortung wird durch eine irrationale Moral ersetzt.

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Eine Antwort

  1. Umfassend u. schön geschrieben Eule, so ist es mit dem Anzug (Merkel / Sauer / Kasner) aus der Zone. Eine Figur entstanden aus der politischen Giftküche des NWO und los gelassen auf eine blind gehorchende, gehirngewaschenes Volk von Schlafschafen und Sitzpinklern die sich ihrer (inklusiv des Systems) scheinbar nicht mehr los werden.

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