AmtsanMaasung

Kaum hat die AfD mit ihren prognostizierten 17 Prozent bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die SPD überrundet, federt ein Clownsgesicht aus der roten Kiste: SPD-Frontmann Heiko Maas fordert eine Beobachtung der erfolgreichen Konkurrenz durch den Verfassungsschutz. Freilich ist Maas als Bundesjustizminister für den Inlandsgeheimdienst überhaupt nicht zuständig, sondern das Innenministerium. Zudem entscheidet das Bundesamt für Verfassungsschutz „in eigener Verantwortung über die Beobachtung radikaler Umtriebe – und der sieht dafür bei der AfD bislang keinen Anlass.

Klar, aber fordern darf er. So, wie Frauke Petry eine Überwachung der SPD durch den Verfassungsschutz fordern könnte. Mit betroffener Miene einen dünnen Quark absondern darf jeder, erst Recht ein Bundesjustizministerdarsteller, und irgendetwas wird schon beim (Wähler-)Pack hängenbleiben. So sollen laut einer Emnid-Umfrage tatsächlich „45 Prozent der Deutschen die AfD für verfassungsfeindlich“ halten, selbst „13 Prozent der AfD-Wähler stimmen dem zu“. Wahrscheinlich werden diese Zustimmer auch nicht mehr Indizien für eine Verfassungsfeindlichkeit der AfD haben, als der Verfassungsschutz, aber eine gefühlte Verfassungsfeindlichkeit genügt für die Entscheidungsfindung eines medienkonsumdressierten Kleinbürgers, der die Meinung der Meinungsmacher für seine eigene Meinung hält.

Ein seltenes Großereignis – ein lesenswerter Beitrag in der Wahrheitspresse: Ein Volk von Antifaschisten

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3 Antworten

  1. „Ein seltenes Großereignis – ein lesenswerter Beitrag in der Wahrheitspresse: Ein Volk von Antifaschisten“

    Absolut lesenswert, auch beim zwoten Mal. Einer der seltenen Artikel der MSM die im Langzweitgedächnis erhalten bleiben, wie schnell doch so ein Jahr vergeht.

    Unser Heiko:

  2. Langzeitgedächnis nicht Langzweit!

  3. Bemerkenswert finde ich es, dass selbst in diesem kritischen Artikel nicht darauf abgehoben wird, wie „faschistisch“ im neuen Wortsinne es ist, das Ausschenken von Bier in einer Gaststätte von irgendetwas anderem als der Fähigkeit, es zu bezahlen, abhängig zu machen, von der Gesinnung etwa.

    Es gab auch Zeiten, in denen z.B. Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und Homosexuelle nicht bedient wurden.

    Man sieht: Solche Mechanismen (der Wohlanständigkeit) können sich gegen jeden richten. Doch keiner warnt vor ihnen.

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