Gänsefettfest

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Im Jahre 1973 debattierten 15- bis 20-Jährige über das Weihnachtsfest und seinen Ge- und Mißbrauch auf einem Niveau, welches man heutzutage etwa bei einer Talgrunde der herrschenden Kulturelite vergeblich erwartet.

Fest des 13. Gehaltes,
Fest des abgeholzten Waldes,
Fest des Schenkens und Besuchens,
Fest des Bratens und des Kuchens,
Fest der Kerzen und der Lichter,
Fest der festlichen Gesichter,
Fest des Fernsehdauerlaufs,
Fest des Spielzeugausverkaufs,
Fest der Briefe und der Karten,
Fest der Gänse und Poularden,
Fest der Träume und des Wähnens,
Fest der Rührung und des Sehnens,
Fest der weggespülten Klarheit,
Fest der unterschlagnen Wahrheit.

Wo sind sie nur hin, die kritischen Nachwuchstalente der jungen BRD, welche heute unsere graumelierten Dichter und Denker sein müßten? Ersoffen im Gänsefett?

.

Eine Antwort

  1. Nö, bestimmt nicht. Die wird es nur nicht so ins Scheinwerferlicht drängen wie die intellektuellen Tiefflieger, die sich heutzutage die Elite zu sein wähnen.
    Außerdem: Lieber im Gänsefett ersoffen, als an Tofu erstickt. 😛
    Allen ein recht schönes Weihnachtsfest!

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