Riegel vor!

Es ist schon toll, was der Abbau Grenzen und Nationalwährungen für die Menschen gebracht hat: Während Urlauber früher kontrollierte Grenzübergänge passieren mußten, können sie heute über unkontrollierte fahren und so ihren Urlaub zwangloser genießen. Wer fliegt, hat es noch besser, denn er muß keine Sperranlagen mehr überfliegen. Und während man früher aufwendig harte D-Mark gegen irgendwelche Landeswährungen tauschen mußte, kann man heute, wenn auch mit weitaus weniger Kaufkraft, überall gewohnte Euros hinblättern.

Besonders schön ist aber der mentale Sieg: So, wie die Mauern in den Köpfen verschwanden, verschwanden die Grenzanlagen, so daß sich jeder Mensch der Welt in der BRD völlig unproblematisch seine finanzielle Grundsicherung abholen kann. Ist das nicht schön? Wir sind doch alle Menschen, und keiner ist illegal!

Leider hielt die Freude nicht lange an: Wenn Zäune an der einen Stelle verschwinden, werden woanders wieder welche errichtet. Konnte man noch vor einigen Dekaden in Deutschland seine Haustür getrost offen lassen, so propagiert Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) nunmehr die Kampagne „Riegel vor“ unter dem Motto: „Bürger, schütz dich selbst und sichere dein Haus.

Der Grund sind enorm gestiegene Einbruchszahlen im ersten Halbjahr 2015: „… allein Düsseldorf registrierte ein Plus um 48 Prozent, Köln um 18 Prozent. Häufig handelt es sich um Banden aus Südosteuropa und Georgien.“ Auch Autos werden vermehrt aufgebrochen und ausgeräumt. „Inzwischen stammen rund 40 Prozent der festgenommenen Täter aus Nordafrika, als Adresse geben sie Flüchtlingsheime in Köln oder im Ruhrgebiet an.

Die Polizei kann kaum noch statistisch erfassen, geschweige denn aufklären, und traut sich nur noch in Mannschaftsstärke in die No-go-Areas von Duisburg, Essen oder Gelsenkirchen. „Hier herrschen Libanesen-Clans, die im Drogen- und Waffenhandel mitmischen oder Schutzgeld erpressen.“ In den Metropolen drohe „Land unter“.

Auch der Inhaber eines Lotterieladens aus Köln-Mauenheim darf für den Rückbau der nationalen Grenzen tief in die Tasche greifen:

Er hat drei Einbrüche in seinem Lottogeschäft erlebt. Stets haben die Täter seine Tabakregale geplündert. Zuletzt hat die Versicherung ihn gedrängt, ein Rollgitter installieren zu lassen. „Das hat 10.000 Euro gekostet“, schimpft der Ladenbesitzer.

Die Sperranlagen sind von der Landesgrenze vor die Haustür gewandert, die Kriminalitätsvorsorge wird privatisiert. Sollen wir mit dem Lottomann weinen? Weil er Nieten gezogen hat? Wenn wir uns die letzten Wahlergebnisse in Nordrhein-Westfalen betrachten und die dortigen oppositionellen Spurenelemente, so sind wir uns freilich sicher, daß es kaum einen Unschuldigen trifft. Oder wie ätzte einer im LOKUS:

So ist das … wenn jetzt das geliefert wird, was die Wähler mit ihrer Wahl von Rot-Grün bestellt haben. Mit 42,3% für die SPD und 9,3 % für die Grünen. Da brauchen sich jetzt 51,6 % des Wahlvolkes nicht aufregen! Prompter Service!

Hier wäre bestenfalls anzumerkeln, daß die Wahl einer CDU auch nicht viel an den Umständen geändert hätte, zumindest nicht mit der Refugee-Kanzlerin.

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4 Antworten

  1. Mein Mitleid mit Kölnern, Bremern und Hamburgern ist, bei / trotz aller Angebrachtheit nationaler Solidarität, gering ausgeprägt.
    Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

  2. Ich erwarte aber Mitleid, ich habe nicht die Systemparteien gewählt und wohne in NRW. Im Gegenteil habe ich bereits bei der letzten BTW und LTW eine Partei gewählt, der ich eine Änderung des gegenwärtigen Systems am ehesten zutraue.
    Warum darf ich kein Mitleid erwarten, wenn ich mit einem Schiff untergehe, dessen Besatzung im Wasser-Welcome-Taumel die Flutventile geöffnet hat, ich hingegen in der Unterzahl dagegen ankämpfen kann, wie ich will?
    Ich finde, das ist Tragik.

    • Da die importierten Refutschis sowieso schnell zu ihren Brüdern und Schwestern in den Westen wollen, wäre die Wiederinbetriebnahme der Mauer am sinnvollsten, diesmal mit Schießbefehl nach außen. Anständige Ruhrpöttler (keine linken Sozialschmarotzer!) dürfen natürlich Asyl beantragen – ein Rettungsboot sollte sich finden lassen.

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