Vergleichsgruppen

gewalt-asylanten

Der Soziologe Gunnar Heinsohn sieht die „Völkerwanderung“ in einem Interview pragmatisch, behauptet jedoch: „Die Kolonisation von heute ist unblutig.“ Das mag auf den ersten Blick stimmen, vergleicht man sie mit früheren Invasionen, wie etwa dem Mongolensturm. Andererseits genügt ein Blick in die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS), um die (blutigen) Gewalttaten zu erfassen. Zudem ist die Kolonisation nicht abgeschlossen, die zukünftigen Gewaltausbrüche werden unweigerlich blutiger.

In diesen Zusammenhang fällt die Beschwichtigungspropaganda der Obrigkeit und ihrer Lückenpresse. Am 13.11.2015 veröffentlichte das Bundesministerium des Inneren (BMI) eine Pressemitteilung bzgl. eines ersten Lagebildes zur „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“. Darin heißt es:

Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung.

Gewieft formuliert, die „Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung“. Die pluralistische Presse formte daraus einheitliche Schlagzeilen: Der Spiegel: „Flüchtlinge genauso kriminell wie Deutsche“, Die Welt: „Flüchtlinge ebenso selten straffällig wie Deutsche“ oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Flüchtlinge sind nicht krimineller als Deutsche“.

Schaut man sich die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik von 2014 hinsichtlich der Staatsangehörigkeiten an, so finden sich unter 100 Deutschen (inkl. eingebürgerter Migranten) 2,1 Tatverdächtige. Bei den Irakern sind es jedoch 11,9, bei den Marrokanern 12,5, bei den Pakistani 13,6, bei den Afghanen 16,9 und bei Staatsangehörigen des Bürgerkriegslandes Syrien satte 20,1.

Syrische Staatsangehörige waren im Jahr 2014 in Deutschland also um das Zehnfache krimineller, als Menschen mit BRD-Paß. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß die Flüchtlinge des Jahres 2015 plötzlich maßgeblich weniger Delikte begehen, zumal die Datengrundlage für eine solche Aussage fehlt. Als „Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung“ werden also offenbar nicht Deutsche, sondern ethnisch Verwandte herangezogen. Fazit: Das Bundesministerium des Innern macht eine schwammige Aussage und die Einheitslügenpresse verwurstet diese im Sinne der Überfremdungspropaganda.

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2 Antworten

  1. Unblutig, so ganz wertungsfrei, ist natürlich korrekt. Die Gründe für diesen Frieden hat er nicht angerissen. Die Dekadenz, der Pazifismus, im Grunde aber nur der Überschuss an Östrogen in Medien und Politik.

  2. „… timeo Danaos et dona ferentes“ – „beware of the Greeks bearing gifts“ – Heinsohn ist vom verworfenen Volk, wie Paolo Pinkel.
    Zwecklos, jemandem etwas erklären zu wollen, dem eine Anspielung nicht genügt…“

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