Hand in Hand

Die kurze Reportage ermöglicht einen Blick auf das urbane Geschwür, das sich seit Jahren immer schneller und großflächiger ausbreitet. Die entsolidarisierte Gesellschaft ist der feuchte Traum von Kapitalisten und Linksextremisten gleichermaßen. Die einen benötigen halbintelligente, entwurzelte Lohnsklaven, die anderen ein aggressives Proletariat für den Rassenkampf. Beide folgen ihrer Verwertungslogik des Menschen; letztendlich geht es ihnen um die Ausübung von Macht über ein Heer Ohn-Mächtiger. Beiden dient der Kanon herrschaftsaffiner Propaganda: „Eine Überfremdung findet nicht statt!

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4 Antworten

  1. Ursprünglich wollte ich sagen: „ich bin sprachlos!“, aber dann sagte ich mir:
    „Komm schon, Notwende, du magst alles Mögliche sein, aber sprachlos ganz gewiss nicht.“
    Also dachte ich über die Gründe nach, die mich beinahe sprachlos gemacht hätten.
    Es waren die Emotionen, die dieses Video bei mir hervorrief:
    Da war als Erstes ein Gefühl der Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit, ein Gefühl, als wäre der Zug schon lange abgefahren und die Erinnerung an eine andere, bessere Zeit gliche einem Sofortbild aus den 70ern , bei dem alle Farben nicht mehr richtig stimmten. Daraus folgte ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, als wäre ohnehin alles schon verloren – nach dem Motto: „Gute Nacht & der Letzte macht das Licht aus!“
    Und dann kam Götterlob der Lichtblitz herbeigezuckt, der mir Folgendes zuraunte:
    „Nichts, aber rein gar nichts wird beim Fernsehen dem Zufall überlassen. Dort sind wahre Meister der Manipulation am Werke. Die wissen, welche Worte mit welchen Bildern man kombiniert, um sie dann mit der entsprechenden Begleitmusik sehr subtil zu hinterlegen. Genau diese Gefühle sollen diese Bilder ja bei dir erwecken, du Dummerjan! Du SOLLST dich ja hilf- und hoffnungslos fühlen; du SOLLST ja den Eindruck haben, dass jeder Widerstand sinnlos ist! Genau das ist die Masche, mit der sie arbeiten! Eine Frau, ein weiblicher Don Quichote, die jenseits ihrer guten Jahre mit einem ängstlichen Mann als letzte Deutsche in einer großen Siedlung lebt, in der einst nur Deutsche lebten. Außer ihr kommen überdies nur nette, sympathische und ruhige Ausländer zu Wort. Im Ganzen also eine Geschichte in Moll, die keinerlei Anreiz bietet, auch nur im Geringsten Hoffnung zu fassen.“

    DIESE SÄCKE!
    Beinahe hätten sie mich dran gekriegt!
    Danke Eulenfurz, für diesen mentalen Arschtritt 🙂

    • … dazu die nette Stimme des Moderators: „Sie wünschen sich mehr Miteinander …“ Aber der Zustand zeigt doch, daß es IRGENDWIE noch funktioniert, das Miteinander, auch ohne deutsche Sprache und Bildung: Man klaut, müllt und wohnt für sich in der neuen Dritten Welt.

  2. Tja, wie es aussieht, sind die Gutmenschen die das alles so „bunt“, „spannend“ und „dufte“ finden wohl auch alle weggezogen?? So wie eigentlich überall wo eine gewisser Prozentsatz überschritten wurde.

  3. Die „Gutmenschen“ versuchen doch bloß verzweifelt ihr Weltbeldbild gegen die Realität aufrecht zu erhalten. das gelingt natürlich nur, wenn man die Realität möglichst auf weite Entfernung hält.

    Seien wir nachsichtig: Man muß kein Prophet sein, um vorauszusehen, daß ein Großteil dieser Menschen seine Vorstellungen nicht aufrechterhalten wird.

    Es ist immer nur ein kleiner Teil der Leute, die die Entwicklungen vorausahnen können. Aber auch diese Realisten haben häufig einen „Fehler“. Sie spielen Kassandra und teilen auch ihr Schicksal. Anstatt daß man eiskalt und egostisch die Situation in jeder Hinsicht ausnutzt. Auch das ist nicht weniger naiv und hilflos, als das Gutmenschentum.

    Wir leben nunmal in einer Übergangszeit.

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