Fluthelfer

Weltweit stehen über eine Milliarde Menschen in den Startlöchern, um am deutschen Wesen zu genesen, besser gesagt: am deutschen Sozialsystem. „Wir schaffen das!“, meint die BRD-Kanzlerin, welche sich schon seit Längerem für einen Alterswohnsitz in Paraguay interessiert. Wir schaffen das, selbst wenn 10 Asylanten auf einen BRD-Bewohner kommen.

Das niedersächsische Sumte darf jetzt schon einmal vorkosten. In dem Dorf mit seinen 100 Einwohnern sollen 1000 Asylanten untergebracht werden. Die werden freilich nicht nur von den Sumtern alimentiert, sondern immer noch von der Gemeinschaft aller deutschen Steuerzahler, und noch nicht einmal von denen, sondern auf Kosten einer Staatsverschuldung, nach der das halbe Deutschland bereits verpfändet ist.

In die Überfremdungsdebatte hat sich nun auch der ehemalige Ministerpräsident Sachsens, Kurt Biedenkopf, mit moralinsauren Psalmen eingemischt. Der 85-Jährige, der in einer rund zwei Millionen Euro teuren Hangvilla am Chiemsee residiert, fordert die Untertanen auf, ihre Gürtel enger zu schnallen:

Das Problem ist doch nicht die Zahl der Flüchtlinge, sondern unser völliges Unvorbereitetsein (…). Das hat uns (…) wie eine Flut überrascht. Jetzt müssen wir so schnell wie möglich daran arbeiten, dass wir das – was eigentlich schon längst hätte passieren müssen – nacharbeiten. Das ist schwierig. Da müssen wir alle (…) die Gürtel enger schnallen.

Allerdings können nur geopolitische Blindgänger von dieser Menschenflut überrascht sein, die eben nicht wie ein Naturereignis hereinbrach. Bereits im Jahr 1982 veröffentlichte das damals noch vielgelesene Magazin SPIEGEL Auszüge aus einem Buch des „linken Sozialdemokraten“ Martin Neuffer, unter anderem diesen Passus:

Die Bevölkerung Afrikas wird sich voraussichtlich vervierfachen, ehe das Wachstum zum Stillstand kommt, die Südasiens von heute 1,4 auf über 4 Milliarden ansteigen. Der mit solchen Entwicklungen verbundene ungeheure soziale Druck wird zwangsläufig zur Herausbildung autoritärer bis diktatorischer politischer Regime in zahllosen Ländern dieser – und natürlich auch anderer – Erdregionen führen. Unter Anlegung heutiger Maßstäbe wird sich die Zahl derer, die politisch bedroht oder verfolgt werden, leicht auf Hunderte von Millionen Menschen belaufen.

Es ist eine Illusion, zu meinen, die Bundesrepublik könne in dieser Lage ihre Grenzen für alle Asylanten der Erde weit offen halten. Sie könnte es schon nicht annähernd für die unübersehbare Masse der echten politischen Flüchtlinge. Sie wäre aber auch überhaupt nicht in der Lage, zwischen echten und den Fluten der unechten Asylsuchenden zu unterscheiden. Eine solche Unterscheidung verlöre von einem bestimmten Punkt an auch jeden Sinn.

… So bedarf es auch einer strikt einschränkenden Einwanderungsgesetzgebung gegenüber den Angehörigen anderer Völker. Wir sollten … lernen, wie sehr es darauf ankommt, vorbeugend zu handeln.

Die von der zehnfachen Übermacht überraschten Sumter Bürger machen sich derweil Sorgen, freilich im von der Obrigkeit gewünschten Sinne:

Wie der Brandschutz gewährleistet werden soll, wenn die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr doch den ganzen Tag arbeiten und nicht anrücken könnten, falls in der Unterkunft etwas passiere, fragt ein Anwohner. Andere wollen wissen, wie Abwasser- und Müllentsorgung geregelt werden und ob es einen Shuttle-Service für die Flüchtlinge geben wird, damit sie einkaufen gehen können. Es gibt keinen Supermarkt in Sumte.

Tja, den ganzen Tag arbeiten gehen die biederen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr. Selber schuld und selber blöd, wenn man in stupider Lohnknechtschaft seine Erfüllung findet, um über Zwangsabgaben linke Gesellschaftsklempner und Wirtschaftsflüchtlinge und damit sein eigenes Ersaufen zu finanzieren.

Der Sumter Dirk Hammer, dessen Familie seit 400 Jahren in dem Dorf lebt, möchte sich nicht im Geringsten gegen die Zwangszuweisungen wehren und meint unter „tosendem Applaus“ (SPIEGEL) der Dorfgemeinschaft: „Wir wollen nicht zum Sprungbrett rechter Gesinnungen werden“. Das ist sehr löblich und somit ist die Zuweisung der 1000 Asylanten in das Dorf überaus zu begrüßen. Noch löblicher wäre freilich, wenn die Sumter für deren Shuttle-Busfahrten in die regionalen Supermärkte und für deren Müllentsorgung selbst aufkommen. Vielleicht können sie auch noch die Asylanten aus Dresden-Heidenau oder Chemnitz-Einsiedel aufnehmen, wo sich die Bevölkerung nicht so kooperativ verhält, weil sie sich aus unerfindlichen Gründen keine Zustände wie in Frankfurt/Main herbeisehnt (siehe den Film oben, welcher hinsichtlich ethno- und soziologischer Aspekte interessant ist).

Die Gürtel enger zu schnallen und allen Smart-Phone-Besitzern der Dritten Welt ihre Wohnungen und Betten zur Verfügung zu stellen, sollte also für die deutschen Fluthelfer zur ersten Bürgerpflicht gehören. Die Bonzen und Biederkröpfe in ihren absicherten Fincas und Palästen werden ihren getreuen Knechten sicherlich dafür danken.

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Eine Antwort

  1. Die Pläne zur Umvolkung Europas auf einen Blick:

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