Schußschnellmafia

doebeln-doenermord

Die Absurditäten im Fall NSU sind Legende, aber die großen Auffälligkeiten werden nicht mehr hinterfragt und um die ungereimten Details kümmern sich bestenfalls noch abseitige Untersuchungsausschüsse oder kleine Grüppchen von Hobby-Kriminalisten. Uns verwundert eher, daß die offenbare Unwahrscheinlichkeit, daß die präsentierten Täter die Täter sind, trotz realexisitierender Erfahrungswerte der Dönermordpraxis geflissentlich negiert wird.

So auch, daß die Vorgehensweise, Kleingewerbetreibende mit Migrationshintergrund von Schutzgelderpressern u. ä. mit eben diesem Hintergrund durch Kopfschüsse zu liquidieren, von einer angeblichen Terrorverschwörung übernommen worden sein soll, obwohl diese doch ihrem vermuteten Anspruch gemäß Millionen adäquatere Opfer zur Auswahl hatte und gewiß eine „heroischere“ oder „arischere“ Hinrichtungspraxis bevorzugt hätte, schon, um nicht mit ausländischen Schutzgelderpressern in einen Topf geworfen und verwechselt zu werden.

So war der 44-jährige Blumenhändler Muhettin L. Anfang Oktober 2011 „gegen vier Uhr morgens mit vier Schüssen niedergestreckt worden, als er auf dem Firmenparkplatz Blumen und Pflanzen auslud, die er zuvor in Holland geholt hatte. Seine Mitarbeiter hörten die Schüsse und rannten zu dem Lastwagen, aus dem er die Waren ausgeladen hatte. Dort fanden die Angestellten ihren sterbenden Chef am Boden liegend vor. Kurz darauf starb er an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Eine anderes Regionalblatt schrieb ein Jahr später: „Bis heute konnten die Beamten, trotz großer Bemühungen, jedoch keine heiße Spur ausfindig machen. Erst recht kein Täter, kein klares Motiv. … Eine Hinrichtung auf offener Straße soll es gewesen sein, sagen Bekannte des Opfers.“ Und die Südwestpresse wunderte sich: „Auch der Mann, der vor dem 44-jährigen Kurden den Blumenhandel umtrieb [betrieb; sic!], kam gewaltsam ums Leben.

Der Fall erinnert frappant an den Nürnberger Dönermord an Enver Şimşek vom September 2000 in Nürnberg. Şimşek soll das erste Opfer des ominösen Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) gewesen sein. „Der Inhaber eines Blumenhandels“ wurde „an seinem mobilen Blumenstand in Nürnberg mit acht Schüssen aus zwei Pistolen niedergeschossen.“ Die Morde an beiden Blumenhändlern „waren ähnlich präzise und schnell ausgeführt worden“.

Sogar noch am 1. November 2011, also wenige Tage vor der Hinrichtung der angeblichen Döner-Terroristen Mundlos und Böhnhardt, erschoß der 32-jährige Iraker Mahmoud E. im sächsischen Döbeln den Dönerladenbesitzer Jamal Al Mortada, mit wiederum vier Schüssen aus einer Pistole, darunter ein Kopfschuß. Die gefährlichen Zwei des Zwickauer Terrortrios sollen zu dieser Zeit bereits mit ihrem Caravan unterwegs gewesen sein – warum nicht auch in Döbeln?

Die beiden Taten passen bestens in das von der Obrigkeit präsentierte Portfolio des NSU, die beiden Uwes lebten zu den Tatzeitpunkten sogar noch. Daß sich die Bundesanwaltschaft die Gelegenheit durch die Lappen gehen ließ, zumindest den auch heute noch ungeklärten Fall des Laichinger Blumenhändlers dem NSU anzulasten, dürfte in einer Zeitnot begründet sein. Die Inszenierung der Selbstmörderung des NSU-Duos und die Verfahrensweise zur Drapierung der Beweisstücke dürfte bereits abgeschlossen gewesen sein – womöglich lag sogar die Bekenner-DVD schon seit Jahren in der Schublade.

Und zur Erinnerung auch noch: Die Opfer waren Kleingewerbetreibende – und bei 5 der 9 Ceska-Morde wurde nicht der Ladenbesitzer selbst ermordet, sondern jemand, der „zufällig“ da war. Was wohl eher ein Indiz dafür ist, daß der Ladenbesitzer gewarnt werden sollte, als daß eine Naziterrortruppe zwischen gutem und schlechtem Ausländer differenziert hätte.

Die Zahl der Liquidierungen ausländischer Gewerbetreibender durch Pistolenschüsse ist sehr hoch und betrifft in jedem Jahr mehrere Fälle. Manche werden aufgeklärt, manche nicht. In Berlin traf es im Jahr 2008 beispielsweise einen Weddinger Dönerwirt, dieser allerdings wurde mit nur drei Schüssen liquidiert.

Bild oben: Dönermord in Döbeln

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2 Antworten

  1. Man muss das vom quantenphysikalischen Standpunkt aus sehen: Wenn die kosmische Hintergrundstrahlung aufgrund der fortschreitenden Gasexpansion ins Vakuum unter einen kritischen Wert sinkt, so findet ein sogenannter Quantenphasenübergang statt, der je nach Ordnungszahl der stattgefundenen Wiederholungen zu Dimensionsverschiebungen und damit zu Änderungen von Naturkonstanten führt. Was vorher ein Tetraeder war, ist nun ein Oktaeder. Bestimmte Logikgesetze sind aufgehoben, andere neu geschaffen worden. Die Zeit verläuft nicht mehr linear, sondern kann auch in Form einer mehrdimensionalen Spirale fortschreiten. Das Schöne ist aber: Die Menschen merken nichts von dieser Phasenumwandlung, da sie natürlich auch mit transformiert wurden. Deshalb erscheinen uns Ereignisse, die VOR der Phasenumwandlung stattgefunden haben, NACHHER möglicherweise vielleicht unlogisch …

    • Perfekt, genau was ich immer sage : Die Quantentheorie ist DER Schlüssel zur Aufklärung des Falls und kann genau und beweisfest erklären, wie man sich zB erst erschießt und dann noch mal nachlädt
      ( quantentheoretische Umkehrung ). Ursache und Wirkung und der lineare Ablauf der Zeit sind außer Kraft gesetzt ! Außerdem gibt es in der Quantentheorie nur „Wahrscheinlichkeiten“ und kein „das-kann-so-gar-nicht-gewesen-sein“, wie man es manchmal noch in profanen Gerichtsprozessen oder bei interessierten Kreisen findet. Quantentheoretisch ist es sogar möglich, dass der NSU Schuld am Ausbruch des 1. und des 2. Weltkriegs hatte und sogar an den Hexenprozessen ( ich meine die im Mittelalter, nicht den von Beate ) !

      Nebenbei, was anderes ist für die Physiker natürlich der so genannte „Doppler-Effekt“, der erklärt, warum da zwei Uwes am Werk waren…..

      http://science.orf.at/stories/1705794/

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