Schlechter Ruf

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Die Montagsdemonstrationen asozialer Elemente haben nach Ansicht von Außenminister Oskar Fischer das Ansehen der DDR in der Welt beschädigt. „Bei uns wird unterschätzt, welchen Schaden die reaktionären und kapitalistischen Sprüche und Plakate der Montagsdemonstranten schon jetzt angerichtet haben“, sagte Fischer dem Neuen Deutschland. „Ob wir das wollen oder nicht: Gerade bei diesen Fragen blickt die Welt mit großer Aufmerksamkeit auf die sozialistische DDR.

Es gehe nun darum, dem schlechten Ruf entgegenzutreten, sagte der Minister weiter: „Wir werden immer wieder klarmachen, daß diese Rowdys eben nicht die schweigende Mehrheit sind und die DDR ein fortschrittliches Land ist und bleibt, das sein Errungenes und Erreichtes weiterbaut und die Früchte seinen Werktätigen zu Gute kommen läßt.“ Bei seinen zahlreichen Besuchen im Ausland seien die Montagsdemonstrationen häufig Thema: „Ich werde ständig darauf angesprochen. In vielen Ländern wird das, was sich auf unseren Straßen abspielt, sehr genau verfolgt. Umso wichtiger ist es, daß wir klar und deutlich sagen: Diese paar Tausend Schreihälse sprechen nicht für die friedlichen Bürger der DDR.

Einen Dialog mit den Verantwortlichen der Demonstrationen lehnte Fischer entschieden ab: „Ich rede mit Menschen, die enttäuscht sind, Sorgen haben und sich benachteiligt fühlen, so wie das viele andere Politiker auch tun. Aber ich habe keine Lust, mit den selbst ernannten Funktionären zu sprechen.

Zugleich kritisierte der Minister „diese Attitüde des Neuen Forums, das behauptet, man dürfe in der DDR nicht alles sagen oder niemand würde einem zuhören“. Dies sei nicht wahr. Derartige Aussagen dienten letztlich nur als Vorwand, um Ängste zu schüren, sagte der Minister. „Dazu gehört leider auch Hetze gegen Staatsführung und Staatssicherheit.

pegida

Bild oben: Außenminister sorgt sich um guten Ruf, Bild unten: Demonstranten sorgen für schlechten Ruf.

5 Antworten

  1. Schreimeier kritisiert die Folgen seiner Politik und Mutti weint.

  2. Jedenfalls bei mir sind es keine „Ängste“ – seltsame Pluralbildung: (der Schwarze aber aß seit dieser / Begebenheit fast nur Gemüser…), es ist eitel Wut.
    Wodan id est furor – Adam von Bremen.

  3. Es ist wichtig, das zu zeigen. Danke!
    Ein neutralerer Name der Website würde ihr aber mehr seriöse Aufmerksamkeit verschaffen.

  4. BBAZ. Bester Blog aller Zeiten. Bitte nicht wieder damit aufhören ! Danke !

  5. Passt doch… http://w55241n5q.homepage.t-online.de/Brosch%FCren/Steinmeier-kein%20Kandidat%20f%FCr%20Deutschland.pdf

    Vor allem sein „Stallgeruch“. Stichwort:Pahl-Rugenstein-Verlag

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