Wirr ist das Volk

Es war nichts anderes zu erwarten, als daß die gleichgeschalteten Müllstrommedien das Absacken ihrer Gegendemonstrantenherde auf zwei Drittel der Mannschaftsstärke der Vorwoche als grandiosen Erfolg zu verkaufen wissen, während sie die Verdreifachung der LEGIDA-Demonstranten als schändliche Niederlage dieser Bürgerbewegung verwursten. Schließlich hatten alle so schön Hand in Hand gearbeitet: Die Dunkelmänner der Stadtbonzokratie ließen die Lichter öffentlicher Gebäude ausschalten, alimentierte Schlägerbanden prügelten im Schutze der Nacht auf mögliche Demonstrationsteilnehmer ein, Terrorgrüppchen verübten Anschläge auf Bahnstrecken, moralinbesoffene Kindersoldaten bewarfen Polizisten mit Steinen, die Kulturschickeria übte sich in clownesken Statements, Funk- und Presse orchestrierten die totalitären Willkürmaßnahmen und extremistischen Terrorakte wohlwollend bis verzerrend.

Und sie scheinen nach den mißglückten Versuchen der Inszenierung eines 500-köpfigen PEGIDA-Naziüberfalls in der Dresdner Centrum Galerie sowie der gescheiterten Instrumentalisierung des von seinem Kumpanen abgestochenen Refuckys Khaled B. als angebliches „Rassismusopfer“ endlich in Leipzig ihre rechte Gewalttat gefunden zu haben: Ein sogenannter „Journalist“ will von angeblichen „LEGIDA-Nazis“ überfallen worden sein. Irgendeine Zeitung zeigte dazu als Beweis das Foto einer Kamera mit fehlendem Batteriefachdeckel; mehr Bilder konnten zu dem von Hunderten anwesenden Photographen sehnsüchtig erwarteten Gewaltakt leider nicht geliefert werden. Womöglich arbeiten die Angestellten des Adobe Photoshop noch an dem eindeutigen Material.

Wenigstens die eine selbstgerechte Großstadtschickeria mit realitätsfernem Quark fütternde taz sorgte für einige Schenkelklopfer. So berichtet sie über jenen besonders schlauen Gegendemonstranten, welcher die LEGIDA-Leute mit der Bettlakenaufschrift „Wirr ist das Volk“ zu provozieren suchte. Zum Leidwesen der taz amüsierte sich eine Dame jedoch lediglich köstlich: „Die können ja noch nicht mal richtig deutsch, die schreiben ‚wir‘ mit zwei r“. Nun ja, wer sich heutzutage noch von der synchron bellenden Lügenpresse zu einer „Gegendemo“ aufwiegeln läßt, dem ist schließlich jegliche Debilität zuzutrauen.

Auch aus Dresden gibt es Neues: Nach dem Roland-Kaiser-Konzert vor einigen Wochen, das etwa 18.000 herangekarrte Gewerkschaftsmitglieder, kommunale Angestellte, MLPD-Fahnenträger, verdonnerte Schulklassen sowie Verwandte und Bedienstete der Obrigkeit an einem Sonnabendnachmittag in deren Arme trieb (was freilich 25.000 Menschen nicht davon abhielt, am Montagabend wieder mit PEGIDA zu spazieren), will die Stadt nun schwerere Geschütze auffahren. Zeitgleich zur PEGIDA-Demo soll der für seine spitzen Schreie bekannte Schlager-Oldie und Journalistenschläger Herbert Grölgeleier sein Stelldichein geben. Der SPIEGEL jubelt frenetisch: „Fast 1800 Menschen haben für die Kundgebung bereits zugesagt. ‚Da kann man wieder Hoffnung schöpfen: Dresden ist wunderbar‘, ist ein Kommentar unter dem Facebook-Eintrag der Veranstalter.“ Na, wenn das nichts ist angesichts der strudelartig schwindenden Klientel!

So weit, so belustigend. Beschämend allein ist, daß der sein Piratensender-Image pflegende russische Staatsfunk nur verwackelte und verwaschene Bilder einer Großkundgebung aus dem „verfeindeten Ausland“ liefern kann, auf welcher unter dem Beifall einer zehntausendköpfigen Menge zum Frieden mit Rußland aufgerufen wird.

Nachtrag 23.01.2015: Wir haben bei LEGIDA bzgl. des angeblichen Angriffs auf Journalisten nachgefragt und erhielten folgende Antwort: „Wir haben schon mehrmals Aufgerufen uns Beweise zukommen zu lassen – Fotografen wurden angegriffen und es gibt kein Foto, schon seltsam. Foto einer kaputten Kamera, eine Tonbandaufnahme und ein Foto von rennenden Vermummten ist bis jetzt alles.

12 Antworten

  1. Aufgeschneppt und aufgepeppt:

    Das ist doch eigentlich ein Treppenwitz der Weltgeschichte: Vor 25 erfuhr man über Leipzig überhaupt nur etwas durch ARD und ZDF und den Buschfunk. Heute kann man die Massenproteste nur live mitverfolgen dank eines russischen TV-Senders!

    Und nochmal: Daß Zehntausend von NoLegida zu Legida übergelaufen sind sind, verbucht die Presse für NoLegida als „Erfolg“. Irre!

    • Wieso irre? Es liegt in der Natur der Dinge, daß Propaganda die eigene „Wahrheit“ erfindet.
      Schön das der Blog wieder da ist 😏

    • Genauso irre: Vor 25 Jahren stand die Kirche auf der Seite der Menschen, die für Veränderungen auf die Straße gingen und rief zur Gewaltlosigkeit auf. Heute steht sie auf der Seite der gewalttätigen Gegendemonstranten.

    • Eulenfurz, Ihr seid herrlich!!! Es ist wirklich eine Wohltat Eure Texte zu lesen. So auf den Punkt gebracht und ganz wichtig: mit dem richtigen Humor gewürzt. Sehr sympathisch! 🙂 Weiter so.

  2. Das Propaganda-TV der BRD darf nicht „einfach nur berichten was passiert“, schon gleich gar nicht über Inhalte. Die BRD-Propaganda würde Selbstmord begehen, täte sie das.

    Viel schlimmer ist die Spaltung, der auch Frau Örtel huldigte, die sich im Vorfeld explizit „von Allem distanzierte, was in Leipzig gesagt werden wird“.

    Ebenso wird jetzt „Pegada“ von diesem Franzosen als weitere Spaltungsaktion durchgeführt, so darf man vermuten.

    Die Gefährderansprachen des Verfassungsschutzes zeigen Wirkung, oder will man das nicht erkennen ? Divide et impera.

    • PEGADA ist eine Initiative mit alternativer Sicht auf die Gegebenheiten und vielleicht anderen Prioritäten, aber keine Spaltung. Spaltung beginnt da, wo Distanzeritis und gegenseitiges Abgegrenze beginnen.

      Die Vereinsmeierei von PEGIDA gegen LEGIDA ist aber in der Tat absurd. Man weiß nicht, ob Dummheit das Orga-Team geritten hat, die Angst vor der eigenen Courage, Größenwahn nach einer Talg-Show oder eine Zersetzungsforderung von außen.

  3. Falls einer von Euch die großartige Rede von Götz Kubischeck nachlesen möchte:

    http://www.sezession.de/48224/legida-21-januar-rede-in-leipzig.html#more-48224

  4. Sollte sich irgendwann einmal jemand unter den PEGIDA-, LEGIDA- etc. Rednern oder -Demonstranten befinden, der an tatsächlich volksverhetzenden Reden die Bibel, den Talmud und den Schulchan Aruch erreicht oder, was ja kaum möglich ist, noch übertrifft, dann kann man meinetwegen einen entsprechenden Rücktritt veranlassen, aber nicht wegen irgendwelchem Kinderkram wie im Fall Lutz BACHMANN. Deutschland hat wichtigere Probleme als Hitlerbärte (das Original ist ohnehin unerreichbar) oder beleidigte Asylbetrüger, die in Sozialämtern Rabatz machen, auf welche sich Bachmanns Äußerung allein bezog!

    Wegen solchen BRD-Klamauks zurückzutreten oder einen entsprechenden Rücktritt zu fordern, anstatt gegen den mit schwersten Verbrechen belasteten Gegner (linke Gewaltverbrechen, kommunistische Völkermordverbrechen, BRD-unterstützte US-Völkermordverbrechen, nahezu komplette Strafvereitelung der SED-Verbrechen durch die BRD-Leute, widerlichste Beschimpfungen in der Lügenpresse, die Terrordrohung vom 19.01.2015 etc.) mit vereinter Kraft anzutreten und dann auch noch „urheberrechtliche“ Klagen gegen das eigene Volk anzustrengen, kann einen in den Augen dieses Volkes nur diskreditieren. Frau Oertel ist es, die zurücktreten (oder abgesetzt werden) müßte!

  5. Ich bewundere ja im Stillen die subtile Subversivität der Leipziger. Oper und Gewandhaus hatten zwar befehlsgemäß verdunkelt, aber mit den Transparenten »Vielfalt, Toleranz, Offenheit« (Oper) sowie »Gewandhausorchester und Gewandhaus: tolerant, aufgeklärt, weltoffen« ein klares Zeichen gegen den Islam und somit pro Legida gesetzt.

  6. Roland Kaiser? Den kenn‘ ich! —
    Punker Maria
    stinkt nach Scheiße aus allen Poren
    die Gülle läuft ihr schon aus beiden Ohren
    und die Läuse werden täglich mehr ….
    Punker Maria
    liegt vollgeschissen in einer Ecke
    aber sie gröhlt „Deutschland verrecke“…
    — Zugegeben, die Wortwahl ist noch unfeiner, als die des Götz von Berlichingen, aber wer will leugnen, äh, bestreiten, man kommt ganz durcheinander, daß es nicht ganz unangebracht ist, herbe Worte zu gebrauchen in diesen Zeiten.

  7. dafür, daß das blog kürzlich sein ende verkündet hat, ist es erstaunlich aktiv. nein, erfreulich aktiv. ich nehme an, es ist wie bei mir der zorn über das geschehende.

    ich kenne immer mehr (wenig internetaffine) menschen, die bereit sind, flugblätter gegen den wahnsinn zu verteilen.

    das macht irgendwie hoffnung!

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