Deutliche Worte

Pegida 141208

Mit deutlichen Worten hat Thomas de Maizière (CDU) die sogenannte „Pegida”-Bewegung gegen eine angebliche „Islamisierung des Abendlandeskritisiert: Die Bezeichnung „Patriotische Europäer” sei „eine Unverschämtheit”, sagte de Maizière am Rande des CDU-Bundesparteitages in Köln im Interview mit dem Sender Phoenix. Jede neue Bürgerrechtsbewegung habe bei ihm gnädigst anzufragen, welchen Namen sie tragen darf. Für Organisationen, welche der Obrigkeit zuwider sind, wären Titulierungen wie „Großdeutsche Schlägertruppe“ oder „Nationalsozialistischer Untergrund“ weitaus geeigneter. Bei der Erfindung von Wortschöpfungen könne auch der Bundesverfassungsschutz erfahrungsgemäß gute Dienste leisten.

Wir haben keine Gefahr der Islamisierung des Abendlandes”, so der Bundesinnenminister. Zwar sei Mohammed der beliebteste Vorname für neugeborene Jungen in England, Wales, Offenbach, Brüssel, Rotterdam, Oslo, Malmö, Amsterdam oder Mailand, aber in Sachsen liege der Ausländeranteil noch bei 2,2 Prozent. Deshalb sollten die Dresdener abwarten, bis bei ihnen Zustände wie in Pforzheim oder Duisburg herrschen. Erst bei einem Ausländeranteil von über 50 Prozent dürften Bio-Deutsche auf die Straße gehen und zeigen, ob sie Mehrheiten hinter sich vereinen können.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rief die etablierten Parteien zu einer gemeinsamen Gegenwehr gegen die wütenden Untertanen auf: „Auch im politischen Meinungskampf gibt es Grenzen.“ Diese wären eindeutig überschritten, wenn „Islamfeinde und Rechtspopulisten“ das Grundgesetz zitieren und nur politisch Verfolgten Asyl gewähren wollen oder sich gegen islamistische Gewalt aussprechen. Die Interpretation des Grundgesetzes dürfe nicht dem einfachen Volk überlassen werden.

CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach warnte vor einer Teilnahme an Pegida-Demonstrationen. Jeder könne für oder gegen etwas demonstrieren, sagte der Bundestagsabgeordnete, jedoch sollte sich niemand „für politische Ziele instrumentalisieren lassen„, welche die Obrigkeit „nicht teilt“. Bosbach forderte zudem eine bessere Aufklärung über die wahren Absichten der Kundgebungen. Den Veranstaltern gehe es um die gezielte „Verankerung radikaler Ansichten in der Mitte der Gesellschaft“. Das haben diese zwar nirgendwo geäußert, aber die Mondmännchen hätten ihm so etwas letzte Nacht ins Ohr geflüstert.

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4 Antworten

  1. Paradigma der Schizophrenie: Das heißt „begeisterte“ Europäer, und nicht „patriotische“ Europäer – Herr die Misere? Sicher will er in Echtheit nur „dämliche“ Europäer.

  2. Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.

    Gustav von Rochow (1792 – 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

    Lange Version: Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.

  3. Pegida und Eulenfurz, da gibt´s quantentheoretisch bestimmt einen Zusammenhang !!!!! Ein Furz alleine irgendwo kann schließlich eine gewaltige Flatulenz an einem anderen Ort auslösen
    ( Furztheorie ). Nötig war´s dringend. Willkommen zurück, freut mich sehr !

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