Toleranz

Toleranz

Der Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage erklärt in seinem Buch „Die liberale Gesellschaft und ihr Ende“ den Toleranzbegriff. Der Toleranz stünden jedoch zunächst Regularien voran:

Regeln, Normen und Begriffe von Normalität sind die Grundlage geordneten und friedlichen menschlichen Zusammenlebens. Sie schließen das Abweichende nicht etwa aus, sondern stellen überhaupt erst den Rahmen bereit, innerhalb dessen Toleranz möglich ist. Eine stabile Gesellschaft kann sich Toleranz für das Abweichende leisten, eine gefährdete nicht.

Weil dies so ist, wird zum Beispiel Mangel an Patriotismus in Friedenszeiten eher toleriert als in Kriegszeiten, wird der Ruf nach strengeren Gesetzen umso lauter, je häufiger und intensiver die vorhandenen übertreten werden, nimmt Islamfeindlichkeit in Europa in dem Maße zu, wie die Islamisierung voranschreitet, ist Rassismus umso verbreiteter, je heterogener die Gesellschaft ist, ist die Abneigung gegenüber Sozialhilfebeziehern umso größer, je mehr es davon gibt und je teurer sie den Steuerzahler kommen. Umgekehrt formuliert wird Toleranz umso bereitwilliger geübt, je weniger sie strapaziert wird, und je weniger Anlaß es gibt, zu vermuten, daß man mit der eigenen Toleranz sich selbst, sein soziales Umfeld und sein eigenes Wohlergehen gefährdet. Toleranz ist kein absoluter Wert; sie ist etwas, was man sich leisten können muß.

Eine Toleranz, um derentwillen ihre Verfechter auch offensichtliche Gefährdungen des gesellschaftlichen Friedens in Kauf zu nehmen bereit sind; die ohne erkennbare Grenze immer weiter und weiter getrieben wird; die umso penetranter eingefordert wird, je mehr sie ohnehin schon strapaziert ist; die irgendwann nur noch mit den Mitteln von Meinungsterror und Zensur durchgesetzt werden kann, weil es zu viele Menschen gibt, die am eigenen Leibe die Konsequenzen einer ideologisch verordneten Regellosigkeit zu spüren bekommen; die bestimmte Gruppen von der Pflicht zur Rücksichtnahme entbindet und zu jeder erdenklichen Unverfrorenheit auf Kosten der Gesellschaft ermutigt (weil es ja „intolerant“ wäre, solche Unverfrorenheiten zurückzuweisen), eine solche Toleranz zerstört mit der Stabilität der Gesellschaft zugleich ihre eigenen Voraussetzungen.

Bild oben: Die ins Auenland strömenden Orks fordern eine bedingungslose Toleranz ihres Teilhabeanspruches.

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4 Antworten

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Besatzung sagt uns etwas Anderes! Siehe amerikanischer Saustall im Bundestag, die Geschäftsstelle der Außestelle von US-Behörden und im Lager des einem Dritztel den Deutschen Zöglingen in der Nachkriegsgeneration! Von Menschen und deren Rechten aus HLKO oder auch nur dem Namen : Nachkriegskinder-Generation, keine Rede und dann auch noch Boftsvertrtung für ISRAEL? Was für Chupse? Glück, Auf, meine Heimat! Und unser Trauertag ist der 03.10.2014 für 100 Jahre deren Kriege gegen Reiche und auch des Deutschen!

  2. Den Text kann man vergessen.

    Wer nicht einmal die zwei völlig verschiedenen Szenarien:

    INVASION

    und

    SIEDLUNGSPOLITIK

    auseinanderhalten kann, wird logischerweise bei der Bekämpfung des Problems versagen.

    Wenn ich den Schwachsinn mit „Islamisierung“ nur lese, schaltet mein Gehirn automatisch auf Durchzug.

    Es gibt keine Islamisierung. Es gibt eine systematisch von den Herrschenden Europas durchgezogene Siedlungspolitik, mit dem Ziel, ethnische Sollbruchstellen zu schaffen und „das Bedrohungsgefühl der Bevölkerung zu verstärken“. Daß die angesiedelten Ausländer bevorzugt Moslems sind, ist zwar richtig, aber deshalb ist es immer noch keine Islamisierung. Die läge nämlich, in Analogie zur Christianisierung, dann vor, wenn auf einmal die hier lebenden Menschen massenhaft zum Islam übertreten würden.

    Wenn man im Gaza-Streifen die Häuser der Palis bombardiert und anschließend dort Siedlungen für Juden errichtet, dann ist das auch keine „Judaisierung“ Palästinas, sondern schlicht Siedlungspolitik.

    Dasselbe in Deutschland. Wenn man Rentner, Arbeitslose, Alte und Kranke aus ihren Wohnungen schmeißt und dort Moslems ansiedelt, dann hat man keine „Islamisierung“ sondern eine Siedlungspolitik.

    Der treibende Faktor bei der Invasion ist der Invasor.
    Der treibende Faktor bei der Siedlungspolitik ist diejenige Regierung, die sowohl die finanziellen als auch die rechtlichen, politischen und propagandistischen Mittel bereitstellt, um sie durchzusetzen.

    Im ersten Fall muss man gegen den Invasor kämpfen.
    Im zweiten Fall gegen die eigene Herrscherclique.

    Jeder, der von einer Invasion spricht, tut dies entweder aus Dummheit oder aber um davon abzulenken, daß es die eigenen Politiker sind, die für die Ansiedlung von Millionen Ausländern in Deutschland verantwortlich sind.

    • Das ist schon richtig, denn immer soll man die Verantwortlichen für solch eine Schieflage benennen. Man kann aber diesem Beitrag hier durchaus Positives abgewinnen, denn für die Gegenwart auf den Punkt gebracht, „das heutige politische Milieu fordert die bedingungslose Toleranz an ihrem Teilhabeanspruch. Diese Intoleranz nennen sie dann Demokratie.“ So gesehen macht es Sinn, auf diesem Beitrag von Eulenfurz zu verlinken.

      https://rundertischdgf.wordpress.com/2014/09/21/toleranz/

      • Toleranz ist der Wert einer untergehenden Gesellschaft.

        Toleranz ist sogar überhaupt kein Wert, wenn man es systematisch betrachtet:

        Man kann zwei Sachen tolerieren:
        A) das Gute
        B) das Böse

        Welche Leistung erbringt jemand, der das Gute lediglich toleriert? Keine.

        Welche Leistung erbringt jemand, der das Böse toleriert? Er sorgt dafür, daß das Böse passiert.

        Wenn also sowohl die Toleranz gegenüber dem Guten, als auch gegenüber dem Bösen, keinerlei positiven Auswirkungen für die Gesellschaft hat, wie kann Toleranz dann ein Wert sein, der wichtig wäre?

        Es gibt nur eine einzige Gesellschaft, in der „Toleranz“ zum wichtigsten Wert wird: eine, in der eine Minderheit die Mehrheit ausbeutet und peinigt und diese dann dazu auffordert, diese Situation zu tolerieren.

        Einfache Frage: Wenn ein Volk als Werte nur noch Toleranz und Arbeit hat, wie wird der Staat aussehen?

        Wie ein Arbeitslager. Wie Deutschland 2014. Wie die Hölle.

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