Exoteninvasion

Fauna Australia

Es war unheimlich xenophob, was wir vor einem Monat in einem Staatsfunksender bei Bekannten hören müßten, die Schutzgeld an die Rundfunkmafia zahlen. In der Sendung „Invasion der Exoten“ wurde eine Bedrohung durch eingeschleppte Tiere in Australien herbeihalluziniert.

Diese Einwanderer wären keinesfalls eine Bereicherung, so wie es sonst immer behauptet wird, sondern würden sich ohne natürliche Feinde „sprichwörtlich wie Karnickel“ vermehren. Schon der US-Schriftsteller Mark Twain berichtete nach einer Weltreise, die ihn vor 120 Jahren auch auf den fünften Kontinent führte, über die Kaninchenplage. „Die hatten den Mann, der die Kaninchen hier eingeführt hat, gefeiert und gelobt. Heute würden sie ihn hängen, wenn sie in ihn zu fassen bekämen.“ Doch es ist, wie so oft, daß die Schuldigen der Überfremdung ihre Untaten zu Lebzeiten moralisch verklären und dann, wenn die Konsequenzen in all ihrer Abscheulichkeit sichtbar werden, nicht mehr haftbar zu machen sind.

… der Kampf gegen Kröten, Kaninchen und Hunde, Karpfen, Katzen, Feuerameisen oder Füchsescheint ist hoffnungslos. „Die Wissenschaft hinkt immer hinterher. Mit Gift, Fallen, Viren und mit Genmanipulation hoffen australische Forscher zu retten, was noch zu retten ist.“

Andere versuchen es – trotz der Agitprop-Vision einer friedlichen One-World-Welt ohne Grenzen – mit viel Draht. So etwa in dem Reservat Warrawong, gerade mal 20 Autominuten von der Millionenstadt Adelaide entfernt.

… Warrawong ist kein Zoo, sondern ein Schutzgebiet. Natürlicher Lebensraum, wie es ihn diesseits der Absperrung nicht mehr gibt. Das 90 Hektar große Gelände ist von einem zweieinhalb Meter hohen Drahtzaun umgeben. Nicht um die Tiere drinnen im Schutzgebiet, sondern um Räuber und Schädlinge draußen zu halten.

Der Autochthonen-Aktivist Dr. John Wamsley, Initiator des Refugiums, hatte seine Leidenschaft bereits in früher Kindheit entdeckt:

Als ich 12 war, sind die ersten Füchse und Katzen bei uns aufgetaucht – als ich 14 wurde, waren alle anderen Tiere im Busch ausgerottet. Für mich war es eine Tragödie, dass sie einfach so verschwunden sind. Und das Unglaubliche war: Niemand wusste davon, niemand schien es zu verstehen und niemanden kümmerte es. Dagegen wollte ich etwas tun.

Dr. Wamsley kaufte Brachland auf, zäunte es mit einem hohen Elektrozaun ein, sperrte bis einen Meter tief in den Boden ab, entfernte alle neobiotischen Einwanderer und schuf ein Rückzugsgebiet für die einheimische Flora und Fauna, die schon Jahrhunderte vor den ersten Fremden in der Gegend wuchsen. Es dauerte nicht lange, da wurde Warrawong zur Pilgerstätte für Öko-Touristen.

Die Leute sahen zum ersten Mal Tiere, von denen sie nicht einmal wussten, dass sie überhaupt existierten – australische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Für die meisten war das ein unglaubliches Erlebnis – und ein Schock zugleich. Viele haben bis dahin nicht begriffen, welchen Verlust sie erlitten hatten.

Derartige Verlustängste sollten eigentlich mit allen Kanonenrohren der xenokratischen Propaganda bekämpft werden, die vermittelt, daß Einwanderer jedes Land bunter machen und dank ihrer Teilhabe eine Bereicherung für alle sind. Fremde brauchen Freunde! Doch die Ewiggestrigen behaupten dreist:

Die Vorlage ist das, wie es vor 200 Jahren war. Damals war alles im Gleichgewicht. Und da müssen wir wieder hin. Weg mit den exotischen Pflanzen und eingeschleppten Tieren: Besinnen wir uns wieder der Flora und Fauna, die hier zu Hause war und alles wird wieder im Gleichgewicht sein. Phantastisch!

Gleichgewicht! Doch Mark Twain konstatierte bereits vor 120 Jahren, daß „alle Regierungen mehr oder weniger kurzsichtig“ seien. Und der Staatsfunksender resigniert, daß „die Fehler der Vergangenheit … wohl auch in Zukunft teuer zu stehen kommen.

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4 Antworten

  1. Welche Ökotouristen beklagen denn da den Verlust? Eingeborene oder Nachkommen von Einwanderern? Also warten wir doch einfach ab. In 200 Jahren wird in der dann islamischen Republik Mtteleuropa auch jemand aus der gehobenen Mittelschicht feststellen, daß es da etwas verschwunden ist und das ganze Land so aussieht, wie Südsudan (nur mit schlechterem Wetter). Vielleicht findet er dann noch ein Dorf in Mecklenburg mit einer überlebensfähigen Population Eingeborener und baut einen Zaun drum. Nicht um die Eingeborenen einzusperren…

  2. Das mit dem Rückzugsgebiet ist super. Allerdings befürchte ich, daß nach einigen Jahren die Einwanderer nach Teilhabe rufen, wenn sie Australien in eine Wüste verwandelt haben.

  3. Die Regierungen machen keine Fehler.

    Wenn etwas passiert, dann hat das seinen guten Grund.

    Einfach mal darüber nachdenken, über was wir uns Gedanken machen könnten, wenn die Ausländerquote überall in Deutschland unter 3% läge!

    Wie sähe es mit der Bildung aus?
    Wie oft würden wir hören, daß ein Deutscher einen Deutschen abgestochen hätte?
    Wie viel könnten sich Rentner und Arbeitslose leisten, wenn das Steuergeld für sie verwendet würde?
    Gäbe es überhaupt noch Arbeitslose, wenn die Binnenwirtschaft so angekurbelt würde?

    Die Ausländer erzeugen durch ihren Anwesenheit eine ständige Stress-/Bedrohungs-/Angstsituation.

    Das ist genau das, was die CDU will.

    Ein gestresstes, ängstliches Volk muckt nicht auf.
    Es hat keine Zeit, sich über irgendetwas Gedanken zu machen, was über den nächsten Urlaub hinausgeht.

    Und ich wette, bei jedem deutschen Kind, das von Ausländern verprügelt wird, klatschen die von der CDU vor Freude in die Hände.

    Die Ausländer sind nicht das primäre Problem.
    Das primäre Problem sind die machtgierigen Inländer, die erkannt haben, wie nützlich die Ausländer sind, um ihre Macht zu festigen.

    Solange die Deutschen CDU wählen, werden sie weiter in der Hölle leben müssen. Da kann ihnen auch keiner helfen.

    Wer zu dumm ist, Freund und Feind auseinanderzuhalten, muss eben leiden.

  4. Bleiben wir doch mal beim Thema und gucken in unsere eigenen Gärten, statt nach Australien. Es gibt nämlich keine Schmetterlinge mehr, weil hier statt Wildblumen, Kätzenweiden und Schlehen nur noch Englischer Rasen, Thuja und fernöstliche „Ziergehölze“ (in der Hässlichkeit von Kirschlorbeer und Cottoneaster) wachsen.

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