Schrottland

110 Prozent

Es war ein fulminanter Sieg der Gegner einer schottischen Unabhängigkeit: Laut CNN entschieden sich 58 Prozent der Wähler für den Verbleib in Großbritannien. Die Separatisten waren mit 52 Prozent hingegen eindeutig in der Minderheit. Sie wollen allerdings bei der nächsten Abstimmung nichts unversucht lassen, über die 58 Prozentmarke ihrer Gegner zu kommen.

Der Mathematikprofessor und Dunkelzifferexperte von der Ruhr-Universität Bochum, Adam Riese, meint zum Abstimmungsergebnis: „Das ist ein Ergebnis, wie es im Mathematikbilderbuch steht: Es zeigt, daß die einfache Mehrheit zu einfach ist, um auch die Dunkelziffer abzudecken. Erst mit einem Dreifachintegral nach der Taylorschen Reihe ist es möglich, die 52 % auf 4,99 % zu schrumpfen und permanent an der Fünfprozenthürde scheitern zu lassen.

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6 Antworten

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Renet nach, das sind 110%Wähler! Glück Auf, meine Heimat und Dümmer geht´s nümmerusse!

  2. War das Ganze eine Farce?
    Sind gar die Nein-Abstimmer die wahren schottischen Nationalisten?

    Medienfotos zeigen heute ständig augenscheinliche Nicht-Schotten, oft mit Schotten schmusend, mit traurigen Gesichtern angesichts des verlorenen Referendums.
    Die Ja-Initiative suchte offenbar die Abtrennung von Großbritannien, um sich ganz in die Arme der EU zu werfen.

    Schotten, die außerhalb Schottlands in anderen britischen Ländern wohnen, durften nicht abstimmen.
    Engländer – mehrere hundertausend – die in Schottland wohnen, durften abstimmen.
    Desgleichen durften EU-Bürger nichtbritischer Staatsangehörigkeit mitabstimmen.
    Ich würde mich beinahe schämen, mich durch meine Stimme in die Angelegenheit des schottischen Volkes einzumischen, lebte und arbeitete ich etwa dort oder wäre ich auch dort geborener Sohn einer in Schottland wohnenden oder arbeitenden deutschen Familie.

    Wer soll denn über die Schicksalsfrage eines Volkes entscheiden, wenn nicht dessen Angehörige? Diese bestimmen sich mit Sicherheit nicht durch einen Wohnort.
    Solche Modalitäten sind typisch für die Sicht auf den Menschen als beliebig. Ob Pygmäe, Deutscher oder Eskimo, du kannst Schotte sein oder Japaner oder Aino oder Buschmann.
    Es ist absurd.

    Nur
    (in den Augen)
    der Macht
    sind die Menschen
    egal

    (Gilbert von Luck)

  3. 1. Tja, ihr blöden Schotten, das war eure letzte Chance.
    2. Tja, ihr blöden Medien, das war unser letztes Vertrauen.

    Immerhin ist der Beweis nun erbracht: die Menschen sind einfach saublöd – auch jenseits des Kanals (tolles Wortspiel). Für mich ist das Thema damit durch.

    Mit einem guten schottischen Whisky habe ich den letzten Glauben an den Verstand heruntergespült und an folgenden Satz gedacht:

    „Ab heute ist Schluß, ab heute wird nichts mehr begriffen. Das Ende der Billigung ist da. Das Ende der Verdammung ist da. Ich möchte auf einer Bank sitzen in einem Park und sagen können: Mir fällt zu allem nichts mehr ein“

    (Zündels Abgang von Markus Werner)

  4. der cnn bildschirm ganz oben zeigt die frage: sollte schottland unabhängig sein? die antwort JA wird mit 58% angezeigt. bei nur 110% gesamtstimmen kann es sich also nicht um einen sieg der unabhängigkeitsgegner gehandelt haben. 58% sind danach FÜR unabhägigkeit, ok?
    wie cnn auf 110% gesamtheit kommt, ist schleierhaft. das muss die dort hochkonzentrierte gier nach zinsen sein.
    ..is das hier n hoax? n jux? was soll der quatsch. welcher mensch mit hirn käme auf die idee, auf cnn zu verweisen? ja, seids ihr denn noch zu retten?

  5. Nach David Camerons emotionalen Drohungen, ja sogar Obama sich genötigt sah seinem englischen Erfüllungsgehilfen beiszustehen und selbst aus Brüssel nur diffuses Orakeln kam, haben die Schotten die gewollte Entscheidung getroffen.
    Es war ein Votum der kurzsichtig, ängstlichen Krämerseelen. Dabei will ich garnicht berechtigte, historische Aversionen aus den Zeiten von Rob Roy oder William Wallace bemühen.
    Es wäre Schottland mit einem Federstrich gelungen den englischen Fesseln zu entkommen, sowie denen der EU. Was hätten sie schon verloren die gemeinsame Währung, das schwindsüchtige Pfund ?
    Nun haben sie nur die zugebilligten Eigenständigkeiten die auch nur in Aussicht gestellt wurden und irgendwann im Oberhaus diskutiert werden.
    Wäre es ihnen an Eigenständigkeit gelegen, hätte ein JA genügt.
    Alba dè tha sibh a‘ dèanamh ?

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