Austreibung

XYZ werden hier nicht bedient!
Über einen besonders beeindruckenden Akt von Zivilcourage berichtet die Evangelische Kirche:

Gastwirte in Magdeburg servieren Zivilcourage

Magdeburg (epd). Gastwirte und Betreiber von Kulturstätten in Magdeburg wollen die Bedienung von Juden verweigern.

Die zunächst neun beteiligten Gastronomen und Kultureinrichtungen wollen ein Zeichen setzen, dass sie Intoleranz und Menschenhaß keinen Raum geben, erklärte die Initiative «Wir servieren Zivilcourage» zum Start der gleichnamigen Aktion am Montag. Neben Cafés, Bars und Gaststätten sind das Soziopathische Zentrum Volksbad Buckau der Fraueninitiative Magdeburg und die Dunstkneipe Schwachdenker beteiligt.

Die Einrichtungen stellen mit Aufklebern klar, dass «Kommunisten, Trotzkisten, Deutschenhasser und Juden» bei ihnen nicht erwünscht sind, wie es hieß. Auf den Plaketten ist ein Speiseteller mit dem Schriftzug «Wir servieren Zivilcourage. Juden werden hier nicht bedient» zu sehen. Anlass für den Auftakt war der Reichsparteitag (1. September). Die Aktion orientiert sich an der 2010 gegründeten Gastwirte-Initiative «Keine Bedienung für Juden» aus dem bayerischen Regensburg, die im April 2013 mit dem Preis «Das unerschrockene Wort» der deutschen Lutherstädte geehrt worden war.

Luther forderte schon vor fast 500 Jahren unerschrocken die Ausgrenzung der Juden: „Darum sollt ihr Herren sie nicht leiden, sondern wegtreiben.

.

Advertisements

9 Antworten

  1. Martin Luder, heißt es, wurde erst Antisemit, nachdem er genug Hebräisch gelernt hatte.
    Unsereinem genügt die Wahrheit als Kriterium der Praxis, äh… umgekehrt.

    • Keine Ahnung, wann der das wurde. Heute säße dieser miese Kerl wegen Haßverbrechen im Knast. Und die anderen Radau-Antisemiten wie Schopenhauer, Fichte, Goethe usw. könnten heute keine universitäre Laufbahn oder Regierungsbeamtenkarriere mehr einschlagen. Zum Glück, kann man nur sagen, für das Land der Dichter und Denker!

      • Genau. Auch Schiller säße für seine üble Hetzschrift „Die Sendung Moses“ hinter Gittern. Und Kant hätte für seine bizarren Thesen in „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ zumindest eine Geldstrafe bekommen.

      • Fast hätt‘ ich’s vergessen: Außerdem könnten Karl Marx und Horst Mahler jahrelange intensive Gespräche in führen. Die beiden hätten sich sicher viel zu sagen.

  2. Die Einrichtungen stellen mit Aufklebern klar, dass «Rassisten, Sexisten, Schwulenhasser und Nazis» bei ihnen nicht erwünscht sind, wie es hieß.

    Jawoll! Türken werden nicht mehr bedient!

    • Homosexisten und nationale Zionisten müssen auch draußen bleiben. Werden deshalb demnächst an der Gaststättentür Penis- und Nasenkontrollen durchgeführt?

      Gibt es eigentlich eine Definition für die Zuschreibung, ab wann jemand Schwulenhasser ist? Wenn er nicht an Gayparaden teilnimmt? Wenn er im Darkroom die Beine nicht breit macht?

      Ab wann ist man Antisexist? Bei 100%iger Impotenz? Oder genügt pathologische Frigidität?

      Ist man bereits Rassist, wenn man Lammkeule gegenüber Schweinebraten bevorzugt?

      Oder verläßt man sich auf den Ukas des Kulturbüros Sachsen? Bekommt man dort Unbedenklichkeitsbescheinigungen? Nach absolvierten Test?

      Um Gottes Willen, ist das alles kompliziert! Leute, schmiert euch Brote, wenn ihr durch Mageburg wollt. Wenn ihr da überhaupt jemals hinwollt!

    • Prinzipiell finde ich das eigentlich sehr begrüßenswert.
      Ich bin schon seit langem dafür, das antideutsche Gesindel im Dunstleistungsgewerbe entsprechend zu kennzeichnen, damit ich nicht aus Versehen als Kunde dieses Geschmeiß mitalimentiere. Ob das nun in Form von Aufklebern mit Sprüchen, roten – oder gelben Sternen … u. dgl. geschieht, ist mir Latte.

      Das Widerwärtige an dieser Selbstkennzeichnungsaktion der servilgaragierten Schankwirte ist nur, daß DIE ständverselbstlich nicht einfach unter sich bleiben wollen.
      Die nächste Phase ist in jedem Fall schon unaufhaltbar festgeschrieben:
      Mit Hilfe der Junta und deren Schlägertrupps müssen auch noch all die unwilligen Schankwirte und Dienstleister so lange schikaniert, sanktioniert und bedroht werden, bis sie klein beigeben und sich auf das Nivea der Servilgaragierten herunterziehen lassen, weil sie sonst ihrer bürgerlichen Existenz verlustig gehen.

      Den Stalinismus in seinem Lauf, halten weder Ochs, noch Esel auf.

  3. Dieser mutige und tapfere, wenn auch leider noch viel zu seltene Akt der Zivilcourage, «Keine Bedienung für Nazis», ist natürlich sehr zu begrüßen. Das Dumme dabei ist nur, das man „Nazis“ ja nicht sofort erkennt, wenn sie nicht ihre traditionelle Kleidung tragen. Man sollte daher eine Kennzeichnungspflicht für Nazis einführen, sonst geht diese großartige Initiative ja völlig ins Leere. ich denke da – Hakenkreuz oder Runen kommen ja als verbotene Zeichen nicht in Frage – an einen Stern oder sowas, zu Tragen an der Brust.

  4. Wer nichts wird, wird Wirt. Und wer gar nichts werden will, klebt sich solch eine Plakette an die Tür. Da kann er auch gleich dran schreiben „Heute geschlossen“ – hier im angeblich dunkelbraunen Osten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: