Böser Naturschutz

Heile Heimat

Die spanische Wegschnecke, die asiatische Tigermücke, das drüsige Springkraut oder die Herkulesstaude – alle diese Neobioten sind bedroht durch den deutschen Neofaschismus. Denn dieser predigt bekanntlich Fremdenfeindlichkeit, Rassereinheit und Arterhaltung. Deshalb gründete das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des BRD-Bundeslandes Rheinland-Pfalz eine „Initiative Naturschutz gegen Rechtsextremismus“:

Die Szene setzt sich gegen Agro-Gentechnik und den Primat der Wirtschaft, für die Erhaltung von Landschaft, Heimat und die bäuerliche Landwirtschaft ein und wirkt dabei fachlich versiert und sachorientiert. Die entsprechenden Argumente für Natur- und Umweltschutz sind von den meisten Leserinnen und Lesern auf den ersten Blick kaum als rechtsextrem erkennbar.

Deshalb müßten die rechten Naturschützer als verwerflich demaskiert werden, denn Naturschutz darf nur von Guten ausgeübt, aber nicht von Bösen mißbraucht werden. Besonders anstößig ist, wenn die in der Propaganda als „böse“ Klassifizierten Gutes tun und damit zur Verwirrung unter all jenen Gutgläubigen beitragen, welche dem Nazi-Propagandamotiv verfallen sind. „Da kann der Überrumpelungseffekt zunächst sprachlos machen.

Deshalb spart das Landesministerium Gelder für den Naturschutz ein und bietet dafür „Argumentationshilfen für Natur- und Umweltschutzengagierte“. Diverse „Powerpoints“ (Kraftpunkte) sollen bei der Würgshoparbeit mit Interessierten helfen, um die „menschenverachtende Ideologie“ der rechten Naturschützer zu entlarven. Schließlich sollten sich auch Umweltengagierte (die Guten) mit dem inneren Feind beschäftigen, anstatt verträumt irgendwelchen braunen Feldhasen hinterherzuschauen!

Im realen Handeln könne sich demokratische Zivilcourage auch darin äußern, Myriaden von Fast-Food fressenden Entwurzelten aus aller Welt an deutsche Seen zu karren, damit die dort ihren Müll verstreuen, oder internationale Atomreststoffe in altehrwürdige Eichenwälder zu kippen, um unverbesserlichen Rechtsextremisten den Rückzug in eine heile Heimat abzuschneiden.

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8 Antworten

  1. Diese verdammten Nazis machen die ganze Natur rechtsextrem. Und dass rechte Ökovögel genauso gehirnamputiertes Zeug schwafeln wie linke Ökovögel geht garnicht, das war bisher immer das Vorrecht der linken. Es wird Zeit einzuschreiten.

    P.S. Um bei einem Verein Midgard e.V. nicht schon am Namen die Richtung zu erkennen, muss man wirklich alle linksökologischen Bildungslücken beisammen haben.

    • Meines Wissens waren Adolf, Benito und Francesco durchaus katholisch.
      Aber widerwillig räume ich ein: Es gibt heutzutage, damals nicht, auch braune Khmer, z.T. sogar Veganer.

  2. „Natur- und Umweltschutz sind von den meisten Leserinnen und Lesern auf den ersten Blick kaum als rechtsextrem erkennbar“.
    Die Grünen sollen anfangs eher aus Rechten bestanden haben. Später wurden sie von den Bolschies unterwandert und übernommen. Weiß da jemand näheres?

    OT: Laut BiK-F soll die blöde Nacktschnecke laut Geninformationen (gaaanz böse!!!) doch nicht die aus Spanien, sondern die Mitteleuropäische sein. Der Populationsüberschuss, so wird vermutet, wurde durch veränderter landwirtschaftlicher Anbaumethoden verursacht.

  3. Ich vermisse noch eine Initiative „Rechtsextreme gegen Rechtsextremismus“

  4. „Die Szene……wirkt dabei fachlich versiert und sachorientiert.“
    Fachlich versierte und sachorientierte Argumente sind also ein Hinweis auf eine rechtsextreme Gesinnung? Aha, jetzt habe ich es endlich begriffen! 😀

  5. Meinetwegen dürfen sich z.B. Philatelisten, Kampfhundbesitzer, Schwule, Angehörige der Vierten Internationalen, Fußballbegeisterte, Sozis, Demokraten und Pädophile fachlich versiert und sachorientiert für den angesichts des Artensterbens wünschenswerten Naturschutz engagieren, z.B. indem sie nicht ständig ihre Rasen mähen und die Sträucher eckig schneiden.
    Das würde schon helfen, und mich würd´s freuen. Es seie denn, ein Rechter legt eine Wildblumenwiese an. Das wäre dann natürlich ein Trick, mit dem Hitler aus dem Eis der Antarktis zurückgeholt werden könnte.

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