Parasiten

Regenbogenfahne

Der Sinn des Lebens ist die Evolution: Die Natur testet durch vielfältigste Genkombinationen die Überlebensfähigkeit von Merkmalen. Wer innerhalb bestimmter Umweltbedingungen im Vorteil ist, bringt mehr Nachkommen auf die Welt. Schließlich findet ein steter Konkurrenzkampf um Ressourcen statt: Zwischen den Arten, Gruppen, Clans und Familien und sogar zwischen Individuen. Jungvögel beispielsweise werfen schwächere Geschwister aus dem Nest, um mehr Futter zu erhalten. Andererseits kann auch soziales Verhalten bis hin zur altruistischen Selbstaufopferung die eigene Gruppe im Überlebenskampf stärken.

In symbiotischen Verhältnissen der Flora und Fauna gibt es für jedes Lebewesen eine Menge Freßfeinde, große und kleine, von Raubtieren bis Bakterien. Im Laufe Jahrtausende langer Selektion, Auslese und Anpassung entwickelten Lebewesen natürliche Strategien gegen diese: So wittern sie ihre gefräßigen Gegner frühzeitig, meiden deren Reviere, flüchten schnellstmöglich – oder stärken ihr Immunsystem gegen Befall.

Eine Überlebensstrategie haben auch Parasiten entwickelt. Statt sich in der Natur selbst zu versorgen, nutzen sie Wirte für ihre Lebensprozesse. Und auch hier findet Evolution statt: Der Wirt entwickelt Strategien, um Parasiten loszuwerden, der Parasit welche, um dessen Abwehrreflexe zu behindern. Einige der Parasiten können Körperfunktionen, ja, sogar das Verhalten der Wirte an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

Ein bekanntes Beispiel ist der Parasit Toxoplasma Gondii, welcher während seiner Wachstumsphase Mäuse als Zwischenwirt benötigt, um schließlich als Endwirt in den Katzenkörper zu gelangen. Nun sind Mäuse nicht unbedingt erpicht darauf, von Katzen gefressen zu werden. Also befallen die Toxoplasmen den als Mandelkern benannten Gehirnteil, welcher für die emotionale Bewertung von Informationen zuständig ist, und sorgen für eine Umwertung aller Werte. Aus „Katzenurin stinkt ekelhaft“ wird „Katenurin duftet hervorragend“. Der Parasit programmiert seinen Wirt auf Selbstmord.

Mäuse und Ratten, die mit Toxoplasmen infiziert werden, verhalten sich merkwürdig. Statt beim leisesten Anschein einer Katze das Weite zu suchen, werden sie von deren Geruch geradezu angelockt. Offenbar ruft der Parasit in den Gehirnen der Tiere Reaktionen hervor, die sie zu willigen Opfern von Katzen machen und ihn ans Ziel bringen – in den Katzendarm.

Es gibt aber auch Parasiten, welche die Sexualität von Organismen manipulieren. Parasitologe Prof. Dr. rer. nat. Richard Lucius von der HU Berlin führt als Beispiel Bandwurmlarven an, welche den Hormonhaushalt von Mausmännchen funktionell derart manipulieren, daß der Hormonstoffwechsel radikal umgestellt wird. Die Mäuseriche funktionieren dann nicht mehr als Männchen und sind auch in ihren sämtlichen Sexualfunktionen völlig verändert. „Es entsteht eine chemisch kastrierte und obendrein transsexuelle Maus, die statt männlicher auf einmal weibliche Sexualhormone produziert – weil sich der Bandwurm im weiblichen Stoffwechsel wohler fühlt und die weiblichen Hormone für sein eigenes Wachstum nutzen kann.

Welche Parasiten Menschen soweit manipulieren, daß diese sich zu den natürlichen Lebens- und Fortpflanzungsgesetzen diametral verhalten, Freßfeinde als Freunde willkommen heißen oder unfruchtbaren Sex in allerlei pervertierten Formen ausüben, ist bislang noch ungeklärt. Die Gründe für diese Fernsteuerung müßten gemäß evolutionärer Erklärungsbasis in gewonnenen Überlebensvorteilen der Parasiten liegen.

.

Advertisements

21 Antworten

  1. Das ist ja der reinste Biologismus. Ich bin betroffen, empört und ein Stück weit auch traurig. Jetzt brauch ich einen Schnaps…

  2. Bislang glaubte ich eher an eine Art psychische Erkrankung. Das angebotene Erklärungsmuster scheint plausibel. Nur wird keiner zu forschen wagen…..

  3. Da hat man jahrelang komplizierteste politische Thesen entworfen und am Ende warens die Würmer in den Fischstäbchen…..erklärt natürlich jetzt auch die Unterschiede zum Osten…..frustrierend!

  4. Da wäre auch noch ein Larvenstadium des Kleinen Leberegels, das den zweiten Zwischenwirt desselben, eine Ameise, dazu bringt, sich z.B. auf der Spitze eines Grashalmes festzubeißen, und dort des Gefressenwerdens durch den Endwirt zu harren.
    Welche Parasiten Menschen soweit manipulieren, daß… dazu habe ich meine Ansicht, die ich durchaus mit einigen teile, aber genaueres dazu zu äußern, nun ja, diese Parasiten sind etwas komplexer beschaffen und erheblich gewitzter als Toxoplasmen oder Leberegellarven.

    • Ja, wir verstehen uns. Diese Psycho-Parasiten veranlassen ihren menschlichen Wirt nicht nur zu einer Anzahl selbstzerstörerischer Verhaltensweisen, die dem Fortbestand seiner Art abträglich sind, wie bspw. zur Fortpflanzungsverweigerung oder zur Duldsamkeit gegenüber natürlichen Gegenspielern, Nahrungskonkurrenten und Eindringlingen wie Nesträubern.
      Damit nicht genug: Sie bringen ihn darüber hinaus sogar noch dazu, daß er sie – die Psycho-Parasiten – schützt, pflegt und achtet, daß er sie regelrecht in’s Herz schließt – ja so sehr liebt, daß er sie gar noch mit leidenschaftlichem Eifer vor seinen widerspenstigeren Artgenossen in Schutz nimmt und deren Warnungen vor dem Schaden, den die Parasiten anrichten, mit fanatischem Haß im Keime zu ersticken sucht. Ein echtes Erfolgsmodell der Evolution sind diese Wesen.
      Hier gibt’s ein sehr schönes Liedchen über das Phänomen – in metaphorischer Form:

  5. Jetzt mal ohne Quatsch, ist euch schon mal aufgefallen dass von Parasitenbefall beim Menschen nirgendwo mehr die Rede ist? Also
    mir schon. Es wird so getan als wären alle längst ausgestorben und das Thema gehöre irgendwie vergangen Zeiten an. Daran mag ich jedoch nicht recht glauben. Vielleicht ist Eulenfurz näher an der Wahrheit als sie denkt…

    • Das Wort „Parasit“ überhaupt scheint mittlerweile auf dem Index zu stehen.
      Kein Bandwurm ist illegal……

  6. lieber onkel peter,

    es ist kein parasit bekannt, der zeitungsartikel schreibt und ideologien wie den genderwahn oder den kampffeminismus entwickelt und verbreitet. das machen menschen, und wenn man denen geld dafür gibt, daß sie das gegenteil schreiben, dann tun die das.

    letzteres spricht eindeutig GEGEN parasitenbefall, sondern eindeutig für den einsatz von quasimechanischen lenkungsmitteln.

  7. @vitzli
    Natürlich bleibt ein auch die menschliche Psyche und den Organismus beeinflußendes Virus -und vorallem dessen zielbewußter Einsatz- Spekulation — bis es nachgewiesen ist.
    Weshalb sollte das bewußte Einschleusen von „ausgesuchten Viren“ in den menschlichen Körper im Rahmen der „Nahrungskette“ nicht möglich sein? Das Verhalten großer Teile der Menschen wird doch schon heute lenkend und umsatzfördernd durch bestimmte, in die psychische und physische Abhängigkeit führende chemische Stoffe in Nahrung, Genußmittel, etc. beeinflußt/gesteuert.
    Und eines dürfte doch so langsam klar sein:
    Wo ein Plan ist, findet sich für den Befürworter des Planes auch der entsprechende Weg diesen zu gehen!

  8. @ inbrevi

    natürlich ist das einschleusen von parasiten denkbar.

    aber daß parasiten mit geld behandelt werden könnten wäre mir dann doch neu. ich denke so zb an eine presseprecherin der afd namens m. , die in wichtigen grundpositionen ihre meinung gewechselt hat, als sie den arbeitgeber wechselte. das ist virentechnisch schwer zu erklären.

    zumal wenn die nun öffentlich vertretenen positionen im einen fall volksschädlich, im anderen fall nicht, sind.

    wenn also jemand volksfeindliche und volksvernichtende ideologien (auflösung der ehe, abschaffung der kindererziehenden hausfrau, abtreibung, gender, schwulenehe etc) vertritt würde ich bei den hauptvertretern erstmal an geld als virus als an parasiten denken (das klingt doch eher nach verschwörungstheorien), bei dem etwas dümmeren gefolge mag es von mir aus an kernlosen geistigen kompetenzen und parasiten liegen.

    ich denke, hinter dem ganzen steckt eine machtpolitische strategie, nichts biologisches.

    zumal es auch gar keinen beweis dafür gibt, daß die verehrte frau BuKa unter einem parasiten leidet. 😀

  9. Ach herrje, was schreibt ihr denn hier für Sachen???

    • Herrje, was denn für welche?

      • Na, das ist doch totaler Blödsinn. Es gibt keine Parasiten, die den Menschen befallen und ihn umprogrammieren… Seine Sexualität hat er sich aus freien Stücken ausgewählt.
        Und ganz allgemein: diese Seite hier ist ganz schön rechtsradikal…. Schämt ihr euch denn gar nicht, sowas zu schreiben?

        • Sehr geehrte Frau Wissenschaftler_in, Sie scheinen in der Materie gut bewandert zu sein, so selbstsicher, wie Sie auftreten. Nun deklinieren Sie bitte noch den Begriff der Freiheit, welche es Menschen(gruppen) „ermöglicht“, eine Form der Sexualität auszuwählen, die nicht seiner / ihrer Fortpflanzung, sondern seinem / ihrem Aussterben dient.

          Natürlich ist es auch eine Art selbstgewählter Freiheit, fruchtbareren Menschen Platz zu machen, die nicht von der allgemeinen Beklopptheit befallen sind.

          • Wieso sterben die Menschen denn aus? Soweit ich weiß, sind wir mit 7 Milliarden viel zu viel auf dem Planeten! Außerdem darf z.b. mein Nachbar gern schwul sein, denn mich betrifft das ja in keinem Maße. Deshalb versteh ich das hier Geschriebene nicht. Warum habt ihr denn so eine Angst, dass ihr gleich einen Parasiten dafür verantwortlich macht?

        • Jemanden oder etwas als rechtsradikal zu bezeichnen, ist das beleidigte Eingestehen, keine vernünftigen Gegenargumente zu haben. 🙂

          • Das ist nur ein dummschwatzender Troll, einer von den- wie er immerhin selbst einsieht – Vielzuvielen auf diesem Planeten.

          • Ich bin kein dumm schwätzender Troll, vielen Dank für die Respektlosigkeit.
            Nichts anderes als das bin ich von Menschen wie euch gewohnt.
            Fällt es euch so unglaublich schwer, sozial zu sein?
            Ne Ne… Bis zum Tellerrand denken, mehr bitte auch nicht. Ist wahrscheinlich auch schon zu viel verlangt, wenn man selbst denken muss oder sich sogar noch eine eigene Meinung bilden muss…. Oh mein Gott!
            Viel einfacher ist es da doch, wenn das andere für einen übernehmen.
            Bloß nicht hinterfragen, was hier für Artikel abgeliefert werden… Nicht nur, dass er ncht sonderlich wissenschaftlich und seriös ist, da gäbe es dann z.B. sowas wie Quellenangaben… Nein, er ist auch menschenverachtend! Eine Frau, die eine Frau liebt, soll also von Parasiten befallen sein?!
            Klar. Und wer von euch mit einer Frau zusammen kommt, der muss die Kinder aus ihrer ersten Ehe auch allesamt töten.
            Denn so machen das Tiere nun mal, die sich nur über ihre eigene Fortpflanzung scheren.
            Das ist zumindest das Bild, dass hier von Menschen gezeichnet wird.
            Achso. Und wenn ihr tatsächlich so etwas wie Liebe oder gar Lust empfindet beim Sex. Tja, dann am besten gleich Suizid begehen. Immerhin zeigt ihr ja nicht jedes Mal ein Kind. Oder behauptet hier jemand was anderes?? Ich hoffe, ihr habt auch nur Geschlechtsverkehr in der Missionarsstellung. Hier wurden ja die pervertierten Formen von Homosexuellen angekreidet…

            Da kann ich nur den Kopf schütteln…

  10. Eine Frau, die eine Frau liebt, soll also von Parasiten befallen sein?!

    Wurde im Artikel nicht behauptet; wer lesen kann, ist stets im Vorteil. Wer am Artikelinhalt vorbeidisputiert, ist entweder debil oder ein Troll, und wir haben die freundlichere Vermutung geäußert.

    Eine Frau, die eine Frau liebt, soll also von Parasiten befallen sein?!

    Das wäre zumindest mal ein Erklärungsansatz, welcher bei Mäuserichen offenbar Gültigkeit hat. Ohne Parasiten könnte man ein Mausmännchen, das auf Sex mit anderen Mausmännchen steht, für meschugge halten.

    • Also bitte!
      Genau das wird aber in den letzten Zeilen angedeutet! Oder warum sonst sollte man hier sowas schreiben?

      „Welche Parasiten Menschen soweit manipulieren, daß diese sich zu den natürlichen Lebens- und Fortpflanzungsgesetzen diametral verhalten, Freßfeinde als Freunde willkommen heißen oder unfruchtbaren Sex in allerlei pervertierten Formen ausüben, ist bislang noch ungeklärt.“

      Oder will mich vielleicht noch ein dritter Kommentator als debil und jetzt neu als Analphabeten diffamieren??

      • Verehrteste,

        leider vermitteln Ihre Einlassungen den Eindruck, dass Sie nicht annähernd verstanden haben, worum es geht. Man wollte daher Ihnen zuliebe annehmen, dass Sie sich absichtlich dumm stellen. Dem dürfte leider nicht so sein.
        Vielleicht dient Ihnen als Verständnishilfe der Hinweis, dass das menschliche Leben, im Gegensatz zu dem der Tiere und Pflanzen, nicht den rein vegetativen, biologischen und materiellen, sondern auch und vor allem den seelischen und darüber hinaus ganz wesentlich den geistigen Bereich betrifft. Daher müssen gedanklich Analogien auf die Tierwelt immer in seelische und geistige Kategorien übertragen werden.
        Während also für Tiere und Pflanzen biologische Parasiten am gefährlichsten sind, entfalten geistige Erkrankungen ihre Zerstörungswirkung nur auf Menschen, und zwar sowohl im mehr noch im gesellschaftlichen als im individuellen Bereich. Früher hat man von Dämonen und bösen Geistern gesprochen, das ist aber heute nicht mehr modern und wird nicht mehr verstanden. In unserer positivistischen, von der Naturwissenschaft geprägten Zivilisation greift man daher gerne auf Analogien aus dem Bereich der Tierwelt zurück.

        Übrigens: Dass sich jemand seine Sexualität, sein Geschlecht, seine Herkunft oder dergleichen frei wählt, glauben nicht einmal die, die diese wirklichkeitsfremden Glaubenssätze verkünden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: