Rachida

Fabienne ermordet

Sehr verhalten berichten deutschsprachige Medien, was in Frankreich schon vor Tagen Wellen der Empörung auslöste: Die 34-jährige Lehrerin Fabienne Terral-Calmès (Bild) wurde von der Mutter einer Schülerin vor den Augen der Mitschüler niedergestochen. Die Messerstecherin heißt mit Vornamen Rachida, soweit berichteten die wenigen deutschen Propagandaanstalten immerhin. Man muß dann allerdings selbst recherchieren, daß Rachida ein arabischer Name ist und „die Weise, Rechtgeleitete, Rechtschaffende“ bedeutet.

Wenn man es dann noch schafft, in britischen und französischen Zeitungen zu blättern, erfährt man über den Hintergrund der Täterin: „Spanish woman of Moroccan origin” oder “de nationalité espagnole et d’origine marocaine”. Also eine gebürtige Marrokanerin mit spanischem Paß.

Doch offensichtlich wurde auch in Frankreich versucht, die Meinungsempfänger zu beschwichtigen bzw. nur halb zu informieren. Der Buchautor Ivan Rioufol stellt im Blog von LeFigaro, der größten französischen Zeitung, jedenfalls fest: „Il est aisé d’imaginer les indignations médiatiques si un tel meurtre avait été commis par une mère de famille européenne, fragile ou pas, contre une victime issue du Maghreb.“ („ Man kann sich die mediale Empörung vorstellen, wenn ein solcher Mord umgekehrt von einer europäischen Hausfrau gegen ein vom Maghreb stammendes Opfer begangen worden wäre.“)

Fabienne Terral-Calmès hinterläßt zwei Kinder.

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6 Antworten

  1. Das ist Körperverletzung mit tödlichem Ausgang: Zwei Jahre auf Bewährung sollten da schon drin sein.

    • Das fällt unter folkloristische Zurschaustellung orientalischer Lebensfreude und ist somit nicht justiziabel. Nur pöhse Nazis sehen darin eine Straftat.

      • Durchaus nicht. Später schon, nach der offiziellen und endgültigen Ausrufung der Sharia. Für so schlau halte ich die schon, daß sie nicht gleich derartig mit der Tür ins Haus fallen: Eine symbolische Scherzstrafe dürfte die holde Rachide schon bekommen. Vielleicht auch zwei Monate Klapse, und dann als geheilt entlassen. Aber gleich nackter Freispruch? Nö.

  2. In Deutschland würden sie eine Straße nach der Täterin benennen.

    • Avenida Rachida.
      Und zur offiziellen Umbenennung müßten sich die Angehörigen des Opfers öffentlich dafür entschuldigen, die arme Täterin in solch eine mißliche Situation gebracht zu haben. 😀

      • Genau. Der latente, versteckte Rassismus der Mehrheitsbevölkerung hat die arme Frau dazu gezwungen, sich dagegen zu wehren.

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