Flaggenkotau

Bandidos Berlin

Für alles offen zu sein, das ist die Maxime derjenigen, die nicht ganz dicht sind. So ist es seit Jahren üblich, daß anmaßende Amtsherr_innen und Minister_innen ihre Privatflaggen vor Dienstgebäuden hissen, um ihren Kotou vor einer Erpresserbande zu machen, ihre Zugehörigkeit zu irgendeinem Mafiaclan oder ihre sexuellen Vorlieben zu bezeugen.

Auch in Hamburg hängt sie seit 2008 immer im August zum Bandidos-Gründungsjubiläum (BGJ) am Rathaus:

Die Bandidos-Fahne als Symbol der Solidarität. Nun fordern die Grünen angesichts von Gewalttaten der Hells Angels gegen die Bandidos, dass die Flagge auch vor dem Polizeipräsidium gehißt wird.

Hintergrund: Im vergangenen Jahr fanden mehrere Übergriffe auf Mitglieder des Motorclubs Bandidos statt. „Nach all der Gewalt regen wir an, dass die Polizei Flagge gegen Bandidoshasser zeigt“, sagt der grüne Abgeordnete Farid Müller. Vorbild ist Berlin: Dort wird in jedem Jahr zum BGJ beim Polizeipräsidenten eine Bandidosflagge gehißt.

Die SPD zeigt sich aufgeschlossen, will den Antrag der Grünen in der heutigen Bürgerschaftssitzung in den Innen-Ausschuss überweisen. „Es ist zwar Symbolpolitik, aber ich fände es schön, wenn der jetzige Polizeipräsident an die Arbeit seines Vorgängers anknüpft“, sagt der SPD-Abgeordnete Philipp-Sebastian Kühn.

Denn Hamburg sei das erste Bundesland gewesen, dass jüngst die Verfolgung von Rockergruppen nach 1945 aufgearbeitet habe.

Bild oben: Bandidos-Beflaggung vor Polizeipräsidium. In Berlin ist es seit Längerem üblich, daß der Polizeipräsident seine Privatflaggen vor dem Dienstgebäude hißt.

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4 Antworten

  1. Ob ein schwuler Multikulti-Mexikaner oder eine schwule, multikulti Regenbogenfahne hängt, daß macht tatsächlich keinen großen Unterschied.

    Allerdings muß ich anmerken, daß der Sohn einer türkischen Küchenhilfe, der Bandido Peter Borchert, glücklicherweise in Hamburg noch nicht mit seiner Bande vertreten ist. Da würde wohl eher der Deathhead hängen, ist aber im Prinzip das gleiche, nur mit anderen Farben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Borchert

    • Schwul oder nichtschwul, das ist hier keine Frage. Jeder (oder jede) darf sich den Schuh anziehen, den er (oder sie) herzinniglichst liebt. Wayne interessiert’s, wer was im Schlafzimmer treibt? Hier geht es um Propaganda, Minderheitenpolitik, Zersetzung, Tugendterror usw.

      Das genannte Exemplar läßt erahnen, warum sich so viele aus Kleinbürger_innenhaushalten stammende Gutmensch_innen – nachvollziehbar! – moralisch legitimiert sehen, dem verbrecherischen Neonazitum den Kampf anzusagen. Wenn man noch weiter zum aib surft .. dort beschäftigen sich ganze Serien mit zu Rockerbandenführern mutierten Neonazibandenführern. Gruselig!

      Dann sollen die Bonzen vor dem Präsidium eben die Hells-Angels-Fahne hochziehen!

      • „Hier geht es um Propaganda, Minderheitenpolitik, Zersetzung, Tugendterror usw..“

        Natürlich, das wollte ich auch gar nicht in Abrede stellen. Ebenso gut hätte auch diese Fahne dort wehen können:

        Die Nazi-Rocker Wechselbälger sind sich eigentlich treu geblieben, die Sub(UN)kultur in der sie sich bewegen, ist jetzt nur eine andere.

      • Borchert halber Türke…gibt es dafür Beweise außer Wiki? Ich kann mir kaum vorstellen, daß dieser Umstand bislang in der „Szene“ keine Beachtung fand, angesichts des Aufruhrs, der bislang z.B. wegen Safet Babic und anderen verursacht wurde…

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