Kampfesgrüße

Free Josef

Brüderliche Kampfesgrüße“ sandte der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter an den inhaftierten mutmaßlichen Rädelsführer des Schwarzen Blocks, Josef Slowik, nach Wien. Der 23-Jährige soll im Januar dieses Jahres mit hunderten anderen Gewalttätern in der österreichischen Hauptstadt randaliert haben. Bei den Krawallen wurden Geschäfte zerstört, eine Polizeistation entglast und Besucher eines Akademikerballs angegriffen. Die auf Videoaufnahmen und Zeugenberichte basierende Anklage gegen den in Untersuchungshaft einsitzenden „Antifaschisten“ (Indymedia) lautet auf Landfriedensbruch, Körperverletzung von Polizisten und Sachbeschädigung.

Die Übermittlung der Kampfesgrüße erfolgte im Rahmen einer der berüchtigten Preisverleihungen für „Zivilcourage“, einem Orden, in dessen Genuß neben Lügnern, Denunzianten, Fälschern, Blockwarten oder Borderline-Kranken immer wieder auch linksextreme Gewalttäter kommen. Oberbürgermeister Schröter erklärte in seiner Laudatio: „Wir wollen Josef Slowik unterstützen … möge dieser Preis ihn stärken.

Während ein Wiener Gemeinderat mit den Worten Befremden zeigte: „Nicht genug, daß sie uns ihre Randalierer exportieren, jetzt wird Gewalt gegen die Polizei auch noch als Zivilcourage bezeichnet“ und die Ostthüringer Zeitung einen „mächtigen Fehlgriffkonstatierte, erhielt OB Schröter einige Tage nach der Preisverleihung handfesten Beifall von etwa 30 vermummten Randalierern in Leipzig. Die mit Sturmhauben und Helmen maskierten „Menschen“ (Indymedia) „errichteten Barrikaden aus brennenden Mülltonnen, zertrümmerten Fensterscheiben entlang der Karl-Heine-Straße, besprühten Fassaden, zerstörten ein Wartehäuschen der LVB und griffen einen Linienbus mit Pflastersteinen an.“ Passanten löschten die Brandherde, bevor Polizei und Feuerwehr kamen. Der Schaden beträgt mehrere 10.000 Euro. Der Zivilcouragepreis war mit 1000 Euro dotiert.

Wie Linksextremismusexperten vermuten, will Schröter bei der nächsten Zivilcourage-Preisverleihung auch die – natürlich unschuldigen – Leipziger Gewalttä … pardón … Menschenrechtsaktivisten mit Mut-Orden und Kampfesgrüßen beehren.

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7 Antworten

  1. Hier das ganze Theater der Preisverleihung als Video:

    Jena : Zivilcourage -Preis an Linksextremisten
    http://livingscoop.com/watch.php?v=MzQ3Nw==

    Wenn man ein Resümee aus dem Volksaufstand von 1989 zieht , so kommt unwiderruflich die Erkenntnis, daß diese Revolution nicht konsequent zu Ende geführt worden ist. Die Preisverleihung in Jena wäre uns erspart geblieben, Merkel und Gauck sicherlich auch.

    Beim nächsten Mal sind wir schlauer!

    • Nana, wir wollen doch hier keinen Revolten oder gar Volksaufständen das Wort reden, schließlich hat es oberste Priorität, zusammen mit Schröter und seinen kämpfenden Brüdern (und Schwestern) die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen, vor tanzenden Akademikern und all dem anderen intellektuellen Geschmeiß! Schließlich ist es überaus zivilcouragiert, aus einem anonymen Mob heraus Menschen anzugreifen und Scheiben einzuschlagen, aber nicht, für eine nonkonforme Meinung seinen Kopf hinzuhalten.

  2. Opernbälle sind schuld am Elend der Welt. Wie Tanzveranstaltungen überhaupt. Gerade wenn sie von Reicheren als Amüsement benutzt werden. Wäre die Wiener und internationale Schickeria stattdessen nach Buchenwald oder Auschwitz gefahren, um dort vor Kameras zu weinen, wäre das nicht passiert. Also dieser „massive Protest“. Aber vielleicht doch?

  3. Im realen Leben ist höflich und fein angesagt. Klar, geht nicht anders.

    Zum Ausgleich kann man sich in der virtuellen Welt verbal austoben. Da nehm´ ich lieber den Vorschlaghammer als das Florett. Die Betreiber der Frustablagen finden das (zu Recht, wie ich zugeben muss) manchmal nicht so toll, aber damit müssen die leben.

    Das Problem ist nur, dass was als maßlose Übertreibung gesprungen ist, immer häufiger als Realität landet.
    Zum Beispiel müssen wir über die Einordnung des NSU-Fake nicht mehr reden. Wenn der Held von Eisenach nicht nur die Tatortsicherung verhindert hat, sondern sogar die im Zuge einer laienhaften Sicherung (Feuerwehrmann) erhobenen Beweise vernichtet, kann man sich jede weitere Diskussion sparen.

    Meine Phrasen wie „Merkels Schlägerkommandos“ oder „Merkels Verbrecherbande“ sind nicht höflich und nicht fein. Schlimmer, bis gerade eben war das juristisch mindestens heikel, wenn nicht noch nen Zacken schärfer.
    Nun hat sich einiges relativiert. Wir haben zwar noch keinen Beweis, dass Merkel die Schläger unmittelbar kommandiert. Aber es gibt ja auch keinen Beweis, dass Hitler die besagten Verbrechen expressis verbis befohlen hat.
    Bewiesen ist jedoch, dass die Staatsmacht mit den Verbrechern unter einer Decke steckt, diese wohlwollend fördert. Insoweit ist es nicht mehr weit hergeholt, die Staatschefin verbal mit ins Boot zu holen.
    Und über den juristischen Aspekt meiner Pöbeleien (wenigstens dieser) muss ich mir keine Sorgen mehr machen.
    Dafür vielen Dank, Genosse Schröter.

    • Wir finden auch erstaunlich, mit welch einem Schweinsgalopp die aufgeklärte Fortschrittsgesellschaft bereitwillig und unkritisch in die nächste Diktatur reitet. Der Antifaschismus erfüllt hier die Aufgabe des Antisemitismus – Abgrenzung vom bösen und zu vernichtenden Feind, Stärkung der eigenen Gemeinschaft, positive Selbstdefinition u.v.a.m.

      Wenn man sich diese Antifa und ihre kleinbürgerlichen Zuträger anschaut, dann hat man exakt den gleichen Menschenschlag, wie Julius Streichers Anänger. Aktive Radau-Antisemiten (siehe Stürmer-Auflage) dürfte es damals ungefähr soviele gegeben haben, wie heute Krawall-Antifaschisten, aber ihr Einfluß auf die Gesellschaft ist dank Förderung und Alimentierung durch die Obrigkeit immer überaus hoch.

    • Noch besser / schlimmer: Die „besagten Verbrechen“ haben durchaus – nach Ansicht mancher – nicht stattgefunden. Ich verurteile das zutiefst. Nach Ansicht anderer, mit und ohne Vorhaut, haben sie stattgefunden, und die Organisation derselben erfolgte durch morphogenetische Felder. Das würde das Fehlen von schriftlichen Nachweisen erklären.

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