Pizzamord

Nazischmierereien

Während die Dönermorde trotz Liquidierung des NSU unbeirrt weitergehen, haben faschistische Phantomeinheiten eine Pizzeria mitten im Zentrum Berlins klitzeklein geschlagen, mit einem Lebkuchenmesser sämtliche Sitzpolster augeschlitzt und ihre üblichen üblen Haßparolen wie „Ausländer raus“, „88“, „SS“ und „H.H.“ an Wände gesprüht. Dabei hatten sie gemäß der türkischen Zeitung Hürriyet Stahlkappenstiefel mit weißen Schnürsenkeln getragen. Der Betreiber Hussein Badiny gab zu Protokoll: „Das war ein Massaker.

Während die Polizei „mangels interkultureller Kompetenz“ mittlerweile vor allem gegen den Pizzabäcker Badiny ermittelt, da dieser Schulden und Streit mit dem Vermieter gehabt habe, bleibt eine eigens gegründete Solidaritätsinitiative, welche bereits Straßenfeste und Spendensammlungen gegen Rechts organisierte, standhaft und glaubt unerschütterlich an den Endsieg: „Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass dieser Vorfall nicht das ist, für das wir ihn halten, würden wir beim nächsten Mal genau so wieder auf die Straße gehen und uns engagieren. Denn das ist unsere Pflicht als Bürger – alles andere hieße, den Nazis einen Freibrief auszustellen.

Denn auch, wenn es überhaupt keine Neonazis gäbe, müsse man gegen sie Gesicht zeigen, das allein wäre mutig und tapfer. Schließlich hätte der Vorfall auch wirklich so abgelaufen sein können, das beweise die letzte Tatort-Serie, in der Ähnliches geschah.

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5 Antworten

  1. Die Wahrheit ist irrelevant geworden, in diesem, unserem Lande. Das Hätte und Könnte jedoch ist zur Realität geworden.

    Es könnte ja sein, daß der Mensch das Klima wandelt, es könnte ja sein, daß der Konkurrenzkampf unter Dönerschnitzern von braunen Ewiggestrigen ausgetragen wird. Und nur darauf kommt es ja an. Auf die Fiktion, nicht den Fakt.

    • Genau so ist es. Und mit den Fakten konfrontiert, stampfen die Klimahysteriker und Gegenrechtskämpfer dann mit den Füßen auf wie bockige kleine Kinder. 🙂

  2. „Doof blxibt doof.“

    Ich nehme ein a.

    Kommt das keinem bekannt vor, Bewohner der ehemaligen Ostzone hinter dem antifaschistischen Schutzwall mit den Jahrgängen von vor 1980? Der Sozialismus sie(ch)t eben bis zum bitteren Ende.

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