Männerbünde

Männerbünde

Männerbünde müßten zerschlagen werden, forderte eine Horde männlicher Demonstranten in Wien. Außerdem trugen sie nichtverbotene Symbole wie Hammer und Sichel in Reminiszenz an Väterchen Stalin, dem für das Ziel der gerechten Zukunftsgesellschaft kein Opfer zu groß war, auch nicht das millionenfache Menschenopfer.

In einer menschlichen und humanistischen Demokratie sollte es natürlich verboten sein, daß sich Männer in Bünden sammeln. Außer auf Gay-Paraden, da dürfen sie sich sogar öffentlich und körperlich vereinigen. Kommentator Oddo Wolf geht noch weiter: „Der Männerbund fängt dort an, wo der Papa dem Buam an Posten zuschanzt. Wehret den Anfängen – Zerschlagt die Kleinfamilien.

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15 Antworten

  1. Es war nicht alles schlecht in der DDR. Zum Beispiel wurden solche Horden nur am 1. Mai und am 7. Oktober freigelassen.
    Den Rest des Jahres war Ruhe.

    • Und selbst an diesen beiden Tagen mußten sie mit Bockwurst, Bier und 5,-Mark bestochen werden, daß sie am Klassenkampf überhaupt teilnehmen.

      • Zu meiner Zeit mußte niemand „bestochen“ werden. Der Umzug war das notwendige Übel vor dem anschließenden Bockwurstessen und Bierttrinken.

  2. Aber die Abschaffung von Männerbünden oder gar der Familie forderte keiner, und hätte es auch (richtigerweise) nicht gedurft.

    • Der Ideologe fordert die Abschaffung von Männerbünden, Frauenbünden, Rentnerbünden oder Arbeitnehmerbünden, wenn sie sich nicht vor seinen politischen Karren spannen lassen. Da ist er ganz flexibel.

      Männerbünde sind nur mit Frauenquote politisch korrekt!

  3. Ich meinte bezogen aus die ersten beiden Kommentare die DDR.

    Sonst haste natürlich völlig recht.

  4. „Zerschlagen“ passt immer. Das Wort „Aufbauen“ hat man von solchen Gestalten weniger gehört. Außer es ging um GULAGS oder Killing Fields.

  5. @Elsterkette
    Die Bockwurst u.Bier haben wir damals selber zahlen
    müssen.Habe daheim immer etwas Geld dafür gekriegt
    Immer nur über eigene Erfahrungen schreiben.

    • Waaaas?? Du hast ohne Bestechung oder Nötigung am Klassenkampf teilgenommen? 🙂
      Im Ernst, ich habe mich immer gedrückt, so weit das möglich war. Oder mich unauffällig aus dem Pulk entfernt und mich in eine Seitenstraße geflüchtet. Die Bier- und Bockwurstbestechungen gab es aber tatsächlich, von meinem Mann selbst erlebt. Ich hoffe, das zählt noch als eigene Erfahrung.

      • Vor einigen Jahren hatte der DGB zu Anti-Rechts-Kaffeefahrten Busse kostenlos zur Verfügung gestellt und auch Bockwürste gesponsort. Nicht, daß da eine Verwechslung vorliegt.

        Mußte die Stasi denn Bockwürste sponsorn? Die haben doch bestimmt sowieso nur fünfundzwanzig Pfennige das Stück gekostet inkl. Gummibrötchen.

        • Nicht die Stasi, aber die „Betriebe“ oder irgendwelche Gewerkschafts-Funktionäre. Damals war „Dein Arbeitsplatz, Dein Kampfplatz für den Frieden“, also mußten die „Werktätigen“ möglichst geschlossen zur Demonstration antreten. Und das wurde eben durch Nötigung oder Bockwurstbestechung sichergestellt.
          Aber interessant, daß der DGB solche Ideen aufgreift….. 😀

      • Schon als Jungpionier? Alle Achtung! Da ist Dir die Opposition wohl schon an der Wiege gesungen worden. 🙂

  6. zu:… die Kleinfamilie zerschlagen
    Ich zweifle nicht daran, daß jeder mit IQ >100 meine (wie oben zitiert) Kommentare als das erkennen kann, was sie sind: politische Statements die, um meine Frustration und Ohnmacht zum Ausdruck zu bringen, als verbale Karikatur präsentiert werden.
    Die Quelle: http://derstandard.at/plink/2000001681238/37863323

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