Zuckerschock

Corellis Früchte

Er war möglicherweise eine Schlüsselfigur zu dem mysteriösen Grußwort in einem Skinhead-Fanzine namens „Der Weiße Wolf“, in dessen Ausgabe 18 des Jahres 2002 ohne nähere Erläuterung fettgedruckt im Vorwort stand: „Vielen Dank an den NSU, es hat Früchte getragen ; -) Der Kampf geht weiter…“. Zu einer Zeit, als so gut wie niemand von einer Terrorzelle des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ wissen konnte, es sei denn, geheime Nazikreise oder klandestine Geheimdienstcliquen.

Die Buchstabenkombination „NSU“ sei auch sonst „kein bekanntes Kürzel in der Szene“ gewesen und der Hinweis in dem Fanzine selbst für die Chefermittler vom Antifaschistischen Pressearchiv apabiz, welches zeitweilig die Exlusivrechte an der NSU-Bekenner-DVD an gutzahlende Medienhäuser vertickte, „die erste uns bekannte Verwendung in Veröffentlichungen der Neonazi-Szene oder in derem Kontext“.

Bei dem Herausgeber des Fanzines stellten Ermittler einen Unterstützerbrief des NSU sicher. Textbausteine aus diesem Schreiben seien auch in dem von der Antifa vertriebenen NSU-Bekennervideo aufgetaucht. Der SPIEGEL schrieb im September 2012: „Dem Kuvert soll auch eine vierstellige Bargeldspende beigelegen haben … 2500 Euro.

Thomas R., der beim Bundesverfassungsschutz als „Corelli“ firmierte, verbuchte auf der Einnahmeseite die Heuer des Geheimdienstes für „Details zu geplanten Aktionen und Demonstrationen“ und auf der Ausgabeseite Werbeanzeigen „für seine Internetauftritte“ in diversen Szenepostillen. Er habe auch den „Weißen Wolf“ unterstützt. Geheimdienstnazi Thomas Corelli war möglicherweise also nicht nur „Namensgeber und Initiator“ des „Nationalen Widerstands Halle“, sondern auch des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ – bis das abgelagerte Namenspatent im Jahr 2011 für andere Zwecke herhalten durfte.

Corelli wurde im September 2012 als Spitzel „abgeschaltet“ und „an einen geheimen Ort gebracht“. Anfang 2013 wurde noch vermutet, daß er dank des Zeugenschutzprogramms „mit einer neuen Identität in England leben“ würde. Vor einigen Wochen wurde die Leiche des 39-Jährigen in der Nähe von Bielefeld gefunden. Nach offizieller Verlautbarung starb der Agent „an den Folgen einer zuvor nicht erkannten Diabetes-Erkrankung.

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47 Antworten

  1. „HJ Tommy“ war Thomas Rothe aus Chemnitz, der war gerade vor Gericht geladen.

    Fotos: http://juergenpohl.wordpress.com/2014/04/01/100-prozesstag-im-nsu-prozess-gotzls-geplatzter-kragen-nur-eine-nebelkerze/

    • Um Gottes Willen, da heißt einer, wie der andere aussieht, als wäre die Verwirrung nicht schon groß genug. Dann lebt der Thomas R. aus Halle noch, der mit dem Weißen Wolf tanzte?

      • Nee, der Thomas „Corelli“ Richter aus Halle ist tot. Gestorben mit 39 Jahren bei Bielefeld, Ende März 2014.

        An der Verwirrung ist der Spiegel schuld, der Ende 2012 über „Corelli“ schrieb:

        „Hamburg – Der Spitzname spricht für sich: „HJ Tommy“, so wird Thomas R. von seinen rechten Kameraden gerufen – die Hitlerjugend (HJ) war die Jugend- und Nachwuchsorganisation der NSDAP. Seit Enttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) steht der 42-Jährige aus Halle im Visier der Ermittler: Er gilt als mutmaßlicher Unterstützer der Terrorzelle.“
        ______

        Wer 2012 schon 42 war, kann nicht 2014 mit 39 sterben.

        • Ja, der dubiose Altersunterschied war uns auch schon aufgefallen! Danke für den Hinweis, wir ändern das im Artikel, um die Verwechslung nicht noch weiter zu kolportieren.

  2. Corelli dürfte einer der Kontaktleute des BFV zum „Untergrund-Trio in Zwickau“ gewesen sein, und das über einen sehr langen Zeitraum. V-Mann war er (unsicher) ab 1991 für ein LfV, ab 1994 für das BFV, und das bis Ende 2012, als er schon enttarnt war.

    Was könnte Corelli gewusst haben?

    Er konnte evtl. bezeugen, dass das Trio all die Jahre von den Sicherheitsbehörden überwacht wurde.
    Er konnte evtl. bezeugen, wer vom Trio selber Spitzel war.
    Er hatte vielleicht ein Treffen mit Zschäpe am 5.11.2011 in Leipzig und bekam Unterlagen.
    Er räumte vielleicht mit Andre Eminger das Trio-Versteck in Glauchau aus und zündete dann das Haus am 7.11.2011 an.
    Er konnte eventuell den Uwes ALIBIS für Mord-Tatorte geben.

    Egal wie Corelli jetzt starb, die Warnung für andere Wissende ist zu 100% angekommen.

    • Die Illumination des „Terrornestes“ wird auf den 4.11. kurz nach 15 Uhr datiert (Fragezeichen)

      Bei ef-online geht man davon aus, daß Corelli eines natürlichen Todes starb. Das ist nicht von der Hand zu weisen, denn einen Menschen mit falscher Identität kann ein Geheimdienst locker zu Asche verarbeiten, ohne daß das jemandem auffiele. So ein medial aufbereiteter Zuckerschock ist doch nur Zucker für alle, die nicht an die Kebapmeuchel-Story glauben. … Aber natürlich: Der Warn-Hinweis an all die anderen mehr oder weniger Involvierten.

      • Am 7.11.2011 brannte es in Glauchau in der Auestrasse.
        http://www.feuerwehr-glauchau.de/pages/media_items/e167-07.11.2011–brand-21251.php?p=20

        Andreas Förster in „Der Freitag“:
        Denkbar ist, dass Mundlos eine eigene Wohnung in Glauchau hatte, einem Nachbarort von Zwickau, oder bei der bis heute unbekannten Mutter des Mädchens lebte. Für diese These spricht nicht zuletzt, dass Zschäpe die erste Nacht nach ihrer Flucht am 4. November 2011 an einem unbekannten Ort in oder nahe Glauchau verbrachte.
        http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/spuren-ins-nichts

        • Die Fragen, die der Förster stellt, sind ja richtig und lesen sich schaurig geheimnisvoll. Es sollte aber bzgl. seiner „faschistischer-Geheimdienst“-Verschwörungstheorie die einfache Frage aufstellen, warum soviel nachrichtendienstliche Konspiration für ein paar Morde an türkischen Kleingewerbetreibenden. Bei soviel Aufwand müßten schon wenigstens ein paar Minister abserviert werden. Försters Antifa-Ansatz scheint also grundlegend falsch zu sein, was die Beantwortung offener Fragen für ihn umso unerklärlicher macht. Aber dennoch gut recherchiert / zusammengetragen.

  3. Thomas Rothe aus CHemnitz (42) ist nicht HJ Tommy. Thomas Richter Alias Corelli Alias Oikrach war HJ Tommy! 100% da damals persönlich bekannt.

    • Na schön, da wir das jetzt nicht verfizieren können, lassen wir den Spitznamen mal ganz weg, obwohl er für die NSU-Gruselstory wunderbar effektvoll klingt.

  4. Ein besseres Beispiel für die Gleichschaltung der Medien dürfte kaum zu finden sein:

    http://friedensblick.de/11127/leitmedien-verheimlichen-wahre-obduktionsbefunde-von-uwe-mundlos/

  5. „… vom Antifaschistischen Pressearchiv apabiz, welches zeitweilig die Exlusivrechte an der NSU-Bekenner-DVD an gutzahlende Medienhäuser vertickte, …“

    Man muß sich das immer wieder schön auf der Zunge zergehen lassen, bis einem – im Angesicht der CHUZPE unserer antifaschistischen Hirnficker-Junta – der letzte Tropfen Gallensaft hochkommt:

    DAS „Beweisstück“ schlechthin (wichtiger noch, als alle anderen wundersamen feuerfesten „Beweistücke“ aus der ausgebrannten konspirativen „Terrornazi-Wohnung“) zu einer MORDSERIE befindet sich – von Anfang an – NICHT in Verwahrung bei den „Ermittlungsbehörden“ – NEIN!
    Ein Berliner Zeckenverein besitzt daran die EXKLUSIVRECHTE und verschachert es an diverse Hirnfolteranstalten!!!!!

    Mein Vorschlag:
    Den Bekloppten-Freilaufzoo der Bematschten- und Randgruppen-Diktatur hermetisch einzäunen und in regelmäßigen Abständen „Bitte nicht füttern!“-Schilder anbringen!

    • das Apabiz verweigert die Aussage, woher es dieses „Bekennervideo“ hat.

      Völlig verrückt wird es aber dann, dass Zschäpe auf ihrer „Flucht“ 90 Sekunden-Teaser ohne Ton verschickt haben soll mit dem Hinweis, wo die 15-Minuten Vollversion mit Ton zu beziehen sei.

      http://www.derwesten-recherche.org/2011/11/neuer-kurzfilm-der-terroristen-aufgetaucht/

      Man kann wohl davon ausgehen, dass „der NSU“ niemals Bekennervideos verschickt hat…

      • Dieser WAZ-Blog ist laut Google aber der einzige, der den Begriff „NSU_DVD1“ verwendet, gibt es denn mehr Informationen, bei wem in Berlin der von Leipzig abgesandte „Internet-Teaser“ auftauchte?

        Gut, man könnte die apabiz-Erstrechteverwertung auch damit erklären, daß die den Film von einer jener „linken Adressaten“ umgehend erhalten haben und dann den Bedarf exklusiv gegen Geld deckten, was solange ging, bis der Film auch an anderer Stelle auftauchte. Also dafür gäbe es eine Erklärung, auch wenn es nebenbei belustigend ist, die selbstherrlichen apabiz-Stasis als geldgeile Kapitalistennutten zu erleben, die für ein paar Kröten die einst so verachteten Meinungsmonopole beliefern.

        Das also wäre erklärbar. Wundersamer mutet dagegen an:

        An keinem der sichergestellten Briefumschläge, mit denen die NSU-DVDs per Post verschickt wurden, fanden sich allerdings Fingerabdrücke oder DNA-Spuren von Zschäpe. In Nürnberg wurde ein Briefumschlag unfrankiert, also nicht mit der Post zugestellt, sondern persönlich eingeworfen.

        Weitere Exemplare der DVD fanden die Fahnder in dem in Eisenach am 4. November 2011 ausgebrannten Wohnmobil. Sie befanden sich in einem nagelneuen Tourenrucksack, der zusammen mit verschiedenen Textilien auf dem hinteren oberen Schlafplatz lag. Während Matratze und Textilien deutliche Schmutzspuren aufweisen, verursacht offenbar von dem durch die Hitzeeinwirkung geschmolzenen Plexiglasfenster über dem Bett, blieb der darauf liegende Rucksack fleckenlos. Am 5. November 2011, als die Beweisstücke von der Tatortgruppe aus dem Wohnmobil geborgen und dokumentiert wurden, wurde von den Beamten auch der Rucksack durchsucht. Gefunden wurden mehrere mit Banderolen versehene Geldbündel mit über 23.000 Euro aus einem wenige Wochen zurückliegenden Bankraub in Arnstadt sowie drei Kartons mit Patronen aus den Innentaschen. Erst einen Monat später, am 1. Dezember, fand die Polizei laut der Ermittlungsakte in einer Innentasche des Rucksacks sechs DVDs mit dem NSU-Bekennervideo. Wie die Tatortgruppe die DVDs bei der Durchsuchung übersehen konnte, ist bisher ungeklärt.

        Was die alles bei einem Bankraub mit sich herumschleppen – Geldbündel aus alten Überfällen und Bekenner-DVDs von Morden und ein Waffenarsenal. Klar, wenn man einbrechen geht, nimmt man auch immer das Diebesgut von alten Brüchen und Bekenntnisschreiben, was man so alles auf dem Kerbholz hat, mit.

        Das mit dem unfrankierten Einwurf ist allerdings skurril. So ein Lapsus kann doch auch nicht zufällig und aus Dummheit passieren, wenn man gefakte Bekennervideos in die Gesamtspurenlage einbetten will, es sei denn, der Adressat sollte nach dem Leipziger Postkasteneinwurf dringend noch beliefert werden. Weiß jemand, wer der Nürnberger Adressat ist?

        • So viele Fragen…

          Nürnberger Nachrichten, da wurde die DVD eingeworfen.
          http://www.sueddeutsche.de/politik/rechter-terror-des-nsu-raetsel-um-nuernberger-dvd-kurier-1.1193106

          Auf die Nürnberger DVD ist die Zeichentrickfigur Paulchen Panther aufgedruckt, sie salutiert. „Frühling“ steht auf der Scheibe und „DVD 1“ (seite 2 SZ-Bericht)

          Per Bote kam die DVD auch nach Völklingen (Moscheeverein) und nach Weimar (DIE LINKE), und eventuell zur Kommunistischen Arbeiterzeitung nach Nürnberg.

          Als die DVD-Versendungen Thema im Prozess waren, hat die Verteidigung leider nicht nach den Teasern gefragt.

        • DVD 1 steht auf jedem Exemplar. hier ist ein Foto:
          http://www.derwesten-recherche.org/2011/11/wer-sind-die-nsu-unterstuetzer/

          Angeblich wurden Ende 2007 ca. 50 Exemplare gebrannt, die dann teilweise 2011 frankiert (Briefmarke „Limburg“ gab es erst 2010) und verschickt bzw. eingeworfen wurden, oder in Zwickau und im Wohnmobil gefunden worden sein sollen. Eine DVD 2 gibt es nicht.

          Wenn ihr die komplette Empfängerliste haben wollt, sagt Bescheid.

          • Interessant wäre die Empfängerliste dahingehend, daß sich mit ihr ein Psychogramm des Absenders erstellen ließe. Obwohl das natürlich immer irgendwelche willkürlich erwählten Dummbrotvereine sein können, die als Multiplikatoren wirken. Vielleicht war sich der Nürnberger Briefbote, wer immer es auch war, nicht sicher, ob das eine „Bekenner-Schreiben“ seinen Zweck erfüllt.

            Hat gemäß offiziösem Zeitplan die Zschäpe die DVDs eingetütet / frankiert oder weiß man, daß das vor dem Ableben der Uwes geschah? Gab es die Briefmarke denn noch im Nov. 2011 im Verkauf oder muß das Trio die vorrätig gehalten oder schon frankiert haben?
            http://www.briefmarken-archiv.de/brd/01/2010/bund_20100103.htm

            Am 8.11. hat sich Zschäpe gestellt, am 10.11. wurde die Nürnberger DVD gefunden: „dass dort in einer Zeitungsredaktion eine der Bekenner-DVDs früher als anderswo aufgetaucht ist. Ohne Briefmarken, ohne Poststempel.“ Die anderen sind also später aufgetaucht? Hat Zschäpe die DVDs aus der U-Haft heraus versendet oder braucht die Post für Briefzustellungen aus Leipzig nach Sachsen bzw. Sachsen-Anhalt mehrere Tage?

  6. Als erstes mal die Empfängerliste:

    1) PDS-Geschäftsstelle in Halle/Saale
    Die Linkspartei.PDS Landesvorstand Gesch. St., Ernst-Haeckel-Weg 5, 06122 Halle (Saale)

    2) Türkisches Generalkonsulat in München

    3) Axel Springer Verlag in Halle/Saale
    Axel Springer Verlag, BILD-Redaktion
    Charlottenstr. 7, 06108 Halle (Saale) (Innenstadt)

    4) Television Zwickau GmbH in Zwickau
    TeleVision Zwickau GmbH, Rundfunk- und Fernsehanstalt,
    August-Horch-Str. 16a, 08141 Reinsdorf bei Zwickau
    umgezogen: Hauptmarkt. 6 , 08056 Zwickau

    5) Westdeutsche Allgemeine Zeitung in Berlin
    Reinhardtstr. 27, 10117 Berlin (Mitte)

    6) Ali-Pasa-Moschee, Türkischer-Islamsicher Kulturverein e. V. in Hamburg
    Wansbeck Türkischer-Islamsicher Kulturverein e. V. Hamburgerstr. 199, 22083 Hamburg (Barmbek-Süd)

    7) Nürnberger Nachrichten in Nürnberg (Einwurf durch unbekannten Boten)
    Marienstraße 9/11, 90402 Nürnberg

    8) PDS-Kreisverband in Großenhain (Büro aufgelöst)
    PDS Kreisverband Riesa-Großenhain, Geschäftsstelle Groß.
    Dresdnerstr. 7, 01558 Großenhain (Sachs.)

    9) Kommunistische Arbeiterzeitung in Nürnberg
    KAZ im „Roten Zentrum”
    DKP Bezirksvorstand Nordbayern
    Reichstr. 8, 90408 Nürnberg

    10) Patria-Versand in Kirchberg
    PATRIA Versand GmbH, Burgharting 9, 84434 Kirchberg, Holzland

    11) Deutsch-Türkischer Kulturverein in Köln
    Clevischer Ring 133, 41063 Köln (Mühlheim)

    12) Islamische Union Verein für Einrichtung und Unterstützung der Selimiye-Moschee in Völklingen
    Schaffhauserstr. 8, 66333 Völklingen (Einwurf durch unbekannten Boten)

    13) MDR MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
    Kantstr. 71 – 73, D-04275 Leipzig

    14) Die Linke.PDS Apolda-Weimar Marktstr. 17, 99423 Weimar, Thür. (Altstadt)
    umgenannt: DIE LINKE. Kreisverband Apolda-Weimar, Markstraße 17 99423 Weimar per Boten

    15) Phoenix TV Langer Grabenweg 45-47, 53157 Bonn

    Hier ist das Schlussbild des Videos zu sehen, es wird da auf Heilbronn Bezug genommen, und eine DVD 2 angekündigt, die es aber niemals gab. Gezeigt wird die Dienstwaffe von Martin Arnold mit Seriennummer.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article113163845/NSU-Trio-spaehte-offenbar-Ziele-in-Stuttgart-aus.html

    Zu Nr. 5: Das ist „Der Westen“, dort ging einer der 90 Sek-Teaser ein.

    Die Empfängerlisten in den „NSU-Märchenbüchern“ umfassen jeweils nur 12 Empfänger, die fehlenden 3 Empfänger wurden im Prozess mitgeteilt:

    Am 50. Verhandlungstag sagt u.a. der Zeuge Robert Sche. vom BKA Berlin beim Gericht aus und verplappert sich offenbar dabei:
    Zitat:
    Sche. berichtet, am 7. November 2011 sei die DVD zum ersten mal öffentlich geworden. Die DVD sei an die PDS in Halle geschickt worden. Insgesamt 15 dieser DVDs seien versendet worden.
    Eingegangen sei das Video unter anderem beim Sender Phoenix, beim Türkischen Generalkonsulat, bei türkischen Kulturvereinen und den Nürnberger Nachrichten. (Richter) Götzl hält weitere Adressaten vor, die Television Zwickau GmbH, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Springer, ein Deutsch-Türkischer Kulturverein. …
    Sche. sagt, seiner Erinnerung nach sei auch ein kommunistischer Verein dabei gewessen.

    Quelle: NSU-Watch

    • Das Problem ist, wenn Skribenten (NSU-Qwatsch) berichten, was Zeugen berichten, die auch alle schon von der Vorverurteilung beeinflusst sind, so sind Details leider nicht so verifiziert, daß man darauf eine Gegenbeweisführung stützen könnte. Es ist schwierig, Zeitabläufe oder Verhaltensweisen aus Berichten Dritter detailliert zu analysieren, wenn in der Syntax kleinste Übertragungsfehler auftreten.

      Dem Zeugen Robert Sche. sollte man auch kein „Verplappern“ vorwerfen. Das klingst sonst so, als wüßte er explizit von einer ungeheuren Verschwörung und hielte die Klappe, wäre also Teil dieser.

      Die Liste liest sich unpassend für jemanden, der die Welt mit seinen Taten beeindrucken / wachrütteln will: Als hätte jemand eine riesige Sammlung von Adressaten angelegt, die Neonazis klischeehaft eben hassen müssen und dann gewürfelt oder Karten gezogen, um 15 (oder 13) zusammen zu bekommen. Auf solche PDS-Kreisverbände kommt man doch nur via Zufallsgenerator! Aber gut, das könnten auch Uwe&Uwe so willkürlich nach primitiv-Feindkodex ausgewählt haben, es gibt sicherlich genug Nazis, die ihre ihnen zugewiesenen Klischees bestens bedienen. Was die aber gerade nicht machten, will man den afghanischen Nachbarn der freundlich Ausländerfahrräder tragenden Mundlosbande glauben.

      Der Fokus liegt auf Nr. 7 und 12 – wieso mußte in Nürnberg und Völklingen (boah, Saarland!) per Bote eingeworfen werden? Und von wem? Selbst beim Platzieren von getürkten Beweisen ergibt das keinen Sinn, es sei denn, man wolle auf ein bundesweites NSU-Netzwerk hinweisen. Das ist wahrscheinlich auch des Rätsels Lösung, wenn man diesen Vorgang aus der damaligen Perspektive betrachtet und nicht aus der heutigen, in der man notgedrungen von einer abgeschlossenen Zelle berichterstattet, deren Mitglieder entweder nicht reden wollen oder nicht mehr können. Das bundesweite Naziterror-Netzwerk wäre denn aber zu absurd herbeizubeweisen, was eine Menge an linksgedrallten Verschwörungstheoretikern nicht daran hindert, an dieses zu glauben.

  7. Laut NSU-Prozess hat Zschäpe 6 Stück am 5.11.2011 in Leipzig eingeworfen, die am 6.11.2011 (sonntag) in Schkeuditz abgestempelt wurden. Die restlichen DVD warf sie angeblich woanders ein.

    Der Teaser wurde aber am 6.11.2011 in Schkeuditz abgestempelt und erreichte die Westdeutsche Zeitung in Berlin.

    Der SPIEGEL kaufte die Langfassung exklusiv mit Sperrfrist bis 13.11.2011 und brachte Auszüge aus dem Video auf Spiegel-TV am 12.11.2011 und Fotos in seiner Ausgabe am Zag drauf.

    Wenn Zschäpe am 5.11. Langfassungen eingeworfen hätte, dann wären die am 7.11. bei den Empfängern gewesen, und am 8.11. hätte BILD das in 20 cm grossen Lettern gebracht.

    Hat sie aber nicht, das Video war bis 12.11.2011 (Spiegel) exklusiv.

    Daraus schliesse ich, dass KEINE EINZIGE andere DVD ankam, bzw. diese DVDs allesamt 90 Sek Teaser waren.

    Apabiz hat aber die Langfassung gehabt, und hat sie vertickt.
    Frage: Woher hatten die die?
    Selbst gemacht?

    • … wahrscheinlich von den Mondnazis zugesteckt bekommen. Danke, wir verdauen das erst einmal.

      Aber inwieweit hat sich Zeuge Sche. verplappert? (öffentlich = in öffentlichen Einrichtungen angekommen)

      • Na ja, verplappert dahingehend, dass MDR und Phoenix vorher als Empfänger nicht bekannt waren, und in den Medien und in den NSU-Märchenbüchern fehlten.

        Die Linke Weimar fehlte auch, da habe die DVD aber ein Jahr unbemerkt rumgelegen. (siehe WELT-Link)

        12 waren öffentlich bekannt, 15 waren es.

        Immerhin hat sich die ARD am 16.11.2011 bitter beklagt, dass der Spiegel Scheckbuchjournalismus betrieben habe.

        MDR und Phoenix gehörten zu den Empfängern.
        Das ist doch die ARD!!!!???
        Die hatten das Video doch „für lau“ spätestens am 9.11., und der Spiegel brachte es erst am 12.11. in SPON bzw. am 14.11. im Heft???

        Wie kann man diesen Widerspruch auflösen?

        Kleine Hilfe:
        Nicht ohne die verschickten 90 sec Teaser ohne Ton.

        Sacken lassen 😉

        • Fatalist, in dem von Dir verlinkten SZ-Artikel (18.11.2011) ist auch schon die Rede davon, dass der MDR ein Exemplar erhalten hat.
          Eine Zeile darunter ist der NDR-Artikel verlinkt, wo der Scheckbuchjournalismus angeprangert wird.
          Später ist ein paar Monate nichts mehr zu hören von den Videos beim MDR.

          Für dieses Phänomen könnte man wieder mehrere Erklärungen versuchen. Oder es lassen, weil man schier verrückt werden kann wenn man sieht, mit welcher kriminellen Energie Politik, Justiz, Wissenschaft und Medien uns anlügen.

    • „Die restlichen DVD warf sie angeblich woanders ein.“

      Wo?

      • Weiss ich nicht, sorry.

        Der BGH hat sich Ende Feb 2012 (Haftbeschwerde Zschäpe) dazu nicht näher ausgelassen:

        Im Anschluss daran tauchte die Beschuldigte zunächst unter. Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post; zwölf Sendungen konnten später bei den vorgesehenen Empfängern sichergestellt werden.

        Ermittlungen des Bundeskriminalamts bei der
        Post haben sodann ergeben, dass sechs der versandten DVDs am 6. November 2011 im Briefzentrum 4 in Leipzig abgefertigt worden waren und sich somit unter den ab dem Abend des 5. November 2011 – nach dem Tod von Böhnhardt und Mundlos – in Briefkästen in Sachsen, Sachsen -Anhalt und Thüringen
        eingeworfenen Sendungen befunden hatten.
        _______

        Da sind es auch noch 12 gewesen, MDR, Phoenix und DIE LINKE Weimar fehlen.

  8. „Döner-Morde“: „Spiegel“ kaufte Bekennervideo von Linksradikalen
    17.11.2011

    BERLIN. Der Spiegel hat nach Angaben des NDR für das Bekennervideo der rechtsextremen Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bezahlt. Verkäufer war nach einem Bericht des Medienmagazins „Zapp“ das linksradikale „antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin“ (apabiz).
    Gegen eine Zahlung in unbekannter Höhe erhielt der Spiegel exklusiv Zugang zu dem 15minütigen Film. Für andere Medien, denen apabiz das mutmaßliche Bekennervideo für 2.000 Euro ebenfalls anbot, bestand dagegen bis vergangenen Dienstag eine Sperrfrist.

    http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2011/doener-morde-spiegel-kaufte-bekennervideo-von-linksradikalen/

  9. Was mich fasziniert ist die Tatsache, dass die mit dieser Show durchkommen.
    Dabei strotzt selbst die offizielle (wohlweislich nur häppchenweisen, niemals als Gesamtdarstellung daherkommende) Verlautbarung nur so von Inkonsistenzen, Unlogik, Widersprüchen und faktischen Unmöglichkeiten.

    So auch beim „Bekenner“video, über das gefühlte hunderttausendmal schwadroniert wurde, was jedoch nirgendwo vollständig zu sehen ist (oder liegt das neuerdings irgendwo im Netz?).
    Ich meine, wir leben nicht im Mittel-, sondern im YouTube-Zeitalter. Jeder Pups wird heutzutage hochgeladen. Nur das sagenumwobene furchtbar zynisch menschenverachtende Bekennervideo nicht.
    Warum eigentlich?

    Dass der SPIEGEL für das Video was zahlt, ist ja noch nachvollziehbar (im Sinne einer Belohnung für den Tippgeber, wird oft so gehandhabt). Aber warum, mit welchem Recht unterwirft sich der SPIEGEL weiteren von Apabiz auferlegten Beschränkungen (Sperrfrist)?
    Solche Verpflichtungen kann man legal nur gegenüber dem Inhaber der Urheberrechte eingehen.
    Besitzt Apabiz die Urheberrechte?
    Wenn ja, …
    sollte der Verein mal aufzeigen, von wem er diese Rechte erworben hat. Andernfalls kann Apabiz nur im Besitz dieser Rechte sein, weil der Verein dieses Video selbst produziert hat.
    Wenn nein …
    warum hat der SPIEGEL sich so verhalten, als besäße Apabiz die Exklusivrechte?

    Wie kann man das Video als Beweis für die Täterschaft werten,
    wenn es nach eigenem Eingeständnis aus der Videoschnittmaschine des SPIEGEL kommt? wenn das Rohmaterial nicht vom Terrortrio kommt, sondern von einem linksextremistischen Verein? wenn dieser Verein das Material aus einer Quelle erhalten hat, die so dubios ist, dass Apabiz sich scheut diese zu benennen?

    Das passt alles nicht zusammen. Das beißt sich hinten und vorne.

    Da habe ich noch gar keine Recherche betrieben wie der fleißige Fatalist, nur das auf der Oberfläche liegende angesehen. Allein das stinkt meilenweit gegen den Wind. Wie kann man auf diesen Müll was geben? Wie ist das möglich, dass auf der Basis der vom SPIEGEL zusammengestückelten Fragmente aus ungeklärter Herkunft Beschuldigte wegen Mordes verurteilt werden?
    Unfassbar das alles, einfach nur unfassbar.
    Gleiwitz reloaded.

    • Das wurde schon mal bei PPQ angedeutet, aber beim Gleiwitz-Vergleich sollte man vorsichtig sein. Von einer Mehrheit wird „Gleiwitz“ noch immer mit einem gefakten Überfall von SS-Männern in polnischen Uniformen auf einen deutschen Radiosender assoziiert, in Wahrheit ist aber völlig ungeklärt, ob das so stattfand, was mittlerweile auch offiziös so eingestanden wird.

      Der Überfall spielte in der deutschen Propaganda nur eine äußerst nebensächliche Rolle (Randnotiz in Regionalzeitungen), erst später (Nürnberger Prozesse) wurde das von Sowjets aufgegriffen, daß das initiiert gewesen wäre, aufgrund (aus dem Gedächtnis rezipiert) eines Geständnisses eines dubiosen SS-Mannes. Gerade die Sowjets waren für erfolterte Geständnisse bekannt, und auch für Katyn gab es – neben dem Tatort und den Toten – eine Menge deutscher Geständnisse und polnischer ehrenwerter Zeugen.

      Wenn diese tolle SS-Schauspielshow also DER Legitimations-Knaller für den „deutschen Überfall“ gewesen sein soll, wieso kümmerte sich die deutsche (gelenkte) Presse nicht darum?

      Also paßt der Gleiwitz-Vergleich ja doch, aber wer von den Normalsterblich-Desinteressierten soll das kapieren?

      Wenn wir in die NSU-Ungereimtheiten tiefer involviert wären, so wie fatalist, würden wir das strukturiert zusammenfassen. Aber es gibt einfach eine Menge Unsicherheiten, vor allem, wenn man die Medienmeldungen übereinander paust. Man weiß doch überhaupt nicht, wer von denen Mist berichtet, und wer die Wahrheit. Daß das alles hinten und vorne nicht stimmt, liegt aber auf der Hand.

      Aus Agentenfilmen sollte man meinen, daß das alles professioneller geht, aber in der Realität muß der sauberere Rucksack mit den schönen Beweisgegenständen eben mal schnell und unauffällig auf der angekohlten Matratze platziert werden. Es sind eben doch nur Beamte, selbst in einer Spezialeinheit.

      • Der Fall Gleiwitz | Film 1961 …. habe ich wie viele Andere auch gesehen … doch nun Jahre später

        „Der Überfall spielte in der deutschen Propaganda nur eine äußerst nebensächliche Rolle (Randnotiz in Regionalzeitungen), erst später (Nürnberger Prozesse) wurde das von Sowjets aufgegriffen, daß das initiiert gewesen wäre, aufgrund (aus dem Gedächtnis rezipiert) eines Geständnisses eines dubiosen SS-Mannes. Gerade die Sowjets waren für erfolterte Geständnisse bekannt,“

        Welche Regionalzeitungen?
        Es soll wohl eine einige Quelle geben
        Den Völkischer Beobachter, 1. September 1939 Ausgabe München
        aber dieser EINZIGE Sachbeweis wird in Zeitungszeugen nicht vorgelegt sondern nur der Völkischer Beobachter, vom 2. September 1939
        Und nicht eine einzige Internationale Zeitung würdigte dieses angebliche Gleiwitz Ereignis! Seltsame „Feind“-Zeitungen???

        http://zeitungszeugen.de/ausgabe-39/

        Zeitungszeugen Nr. 39. Erscheinungsdatum: 04.10.2012. Angriff auf Polen, 1. September 1939. Die beigelegten Zeitungen:

        ——–
        „Der Überfall spielte in der deutschen Propaganda nur eine äußerst nebensächliche Rolle (Randnotiz in Regionalzeitungen), erst später (Nürnberger Prozesse) wurde das von Sowjets aufgegriffen, daß das initiiert gewesen wäre, aufgrund (aus dem Gedächtnis rezipiert) eines Geständnisses eines dubiosen SS-Mannes. Gerade die Sowjets waren für erfolterte Geständnisse bekannt, …“

        nicht ganz es waren unsere Freunde, der Große Bruder aus dem british Empire …

        Alfred Naujocks

        Am 19. Oktober 1944 lief Alfred Naujocks in der Eifel über und wurde von amerikanischen Soldaten gefangen genommen. Schon bald nach seiner Gefangennahme wurde er nach Großbritannien gebracht. Dort wurde er in dem bei London gelegenen Vernehmungslager Camp 20 von MI5 mehrere Monate intensiv verhört.

        Wie plausibel eine Eidesstattliche Erklärung von Alfred Naujocks … ich wage keine Prognose

        • Der Gleiwitz-Kommentar von UPS 2009 ging mir nun wieder als E-Post zu. (18.05.2014). Ich verweise auf meinen Text dazu in dieser Diskussion vom 22.04.2014 (siehe unten).

          Naujocks‘ Erklärungen sind hanebüchener Unsinn und vermutlich vom britischen Geheimdienst erpreßt oder bezahlt.

          http://de. metapedia .org/wiki/%C3%9Cberfall_auf_den_Sender_Gleiwitz

          • Wir halten den Beitrag zu dem Thema zwar für lehrreich und ausgewogen, das ändert aber nichts daran, daß der Blog auf dem Index steht – aus welchen Gründen auch immer.

    • Das Video ist kein Bekennervideo. Das kann man auch klar sehen, deshalb kennen wir es ja nicht. Da bekennt sich niemand.

      Was die Umstände und Ungereimtheiten angeht, dürfte das Wichtige jetzt hier zusammengetragen worden sein; es ist ja gerade der Trick, die massgeblichen Infos niemals zusammengestellt zu bringen, sondern nur Häppchenweise. Es geht um die Deutungshoheit der Meinungsmanipulateure. Die geriete in Gefahr, wenn die Leute besser informiert wären, also verhindert man das.

      • „Das Video ist kein Bekennervideo“

        Na, Fatalist, das hast Du aber die Rechnung ohne den Wirt … äh, BGH gemacht.
        Diese ehrenwerte Gesellschaft hat doch im Beschluss vom 28. Februar, StB 1/12 festgelegt:

        „… Videosequenz …
        Ferner findet sich eine Montage mit Einblendung einer der entwendeten Dienstwaffen, in der „Paulchen Panther“ einem Polizisten in den Kopf schießt.

        Willst Du etwa behaupten, die Lügner (sog. „Bundesrichter“) Becker, Hubert und Mayer hätten gelogen?

        • Hilfe, ein Kommentar hängt irgendwie…

          Paulchen erschiesst den Polizisten mit einem Trommelrevolver.
          Ich vermute, der BGH hat das Video niemals angeschaut.
          Er hat sich auf das BKA verlassen.

          Schwerer Fehler.

        • Das Bild dazu hätte man zeigen müssen.

    • Es gab damals (Frühjahr 1939) Dutzende, Hunderte von polnischen Überfällen auf Reichsgebiet. Forsthäuser und einzeln stehende Gehöfte wurden angezündet, Verkehrsmaschinen beschossen, polnische Kommandotrupps drangen kilometerweit auf deutsches Gebiet vor, brannten Felder ab, ermordeten Bauern und Briefträger. Flüchtlinge aus Polen wurden an der Grenze erschossen, die Volksdeutschen aus Polen flüchteten vor den Mißhandlungen in die Wälder, nach Danzig oder auf Reichsgebiet. Viele kamen bei Verwandten unter, über 100.000 wurden in rasch errichteten Auffanglagern untergebracht. Fie Kriegsakte hatten Methode: GB hatte Polen in seiner ‚Blankoscheck-Garantie‘ versprochen, sofort auf seiten Polens den Krieg zu eröffnen, wenn POLEN ES FERTIGBRINGE, DEUTSCHLAND (und keinanderes Land!) in den Krieg zu bekommen.

      Diese Zusage sollte auch dann gelten, WENN POLEN ZUERST LOSSCHLAGE! Polen strebte die Oder-Neiße-Grenze an, am besten aber ein „Großpolen“ von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer inkl. Tschechei, Slovakei, Ukraine, Litauen, Weißrußland und Deutschland bis Hamburg! Entsprechende Landkarten wurden weit verbreitet, entsprechende Texte erschienen in vielen Zeitungen, in vielen Reden der polnischen Politiker.

      Der Komplex Gleiwitz spielte in der deutschen Propaganda keine Rolle, wurde in Hitlers Rede vor dem Parlament am 01.09. gar nicht erwähnt.
      Konnte also gar nicht als „Rechtfertigung für die Polizeiaktion gegen Polen“ inszeniert worden sein. Es ist zu vermuten, daß der Überfall (am 31. August!!) überhaupt nicht stattgefunden hat, sondern von einem englischen Sender in Polen bloß behauptet wurde; möglicherweise, um von den Meldungen der polnischen Generalmobilmachung abzu lenken, die am selben Tag stattfand (http://de.metapedia.org/wiki/%C3%9Cberfall_auf_den_Sender_Gleiwitz)

      Nach dem Krieg wurde ein kleiner SS-Mann, Naujocks, dazu gebracht, Aussagen zu unterstützen, die völlig unsinnig gewesen sind. Etwa wollte er (der unbekannte Kleine) direkt und unter Umgehung der gesamten Befehlskette von einem SS-General (der gar nicht zuständig gewesen wäre) für diesen „Einsatz“ befohlen worden sein.
      Die „Eidesstattliche Erklärung“ Alfred Naujocks trägt jedoch nicht seine Unterschrift. Sie trägt nicht einmal die Unterschrift von irgend jemandem. Sie endet mit dem Schreibmaschinensatz: „Beschworen und unterschrieben vor Leutnant Martin“.

      Wodurch Naujocks gefügig gemacht wurde, diesen widersinnigen Quatsch zu unterstützen, ist nicht bekannt. Aber er wurde niemals verfolgt, angeklagt (immerhin hat er Morde gestanden) und lebte völlig unangefochten in Norddeutschland als wohlhabender Mann. Sein Wohlstand war nicht ererbt; er muß wohl in der Lotterie gewonnen haben.

  10. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/nazis121.html

    Der Spiegel verlangte die Exklusivrechte, die Sperrfrist hat der Spiegel verlangt.

    • Ein Monopol, das erst gebrochen wird, als weitere Kopien auftauchen. Mehreren Redaktionen wird das Video nun auch von anderer Stelle angeboten.

      Also waren doch noch mehrere Kopien um Umlauf? Tja, daß vielleicht ein aufgelöstes Büro in Großenhain etwas träge bei der Weitergabe ist, aber Zeitungen und TV-Sender? Ja, die müssen alle nur eine unbrauchbare Kurzversion gehabt haben. Aber wieso klärt das keiner klar auf, außer der WAZ, und auch die schreibt erst am 15.11. darüber, daß ein „neuer Film der rechtsextremen Terrorgruppe … aufgetaucht“ sei. Am 15.!

      • Ja klar waren mehrere Kopien im Umlauf, aber doch erst NACH der Spiegel-Exklusivveröffentlichung!

        Also müssen die anderen „frühverschickten“ DVDs Teaser gewesen sein.

        Warum klärt das niemand auf?
        Weil die NSU-Staatsmär dann flöten geht!

        Die WAZ hat ganz sicher einen Maulkorb verpasst bekommen, deshalb wurden die Teaser niemals wieder erwähnt. Beate Zschäpe hat ganz sicher keine Teaser verschickt 🙂

  11. Schaut mal nach bitte, ob meine längeren Kommentare mit Quellenangaben hängen, ich sehe sie selbst auch nicht…

    • Geht mir auch manchmal so. Mach bei den Quellen die Vor- und Nachsilbe unkenntlich (z.B. WeWeWeSPIEGELde). Damit erkennt der Filter die nicht mehr und es sollte klappen.

      • Sobald es mehr als 1 Link ist, scheint es schwierig zu werden.

        Der Vollständigkeit halber: Noch ein Bote bei den Kommunisten.
        Mehr unfrankierte DVDs weiss ich aber nicht, ehrlich!

        Zwei dieser Videos gelangten auch zur Nürnberger Zeitung, ein zweites zur Kommunistischen Arbeiterzeitung (KAZ). Der KAZ wurde dabei ein unfrankierter Umschlag mit dem Video in den Briefkasten geworfen. Da Zschäpe nach dem 4. November aber nicht in Nürnberg war, muss eine bislang unbekannte Person den Film eingeworfen haben.

        fr-online.de/neonazi-terror/rechter-terror-zwickauer-zelle-wollte-nach-suedafrika-fliehen,1477338,11536858.html

  12. Die BKA-Fahnder verfolgen bereits eine Spur aus dem Saarland. An die Völklinger Selimiye Moschee war eine Bekenner-DVD adressiert, die die Thüringer Neonazis an verschiedene Organisationen und Medien geschickt hatten. Ünal Subasi, Vorsitzender des Trägervereins der Moschee, bestätigte, dass diese DVD „vor ein bis zwei Wochen“ unfrankiert im Briefkasten lag.

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Saarbruecken-Voelklingen;art27856,4079757

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