Einsame Journaille

Putin Teufel

Daß es „um die westliche Journaille langsam einsam“ würde, konstatiert Torben Niehr in ef-online. Es bestünde, insbesondere am Fallbeispiel der medial inszenierten Anti-Putin-Hetze, eine große Spanne zwischen Propagandisten und Meldungsempfängern. Schon aus diesem Grund ist der Beitrag in dem libertären Blog ein lobenswerter Ansatz, ausgewählten Leserkommentaren eine erweiterte Verbreitung zu ermöglichen. Der nächste Schritt für die immer noch viel zu zahlreichen Leser der Journaille-Postillen wäre, sich von diesen endgültig zu emanzipieren und sich direkt z. B. via Blog zu äußern, ohne die Online-Zeitungen bzw. deren Propaganda durch ihre Kommentare überhaupt aufwerten zu müssen.

Woher die Leitmedien ihre Richtlinien erhalten, da sie doch immer wieder erstaunlich synchron orchestrieren, untersucht der Journalist Michael Klonovsky. Allerdings stellt auch er einen immer kritischeren Umgang mit den Journalitätspostulaten fest:

Das gelegentliche Überfliegen der Leserkommentare unter den Einlassungen der Meinungsvorturner aus den Leitmedien, nicht nur den Fall Putin betreffend, erweckt den Eindruck, dass der Schwarm derer, die sich von den besagten Klüngeln mal dahin, mal dorthin und jedenfalls regelmäßig in die Irre dirigieren lassen, tagtäglich kleiner wird.

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6 Antworten

  1. „sich direkt z. B. via Blog zu äußern“

    Schon lange gemacht, dazu noch alle Zeitungen abbestellt. Nur noch meine Frau hat die BNN im Abo, daraus hole ich mir oft die absurdesten Kommentare um diese dann zu kommentieren.

    Hilft zwar nicht wirklich gegen den grasierenden Wahnsinn nur kann ich immer mal wieder behaupten, nicht alle und „muß ich nicht haben“.

    Nicht viel aber doch viel für mich persönlich….

  2. Vollste Zustimmung!

    Die folgenden Artikel hatte ich zwar schon auf einen anderen Block gepostet, aber ich finde sie geben ein „gutes“ Bild über die Journaille wieder:

    Russische Botschaft

    Angesichts der Proteste in Kiew und unserer Berichterstattung darüber, kommt in der Community der Verdacht auf, der Kommentarbereich werde manipuliert.

    Im Kommentarbereich zu einem Bericht über die Proteste in Kiew (Wie die Ukrainer ihre Revolution erkämpfen) erreichte die Redaktion folgender Hinweis: “[…] die Art und Weise, wie hier wieder eine offensichtlich pro-russisch und anti-westlich positionierte Kommentatorenschaft Kommentare zu Berichten über die Vorgänge in der Ukraine innerhalb kürzester Zeit kapert, wäre doch mal einen eigenen Artikel wert.”..

    Weiter: http://www.zeit.de/community/2014-01/kommentare-russland-manipulation

    Ukraine-Kommentare im Internet
    Meinungsschlacht um die Krim

    26.03.2014 · In den Kommentarspalten der Nachrichtenportale schlagen die Leser eine Schlacht um die Deutung der Krim-Krise: Putin als „scharfsinniger Stratege“, die Majdan-Mitglieder als „Putschisten Merkels“. Ist das russische Propaganda? Moskau kommt die Debatte nicht ungelegen.

    Als Journalist muss man zurzeit einiges aushalten, wenn man in die Kommentarspalten der großen deutschen Nachrichtenportale blickt. „Was soll dieses hartnäckige Propagandageschwurbel“, wird ein Autor bei FAZ.NET namentlich beschimpft. In dem Artikel über die Entwicklungen in der Ukraine würden „gewollt wichtige Details und ganze Sinnzusammenhänge“ unterschlagen…

    Weiter: http://www.faz.net/aktuell/politik/krim-krise-in-deutschen-medien-was-geht-bloss-in-diesen-koepfen-vor-12865042.html

    Empfehlenswerter Blog:

    Die Propagandaschau ~ Ein niemals vollständiges Logbuch deutscher Medienpropaganda

    http://propagandaschau.wordpress.com/

  3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist scheiße, die Leute, die ihn betreiben, sind scheiße, das, was sie so teuer fabrizieren, ist scheiße, und deshalb kriegen die Leute von so einer Scheißanstalt auch nur Scheiße zu hören und zu sehen. Es sei denn, sie sind achtzig oder tot, also das durchschnittliche Publikum der ÖR, und merken es nicht.

    aus Akif Pirincci: „Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“

    • Den Beweis zu dieser Aussage hat das ZDF gerade selber geliefert. Pirincci war heute zu Gast im Mittagsmagazin. Aus dem Mediathek-Video der Sendung war das Interview bereits kurze Zeit später herausgeschnitten.

  4. „Es gibt kein öderes und widrigeres Geschöpf in der Natur als den Menschen, welcher seinem Genius ausgewichen ist und nun nach rechts und nach links, nach rückwärts und überall hinschielt. Man darf einen solchen Menschen zuletzt gar nicht mehr angreifen, denn er ist ganz Außenseite ohne Kern, ein anbrüchiges, gemaltes, aufgebauschtes Gewand, ein verbrämtes Gespenst, das nicht einmal Furcht und gewiß auch kein Mitleiden erregen kann. Und wenn man mit Recht vom Faulen sagt, er töte die Zeit, so muß man von einer Periode, welche ihr Heil auf die öffentlichen Meinungen, das heißt auf die privaten Faulheiten setzt, ernstlich besorgen, daß eine solche Zeit wirklich einmal getötet wird: Ich meine, daß sie aus der Geschichte der wahrhaften Befreiung des Lebens gestrichen wird. Wie groß muß der Widerwille späterer Geschlechter sein, sich mit der Hinterlassenschaft jener Periode zu befassen, in welcher nicht die lebendigen Menschen, sondern öffentlich meinende Scheinmenschen regierten; weshalb vielleicht unser Zeitalter für irgendeine ferne Nachwelt der dunkelste und unbekannteste, weil unmenschlichste Abschnitt der Geschichte sein mag.“

    Friedrich Nietzsche

  5. Hat dies auf rundertischdgf rebloggt und kommentierte:
    Es ist zu hoffen, daß der Schwarm der Schafe kleiner wird, der sich täglich von dem Netzwerk der Meinungsmacher aus Medien und Politik dirigieren läßt.

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