Aliens

Kampf gegen Invasoren

Im Xenophobie-Fachorgan „Der Spiegel“ wird derzeit gegen Einwanderer („Aliens“) gehetzt: Sie „zerstören Ökosysteme, gefährden die Gesundheit und verursachen Schäden in Milliardenhöhe“.

Manch ein Einwanderer ziehe „eine unübersehbare Schleimspur quer durch Europa, verbreitete sich von Spanien kommend bis nach Sylt“, ihn „jemals wieder loszuwerden, ist kaum noch denkbar – gegen so manchen Invasoren ist, einmal etabliert, kaum noch etwas auszurichten.“

Dank der EU soll mit der „Bekämpfung der invasiven Arten“ jetzt aber gegengesteuert werden: „Wenn es nach dem Willen des Umweltausschusses der Europäischen Union geht, würde der Verursacher eines solchen Imports künftig dafür bestraft werden.“ Die Europäische Umweltagentur bilanziert, daß „gebietsfremde Arten zu einem dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in Europa“ führen – und zu Gesundheitsgefährdungen.

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7 Antworten

  1. Tja, wenn Tiere das gleiche tun wie Menschen, ist es noch lange nicht dasselbe…..
    Wird der Gauckler jetzt auch bestraft, weil er Schädlinge aus aller Welt eingeladen hat?

    • Heute muß ja alles genau umgekehrt sein wie früher. Daher: „Quod licet bovi not licet Iovi.“ Der Gauckler bleibt straffrei.

  2. Nie wiededr! Sag ich da nur. Nie wieder! Und: Keine Art ist illegal.

  3. „Invasive Arten von anderen Kontinenten zerstören Ökosysteme, gefährden die Gesundheit und verursachen Schäden in Milliardenhöhe.“

    Ersetzt man nur noch „Ökosysteme“ durch „Sozialsysteme“, so haben die Autoren vom Spiegel exakt, wenn auch ungewollt, unser System beschrieben.

  4. Die Ökobewegung hat nicht Angst vor Veränderung, sondern Angst vor einem Verlust der Vielfalt. Wenn durch den Menschen mit schwindelerregender Geschwindigkeit die Ökosysteme der Welt durchgemischt werden, gleichen sich Flora und Fauna überall an.

  5. Der Nebensatz, dass die EU jetzt etwas dagegen unternimmt, hat zu einem spontanen innerlichen Lachanfall geführt. Die werden geschätzt 10’000 Seiten mit neuen Verordnungen vollschreiben und die spanische Wegschnecke damit totschlagen.

  6. Tatsächlich wurden die Neophyten schon aus politischen Gründen begrüßt. „Die Natur sei im stetigen Wandel“ hieß es, und wer als Naturschützer etwas dagegen sagte, dass z.B. die Kanadische Pappel unseren größten Tagfalter, den „Großen Eisvogel“ mit-ausrottet,( https://groups.yahoo.com/neo/groups/AgNAD/conversations/messages/88 ) wurde gerne in die rechte Ecke verbannt,
    Analogien ergeben sich auch zum Sprachwandel. Im Duden werden beliebig Anglismen als deutsche Worte aufgeführt – bis schließlich nur noch englische dort stehen und das dann „Deutsch'“ heißt?

    Die Veränderungen kommen eben nicht „aus der Natur“, sondern sind anthropogen, vom Menschen gemacht oder – was Sprachen und Völker angeht – von der Macht.

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