Dinosaurier

Fettist_innen

Die meisten werden sie kennen, die geflügelte Metapher von der „Verhausschweinerung des Menschen“, mit welcher der Nobelpreisträger Konrad Lorenz „Verfallserscheinungen an Volk und Menschheit“ beschrieb. Diese Verfallserscheinungen seien einem „Mangel an natürlicher Auslese“ geschuldet, und die „zunehmende Domestikation des Menschen“ bedrohe letzten Endes „seine Menschlichkeit“.

Dabei würden die über Dekaden immer häufiger auftretenden Verfallstypen „dank ihrer größeren Vermehrungsquote und ihren vergröberten Wettbewerbsmethoden“ die Gesellschaft durchsetzen und einem funktionalen Staatswesen „in kürzester Zeit … den Untergang“ bringen, aus den gleichen Gründen, „aus denen die ebenfalls asozialen Zellen einer Krebsgeschwulst das Gefüge des Zellstaates zugrunde richten“.

Vor allem jener Hinweis des Nobelpreisträgers wird aus queertheoretischer Perspektive aufgegriffen, daß das „verderbliche Wachstum bösartiger Tumore“ darauf beruhe, „daß gewisse Abwehrmaßnahmen versagen oder von den Tumorzellen unwirksam gemacht werden, mittels deren der Körper sich sonst gegen das Auftreten ‚asozialer‘ Zellen schützt. Nur wenn diese vom umgebenden Gewebe als seinesgleichen behandelt und ernährt werden, kann es zu dem tödlichen infiltrativen Wachstum der Geschwulst kommen.

Aufgeklärte Fettist_innen verinnerlichten derartige Wachstumsstrategien und fordern mehr als nur die Gleichbehandlung: „Lasst uns fette Banden bilden“, ist die Kampfparole der „fetten_dicken TLF* (TransLesbenFrauen*)“ vom „queerfeministischen fat_positives_krawall Kollektiv aus Berlin“. Fett sei „vom patriarchalen Unterdrückungssystem betroffen“ und stehe „in Interaktion mit miteinander verstrickten Unterdrückungssystemen wie Rassismus, Ableismus, Klassismus und Kapitalismus. … Fett ist politisch.

Prof. Konrad Lorenz wußte bereits vor 70 Jahren, daß die „Deutschen allen anderen Kulturvölkern um tausend Schritte voraus“ seien, um „das Schicksal der Dinosaurier“ zu teilen. Wobei er nicht ahnen konnte, daß das wortwörtlich verstanden würde.

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9 Antworten

  1. Tatsächlich, auf dem Bild sind Seismosaurusse abgebildet: Eine riesige Körpermasse und ein klitzekleines Hirn.

    • Könnte sich auch um Tyrannosaurus Mops handeln, bin mir nicht so sicher….

      Aber mal ernsthaft: Fett ist politisch. Diesen kläglichen Gestalten ist aber auch gar nichts zu dämlich.

  2. Schöne Exemplare! Solche Brontosaurier ziehen oft in gemählichen Herden durch die Mc Donalds Filialen des Holozäns auf der Suche nach Nahrung. Vor Fressfeinden sind sie durch ihre schiere Masse geschützt. Da geht kein Raptor ran!

  3. Die fehlende Konsequenz im Vergleich zu den Tittenshows der Femen deutet aber doch auf eine durch die Konventionen oktroyierte Selbstwertstörung hin, die auch die auf oberkrass gedengelte Diktion nicht zu kompensieren vermag.

  4. Zumindest müßen die beiden „Grazien“ keine Angst haben, daß sie Opfer männlicher sexueller Gewalt werden. Es gibt tausend Pfunde die dagegen sprechen.

    • Es ist allerdings eine Form patriarchalischer Gewalt, von verächtlichen Blicken seelisch mißhandelt zu werden.

      • Wird nicht eher derjenige seelisch mißhandelt der die Damen anschauen muß und worin unterscheidet sich ein verächtlicher von einem angewideter Blick?
        Ist das Auftreten der Damen ein Akt von matriarchalicher Gewalt und wie kann man sich davor schützen?

  5. „Die fehlende Konsequenz im Vergleich zu den Tittenshows der Femen deutet aber doch auf eine durch die Konventionen oktroyierte Selbstwertstörung hin“

    Ja – soviel ungenutzte Werbefläche im Vergleich zu den spindeldürren Femen – das ist jammerschade!

  6. Muß ich mich jetzt wegen der sexuellen Vielfalt angesprochen fühlen?

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