Ohneglieder

Menschenbrei

Die Universität Leipzig geht einen Schritt weiter in der Feminisierung der Sprache. Bekanntlich war dort die Einführung des generischen Femininums in Anreden, wie etwa die „Professorin“ auch bei Männer_innen, damit begründet worden, daß alle 56 Geschlechter in den letzten zehntausend Jahren von einer maskulinen Sprachherrschaft unterdrückt wurden, und die nächsten zehntausend Jahre sich alle Mensch_innen den weiblichen Titulierungen unterzuordnen haben, um Diskriminierungserfahrungen gerecht zu verteilen. In den darauffolgenden 540.000 Jahren könnten dann auch die anderen 54 Geschlechter, wie die transsexuellen oder androgynen, zum Zuge kommen.

Der (!) Studentinnenrat kritisierte nun, daß ihre Beitragszahlerinnen immer noch „Mitglieder“ genannt werden. Fräulein Markus Gerber vom SchwuLi-Fachschaftsrat stellt fest: „Zehntausend Jahre lang mußte sich jede als Mitglied verunglimpfen lassen, ob sie nun ein Glied hatte, oder nicht. Es wird Zeit, den Begriff Mitglied durch Ohneglied zu ersetzen, mit dem dann alle 56 Geschlechter gemeint sind.

Rektorin Profin. Drin. medin. Beate A. Schückingin ist von dem Ansinnen begeistert: „Es ist erhebend, an vorderster Front für die Kastration der deutschen Sprache zu kämpfen, in treuem Glauben an unseren Führer, Heil Gauckler!“ Bevor frau jedoch an den Druck der Ohnegliedsausweise gehen könne, müßten die umfangreichen Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die Universität Leipzig ist momentan dabei, das bislang duale Toilettensystem auf 56-teilige WC-Anlagen umzustrukturieren. Deshalb müssen ganze Hörsäle, in denen bislang überflüssige Wissenschaft betrieben wurde, diffizilen Urinierungseinrichtungen weichen.

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11 Antworten

  1. Nieder mit der Wissenschaft, es lebe die Ideologie!! Bisher ist jede Hochkultur an sich selber zugrunde gegangen, aber die deutsche wird die erste sein, die an ihren eigenen Fäkalien erstickt…..

  2. „Man sollte die Sache nicht zu hoch hängen“, sagte Verbandssprecher, Matthias Jaroch, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. „Diese Entscheidung war eher Zufall als ein von kühner Hand geplanter feministischer Durchsetzungsakt.“

    Da kann ich nur zustimmen. Das war nur ein Zufall! Die Reaktionen dürften demnach ziemlich überzogen gewesen sein.

    Als abgestimmt wurde, hatten nur zufällig mehr als 50% der Anwesenden die Arme oben. Die paar Feministen waren wirklich dafür, ein paar andere haben grad Fliegen gefangen, ein andere Gruppe wurde von einem bewaffneten Intensivtäter überfallen und hatte deswegen die Hände oben (ein Projekt der Soziologen), ein paar Ästhetikprofessoren haben ihren Achselgeruch geprüft, die Statistiker hatten vorher ihre Würfel befragt und „Zustimmung“ gewürfelt und der Rest hatte wie immer nicht zugehört, aber wollte nicht unangenehm auffallen.
    Sowas passiert eben!

  3. Es gibt Wichtigeres als das Studium. Das steht schon mal fest. Zum Beispiel, für den Weltfrieden kämpfen oder gendergerechtes Artikulieren. Ach, das waren noch Zeiten, als Eltern selber für den Dummfug ihrer Sprösslinge an der Uni zahlen mußten und dann den Geldhahn abdrehten, wurde der Dummfug zu weit getrieben. Seit aber Kreti und Pleti ein Recht auf Faulheit außerhalb der Hörsääle hat, um etliche Jahrzehnte an der Uni zu parken, müssen uns eben die afrikanischen Facharbeiter für Voodoo und Wassertragen auf dem Kopf voranbringen.

  4. Hat dies auf rundertischdgf rebloggt und kommentierte:
    Das ist die ideologische Mühle, die sich Genderismus nennt. Nicht nur die Grünen drehen fleißig an dem (ge) Gen (derten) Menschen! Wer die Umwelt eigentlich so versaut, der ist als Mitstreiter gegen Genpflanzen ungeeignet oder?

  5. Dies hier hatte ich gestern auf FeFes Blog gefunden, paßt zum Thema, wie die Faust aufs Auge:

    „Durchbruch! Wir sind fast soweit, dass die Gender-Sprachführer sich so weit von Deutsch entfernt haben, dass man ihre Texte kaum noch verstehen kann. Ich habe ja hier auch einen Bildungsauftrag, daher zitiere ich mal ein paar Highlights….“

    Weiter: http://blog.fefe.de/?ts=addeacc3

    Tja, eine verrückte Welt, in der wir leben (müssen?).

    • Die Welt ist nicht verrückt – aber ein paar Verrückte proben den Aufstand, um sie aus den Angeln zu heben. Das ging noch immer schief. Lachen wir sie aus und zeigen ihnen den Stinkefinger – das mögen sie nämlich gar nicht.

  6. Warum soll man sich mit dem durch Steuergelder geförderten Quatsch überhaupt noch beschäftigen? Wäre es nicht besser, das alles mit einem hochmütigem Schnauben zu ignorieren? Selbst wenn man sich nur darüber lustig machen will, so muss man sich diesem immer gleichen Mist auseinandersetzen, und das ist wirklich Zeitverschwendung. Der unter Ihrer Ironie versteckte Appell an irgendwelche Ideale, Traditionen oder patriotische Gefühle – da können Sie genauso gut Steine und Bäume anbeten. Lassen Sie sie doch machen, die EU, die Schulzes, die Blockparteien, die Propagandisten, die billigen Jubelperser, Berufsdemonstrierer, Hobbyrevoluzzer, Denunzianten. Vielleicht erreicht die Gesellschaft mit linker Kultur, ökonomischen Kapitalismus und buchhalterisch-moralistischer Politik ja ihre endgültige Organisationsform und überlebt sogar die Auslöschung der Völker, die ihre materiellen und geistigen Grundlagen geschaffen haben. So lange nämlich Wohlstand und Wirtschaftswachstum nicht gefährdet sind, wird alles einfach so weiter laufen: Gender-Mainstreaming ebenso wie Förderung von Masseneinwanderung, Europäisierung, Multikulturalisierung usw.

  7. Ich bin Frau und selbstverständlich Mitlied und zwar so viele wie ich will

  8. Tastatur zu langsam Mitglied natürlich

  9. Da es ja „der Flüchtling“ heisst ist diese Bezeichnung heutzutage nicht mehr zulässig.

    „Fatimas Schwestern sind als Flüchtlinge zu uns gekommen“ geht also gar nicht.
    „Fatimas Schwestern sind als weibliche Flüchtlinge zu uns gekommen“ hilft nicht, da es ja nicht um das Erkennen des Geschlechtes geht, wofür „Schwestern“ ja reichen würde, sondern das männliche Flüchtling ist ja das diskriminierende, als ob es nur Flüchtlinge und keine Flüchtlinginnen gibt.
    Muss es also tatsächlich Flüchtlinge/innen oder Flüchtlinge_innen oder Flüchtlinge*innen oder Flüchtlinx heissen?
    Mit anderen Worten ist also „Fatimas Schwestern kamen als Flüchtlinginnen zu uns“ richtig?
    Das hört sich so falsch an. Kann aber auch sein, dass es sich für mein chauvinistisches frauenfeindliches Gehirn nur so falsch anhört, aber voll richtig ist.

    Da haben es die Lehramtlx leichter, dort kann man mit FuF umschiffen, analog zu SuS für Schülerinnen und Schüler !

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