Datenkrake

Fakebook Krake

Ein erneuter antisemitischer Vorfall in der schon lange insolventen, aber aus unerfindlichen Gründen immer noch publizierenden Frankfurter Rundschau: Als der Karikaturist Burkhard Mohr nach der Fakebook-Übernahme des Kurznachrichtendienstes Whatsapp den Fakebook-Gründer Mark Zuckerberg als vielarmige Datenkrake porträtierte, die auf unzählige Computer zugreift, witterte das Pleiteblatt sofort „lupenreinen Antisemitismus“. So würde kein Detail des alten Bildes vom „internationalen Juden“ fehlen. Der Zeichner habe „neben dem klassischen Bild der weltbeherrschenden Krake sogar an die Hakennase, die fleischigen Lippen, das lockige Haar und das lüsterne Grinsen gedacht.“ Also an alles, was nach Ansicht der Frankfurter Rundschau einen echten Juden ausmache.

Man sieht natürlich immer, was man sehen will: Der eine denkt bei der Abbildung einer häßlichen Karikaturen-Kreatur lediglich an eine karikierte Kreatur, der andere sofort an einen Juden. Der eine wiedererkennt in der abgebildeten Krake den verzauberten Captain Davy Jones aus dem Film „Fluch der Karibik“, der andere das internationale Judentum.

Der mittlerweile über sich selbst bestürzte Karikaturist entschuldigte sich umgehend und zensierte seine eigene Zeichnung, indem er das Gesicht der Krake (resp. des Juden) durch einen Bildschirm ersetzte. Zukünftig sollen alle Karikaturisten, welche die Krake als Stilmittel einzusetzen gedenken, ihre Entwürfe bei der Frankfurter Insolvenzpostille vorab zur Genehmigung vorlegen.

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4 Antworten

  1. Nunja, aber wo der Zeichner Recht hat… 😉

  2. Einfach wiederlich antisemitisch, diese Frankfurter Rundschau.
    Ich schwöre, niemals wäre mir in den Sinn gekommen, daß der Jude eine weltbeherrschenden Krake mit Hakennase, fleischigen Lippen, lockigen Haar und lüsternen Grinsen ist! Dank der FR bin ich nun darüber aufgeklärt.

  3. Das nennt sich Pareidolie und wird von Wikipedia folgendermaßen beschrieben:

    Pareidolie (aus altgr. παρα para, ‚daneben‘, ‚vorbei‘, und εἴδωλον eidolon, ‚Form‘, ‚Erscheinung‘) bezeichnet das Phänomen, in Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände zu erkennen.

    (…)
    Beispiele

    Bekannte Beispiele für Pareidolien sind unter anderem vorbeiziehende Wolken, deren Form an alltägliche Dinge erinnern, aber auch Landschaftsformationen, wie zum Beispiel das „Marsgesicht“ in der Cydonia-Region des Mars. Die Flecken des Erdmondes rufen ebenfalls vermeintliches Gestaltensehen hervor, so der „Hase im Mond“. Ein weiteres bekanntes Phänomen, das mit Pareidolien einhergeht, ist das der sogenannten „Marienerscheinungen“.

    Ursache

    Pareidolien sind das Resultat bewusst oder unbewusst hervorgerufener Fehldeutungen durch das menschliche Gehirn: Dieses neigt dazu, diffuse und scheinbar unvollständige Wahrnehmungsbilder und -strukturen zu komplettieren und vertrauten Mustern und Formen anzugleichen. Dabei scheinen die Art und Gestalt der Trugbilder von der Erwartung des Gehirns abzuhängen. Dass besonders oft menschliche Gesichter wahrgenommen werden, gründet wahrscheinlich auf einer Art „natürlicher Alarmfunktion“, die sicherstellen soll, dass der Mensch im Alltag auch sich versteckende Personen und Gesichter ausfindig machen und (wieder)erkennen kann.

  4. Semiten sehen überall Antisemiten. Das ist ein Uhrinschtinkt.

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